Günther von Lojewski

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Günther von Lojewski (* 11. Juni 1935 in Berlin) ist ein deutscher Journalist. Er war von 1989 bis 1997 Intendant des Sender Freies Berlin (SFB).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther von Lojewski studierte Geschichte, Germanistik und Staatswissenschaften. 1967 wurde er bei Max Braubach an der philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit der Dissertation Bayerns Weg nach Köln. Geschichte der bayerischen Bistumspolitik in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts promoviert. Als Student wurde er Mitglied der Studentenverbindung Sängerschaft Bardia Bonn in der Deutschen Sängerschaft und der Universitätssängerschaft Skalden zu Innsbruck.

Von Lojewskis journalistische Karriere begann 1960 als Volontär der Hannoverschen Allgemeinen und ab 1964 als innenpolitischer Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Print-Bereich. Mit seinem Wechsel zum Rundfunk übernahm er 1969 die Leitung der ZDF-Nachrichtenredaktion und führte das heute-journal ein, ab 1977 wurde er Chef und Moderator der Report-Redaktion des Bayerischen Rundfunks. Im April 1989 erfolgte seine Wahl zum Intendanten des SFB, in diesem Amt war er bis 1997 tätig. An der Umgestaltung der Rundfunklandschaft in Mitteldeutschland nach dem Fall der Berliner Mauer und den Strukturanpassungen innerhalb der ARD war er maßgeblich beteiligt.

Günther von Lojewski gilt als Experte für Rundfunkpolitik und Medienrecht, er arbeitet seit 1997 als Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin.

Verwandtschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther von Lojewski ist nicht näher verwandt mit dem Journalisten und ehemaligen Heute-Journal-Moderator Wolf von Lojewski. Beide sind in Berlin geboren; beider Väter, Werner und Erich, waren Journalisten und haben einander gekannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bayerns Weg nach Köln (1962)
  • Mehr Staat – weniger Staat (1982)
  • Wem gehört die deutsche Geschichte (1984)
  • Kirche und Politik (1989)
  • Einigkeit und Recht und Freiheit. „Report“ eines deutschen Lebens (2000)
  • Rundfunkwende. Der Umbruch des deutschen Rundfunksystems nach 1989 aus der Sicht der Akteure (2000); gemeinsam mit Axel Zerdick

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Empl: Bayerischer Verdienstorden: Verleihung 2017. Abgerufen am 13. Juli 2017.