Friedrich Schumacher (Architekt)

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Andreaskirche in Gröpelingen
Deutsche Schiffsbank, Domshof 17
Hohentorskirche Neustadt
Martin-Luther-Kirche Findorff
St. Petri Domkapelle Osterdeich
Philippuskirche Gröpelingen
St-Johannes in Huchting

Friedrich Schumacher (* 1905 in Bremen; † 1993 in Bremen) war ein deutscher Architekt und Bremer Dombaumeister.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schumacher stammte aus einer alten bremischen Familie. Sein Ururgroßvater Isak Hermann Albrecht Schumacher war der letzte Bremer Bürgermeister auf Lebenszeit. Er war ein Cousin des bedeutenden, aus Bremen gebürtigen Hamburger Baudirektors Fritz Schumacher.

Er war nach 1945 verheiratet mit Inga Schumacher, geb. Siebert; beide hatten drei Kinder.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schumacher studierte nach dem Abitur Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart u. a. auch bei Paul Bonatz. Er wirkte als Architekt von 1933 bis nach 1980. 1933 gründete er sein Architekturbüro in Bremen und sein eigenes Haus entstand in der Lüder-von-Bentheimstraße in Bremen - Schwachhausen. 1937 erhielt er bei einem Bauwettbewerb den dritten Preis für den Entwurf der Lutherkirche in Bremen. Um 1937/38 entwarf der Wohnhäuser in Bremen-Grolland und in Bremen - Grambke (Kleine Dunge). Er wohnte von um 1940 bis 1945 in der Nähe von Bremen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Schumacher in der 1945 gegründeten, eher konservativen, Aufbaugemeinschaft Bremen um Gerhard Iversen mit. Er plante nun u. a. evangelische Kirchen und Gemeindezentren, Verwaltungsgebäude sowie viele Familienhäuser vor allem in Oberneuland und Schwachhausen. Er wurde 1953 bekannt durch den Neubau der Deutschen Schifffahrtsbank.[1] Prämiert wurde sein nicht realisierter Entwurf für eine Fußgängerzone in der Sögestraße. Bemerkenswert war 1961 der rotsteinsichtige Neubau der Martin-Luther-Kirche mit 750 Plätzen in Bremen - Findorff.[2] Zudem war er auch Dombaumeister des Bremer Doms.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claus Hübner: Friedrich Schumacher. In: Der Aufbau, 47 Jg., Bremen 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise, Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bremer Nachrichten vom 8. Oktober 1953: „Die Deutsche Schiffahrtsbank hat sich ein Haus gebaut. Am Domshof steht es, Ecke Bischofsnadel, und ist mit seinen 30 Metern Höhe ein Blickfang für den großen Platz. Über ein Jahr hatten die mit der Planung beauftragten Architekten mit den Baubehörden und dem Ausschuß für Stadtbildgestaltung darüber diskutiert, wie man die Fassade an dieser exponierten Stelle des Stadtbildes gestalten sollte, bevor Mitte vergangenen Jahres der Grundstein gelegt werden konnte“
  2. Architekturführer Bremen Nr. 403
  3. Architekturführer Bremen Nr. 387
  4. Architekturführer Bremen Nr. 314
  5. Architekturführer Bremen Nr. 411
  6. Architekturführer Bremen Nr. 409
  7. Architekturführer Bremen Nr. 417
  8. Architekturführer Bremen Nr. 431