Bahnstrecke Velmeden–Eichenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Gelstertalbahn)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Velmeden–Eichenberg
Streckennummer:3921 (Velmeden–Großalmerode Ost)
3922 (Großalmerode Ost–Eichenberg)
Kursbuchstrecke:259 (1973), 201e (bis 1970)
Streckenlänge:25,03 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
   
von Walburg (Hess-Nass)
   
0,00 Velmeden
   
nach Großalmerode West
   
2,61 Laudenbach (Kr. Witzenh)
   
Albslieder Tunnel (339 m)
   
6,61 Großalmerode Ost
   
8,83 Uengsterode
   
11,00 Trubenhausen
   
14,24 Hundelshausen
   
19,40 Witzenhausen Süd
   
Werra
   
20,53 Unterrieden
   
von Hann. Münden
   
von Bebra
Bahnhof, Station
25,03 Eichenberg
Strecke – geradeaus
nach Göttingen und nach Halle (Saale) Hbf

Die Bahnstrecke Velmeden–Eichenberg, auch Gelstertalbahn, war eine Nebenbahn in Hessen. Sie zweigte in Velmeden von der Bahnstrecke Walburg–Großalmerode West ab und führte über Großalmerode und Witzenhausen nach Eichenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof in Hundelshausen, 1930er Jahre

Eröffnet wurde die Nebenbahn am 15. Dezember 1915. Sie diente neben dem Personentransport auch dem Güterverkehr, vor allem für Braunkohle aus dem Nordhessischen Revier. Der Bahnhof Großalmerode Ost war als Spitzkehrenbahnhof angelegt. Bedeutende Bahnbauwerke waren der Albslieder Tunnel unter dem Osthang des Hohekopfes, das Viadukt über die Gelster und die Flut- und Flussbrücke über die Werra. Zahlreiche Anschlussbahnen führten zu benachbarten Industrieanlagen und Gruben.

Der Sommerfahrplan 1939 verzeichnete sieben Personenzugpaare im Durchlauf von Walburg (Hess-Nass) nach Eichenberg, sonntags verkehrten vier. Sie benötigten für die 25 Kilometer lange Strecke von Velmeden nach Eichenberg etwa 50 Minuten.[1]

Reisezug Eichenberg–Walburg am letzten Betriebstag. (Eichenberg; 2. Juni 1973)

Der Personenverkehr wurde am 2. Juni 1973 eingestellt, gleichzeitig auch der Güterverkehr Velmeden–Großalmerode Ost. Der restliche Güterverkehr entwickelte sich ebenfalls stetig zurück. Nach einem Dammrutsch endete am 3. Juni 1981 der Verkehr zwischen Großalmerode Ost und Trubenhausen, am 31. Oktober 1984 wurde der Abschnitt von Trubenhausen bis Hundelshausen gesperrt, ab 28. Mai 1988 war die Strecke nur noch bis Witzenhausen Süd in Betrieb. Am 31. Dezember 2001 wurde auch der Restgüterverkehr von Eichenberg nach Witzenhausen Süd beziehungsweise zur Papierfabrik aufgegeben.

Radweg zwischen Hundelshausen und Trubenhausen

Anfang 2014 beantragte die DB Netz die Freistellung von Bahnbetriebszwecken des Bahnhofs Großalmerode Ost (Kilometer 5,736 bis 7,562, jeweils östlich der Brücke über die Bundesstraße 451).[2] Einige Abschnitte der Trasse, so zwischen Trubenhausen und Hundelshausen, werden als Radweg nachgenutzt. Sie sind Teil des Herkules-Wartburg-Radweges.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Koch, Wolfgang: Die Gelstertalbahn. Verlag Vogt, Hessisch-Lichtenau 1985

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gelstertalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sommerfahrplan 1939
  2. Eisenbahn-Bundesamt – Außenstelle Frankfurt/Saarbrücken –: Öffentliche Bekanntmachung gemäß § 23 Absatz 2 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes – Freistellung von Bahnbetriebszwecken betreffend einen Teil der Strecken 3921 Velmeden–Großalmerode Ost und 3922 Großalmerode Ost–Eichenberg – Vom 25. Februar 2014 (Az. 55170 - 551pf/131 - 2013#020; BAnz AT 07.03.2014 B8)