Gönnersdorf (archäologischer Fundplatz)

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Koordinaten: 50° 26′ 51,5″ N, 7° 24′ 55,6″ O

Jungpaläolithischer archäologischer Fundplatz Gönnersdorf
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Fundplatz Gönnersdorf im Jahr 2016 Zwei Fundkonzentrationen befanden sich auf dem Wiesengrundstück unmittelbar neben der schwarzen und der weißen Garage.

Fundplatz Gönnersdorf im Jahr 2016
Zwei Fundkonzentrationen befanden sich
auf dem Wiesengrundstück unmittelbar neben
der schwarzen und der weißen Garage.

Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Jungpaläolithischer archäologischer Fundplatz Gönnersdorf (Deutschland)
Jungpaläolithischer archäologischer Fundplatz Gönnersdorf
Fläche 0.000.687 km²
Wann vor 15.500 Jahren
Wo Gönnersdorf, Ortsteil im Stadtteil Feldkirchen in Neuwied, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Gönnersdorf ist ein archäologischer Fundplatz aus dem späten Jungpaläolithikum. Er ist nach dem Ortsteil Gönnersdorf des Neuwieder Stadtteils Feldkirchen im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz benannt, wo sich der rund 15.500 Jahre alte Siedlungsplatz aus dem Magdalénien fand. Er zählt zu den bedeutendsten und besterforschten Plätzen für das Leben in der Spätphase der letzten Kaltzeit, insbesondere Ernährung, Siedlungsverhalten und Kunst (gravierte Schieferplatten vom Fundplatz Gönnersdorf, Frauenstatuetten vom „Typ Gönnersdorf“).[1]

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fundplatz Gönnersdorf ist einer der größten und besterforschten Siedlungsplätze der Spätphase der letzten Kaltzeit.[1] Er liegt orographisch rechts des Rheins[1] im westlichsten Zipfel des Wollendorf-Gladbacher Beckenhanges des Neuwieder Beckenrandes (etwa 70 Meter nördlich der Neuwieder Rheintalweitung) im Mittelrheinischen Becken und datiert mit etwa 15.500 Jahren in das späte Jungpaläolithikum bzw. das Magdalénien.[2] Die eiszeitlichen Siedlungsreste waren aufgrund ihrer Überdeckung durch die Bimsschichten des in zwölf Kilometer Luftlinie entfernt liegenden Laacher See-Vulkans außergewöhnlich gut erhalten. Fundreichtum, gute Konservierung und großflächige, sorgfältige Ausgrabungen machen Gönnersdorf zu einem der weltweit wichtigsten Archive für das Leben am Ende der letzten Eiszeit. Der Platz war offenbar ein wichtiger und alljährlich aufgesuchter Treffpunkt für die mobilen Jäger-Sammler-Gruppen der damaligen Zeit.[3] Der Fundplatz Gönnersdorf ist insbesondere für seine zahlreichen Kunstwerke (gravierte Schieferplatten, Frauenstatuetten vom „Typ Gönnersdorf“) weltberühmt. Besonders aufschlussreich sind die Funde und Strukturen auch für das Verständnis der Ernährungsweise und das Siedlungsverhalten.

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fundplatz Gönnersdorf wurde 1968 in einer Baugrube entdeckt, in der Steinwerkzeuge und Knochen unter der Bimsschicht aufgefallen waren. In den folgenden Jahren bis 1976 wurde neben der Baugrube und auf den angrenzenden Grundstücken unter der Leitung von Gerhard Bosinski eine Fläche von insgesamt 687 m² in 8 Grabungskampagnen ausgegraben. Dem Vorbild der Arbeiten am etwa zeitgleichen Freilandfundplatz Pincevent im Pariser Becken folgend, erreichten die Ausgrabungen und ihre Dokumentation in Gönnersdorf ein nach damaligen Maßstäben besonders hohes Niveau.[1] Das reiche Fundmaterial wird bis heute durch das archäologische Forschungszentrum Monrepos erforscht. Aktuelle Projekte fokussieren besonders auf die Rekonstruktion des Siedlungsverhaltens und die Analyse der gravierten Schieferplatten.[4] Moderne Analyseverfahren wie 3D-Scans, Isotopenuntersuchungen oder GIS-basierte Raumanalysen vervollständigen und präzisieren das Bild der eiszeitlichen Lebensweise in Gönnersdorf.[5]

