Giancarlo De Carlo

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Giancarlo De Carlo (1950er Jahre)
Facoltà di Magistero, Urbino. Foto von Paolo Monti, 1982.

Giancarlo De Carlo (* 12. Dezember 1919 in Genua, Italien; † 4. Juni 2005 in Mailand, Italien) war Architekt und Architekturprofessor an der Universität Venedig. Er war einer der wichtigsten Vertreter der Nachkriegsarchitektur in Italien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1919 geborene Genuese Giancarlo De Carlo studierte Architektur am IUAV Istituto Universitario di Architettura di Venezia und am Politecnico di Milano. Seit 1950 hatte er ein eigenes Atelier in Mailand. De Carlo war Mitglied des CIAM (Congrès International d’Architecture Moderne) und des Team X, zu dem auch Jacob Bakema, Peter Smithson und Aldo van Eyck gehörten.

De Carlo war seit den 1950er Jahren Lehrstuhlinhaber an der Universität Venedig und als Städtebauer auch politisch sehr aktiv. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber der Architekturzeitschrift „Spazio e Societa“ engagierte er sich bei „International Laboratory of Architecture and Urban Design (ILAUD)“ sowie an der International Academy of Architecture (IAA) in Sofia.

Internationale Bekanntheit erreichte De Carlo mit seinem Studentendorf bei Urbino (1962–66), „mit dem er seine Auffassung vom Bauen als einer Architektur, die sich den örtlichen und sozialen Gegebenheiten anpasst, praktisch ausformulierte.“ Der Campus der Universität Urbino begleitete sein Werk von 1962 bis 1983.

Mit seiner zum Brutalismus zu rechnenden Formensprache realisierte er in den folgenden Jahrzehnten weitere Wohnsiedlungen, wie die Arbeitersiedlung Matteotti in Terni (1970–75) und das soziale Wohnungsbauprojekt in Venedig-Mazzorbo (1979–1995). 1978 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen.

Er war Ehrenbürger der Stadt Urbino (Cittadino Onorario della Città di Urbino), erhielt 1988 den Wolf Foundation Prize und 1990 den Fritz-Schumacher-Preis.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dennis Sharp: The Illustrated Encyclopedia of Architects and Architecture. Quatro Publishing, New York 1991, ISBN 0-8230-2539-X
  • John McKean: Giancarlo De Carlo : Layered Places. Edition Axel Menges, Fellbach 2004, ISBN 3932565126

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Giancarlo De Carlo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien