Fritz Baedeker

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Fritz Baedeker (* 4. Dezember 1844 in Koblenz; † 9. April 1925 in Leipzig) war ein deutscher Verleger. Der jüngste von drei Söhnen des Autors und Verlegers Karl Baedeker führte den Verlag seines Vaters von 1869 bis zu seinem Tode.

Leben[Bearbeiten]

Grabstein von Fritz Baedeker in Leipzig

Fritz Baedeker studierte an der Universität Heidelberg, wo er 1864 Mitglied des Corps Vandalia wurde.[1] Später übernahm er den Verlag mit der Buchhandlung von seinen zwei älteren Brüdern Ernst und Karl jun. Als neuer Geschäftsführer konzentrierte er sich ganz auf den Verlag und die Erweiterung des Angebots an Reiseführern. 1870 verkaufte er die Buchhandlung und zwei Jahre später zog das Unternehmen in die Verlagsmetropole Leipzig. Fritz Baedeker wurde auf dem Leipziger Südfriedhof (VI. Abteilung) bestattet.

Seine Söhne Ernst (1878–1948), Dietrich (1886–1969) und Hans (1874–1959) führten nach seinem Tod den Verlag weiter. Sein weiterer Sohn Karl war Physiker.

Reiseführer[Bearbeiten]

Der aufkommende Tourismus belebte auch das Geschäft mit den Reiseführern. Durch die gestiegenen Ansprüche der Reisenden an Informationen über fremde Länder wurden die mit viel Akribie erstellten Bücher von Baedeker ein großer Verkaufserfolg. Die gestiegene Fülle an Reiseinformationen in den Büchern erforderte nun den sachlich-knappen „Baedeker-Stil“. Die Präzision und Vielfalt der Karten wurde auch verbessert. Die Reiseführer erschienen oft neben der deutschen Ausgabe auch in anderen Sprachen wie Englisch und Französisch.

Der große Aufschwung des Unternehmens unter Fritz Baedeker fand mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 ein abruptes Ende.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1909 zeichnete die Universität Leipzig anlässlich ihrer 500-Jahr-Feier Fritz Baedeker mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde eines Dr. phil. h. c. aus[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Unter der Leitung von Fritz Baedeker erschienen folgende Reiseführer:

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kösener Corpslisten 1960, 68, 351