Gaël Faye

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Gaël Faye - Festival du Bout du Monde 2013
Gaël Faye - Festival du Bout du Monde 2013

Gaël Faye (* 1982 in Bujumbura in Burundi) ist ein französischer Schriftsteller und Sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaël Faye ist der Sohn eines französischen Vaters und einer ruandischen Mutter. Er wuchs in Burundi auf, die Familie lebte in Bujumbura.

Auf Grund des Bürgerkrieges in Ruanda, der auch Burundi erfasste, verließ er 1995 seine Heimat. Er flüchtete nach Frankreich, studierte später Wirtschaftswissenschaften und arbeitete zwei Jahre lang als Investmentbanker in London. Anschließend kehrte er nach Frankreich zurück, um sich dort der Musik und dem Schreiben zu widmen.[1]

Der französische Fernsehsender France Ô strahlte eine Dokumentation aus, die Gaël Faye auf einer Musiktour durch Burundi und Ruanda begleitete: In Quand deux fleuves se rencontrent (dt. Wenn zwei Flüsse sich treffen) besucht Faye gemeinsam mit dem Musiker Edgar Sekloka die Orte seiner Kindheit.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 veröffentlichte er seinen ersten Roman, Petit pays (dt. Kleines Land), in dem er seine Kindheit in Burundi und die Geschichte seiner Familie verarbeitete. Er schildert darin die fröhliche Kindheit und die Schatten des aufziehenden Bürgerkrieges aus der unbeschwerten Sicht des Kindes.[2]

Das Buch war für etliche Preise nominiert, darunter den Prix Goncourt. Es erhielt unter anderem den Prix Goncourt des Lycéens sowie den Literaturpreis der Handelskette FNAC. Die deutsche Ausgabe erschien im Oktober 2017 unter dem Titel "Kleines Land" im Piper Verlag.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit Edgar Sekloka trat Gaël Faye als Hip-Hop Duo auf, unter dem Namen Milk Coffee and Sugar. Im Jahr 2015 löste sich die Formation auf.

In 2013 brachte Gaël Faye sein erstes Solo-Album heraus: Pili Pili sur un croissant au beurre.

Gaël Faye arbeitete mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, darunter: Mulatu Astatke, Bonga Kuenda, Ben l’Oncle Soul, Saul Williams, Tumi Molekane, Oxmo Puccino, Pauline Croze, Akua Naru, Sly Johnson, Mamani Keïta, Beat Assailant, Flavia Coelho und Christophe Maé.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kleines Land (Petit pays, 2016), aus dem Französischen übersetzt von Andrea Alvermann und Brigitte Große, Piper, München 2017, ISBN 978-3-492-05838-4

Musik-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 - Pili Pili sur un croissant au beurre
  • 2018 – Des fleurs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gaël Faye, l'enfant de Bujumbura. franceinfo (Radio France), 9. Mai 2014, abgerufen am 31. Oktober 2017 (französisch).
  2. Mangos aus Nachbars Garten. femundo.de, 20. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.