Freddy Nock

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Freddy Nock (2014)

Alfred «Freddy» Nock (jun.) (* 10. Dezember 1964 in Gränichen, Aargau) ist ein Schweizer Hochseilartist Stuntman und Extremsportler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freddy Nock entstammt der Circusfamilie Nock. Er machte seine ersten Erfahrungen auf dem Seil im Alter von vier Jahren. Mit elf Jahren begann er mit dem Hochseillauf. Bereits seine Grosseltern waren Seilläufer. Als sein Vater Alfredo Nock 1985 eine Zirkuszeltvermietung gründete, ging Freddy mit der Familie seiner Tante auf Tournée und setzte seine artistische Laufbahn fort. In der Folge wurde er bei verschiedenen internationalen Nachwuchsfestivals für Artisten ausgezeichnet. 1994 gewann er mit der Truppe White Angels die Silbermedaille beim Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo.

Seit Ende der 1990er Jahre hat sich Freddy Nock mit verschiedenen Weltrekorden einen Namen gemacht. Seinen ersten Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sicherte er sich 1998 mit dem Lauf auf dem Tragseil der St. Moritzer Signalbahn über eine Distanz von 734 Meter. Danach folgten weitere Weltrekorde, unter anderem im Mai 2006 mit dem Lauf auf dem Tragseil der Säntis-Schwebebahn über eine Distanz von 1222,7 Meter. Seinen sechsten Weltrekord stellte er am 30. April 2010 in Zürich auf, wo er über eine Distanz von 900 Meter auf einem Hochseil den Zürichsee überquerte. Am 20. August 2011 gelang ihm ein Weltrekord auf der Zugspitze. Ohne jede Sicherung und Balancierstange lief er auf einem 5 cm dicken Tragseil der Gletscherbahn in 90 Minuten auf Deutschlands höchsten Berg. Dabei legte er eine Distanz von 995 Meter zurück und überwand eine Höhendifferenz von 348 Metern. Die Steigung betrug bis zu 57 Prozent.[1]

Auszeichnungen/Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beat Kuert: Berg und Geist: Freddy Nock. TV Doku, CH/DE, 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tobias Müller: Nock, Nock knocking on Heavens Door. Kopf des Tages, Der Standard, 22. August 2011