Lage und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fundplatz Gönnersdorf liegt rechtsrheinisch auf dem Sporn einer Mittelterrasse des Rheins, 96–105 m ü. NN, auf einer windgeschützten sonnigen Hangfläche. Genau gegenüber am linken Rheinufer befindet sich der etwa gleichzeitige Fundplatz Andernach in nur etwa zwei Kilometern Entfernung. Der Rhein war in dieser Zeit flacher, breiter und in viele mäandrierende Arme unterteilt. Der Fundplatz liegt in der Nähe eines kleinen Bachlaufs, die Menschen hatten also möglicherweise direkten Zugang zu Frischwasser.[6]

Die Magdalénienfundschicht befindet sich im Löss der Eiszeitsteppe. Auf ein trocken-kaltes Klima weisen auch einige der in Gönnersdorf nachgewiesenen Tierarten hin, z. B. Halsbandlemming, Eisfuchs, Schneehase, Pferd, Ren, Saiga-Antilope.[7] Unter den nachweisbaren Arten sind aber auch Tiere anderer Lebensräume vertreten, die die spezifische Umweltsituation am Siedlungsplatz widerspiegeln. Sowohl aquatische Tiere (Fische wie Lachs und Forelle), als auch Vögel (Schwan, Ente, Gans, Schnee-Eule), schließlich Säugetiere (Gämse, Wolf, Ur, Mammut) gehörten zum Jagdspektrum. Durch Holzkohleanalysen lassen sich Rückschlüsse auf den Bewuchs um den Siedlungsplatz ziehen. Nachweisbar sind Kiefer (Waldkiefer, weitere Kiefernarten nicht auszuschließen), eine Art aus der Familie der Zypressengewächse (möglicherweise Gemeiner Wacholder) und Weide.[8] Pollenanalysen weisen eine reiche Krautvegetation nach.[9]

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine gute Knochenerhaltung und die genaue Dokumentation der Befunde, insbesondere der Gruben, gibt Gönnersdorf weitreichende Aufschlüsse über die Ernährungsweise in der späten Eiszeit, insbesondere die Jagd und Verarbeitung der Beute.

Jagd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine vorrangige Rolle bei der Nahrungsgewinnung der Menschen in Gönnersdorf spielte die Jagd. Belegt ist diese durch die vielen Funde von Tierresten. Auch Teile von Jagdwaffen wie Geschossspitzen aus Geweih und Stein (sog. Rückenmesser), die als Bewehrungen hölzerner Speere gedient haben können,[10] weisen auf einen hohen Stellenwert der Jagd. Als Jagdbeute nachgewiesen ist v. a. Pferd, aber auch Rentier, Wildrind, Saiga-Antilope, Gämse, Eisfuchs, Schneehase und verschiedene Vögel und Fische.[11] Gönnersdorf ist also nicht der unmittelbare Jagdplatz, sondern Siedlungs- und Verarbeitungsplatz. Teilweise wurde die Beute am Tötungsplatz außerhalb von Gönnersdorf zerlegt und dann zur Weiterverarbeitung nur in Teilen an den Lagerplatz gebracht. Das zeigen Häufigkeiten der Präsenzen der verschiedenen Körperregionen der Tiere. So fehlen zum Beispiel Brustbeine von Pferden.[12]

Bevorzugtes Jagdtier war das Pferd. Aus den Häufigkeiten der einzelnen Körperregionen lässt sich die Mindestindividuenzahl errechnen. So wurden z. B. 50 zweite Finger- bzw. Zehenknochen (Phalangen) gefunden, was auf mindestens 13 Individuen schließen lässt. Es ist aber von einer weit größeren Anzahl gejagter Pferde auszugehen, da weder sämtliche Knochen eines Tieres an den Lagerplatz kamen,[13] noch sich alle dort hingekommenen Tierreste auch bis heute erhalten haben.

