Gärtner Pötschke

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Gärtner Pötschke GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1912
Sitz Kaarst, Deutschland
Leitung Geschäftsführer:
  • Cornelia Pötschke-Kirchhartz
  • Bernd Brodeßer
  • Dirk Deppe
  • Thomas Kluth
Mitarbeiterzahl ca. 330
Umsatz ca. 42 Mio. EUR (2014)
Branche Versandhandel
Website poetschke.de

Die Gärtner Pötschke GmbH ist ein seit 1912 bestehendes Unternehmen für Gartenbedarf. Es ist das fünftälteste Versandhaus in Deutschland. Mit einer Auflage von mehr als 1,3 Millionen ist Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch das meistverkaufte deutschsprachige Gartenbuch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1912 gründete Harry Pötschke (21. April 188418. Mai 1970) das Unternehmen Gärtner Pötschke in Mörsdorf, Thüringen, das 1934 nach Arnstadt umzog. Das Kerngeschäft beschränkte sich anfangs auf den Verkauf von Sämereien. Nachdem der Firmensitz in Arnstadt am 6. Februar 1945 bei einem Bombenangriff zerstört wurde, erfolgte 1949 der Wiederaufbau des Unternehmens in Kaarst. Von 1960 bis 1982 führte der Sohn des Firmengründers Werner Pötschke (* 19. August 1910 – 1999) die Geschäfte. Heute betreibt Cornelia Pötschke-Kirchhartz, die Tochter Werner Pötschkes, das Unternehmen in der 3. Generation.

Die Sortennamen eigener Pflanzenzüchtungen (Aster novae-angliae "Andenken an Alma Pötschke" (1969), Rose "Opa Pötschke" und Rose "Cornelia Pötschke" ...) erinnert an die langjährige Familientradition.

Der Betrieb in Kaarst beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter.

Am 1. April 2019 wurde vom Unternehmen das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet, Anfang August wurde bekanntgegeben, dass die Weltbild-Gruppe Pötschke übernommen hat. Der Standort in Kaarst sowie Name und Logo sollen erhalten bleiben. Außerdem sollen um die 150 Mitarbeiter weiterhin beschäftigt werden. Das Bundeskartellamt hat der Übernahme bislang noch nicht zugestimmt (Stand August 2019).[1]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sortiment wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgedehnt, das ursprüngliche Kerngeschäft der Sämereien erweitert.

Der Versandhandel entwickelte sich ursprünglich aus Gärtner Pötschkes Gartenbuch, das ab 1936 erschien und Katalog und Gartenratgeber in einem war. 1941 erschien erstmals Gärtner Pötschkes Siedlerbuch, das kein Katalog mehr war. Sein Nachfolger war ab 1964 Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch. Kataloge erschienen separat. Außerdem gibt das Unternehmen den Kalender Der Grüne Wink und Gärtner Pötschkes Praktischer Gartenratgeber heraus. Der Grüne Wink[2] ist ein Abreißkalender für 365 Tage im Jahr, Gärtner Pötschke tritt als Cartoon jeden Tag auf, gibt aktuelle Gartentipps, auch seine Frau und Enkel tauchen auf. Dabei ist der Stil durch die drei Farben schwarz, grün und rot geprägt. Die comicartigen Figuren gibt es in dieser Form seit 1939, typisch sind auch gedichtete Sprüche zum aktuellen Tipp, die Werner Pötschke ursprünglich selbst verfasste.

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Onlinehandel-Award in der Kategorie DIY 2019[3][4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Clemens Alexander Wimmer: „Gärtner Pötschkes Gartenbuch“, früher „Gärtner Pötschkes Siedlerbuch“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelreferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simon Janßen: „Pötschke“: Neustart durch Insolvenz, Rheinische Post-Website, 27. März 2019. Abgerufen am 9. August 2019.
  2. RP ONLINE: Kaarst: Seit 60 Jahren gibt der "Der grüne Wink" Gartentipps. Abgerufen am 2. Juni 2019.
  3. Gärtner Pötschke gewinnt Online-Handelspreis | TASPO.de. Abgerufen am 2. Juni 2019.
  4. Deutscher Onlinehandel Award: Diese Onlinehändler schlagen auch Amazon. Abgerufen am 2. Juni 2019.