gfs.bern

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gfs.bern

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1959 (als Schweizerische Gesellschaft für praktische Sozialforschung), 1986 (als GfS-Forschungsinstitut), 2004 (als eigenständige AG)
Sitz Bern, Schweiz
Leitung Urs Bieri und Lukas Golder
Mitarbeiterzahl 14
Branche Politik- und Kommunikationsforschung
Website www.gfsbern.ch

Die gfs.bern (Gesellschaft für Sozialforschung) ist ein privates Institut zur angewandten Forschung in den Bereichen Politik und Kommunikation in der Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt vierzehn Mitarbeitende in der Forschung (2018) Die Befragungen werden vom GfS-Befragungsdienst durchgeführt.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen besteht seit dem 1. Januar 2004 als selbständige Aktiengesellschaft. Gemeinsam mit gfs.zürich AG ist das Unternehmen gleichwertig am 2001 gegründeten gfs-Befragungsdienst AG beteiligt, welcher die demoskopischen Dienstleistungen beider Institut erbringt. Vorgängig waren allen drei Firmen im GfS-Forschungsinstitut vereinigt, das der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung gehörte. Diese wurde 1959 gegründet, um die Sozialforschung in der Schweiz zu befördern. Sie unterhielt seit den 1970er Jahren ein Sekretariat, das selber Forschungsprojekte betrieb. 1986 wurde dieses als Aktiengesellschaft verrechtlicht und bildete seither das GfS-Forschungsinstitut. 1998 wurde es reorganisiert und in zwei selbständige Geschäftsbereiche aufgeteilt, Zürich und Bern, bevor diese sich 2004 schliesslich als Aktiengesellschaften verselbständigten.[1]

Der Gründer von gfs.bern, Claude Longchamp, verkaufte 2016 sein Unternehmen an die Mitarbeiter Urs Bieri und Lukas Golder. Bis 2019 bleibt Longchamp VR-Präsident.[2]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekanntesten Produkte aus dem Bereich Politik sind die VOX-Analyse in Zusammenarbeit mit den politikwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Bern, Genf und Zürich und das Wahlbarometer im Auftrag der SRG SSR[3] sowie die Trendstudien vor Abstimmungen für den gleichen Auftraggeber. In der Analyse der direkten Demokratie hat sich insbesondere der Institutsleiter Claude Longchamp einen Namen gemacht.[4][5][6]

Im Bereich Kommunikation ermittelt das Institut das Sorgenbarometer und das Jugendbarometer im Auftrag der Credit Suisse[7][8] und betreibt E-Government- und E-Health-Forschung.[9]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studien von gfs.bern erhalten oft hohe mediale Aufmerksamkeit und werden deshalb immer wieder auch kontradiktorisch diskutiert. Der deutsch-syrische Politologe und Islamwissenschaftler Bassam Tibi (Göttingen) wirft der GfS, zwei Jahre vor Publikation der kritisierten Studie, beispielhaft vor, sich für politisch-weltanschauliche Gefälligkeitsumfragen im Auftrag islamistischer Lobbyorganisationen „instrumentalisieren“ zu lassen.[10] Der Co-Leiter von gfs.bern, Lukas Golder, widerspricht den Behauptungen in einem anderen Artikel[11]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gfs.bern ist Mitglied der Branchenverbände vsms und esomar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte/GfS. In: Website der gfs.bern.
  2. Generationenwechsel bei GfS Bern: Longchamp verkauft. In: Bilanz. 16. Juni 2016.
  3. So befragt das Institut gfs.bern. In: SRF. 18. August 2017.
  4. Claude Longchamp, Leiter gfs.bern, zu den wichtigsten Pro/Kontra-Argumenten. (Memento des Originals vom 10. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.srf.ch In: SRF. 16. August 2012 (Video; 0:35 min).
  5. Analyse von Claude Longchamp (gfs.bern). (Memento des Originals vom 11. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.srf.ch In: SRF. 28. November 2010 (Video; 4:17 min).
  6. Claude Longchamp, Institutsleiter gfs.bern, zur Anti-Minarett-Initiative.@1@2Vorlage:Toter Link/www.srf.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: SRF. 18. November 2009 (Video; 18:49 min).
  7. Umfrage. Ein neuer Nationalstolz. In: Tages-Anzeiger. 11. Dezember 2012.
  8. Flexibel, anpackend und wertkonservativ. In: Tages-Anzeiger. 31. Oktober 2012.
  9. Vielschichtige Spaltung der Schweiz bei der Rentenreform. In: Website der gfs.bern. Anfang September 2017.
  10. Bassam Tibi in: Die verdeckte Islamisierung Europas, Basler Zeitung, 11. Okt. 2016
  11. Lukas Golder in: Die Zusammenarbeit mit der UETD verlief sehr professionell, und unsere wissenschaftliche Unabhängigkeit war nie infrage gestellt, Blick, 13. September. 2018