Die Auswertung der Rentierreste belegt 180 Knochen (-fragmente) von mindestens 4 erlegten Tieren, die ihres Fleisches, aber auch ihres Geweihes wegen gejagt wurden.

Von Wisent und Saiga-Antilope konnte je ein Knochen nachgewiesen werden. Ein Mammutoberschenkelknochen, der nahe einer Feuerstelle gefunden wurde, ist nachweislich 2000 Jahre älter als die Siedlung.[14] Man vermutet, dass dieser Knochen in der Umgebung aufgesammelt wurde und zusammen mit einer Rengeweihschaufel als Grillkonstruktion gedient hat.[15] Darüber hinaus ist das Mammut durch Elfenbein belegt, vermutlich kam dieses als Rohmaterial aus der Umgebung in die Siedlung.[14] Eine Jagd auf Ur, Wisent und Mammut ist aufgrund der geringen Knochenanzahl als unwahrscheinlich einzustufen.

Vom Eisfuchs konnten Knochen und Zähne von mindestens 30 Tieren nachgewiesen werden, bei den Schneehasen wurden bisher 300 Knochen von mindestens sieben Tieren gefunden. Beide Tierarten waren vermutlich weniger als Nahrungsquelle, sondern vielmehr ihres Felles wegen Beute.[16]

Vereinzelte Reste von Fischen (Lachs, Forelle, Quappe) in Gruben belegen den Fischfang, der vermutlich ebenfalls eine große Bedeutung für das Nahrungsspektrum der Menschen hatte.[17]

Vogelknochenfunde belegen die Jagd auf Schwan, Gans, Ente und Schneehuhn, wohl vorrangig als Nahrungsquelle, aber auch auf Kolkrabe, Möwe und Schneeeule, welche wohl eher ihrer Federn wegen gejagt wurden.[18]

Sammelwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der vermutlich wichtigen Bedeutung der Sammelwirtschaft für die Menschen in Gönnersdorf konnten kaum Belege für das Sammeln von Vogeleiern, Früchten, Pflanzen und Beeren nachgewiesen werden.[16] Nur vereinzelt wurden Pollen von Wildkräutern in Kochgruben gefunden, die auf die Zubereitung pflanzlicher Kost hinweisen könnten.[19]

Ebenfalls mit der Pflanzenverarbeitung im Zusammenhang stehen als Reibsteine genutzte Felsgesteinplatten.[3]

Kochgruben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Lagerplatz selbst wurde in Kochgruben unterhalb der Schieferplatten mithilfe von Wasser und erhitzten Steinen Nahrung zubereitet, was durch Holzkohleschichten in den Gruben und durch Hitzeeinwirkung zerborstene Steine nachgewiesen werden konnte.[6] Vermutlich wurde auf diese Weise auch das Knochenfett ausgekocht, da viele der Tierknochen systematisch zerkleinert wurden.[13] Die Kochgruben wurden später mit Abfall verfüllt.[20]

Möglicherweise dienten einige Gruben unter den Schieferschichten auch der Vorratshaltung.[6]

Kunst und Schmuck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst

Plastische Figurinen mit der Darstellung von Frauen in aufrechter Haltung und betonten Glutäen sind zumeist bruchstückhaft überliefert. Sie sind eponym für die in dieser Zeit europaweit verbreiteten Venusfigurinen von Gönnersdorf. Meist bestehen die Figurinen aus Elfenbein, es konnte auch Schiefer oder Geweih verwendet werden. Das Motiv der aufrechten Frau mit charakteristisch dargestellten Glutäen findet sich auch auf den gravierten Schieferplatten.[21]

