Geisel

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Dieser Artikel befasst sich mit der Geisel als Opfer einer Geiselnahme. Für weitere Bedeutungen siehe Geisel (Begriffsklärung).

Eine Geisel (althd. gisal „Pfand“) ist eine Person, die gewaltsam und widerrechtlich ergriffen wurde und festgehalten wird. Durch die Festhaltung, mitunter sogar durch die Bedrohung der Geisel, wollen die Geiselnehmer Forderungen gegen Dritte durchsetzen. Geiselnahme wird strafrechtlich verfolgt (in Deutschland § 239b StGB).

Im Statut für den Internationalen Militärgerichtshof vom 8. August 1945 wurde das Töten von Geiseln zu den Kriegsverbrechen gezählt. Im Völkerrecht wurde Geiselnahme durch das Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten von 1949 generell untersagt.

Rechtsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichte wurden Menschen zur Gewähr, dass ein Vertrag eingehalten wird, bei der anderen Partei als Geisel genommen und mussten dort leben. Oft waren es Söhne vornehmer Vertreter tributpflichtiger Staaten, die im Gastland normalerweise ehrenvoll behandelt und erzogen wurden. Bekannte Beispiele sind Theoderich der Große und Attila.

Die Doktrin der nuklearen Abschreckung beinhaltete die Überlegung, dass die Abschreckung wirksamer sei, wenn kein Land über annähernd genügend Schutzraum-Plätze verfüge. Der Bevölkerung kam dadurch die Rolle einer Geisel zu.

Heute werden Geiseln von Verbrechern als Gefangene genommen, um sie zur Erpressung eines Lösegeldes, zur Durchsetzung terroristischer Forderungen oder zur Sicherung des Abzugs zu benutzen.

Von einer Geiselhaft spricht man, wenn die Zeit der Gefangenschaft länger dauert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Geisel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen