Gauselfingen

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Gauselfingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Gauselfingen
Koordinaten: 48° 16′ 33″ N, 9° 10′ 1″ O
Höhe: 697 m ü. NN
Einwohner: 1003 (31. Dez. 2016)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 72393
Vorwahl: 07475

Gauselfingen ist ein Dorf auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Es liegt 697 m ü. NN und hat 1039 Einwohner (Stand 30. Juni 2014). Gauselfingen gehört seit 1974 zur Stadt Burladingen. Es liegt fünf Kilometer südöstlich davon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung von Gauselfingen wurden drei prähistorische Grabhügel, Gräber aus der La-Tène-Zeit, aus keltischer und frühalemannischer Zeit entdeckt. Gauselfingen wird 772 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erstmals erwähnt. Im Mittelalter gehörte der Ort der Adelsfamilie Hölnsteiner. Von 1478 bis 1482 erwarben die Grafen von Zollern den Ort nach und nach von anderen Grundherren. Im 16. Jahrhundert kam Gauselfingen zum Amt Burladingen. Das Dorf hatte 1693 64, 1780 280 und 1871 bereits 561 Einwohner.

Durch den Bahnanschluss um 1910 setzte eine wirtschaftliche Entwicklung ein, die von der Textilindustrie dominiert wurde. In der Wirtschaftswunder-Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein moderner Industriestandort. Die Strukturkrise der Textilindustrie hat Gauselfingen seit den 1970er Jahren besonders hart getroffen. Alle Betriebe der Vor- und Nachkriegszeit gibt es heute nicht mehr.

Am 1. Januar 1974 wurde Gauselfingen in die Stadt Burladingen eingegliedert.[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Dorf führen die Bundesstraße 32 und die Stammstrecke der Hohenzollerischen Landesbahn von Hechingen nach Sigmaringen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 540.