Schmuck

Aus den Eckzähnen von Hirschen, auch Hirschgrandeln genannt, wurden wahrscheinlich Halskettenanhänger gefertigt, darauf weisen Durchbohrungen hin. Den Hirschgrandeln wird oft eine Bedeutung als Prestigeobjekt zugeschrieben.[3] Auch von anderen Tierarten wurden durchbohrte Zähne gefunden (Ren, Eisfuchs, Wildpferd). Die Schalen einiger Weichtiere konnten auf Kleidungsstücke genäht und gut sichtbar getragen werden oder ebenfalls zu Ketten verarbeitet werden. Die aus dem Mittelmeergebiet stammenden, winzigen und durchlochten Schmuckschneckengehäuse der Art Homalopoma sanguineum[22] werden als Beleg für Tauschbeziehungen gesehen.[3] Ob die Krallen des Kolkraben als Schmuck dienten, ist nicht sicher, doch die Verwendung von Hämatit, Ocker und Holzkohle scheint aus schmückenden Gründen eingesetzt worden zu sein. Perlen aus Gagat (fossiles Holz) fanden sich sowohl in Gönnersdorf als auch Andernach-Martinsberg, wobei bikonische Perlen in anderen Fundorten nicht vorkommen.

Geräte aus Elfenbein, Knochen und Geweih[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Elfenbein, Knochen und bei Rentieren auch aus den Abwurfstangen wurde in Gönnersdorf eine Vielzahl verschiedener Werkzeuge, Waffenteile, Schmuck oder Kunstgegenstände gefertigt, welche bei Jagden oder anderen Tätigkeiten verwendet wurden. Das Material dazu konnte durch das Erlegen der Tiere oder dem Aufsammeln von vorhandenen Resten in der Umgebung gewonnen werden. Größere Projektile gewann man aus aufgesammeltem, oftmals älterem Elfenbein.[3] Dieses wurde zu halbrunden Projektilen, sogenannten baguette-demirondes, gearbeitet, mitunter sind selbige mit Ritzungen von Bär und Hirschkuh verziert. Für Nadeln und Retuscheure wurden die härteren Langknochen des Pferdes verwendet. Die länglichen, leicht gebogenen Geschossspitzen wurden aus Geweihspänen hergestellt, die man gezielt aus den Abwurfstangen herausgeschnitten hatte. Reste der Span- und Projektilherstellung wurden eher selten plastisch gearbeitet, dies kam jedoch in Einzelfällen auch vor.[3] Zu Harpunen wurden die größeren Geweihstücke gearbeitet und die meisten besitzen Widerhaken auf einer Seite, seltener sind solche mit zwei Reihen Widerhaken. Querangeln (eine Art Angelhakenvorläufer, welcher auch für andere Tiere verwendet werden konnte) wurden mitunter aus Geweih gefertigt.[9] Viele Knochen tragen weiterhin Gebrauchsspuren. Sie wurden als Hilfsmittel für die Steinbearbeitung oder Objekte von uns unbekannter Funktion verwendet.

Steinwerkzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gönnersdorf wurden mehr als 81.000 Steinartefakte gefunden, die zusammen etwa 76 kg wiegen. Die für das Jungpaläolithikum übliche Standardisierung des Werkzeugsspektrums[23] entspricht den Geräten des Spätmagdaléniens.[9]

