Günter Kaltofen

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Günter Kaltofen (* 12. Juli 1927 in Erfurt; † 11. Mai 1977 in Berlin[1]) war ein deutscher Drehbuchautor, Dramaturg und Regisseur

Grabstätte

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günter Kaltofen studierte Germanistik, Philosophie und Publizistik. 1950 promovierte er an der Universität Leipzig – Thema: Die publizistische Bedeutung des Filmischen. Nach einer Dramaturgentätigkeit am Stadttheater Meißen und von 1952 bis 1954 als erster Dramaturg für Schauspiel und Oper am Städtischen Theater in Leipzig, begann er 1954 beim Deutschen Fernsehfunk mit dem Aufbau einer Theaterabteilung. Von 1956 bis 1958 in der Funktion eines Chefdramaturgen und von 1958 bis 1961 als Leiter der Fernsehspielabteilung.

Er wurde durch eine Reihe von Märchen-Adaptionen der DEFA einem breiten Publikum bekannt und schrieb für insgesamt über 20 Film- und Fernsehproduktionen das Drehbuch. 1960 erhielt er den Kunstpreis der DDR „für seine Leistungen auf dem Gebiet der Fernsehdramaturgie, besonders bei der Dramatisierung des Romans Nackt unter Wölfen für den Fernsehfunk“.[2][3]

Er ist auf dem Evangelischen Friedhof Rahnsdorf-Wilhelmshagen in Berlin (Abteilung C) bestattet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen und Film (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dramaturg

  • 1956: Joe Hill, der Mann, der niemals starb (Fernsehspiel)
  • 1957: Bei Hermann Plor (Fernsehspiel)
  • 1957: Der Keller (Fernsehspiel)
  • 1958: Der Herr aus Zürich (Fernsehspiel)
  • 1959: Skandal in Amsterdam (Fernsehspiel)
  • 1959/1960: Flucht aus der Hölle (Fernsehfilm)
  • 1960: Der Schatten von gestern (Fernsehspiel)
  • 1960: Assistenzarzt Dr. Feil (Fernsehspiel)
  • 1961: Tempel des Satans (Fernsehfilm)
  • 1962: Sieben Tote suchen einen Mörder (Fernsehfilm)
  • 1962: Tote reden nicht (Fernsehfilm)
  • 1962: Teufel im Paradies (Fernsehfilm)
  • 1964: Schlafwagen Paris-München (Fernsehfilm)
  • 1967/1968: Tod im Preis inbegriffen (Fernsehfilm)
  • 1965: Ballade vom roten Mohn / Four Soldiers (Fernsehfilm)
  • 1973/1974: Der Sandener Kindermordprozeß (Fernsehfilm)


Als Szenarist und Drehbuchautor

Buchveröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bild, das Deine Sprache spricht, Fernsehspiele, herausgegeben von Dr. Günter Kaltofen mit einer Einleitung über die dramatische Kunst auf dem Bildschirm, Henschelverlag Berlin 1962

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1969: Kunstpreis der DDR im Kollektiv für TV-Verfilmung Nackt unter Wölfen
  • 1973: Das goldene Prag auf dem X. Internationalen Fernsehfestival in Prag für Er, sie, es

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. filmportal.de
  2. Neue Zeit, 7. Oktober 1960, S. 5
  3. Das Fernsehspiel Nackt unter Wölfen unter der Regie von Georg Leopold wurde am 10. April 1960 ausgestrahlt. Dramaturgin war Hildegard Tetzlaff.