Georg Cramer

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Georg Cramer

Georg Cramer (* 12. Juni 1610 in Bachra; † 15. Februar 1676 in Leipzig) war ein deutscher Pädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cramer besuchte zunächst eine Schule in Kölleda und später dann Gymnasien in Halberstadt und Minden. Ab 1624 studierte er an der Universität Leipzig.[1]

1633 wurde er Tertius an der Thomasschule zu Leipzig. Ein Jahr später übernahm er das Konrektorat. Von 1640 bis 1676 war er dann langjähriger Rektor der Schule;[2] 1675 erhielt er den Substituten Johann Joachim Gesenius[1]. In seine Amtszeit fiel das Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648, mit dessen Folgen viele Schüler zu kämpfen hatten. Die Stadt Leipzig begegnete den schlechten Bedingungen an der Schule mit höheren finanziellen Zuwendungen. Während seines Rektorats wurden u.a. Theateraufführungen ausgerichtet. Cramer war zudem Professor publicus. Sein Nachfolger als Rektor wurde Jakob Thomasius.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael Maul: „Dero berühmbter Chor“: die Leipziger Thomasschule und ihre Kantoren (1212–1804). Lehmstedt, Leipzig 2012, S. 334.
  2. Manfred Mezger, Bernhard Knick (Hrsg.): St. Thomas zu Leipzig. Schule und Chor. Stätte des Wirkens von Johann Sebastian Bach. Bilder und Dokumente zur Geschichte der Thomasschule und des Thomanerchores mit ihren zeitgeschichtlichen Beziehungen. Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 1963, S. 102.