Rohmaterialien

In Gönnersdorf wurden sowohl Artefakte aus regionalen Gesteinen als auch solche aus Gestein von weiter entfernten Lagerstätten gefunden. Es handelt sich dabei in den Fundkonzentrationen I und II um nordischen Feuerstein aus mindestens 100 km Entfernung und in Fundkonzentration III um Westeuropäischen Feuerstein.[24] Außerdem wurden noch drei Steinklingen aus rötlichem Blutjaspis gefunden, deren Rohmaterial vom Hochrhein kam. Die beim Transport zurückgelegte Strecke ist mit 300 km Luftlinie die weiteste Distanz, über die Rohmaterial im rheinischen Paläolithikum transportiert wurde. Von den regionalen Gesteinen sind unter anderem Kerne erhalten, was darauf hindeutet, dass hier das Steinwerkzeug aus einem ganzen Stein herausgearbeitet wurde, im Gegensatz zur Werkzeugherstellung aus Halbfabrikaten. Genauso ließen sich auch vom Westeuropäischen Feuerstein Kerne finden. Hingegen wurde beispielsweise der Maasfeuerstein bereits am Ursprungsort in Klingen und andere Halbfabrikate zerlegt, um leichter transportierbar zu sein. Die Fertigstellung der Werkzeuge geschah dann erst in Gönnersdorf.[9]

Schiefer

Neben den bekannten gravierten Schieferplatten wurden auch andere Gegenstände aus diesem Material hergestellt, unter anderem Rondelle und Lampen.

Rondelle sind runde herausgearbeitete Schieferscheiben mit einem Durchmesser zwischen 1,5 und 6,5 cm. Sie wurden in der Mitte durchbohrt und mögen deshalb als Schmuckstücke umgehängt worden sein. Ihre genaue Funktion bleibt aber unklar. Es wurden mehr als 400 Exemplare gefunden. Die Stelle des Bohrlochs wurde manchmal mit einem Kreuz markiert. Die meisten der Rondelle sind unverziert, einige haben aber auch Verzierungen aus Kreisen, Dreiecken, Ovalen oder Radialstrahlen. Die Ränder wurden zuerst retuschiert, dann geschliffen.[9]

Die Lampen sind gekennzeichnet durch die maximal einen Zentimeter tiefe Lampenschale, die in die Oberfläche einer dicken Schieferplatte eingetieft wurde. In dieser Lampenschale kann beispielsweise Talg mithilfe eines Dochts verbrannt werden.[9] Im Experiment wurde nachgewiesen, dass eine solche Lampe viel Licht gibt.[23]

Zahlreiche Schieferplatten dienten offenbar als Baumaterial, wurden jedoch nicht zu spezifischen Geräten umgearbeitet.[25]

Sonstige Steingeräte

Es wurden einige kantige fragmentierte Quarzsteine in einer kleinen Grube gefunden, die als Kochsteine interpretiert werden. Der komplette Stein wurde dabei im Feuer erhitzt um dann in eine mit Fell oder Leder ausgekleidete, mit Wasser gefüllte Grube gelegt zu werden. Auf diese Weise wurde das Wasser erwärmt. Bei dem ständigen Wechsel von heiß zu kalt sind die Steine dann zersprungen.[23]

Von einem Gerät aus roter Schaumlava ist nur noch ein Bruchstück erhalten. Von der Form ist auf ein Beilbruchstück zu schließen, allerdings spricht die Porosität der Schaumlava gegen die Verwendung als Beil, da das Material zu brüchig ist.[9]

Neben den bereits beschriebenen Steinartefakten gab es Schlagsteine und Retuscheure, die zur Steinbearbeitung benutzt wurden. Außerdem wurden Gerölle gefunden, die eindeutige Gebrauchsspuren tragen und z. B. dazu verwendet werden konnten, Markknochen zu zerschlagen, um an das Knochenmark zu kommen.

Siedlungsstrukturen und Behausungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungsstrukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesamte Grabungsfläche wurde entsprechend der Fundverteilung in vier Bereiche aufgeteilt. Im Süden liegt K I (Konzentration I), weiter nordwestlich K II. Über dieser liegt K III und weiter nördlich K IV.

Durch die heutige Bebauung konnte nicht die gesamte Siedlungsfläche ergraben werden, dennoch fand man vier voneinander räumlich abgetrennte Befunde, die als Behausungsgrundrisse gedeutet werden. Zu erkennen waren diese durch größere Gesteinskonzentrationen aus Schiefer, Quarzit und Quarz, mit darunter liegenden Grubenzonen und einer zum Teil flächendeckenden roten Verfärbung des Innenraums durch pulverisierten Hämatit. Zwischen und unter den Steinanhäufungen lagen zahlreiche Funde wie Steinartefakte und Knochen.[1]

Behausungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In K I–K III bildete der äußerste Ring aus Steinmaterial mit einem Durchmesser von 6 (K III) bzw. von 9 m (K I u. K II) die Begrenzung der Behausung. Unter diesem Ring befanden sich kleinere Pfostenlöcher in regelmäßigen Abständen von jeweils 1,20 m. In der Mitte der Behausungen befand sich eine tiefe Grube für einen Mittelpfosten.[1]

Aufbauend auf diese Befunde und angeregt durch völkerkundliche Vergleiche aus Asien, rekonstruierte man rundliche Zelte aus senkrecht aufgehenden Wänden und einem flach-kegelförmigen Dach[23] mit Firstloch,[1] welches durch einen Mittelpfosten getragen wurde. Bedeckt war das Gerüst mit Fellen oder Leder.[23] Die Bauten besaßen zwei Ausgänge, einen im Südosten und einen im Nordwesten. Der Innenraum war durch Steinanhäufungen, stegartige Pflasterungen und freiere Flächen gegliedert. Neben einer oder mehreren Feuerstellen gab es noch mehrere Gruben, welche als Vorrats-, Koch- oder Abfallgruben interpretiert wurden.[1] Durch den Fund eines vollständigen, leicht verrußten Mammutoberschenkelknochens und einer Schaufel eines größeren Rengeweihs in der Nähe der Feuerstelle von K I, rekonstruierte man eine mögliche Grillvorrichtung.[23]

In K IV wurde ein Zeltgrundriss ohne Gruben freigelegt,[1] das vermutlich eine tipi-artige Konstruktion aufwies. Neuerdings wird es aber auch als rechteckig bis trapezförmige Behausung rekonstruiert.[23] Es hatte einen Durchmesser von fünf Metern und die äußere Begrenzung wurde durch größere Schieferblöcke gebildet, die als Beschwersteine des Wandfußes dienten. In der Mitte des Zeltes befand sich eine von Quarzit und Schiefer eingefasste und mit einer Basaltplatte abgedeckte Feuerstelle. Der Eingang lag im Südwesten, wie eine Untersuchung der Fundstreuung und die Verbindungslinien zusammengepasster Fundstücke deutlich belegten.[1]

Datierung (Siedlungszeitpunkt, -dauer und -frequenz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhand von kalibrierten C14-Daten konnte der Fundplatz schon während der frühen Forschung in die Zeit um 13.000 v. Chr. datiert werden. Somit fällt er ins Spätmagdalénien.[9] Neuere Daten bestätigen diesen Forschungsstand weitgehend, weisen aber auch darauf hin, dass der Fundplatz Gönnersdorf bereits 400 Jahre früher als zunächst angenommen besiedelt wurde und somit zeitgleich mit Andernach-Martinsberg einzuordnen ist. Die Proben, welche für die C14-Datierung verwendet wurden, stammen größtenteils von Pferde- und Rentierknochen.[26]

Die Wohnplatzfrequenz ist in Abhängigkeit zu den Fundkonzentrationen (K-I–K-IV) zu betrachten. Beispielsweise wurden im Gebiet der K-I Knochen von Pferde-Foeten gefunden, deren Entwicklungsstadium auf eine Jagd im Herbst und Winter deutet. In K-II wurden ebenfalls Knochen gefunden, welche jedoch auf ein späteres Entwicklungsstadium und somit auf eine Jagd im Frühling und Sommer hinweisen.[25]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eduard Franken, Stephan Veil: Die Steinartefakte von Gönnersdorf (= Der Magdalénien-Fundplatz Gönnersdorf. Band 7). Steiner, Wiesbaden 1983, ISBN 3-515-02825-0, ZDB-ID 572446-6 (Teilw. zugl.: Köln, Univ., Diss. S. Veil, 1981).
  • Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424.
  • Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424.
  • Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Open air site Gönnersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424.
  2. Martin Street, Olaf Jöris, Elaine Turner: Magdalenian settlement in the German Rhineland – An update. In: Quaternary International. Nr. 272–273 The Magdalenian Settlement of Europe, 12. September 2012, doi:10.1016/j.quaint.2012.03.024, ISSN 1040-6182, S. 231–250 (englisch, Aufsatz online verfügbar: 21. März 2012, Zusammenfassung in englischer Sprache).
  3. a b c d e f Sabine Gaudzinski-Windheuser, Olaf Jöris (Hrsg.): 600.000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Mitte Europas. Begleitbuch zur Ausstellung im Museum für die Archäologie des Eiszeitalters, Schloss Monrepos, Neuwied. Mit Beiträgen von Sylvie Bergmann, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Frank Gelhausen, Sonja Grimm, Claudia Hellebrand-Kosche, Wolfgang Heuschen, Daniela Holst, Jörg Holzkämper, Susanne Isaak-Mans, Olaf Joris, Jan Kegler, Lutz Kindler, Martina Sensburg, Martin Street, Elaine Turner und Stefan Wenzel. Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2006, ISBN 978-3-88467-103-0, Schnell & Steiner, 28. Februar 2007, ISBN 978-3-7954-1968-4.
  4. „Goldener Schnitt“ in Stein gemeißelt – 3D-Scans (v)ermessen 15.000 Jahre alte Schieferbilder und die Bedeutung ihrer Künstler. Pressemitteilung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. In: web.rgzm.de. Römisch-Germanisches Zentralmuseum – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, 23. Oktober 2012, aufgerufen und empfangen am 1. März 2017 (PDF-Datei, 99,73 KiB).
  5. Alexandra Güth: Using 3D scanning in the investigation of Upper Palaeolithic engravings: first results of a pilot study. In: Journal of Archaeological Science. Band 39, Nr. 10, Oktober 2012, doi:10.1016/j.jas.2012.04.029, ISSN 0305-4403, S. 3105–3114 (englisch, Aufsatz online verfügbar: 25. April 2012, Zusammenfassung in englischer Sprache).
    Frank Moseler: Die Konzentration IV von Gönnersdorf. Eine räumliche Analyse der Steinartefakte. In: Martina Sensburg, Frank Moseler: Die Konzentrationen IIb und IV des Magdalénien-Fundplatzes Gönnersdorf (Mittelrhein) (= Römisch Germanisches Zentralmuseum. Unterreihe: Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Band 73). [Red.: Hans G. Frenz et al.] Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2008, ISBN 978-3-88467-120-7, Schnell & Steiner, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2102-1, ISSN 0171-1474, S. 55–168.
  6. a b c Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424 (98).
  7. François Poplin: Données de la grande faune sur le climat et l'environnement. In: Karl Brunnacker (Hrsg.): Geowissenschaftliche Untersuchungen in Gönnersdorf (= Der Magdalénien-Fundplatz Gönnersdorf. Band 4). 1. Auflage. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1978, ISBN 3-515-02510-3, ZDB-ID 572446-6, S. 98–104, hier: 99 (französisch).
  8. Fritz H. Schweingruber: Holzanalytische Untersuchungen. In: Karl Brunnacker (Hrsg.): Geowissenschaftliche Untersuchungen in Gönnersdorf (= Der Magdalénien-Fundplatz Gönnersdorf. Band 4). 1. Auflage. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1978, ISBN 3-515-02510-3, ZDB-ID 572446-6, S. 82–97, insbesondere 82–83 und 90.
