Frieder Döring

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Frieder Döring (eigentlich Hans-Friedrich Döring; * 24. Dezember 1942 in Dattenfeld, Sieg) ist ein deutscher Arzt und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frieder Döring besuchte das Gymnasium und legte 1962 in Waldbröl die Reifeprüfung ab. Er studierte Medizin an den Universitäten in Freiburg (Breisgau), Bonn und Düsseldorf. In Düsseldorf erfolgte die Weiterbildung zum Facharzt für Dermatologie. 1970 promovierte er an der Technischen Hochschule in Aachen zum Doktor der Medizin. Ab 1974 praktizierte Döring als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Troisdorf.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit, die ihren Niederschlag in Beiträgen für wissenschaftliche Fachzeitschriften findet, ist Frieder Döring literarisch aktiv. Er ist Verfasser von Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken; daneben wirkt er als Herausgeber von Anthologien. 1989 gründete er zusammen mit Bert Brune und Heinz Schüssler in Köln den Wolkenstein-Verlag. Er ist Mitglied des Vereins „Literaturcafé Troisdorf“ und veröffentlichte literarische Arbeiten in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften, u. a. in: Almanach deutscher Schriftstellerärzte (Hrsg. Jürgen Schwalm), Neue Lyrik und neue Musik (Hrsg. Jochen Röhrig), Wortnetze I-III (Hrsg. Axel Kutsch), Köln-, Rhein Sieg Bonn-, Bergisches Lesebuch (Hrsg. Jochen Arlt), Wörter sind Wind in Wolken (Hrsg. Theo Breuer), Rheinischer Literaturkalender, Rheinische Literaturhefte (Hrsg. Literaturcafé Troisdorf), Rundbrief des Bundesverbandes Deutscher Schriftstellerärzte, neues rheinland, Ärzte Zeitung, Der Deutsche Dermatologe, Dermaforum.

Von 1993 bis 2002 arbeitete Frieder Döring aktiv in Urlaubseinsätzen bei den German Doctors mit, zweimal in den Bergdörfern der Philippinen-Insel Mindanao und siebenmal in den Slums von Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. 1993 wurde er als 1000. Einsatzarzt der Organisation vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker empfangen und in den Einsatz verabschiedet.

Frieder Döring ist verheiratet, Vater von sechs Kindern, Großvater von zehn Enkeln und lebt in Schladern.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tötungsdelikte mit sexueller Motivation im Raume Düsseldorf von 1945 bis 1968. Aachen 1970. (Unter dem Namen Hans-Friedrich Döring).
  • Leben nach dem Gau (mit Waltraut Hönes). Monheim 1987.
  • Die Sonne geht immer mit (mit Waltraut Hönes). Monheim 1988.
  • Rheinischer Kinderkram (mit Bert Brune). Köln 1990.
  • Kehre wieder Sulamith. Köln 1992.
  • Alinda und die türkischen Träume. Köln 1993.
  • Es ist Trauern besser als Lachen (mit Charlotte Urland und Waltraut Hönes). Köln 1993.
  • Der Güldenbergring. Köln 1994.
  • Dirty Kitchen (mit Heinz Schüssler und Bert Brune). Köln 1995.
  • Mit Haut und Haaren. Köln 1996.
  • Das zweite Gesicht (mit Jochen Zierau). Köln 1999.
  • Dreckige Trips (mit Bert Brune und Heinz Schüssler). Köln 2000.
  • Hände an der Wand. Köln 2002.
  • Die Gottesanbeterinnen. Köln 2003.
  • Neanderland. Köln 2009.
  • Die Evangelische Friedenskirche Schladern und ihre künstlerische Ausstattung (mit Werner Erdmann). Köln 2011.
  • Eburonengold. Ein Windeck Historien-Krimi. Köln 2013.
  • Codex Wolkenstein. Ein Windeck Historien-Krimi. Köln 2015.
  • Wir Wolkensteiner (mit Bert Brune und Heinz Schüssler). Köln 2016.
  • Frankenturm. Ein Windeck Historien-Krimi. Köln 2017.
  • Immer wieder Sulamith. Neusalomonische Lieder (mit Ursula Groten). Köln 2018.
  • Windecker Baumdenkmäler – Baumgeheimnisse, Windeck 2019.[1]
  • Das Mausoleum des Rittmeisters Hans F. J. Rive in Schöneck. Eine Renovierungsgeschichte in Windeck-Schladern. Windeck 2020.

Herausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kölner Bucht – Natur und Unnatur. Ein Lesebuch (mit Bert Brune). Mit Zeichnungen von Karl Christian Peters, Köln 1990.
  • Narren und Co. (mit Bert Brune und Erwin Bücken). Anthologie. Mit Zeichnungen und Buntbildern von Ri Meuser von Eschmar, Köln 1991.
  • So ganz andere Kulturen? Köln 1997.
  • Köln – ein Museumsdorf. Anthologie. Mit Zeichnungen von Erich Wilker, Köln 1998.
  • Überall Menschen. Köln 1999.
  • Als googeln kein Thema und Jugend forscht gefährlich war - Schladerner Kindheitserinnerungen aus sechs Jahrzehnten. (mit Sylvia Schmidt). Windeck 2019
  • Windecker Heimatgeschichten - Dorfbewohner erzählen von früher und heute (mit Sylvia Schmidt), Windeck 2020

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medizinische Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Döring H. F., Ilgner M. Primär ambulante Hyposensibilisierung mit Insektengift, Dt. Derm. 32 (4), 429, 1984
  • Döring H. F., Ilgner M., Tüttenberg H.W. Atopisches Ekzem und Nahrungsmittelallergie, Dt. Derm. 32 (8), 384, 1984
  • Döring H. F. Ein hundertjähriger Dermatologe – Requiem für Benn, Dt. Derm. 34 (10), 1229, 1986
  • Döring H. F., Müllejans-Kreppel U. Chloroquin-Therapie der atopischen Dermatitis, Z. Hautkr. 62 (16), 1205, 1987
  • Kneutgen S., Döring H.F. Pollenassoziierte Lebensmittelallergien – Eine Übersicht, Dt. Derm. 38 (1), 71, 1990
  • Döring H. F. Barfußmedizin auf Mindanao, Dt. Derm. 41, 1218, 1993
  • Döring H. F., Tüttenberg H.W. Nicht alle können wegziehen. Dermatologisch-allergologische Komplikationen durch Schadstoff- und Lärmemission. Eine Patientenbefragungsstudie, Dt. Derm. 5-2000, 304, 2000
  • Döring F. Dr. Paul Schmetkamp und die Troisdorfer VC-Kranken, Troisdorfer Jahreshefte 32, 140, 2002

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die literarischen Werke von Frieder Döring wurden u. a. in folgenden Zeitschriften vorgestellt und rezensiert: Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Bonner Generalanzeiger, neues rheinland, Stadt-Revue Köln, Köln im..., Deutsches Ärzteblatt, Ärzte Zeitung, Der Deutsche Dermatologe, Dermaforum, Extrablatt Rhein-Sieg, Medical Tribune.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Troisdorfer brachte medizinische Hilfe in philippinische Bergdörfer. Rhein-Sieg Rundschau vom 18. März 1993.
  • Man muß auch an die Zukunft denken. Kölner Stadt-Anzeiger vom 27. Mai 1993.
  • Zweiter Hilfseinsatz auf einer Philippinen-Insel. Rhein-Sieg Rundschau vom 5. August 1995.
  • Optimismus als wichtigstes Werkzeug. Kölner Stadt-Anzeiger vom 8. April 1997.
  • Barfußmedizin nur in konfortablen Sandalen. Rhein-Sieg Rundschau vom 13. August 1997.
  • Die Arbeit ist kein Tropfen auf den heißen Stein. Bonner General-Anzeiger vom 28. Oktober 2000.
  • In den Slums regiert das Gesetz des Dschungels. Kölnische Rundschau vom 15. November 2000.
  • Arbeitseinsatz in Paraguay. Hähnchen mit der guten Naht. Kölner Stadt-Anzeiger vom 11. August 2001.
  • Wandersprechstunde in den südamerikanischen Slums. Rhein-Sieg Rundschau vom 23. Oktober 2001.
  • Ohne Technik muß man mehr mit den Sinnen arbeiten. Ärzte Zeitung vom 21. Oktober 2002.
  • Acht Hilfsprojekte in aller Welt. Kölner Stadt-Anzeiger vom 15. August 2003.
  • Hoffnung auf humanes Leben. Kölner Stadt-Anzeiger vom 12. September 2003.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KULTURINITIATIVE WINDECK. Abgerufen am 31. August 2019 (deutsch).