Gerhard Spörl

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Gerhard Spörl (* 16. März 1950 in Hof (Saale)[1]) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte Germanistik in Heidelberg und Mainz, promovierte mit einer Arbeit über Georg Lukács, der sich als Gegenspieler von Theodor W. Adorno verstand. Seine journalistische Laufbahn begann er als Student beim Hofer Anzeiger und bei der Frankenpost. 1980 wurde er politischer Redakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit, arbeitete von 1988 bis 1990 als Bonner Korrespondent für das Blatt. 1990 wechselte er zum Magazin Der Spiegel, bei dem er zunächst Leiter des Ressorts Deutsche Politik in der Hamburger Zentrale wurde. 2001 gab er das Ressort ab und verantwortete eine Serie in 23 Teilen über die Gegenwart der Vergangenheit, worin die Nachwirkungen von Hitlers Politik behandelt werden. Im August 2001 wechselte er als USA-Korrespondent nach Washington. Von Januar 2005 bis 2010 war er Ressortleiter Ausland in der Hamburger Zentrale, anschließend übernahm er die Leitung der Abteilung Meinung und führte Leitartikel und Kolumnen in den Spiegel ein.[1]

Am 31. Juli 2015 legte er seine Arbeit beim Spiegel nieder.[2]

Spörl schrieb 2008 ein Buch (mit Marc Hujer) über Barack Obama und gab mit Stefan Aust Die Gegenwart der Vergangenheit heraus. 2016 veröffentlichte er ein Buch über die Großeltern seiner Frau. Im August 2015 gründete er die Beratungsfirma Spörl Consulting. Er ist Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg.

Spörl ist seit 1999 in zweiter Ehe verheiratet mit der Journalistin Patricia Schlesinger und hat mit ihr eine Tochter (* 2000).[3] Aus seiner ersten Ehe stammen zwei weitere Kinder.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Groß denken, groß handeln. Wandel, Bruch, Umbruch: Wie das Ruhrgebiet sich neu erfindet. Piper, München 2017, ISBN 978-3-492-05849-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dr. Gerhard Spörl (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)
  2. Widerspenstige Charaktere: Unverzichtbar unerträglich. In: Spiegel Online. 31. Juli 2015, abgerufen am 7. Januar 2017.
  3. Günter Fink: Häufig Sehnsucht. Als Korrespondentin für die ARD lebt und arbeitet Patricia Schlesinger in Washington. Doch die Liebe der Journalistin gehört Hamburg. In: Welt am Sonntag. 25. März 2003 (welt.de [abgerufen am 11. März 2016]).