Geographische Gesellschaft Bern

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Die Geographische Gesellschaft Bern (GgGB) ist ein Zusammenschluss von Personen, die sich aus beruflichem oder persönlichem Interesse für geographisches Wissen und geographische Forschung interessieren: Geographen aus Forschung und Praxis, an Geographie Interessierte aus dem Umwelt- und Tourismusbereich, aus Politik, Diplomatie und Verwaltung, Medien oder Schule. Die Gesellschaft zählt heute ca. 300 Mitglieder und wird präsidiert von Elisabeth Bäschlin.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aktivitäten der Gesellschaft gehören geographische Exkursionen in der Schweiz (1–4 Tage) oder ins Ausland (1–2 Wochen). Die meisten Exkursionen finden im Sommerhalbjahr zwischen Frühling und Herbst statt. In jedem Winterhalbjahr organisiert sie eine mehrteilige Vortragsreihe mit 7–8 Vorträgen. Als Referenten werden Experten aus Wissenschaft, Politik und der Praxis eingeladen. Die Vorträge finden jeweils am Geographischen Institut der Universität Bern statt. Die Gesellschaft gibt verschiedene Publikationen heraus: Alle 2–3 Jahre erscheint seit 1976 ein Jahrbuch zu einem bestimmten Thema[1]. Die Berner Geographischen Mitteilungen[2] sind seit 1973 das Organ der Gesellschaft mit den Nachrichten und den Vortragsrezensionen der Geographischen Gesellschaft Bern und dem Jahresbericht des Geographischen Instituts der Universität Bern. Die Vorgängerzeitschriften hiessen von 1882 bis 1972[3] Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft von Bern und von 1878 bis 1882 Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft in Bern[4].

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geographische Gesellschaft Bern wurde am 15. Mai 1873 in Bern gegründet[5][6]. Der Initiant und Gründungspräsident Professor Albert Schaffter (1823–1897)[7] verliess bereits zwei Jahre später Bern mit dem Ziel in Tennessee als Farmer und Leiter einer Missionsanstalt ein neues Leben aufzubauen. Unter der Leitung von Hermann Siegfried, Chef des Eidgenössischen Topographischen Bureaus sowie anschliessend unter Professor Theophil Studer, unter Regierungsrat (und späterer Friedensnobelpreisträger Albert Gobat) und unter Professor Eduard Brückner leiteten hochangesehene Persönlichkeiten die Geschicke der Gesellschaft während des 19. Jahrhunderts. 1883 erhielt die Universität Bern den ersten schweizerischen Lehrstuhl für Geographie, den vorerst Professor Eduard Petri und seit 1888 Professor Eduard Brückner innehatte.[8] Weltberühmte Forscher wurden auch nach Bern geladen und zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft ernannt, so Adolf Erik Nordenskjöld, Ferdinand von Richthofen, Paul Sarasin und Fritz Sarasin, Albrecht Penck, Eduard Brückner, Alfred Philippson und Sven Hedin[9].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft Bern 1975-
  2. [2] Berner Geographischen Mitteilungen 1973-
  3. [3] Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft von Bern 1882–1972
  4. [4] Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft in Bern 1878–1882
  5. [5] Werner Kuhn: Hundert Jahre Geographische Gesellschaft Bern. Abgerufen am 20. Juli 2017, PDF, 9503 KB
  6. [6] Peter Jud: Die geographischen Gesellschaften der Schweiz. Abgerufen am 20. Juli 2017, PDF, 3012 KB
  7. [7] Elie Ducommun: Albert Schaffter et la Société de Géographie de Berne. Abgerufen am 20. Juli 2017, PDF, 2127 KB
  8. [8] Die Welt in Bern - Bern in der Welt : 125 Jahre Geographie an der Universität Bern (1886 – 2011) / Paul Messerli : Lucienne Rey. [Hrsg.: Geographische Gesellschaft Bern], 2011
  9. [9] Werner, Kuhn: Hundert Jahre Geographische Gesellschaft Bern. Abgerufen am 20. Juli 2017, PDF, 9503 KB

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]