  9. a b c d e f g h Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5.
  10. Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424 (105).
  11. Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5 (304).
  12. Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424 (114).
  13. a b Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424 (104).
  14. a b Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5 (305).
  15. Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424 (99).
    Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424 (53).
  16. a b Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5 (306).
  17. Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424 (125).
  18. Gerhard Bosinski: Gönnersdorf und Andernach-Martinsberg. Späteiszeitliche Siedlungsplätze am Mittelrhein. (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 19). Mit Beitr. von Hannelore Bosinski. Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e. V., Koblenz 2007, ISBN 978-3-929645-12-5, ISSN 0939-2424, S. 124.
  19. Gerhard Bosinski: Urgeschichte am Rhein (= Tübinger Monographien zur Urgeschichte.). Kerns Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-935751-09-4, ZDB-ID 187699-5, S. 302.
  20. Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424 (99).
  21. Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424.
    C. Höck: Die Frauenstatuetten von Gönnersdorf und Andernach. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. Band 40, 1993 (1995), ISSN 0076-2741, ISSN 2198-9400, S. 253–316.
  22. Esteban Alvarez Fernández: L´axe Rhin-Rhône au paléolithique supérieur récent: l´exemple des mollusques utilisés comme objets de parure. In: L’Anthropologie. Band 105, Nr. 4, Oktober–Dezember 2001, doi:10.1016/S0003-5521(01)80052-2, ISSN 0003-5521, S. 547–564 (französisch, Aufsatz online verfügbar: 8. April 2002, Zusammenfassung in französischer und englischer Sprache).
  23. a b c d e f g Michael Baales: Archäologie des Eiszeitalters. Frühe Menschen an Mittelrhein und Mosel (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel. Band 16). Ges. für Archäologie an Mittelrhein und Mosel, Koblenz, Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, Koblenz 2005, ISBN 3-929645-08-4, ISSN 0939-2424.
  24. Harald Floss: Rohmaterialversorgung im Paläolithikum des Mittelrheingebietes (= Monographien [Römisch-Germanisches Zentralmuseum zu Mainz (RGZM)]. Band 21). Habelt, Bonn 1994, Mainz 1994, ISBN 3-7749-2685-9, ISSN 0171-1474.
  25. a b Olaf Jöris, Martin Street, Elaine Turner: Spatial analysis at the Magdalenian site of Gönnersdorf (Central Rhineland, Germany) – an Introduction. In: Sabine Gaudzinski-Windheuser, Olaf Jöris, Martina Sensburg, Martin Street, Elaine Turner (Hrsg.): Site-internal spatial organization of hunter-gatherer societies: Case studies from the European Palaeolithic and Mesolithic. Papers submitted at the Session (C58) »Come in … and find out: Opening a new door into the analysis of hunter-gatherer social organisation and behaviour«, held at the 15th U.I.S.P.P. conference in Lisbon, September 2006 (= Römisch Germanisches Zentralmuseum. Unterreihe: Römisch-Germanisches Zentralmuseum - Tagungen. Band 12). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2011, ISBN 978-3-7954-2587-6, Schnell & Steiner, 18. Juni 2012, ISBN 978-3-88467-190-0, ISSN 1862-4812 (englisch; Offprint online in Academia.edu, aufgerufen und empfangen am 1. März 2017).
  26. Rhiannon E. Stevens, Tamsin C. O'Connell, Robert E.M. Hedges, Martin Street: Radiocarbon and stable isotope investigations at the Central Rhineland sites of Gönnersdorf and Andernach-Martinsberg, Germany. In: Journal of Human Evolution. Band 57, Nr. 2, August 2009, doi:10.1016/j.jhevol.2009.01.011, ISSN 0047-2484, S. 131–148 (englisch, Aufsatz online verfügbar: 9. Juli 2009, Zusammenfassung in englischer Sprache).