Geislede

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Geislede
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Die Mündung der Geislede in die Leine

Die Mündung der Geislede in die Leine

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Eichsfeld, Thüringen
Flusssystem Weser
Abfluss über Leine → Aller → Weser → Nordsee
Quelle westlich von Kreuzebra
51° 21′ 0″ N, 10° 14′ 2″ O
Quellhöhe ca. 360 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen an Mündung der Ebra in den Gieselbach
Mündung in Heilbad Heiligenstadt in die LeineKoordinaten: 51° 22′ 43″ N, 10° 7′ 51″ O
51° 22′ 43″ N, 10° 7′ 51″ O
Mündungshöhe ca. 250 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 110 m
Länge 13,5 km[1]
Einzugsgebiet 50,5 km²[2]
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Der Wasserfall bei der Scheuche

Die Geislede ist ein Nebenfluss der Leine im Eichsfeld in Nordwestthüringen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geislede wird aus zwei Quellarmen gespeist: dem Gieselbach[3], der bei Heuthen auf ungefähr 420 m Höhe entspringt und der aus Kreuzebra kommenden Ebra. Nach deren Vereinigung fließt sie in westlicher Richtung nach Geisleden und dann in nordwestlicher Richtung nach Heilbad Heiligenstadt. Der Flusslauf der Geislede tritt von Südost in das Stadtgebiet Heilbad Heiligenstadts ein und mündet bei der Sperberwiese in die Leine.

Das Tal der Geislede trennt nach Nordwesten die beiden Höhenzüge Dün und Oberes Eichsfeld. Ein weiterer Zufluss der Geislede kurz vor Heiligenstadt ist der Pferdebach.

Verlauf im Stadtgebiet von Heiligenstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geislede durchfließt die historische Altstadt von Heiligenstadt von Ost nach West und trieb dort bis zu sechs Mühlen an, von welchen noch die Herrenmühle (auch Fronmühle) und die Klausmühle erhalten sind. Im Stadtgebiet wurde das Gewässer stark kanalisiert und teilweise auch mit Gebäuden wie dem Jesuitenkolleg überbaut.

Außerhalb der Stadtmauern wurden weitere Mühlen errichtet, wovon ein künstlicher Wasserlauf, der Mühlgraben mit der Kapsmühle zeugt. Die Namen der angrenzenden Straßen Mühlgraben und Auf der Rinne lassen sich davon ableiten.

Wasserfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lauf der Geislede wurde in Heiligenstadt aus Hochwasserschutzgründen durch den Bau eines Wehres im Bereich des alten Friedhofes beim Geisleder Tor künstlich geteilt. Das überschüssige Wasser wurde noch vor der Stadtmauer zur Leine abgeleitet. An der Scheuche am Rande des heutigen Heinrich-Heine-Kurparks entstand an einer steilen Buntsandsteinstufe ein 7 m hoher Wasserfall. Dieser ist sowohl oben von einer Aussichtsplattform als auch von unten zu besichtigen.

Dieser Wasserfall regte Theodor Storm zu seinem Kunstmärchen Die Regentrude an.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der althochdeutsche Name Geizlaha weist auf einen Geißbach (von Geiß oder Ziege) sowohl für den Fluss, als auch für den Ort Geisleden hin. Ein Oberlauf der Geislede heißt noch heute Gieselbach (von Gissel- oder Geiselbach).[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksregierung Braunschweig: WRRL-Bestandsaufnahme Bearbeitungsgebiet Leine/Ilme, abgerufen am 1. November 2013
  2. Thüringer Landesanstalt für Umwelt (Hrsg.): Gebiets- und Gewässerkennzahlen (Verzeichnis und Karte). Jena 1998. 26S.
  3. Karte der Fließgewässer Thüringens ab 10 km² Einzugsgebiet (TLUG; PDF; 1,23 MB)
  4. Erhard Müller: Die Ortsnamen des Kreises Heiligenstadt. Heilbad Heiligenstadt 1989, S. 19

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred K. Kirsten: Mühlen an der Geislede. Verlag Cordier, Heiligenstadt 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geislede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien