Gabby Chaves

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Gabby Chaves 2018

Gabriel „Gabby“ Chaves Bejarano (* 7. Juli 1993 in Bogotá) ist ein US-amerikanisch-kolumbianischer Automobilrennfahrer. Er startete nur 2010 mit US-amerikanischer Rennlizenz. 2013 und 2014 trat er in der Indy Lights an und erzielte dort 2014 den Gesamtsieg. Von 2015 bis 2018 fuhr er in der IndyCar Series.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chaves begann seine Motorsportkarriere 2004 im Kartsport, in dem er bis 2009 aktiv blieb. Außerdem debütierte er bereits 2006 im Formelsport und wurde Neunter der Panam GP Series. 2007 trat er in drei Skip-Barber-Meisterschaften an. Am erfolgreichsten war er in der Skip Barber Eastern Regional Series, in der er mit fünf Siegen aus zehn Rennen Vizemeister hinter Jordan Taylor wurde. Darüber hinaus startete er als Gaststarter zu einem Rennen der kolumbianischen Formel Renault, das er gewann. 2008 trat Chaves in der pazifischen Formel BMW an. Obwohl er kein Rennen gewann, wurde er Vierter in der Meisterschaft. Darüber hinaus gewann er den Meistertitel der Skip Barber Southern Regional Series und wurde 14. in der Skip Barber National Championship. Außerdem nahm er als Gaststarter an zwei Rennen der Skip Barber Western Regional Series, die er beide gewann, und an drei Rennen der amerikanischen Formel BMW teil. 2009 wechselte Chaves zu EuroInternational in die amerikanische Formel BMW. Er gewann fünf Rennen und stand bei allen Rennen auf dem Podium. Mit 235 zu 187 setzte er sich schließlich gegen seinen Teamkollegen Giancarlo Vilarinho, der die meisten Siege erzielt hatte, durch und entschied den Meistertitel für sich.[1]

2010 verließ Chaves Nordamerika und wechselte nach Europa in die italienische Formel-3-Meisterschaft, wo er abermals für EuroInternational antrat. Er wechselte zudem für diese Saison die Rennlizenz und trat als US-Amerikaner an.[2] Mit einem vierten Platz als bestes Resultat beendete er die Saison auf dem zehnten Platz in der Meisterschaft. 2011 startete Chaves für das Addax-Team in der GP3-Serie. Mit einem vierten Platz als bestes Resultat schloss er die Saison auf dem 19. Gesamtrang ab.

2012 kehrte Chaves nach Nordamerika zurück. Er fuhr für JDC Motorsports in der Star Mazda Series. Er beendete jedes Rennen in den Top 10. Mit zwei Siegen und insgesamt zehn Podest-Platzierungen wurde er hinter Jack Hawksworth Vizemeister. Er unterlag seinem Rivalen mit 360 zu 397 Punkten. 2013 wechselte Chaves in die Indy Lights zu Schmidt Peterson Motorsports.[3] Nach einem Ausfall beim ersten Rennen beendete Chaves alle Rennen in den Top-4 und stand bis auf einmal immer auf dem Podest. Er gewann ein Rennen. Mit 449 zu 460 Punkten unterlag er seinem Teamkollegen Sage Karam und wurde Vizemeister. 2014 wechselte Chaves innerhalb der Indy Lights zu Belardi Auto Racing.[4] Chaves gewann vier Rennen, darunter das Freedom 100 auf dem Indianapolis Motor Speedway. Bei 14 Rennen stand er elfmal auf dem Podium. Er entschied die Meisterschaft punktgleich mit Jack Harvey für sich. Da auch Harvey vier Siege erreicht hatte, entschied die Anzahl der zweiten Plätze über den Titel. Hier lag Chaves mit fünf zu eins vorn.[5] Außerdem nahm Chaves 2014 für DeltaWing Racing Cars an vier Langstreckenrennen der United SportsCar Championship teil.

2015 wechselte Chaves in die IndyCar Series zu Bryan Herta Autosport.[6] Mit einem neunten Platz als bestem Ergebnis schloss er die Saison auf dem 15. Gesamtrang ab. Außerdem fuhr Chaves für Delta Wing Racing Cars ein Rennen der United SportsCar Championship 2015. In der IndyCar Series 2016 war Chaves nur als Teilzeitpilot aktiv. Er startete zu sieben Rennen für Dale Coyne Racing, wobei ein zwölfter Platz in Detroit sein bestes Ergebnis war.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004–2009: Kartsport
  • 2006: Panam GP Series (Platz 9)
  • 2007: Skip Barber Eastern Regional Series (Platz 2)
  • 2007: Skip Barber National Championship (Platz 17)
  • 2007: Skip Barber Southern Regional Series (Platz 47)
  • 2008: Pazifische Formel BMW (Platz 4)
  • 2008: Skip Barber Southern Regional Series (Meister)
  • 2008: Skip Barber National Championship (Platz 14)
  • 2015: USCC, Prototype (Platz 34)
  • 2016: IndyCar Series (Platz 22)
  • 2016: WSCC, P (Platz 30)
  • 2017: IndyCar Series (Platz 23)
  • 2018: WSCC, P (Platz 37)
  • 2018: IndyCar Series (Platz 21)
  • 2019: IMSA Michelin Pilot Challenge, TCR (Platz 22)

Einzelergebnisse in der Indy Lights[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Punkte Rang
2013 Schmidt Peterson Motorsports STP BAR LBH INDY MIL IOW POC TOR MDO BAL HOU FON 449 2.
8 3 2 2 4 2 3 3 1* 3 2 2
2014 Belardi Auto Racing STP LBH BAR INDY POC TOR MDO MIL SON 547 1.
1* 6 1*° 11 8 1 1* 2 2 3 3 2 2

Einzelergebnisse in der IndyCar Series[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Punkte Rang
2015 Bryan Herta Autosport STP NOL LBH ALA IMS INDY DET TXS TOR FON MIL IOW MDO POC SNM 281 15.
17 15 16 16 15 16 18 9 10 15 20 11 16 12 11° 14
2016 Dale Coyne Racing STP PHO LBH ALA IMS INDY DET ROA IOW TOR MDO POC TXS WGL SNM 121 22.
17 2021 12 13 19 17 14
2017 Harding Racing STP LBH ALA PHO IMS INDY DET TXS ROA IOW TOR MDO POC STL WGL SNM 98 23.
925 5 15
2018 Harding Racing STP PHO LBH ALA IMS INDY DET TXS ROA IOW TOR MDO POC STL POR SNM 187 21.
14 15 19 17 17 1422 18 19 15 19 21 18 13

(Legende)

Sebring-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2014 Vereinigte Staaten DeltaWing Racing Cars DeltaWing DWC13 Vereinigtes Konigreich Andy Meyrick Vereinigtes Konigreich Katherine Legge Ausfall Motorschaden
2020 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Action Express Racing Cadillac DPi V.R Brasilien Felipe Nasr Brasilien Luís Felipe Derani Rang 6
2022 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andretti Autosport Ligier JS P320 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jarett Andretti AustralienAustralien Josh Burdon Ausfall Motorschaden
2023 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andretti Autosport Ligier JS P320 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jarett Andretti NiederlandeNiederlande Glenn van Berlo Ausfall Motorschaden
2024 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andretti Autosport Porsche 911 GT3 R (992) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jarett Andretti Kanada Scott Hargrove Rang 36

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gabby Chaves – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. “Gabby Chaves secured Formula BMW Americas crown with Road America win” (racer.com am 17. August 2009)
  2. “Eurointernational in the Italian Formula 3 Championship with Gabriel Chaves and Mygale M-10” (Memento vom 13. November 2010 im Internet Archive) (eurointernationalgroup.com am 22. Februar 2010)
  3. Mark Glendenning: “Schmidt Peterson signs Gabby Chaves for Indy Lights”. autosport.com, 14. Februar 2013, abgerufen am 20. März 2013 (englisch).
  4. Tony DiZinno: “Gabby Chaves confirmed for full Indy Lights season with Belardi”. nbcsports.com, 12. März 2014, abgerufen am 28. August 2014 (englisch).
  5. Mark Glendenning: “Sonoma Indy Lights: Gabby Chaves takes title, Jack Harvey wins”. autosport.com, 24. August 2014, abgerufen am 28. August 2014 (englisch).
  6. Chaves graduates to IndyCar with BHA. gpupdate.net, 3. Februar 2015, abgerufen am 6. März 2015 (englisch).