Giraffe Tongue Orchestra

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Giraffe Tongue Orchestra
Allgemeine Informationen
Herkunft USA
Genre(s) Hard Rock
Gründung 2011
Website giraffetongueorchestra.com
Aktuelle Besetzung
William DuVall
Brent Hinds
Gitarre
Ben Weinman
Pete Griffin (seit 2015)
Thomas Pridgen (seit 2015)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Eric Avery (bis 2015)
Schlagzeug
Jon Theodore (bis 2015)

Giraffe Tongue Orchestra ist eine US-amerikanische Hard-Rock-Supergroup. Die Band steht bei Party Smasher Inc. unter Vertrag und hat bislang ein Studioalbum veröffentlicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ben Weinman

Die Band wurde im Jahr 2011 vom Gitarristen Ben Weinman von der Band The Dillinger Escape Plan gegründet. Zunächst arbeitete Weinman mit Brent Hinds von der Band Mastodon zusammen. Beide Bands waren laut Hinds viele Male auf Tournee und beide Musiker haben im Backstagebereich regelmäßig zusammen musiziert.[1] Später kamen noch der ehemalige Jane’s-Addiction-Bassist Eric Avery und der ehemalige The-Mars-Volta-Schlagzeug Jon Theodore dazu.[2] Anfangs wollten die Musiker William DuVall von der Band Alice in Chains als Sänger zu gewinnen. DuVall musste aber aus Zeitmangel absagen. Als Ersatz kam auf Vermittlung von Ben Weinman die Schauspielerin Juliette Lewis als Sängerin hinzu.

Brent Hinds

Im März 2015 gab Ben Weinman in einem Interview mit dem Radiosender Sirius XM bekannt, dass Bassist Eric Avery und Schlagzeuger Jon Theodore die Band verlassen haben. Theodore war zeitlich zu stark bei seiner Band Queens of the Stone Age eingespannt.[3] Die Musiker wurden durch den Dethklok-Bassisten Pete Griffin bzw. den ehemaligen The-Mars-Volta-Schlagzeuger Thomas Pridgen ersetzt.[4] Die Zusammenarbeit mit Juliette Lewis funktionierte laut Brent Hinds nicht gut und wurde beendet. Nachdem Brent Hinds in einem Supermarkt William DuVall erneut traf spielte Hinds ihm die neuen Lieder vor.

Im Februar 2016 wurde William DuVall schließlich als neuer fester Sänger von Giraffe Tongue Orchestra vorgestellt.[1] Der Bandname entstand, als Brent Hinds in einem Zoo in Sydney war. Er holte sich eine Banane aus seinem Rucksack, die ihm von einer Giraffe gestohlen wurde. Das Tier schälte die Banane mit ihrer Zunge und aß sie auf.[5] Der Namenszusatz Orchestra ist von der Band Mahavishnu Orchestra inspiriert.[3] Die Band spielte ihre ersten Konzerte am 27. und 28. August 2016 bei den Reading and Leeds Festivals in England. Das Debütalbum Broken Lines wurde am 23. September 2016 veröffentlicht und stieg auf Platz 89 der Schweizer Albumcharts ein.

Bei den Loudwire Music Awards 2016 wurde die Band in der Kategorie Best New Artist nominiert. Der Preis ging allerdings an die Band Shallow Side.[6] Im gleichen Jahr wurde Blood Moon bei den Revolver Music Awards in der Kategorie Best Film/Video nominiert, jedoch ging der Preis an die Band Gojira. Für Dezember 2016 war eine kleine Tournee durch Nordamerika geplant. Diese musste jedoch abgesagt werden, nachdem sich Brent Hinds bei einem Motorradunfall ein Bein gebrochen hatte.[7]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band vermischt die verschiedenen Einflüsse der Hauptbands von den beteiligten Musikern. Dabei verzichten Giraffe Tongue Orchestra weitestgehend auf die in der Rockmusik traditionellen Strophe-Refrain-Muster. Laut Ben Weinman sollte die Band nicht wie eine der anderen Bands der beteiligen Musiker klingen. Vielmehr sollte die Musik „die individuellen Stile der einzelnen Mitglieder repräsentieren“. Weinman fügte hinzu, dass es keine Regeln für Giraffe Tongue Orchestra gab.[8] Rob Wacey von Allmusic bezeichnete Giraffe Tongue Orchestra als eine Alternative-Metal-Band, die Elemente des Hard Rock und des Progressive Metal miteinander kombiniert. Lothar Gerber vom deutschen Magazin Metal Hammer bezeichnete die Musik der Band als „komplett eigenen, vielseitigen Rock, der mal direkt nach vorne, mal vertrackt und bisweilen sogar äußerst tanzbar ist“.[1] In seiner Rezension für das Album Broken Lines schrieb Ronny Bittner vom deutschen Magazin Rock Hard, dass die „bunte Stilvielfalt und der unterschwellige Wahnsinn von Faith No More und System of a Down denken lässt“.[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
CH CH
2016 Broken Lines
Party Smasher Inc.
CH89
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 23. September 2016

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Crucifixion
  • 2016: Blood Moon

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preis Kategorie für Resultat
2016 Loudwire Music Awards Best New Artist Giraffe Tongue Orchestra Nominiert[10]
Revolver Music Awards Best Film/Video Blood Moon Nominiert[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lothar Gerber: Gesellschaft bürgerlichen Rocks. In: Metal Hammer, Oktober 2016, Seite 32
  2. MASTODON, THE DILLINGER ESCAPE PLAN, Ex-JANE'S ADDICTION Members Join Forces In G.T.O. Blabbermouth.net, abgerufen am 21. Juli 2016 (englisch).
  3. a b Martin Ioanidis: Zungenküsse. In: Visions, Ausgabe 283, Seite 38
  4. Seth Werkheiser: Giraffe Tongue Orchestra has a new line-up. Metal Insider, abgerufen am 19. September 2016 (englisch).
  5. GIRAFFE TONGUE ORCHESTRA Feat. ALICE IN CHAINS, MASTODON, THE DILLINGER ESCAPE PLAN Members: 'Crucifixion' Song. Blabbermouth.net, abgerufen am 21. Juli 2016 (englisch).
  6. Chad Childers: Vote for Best New Artist. Loudwire, abgerufen am 17. Dezember 2017 (englisch).
  7. GIRAFFE TONGUE ORCHESTRA Cancels U.S. Tour Following BRENT HINDS's 'Motorcycle Incident'. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2016 (englisch).
  8. Ryan Reed: Meet Alice in Chains, Mastodon Members' Wild Prog-Metal Supergroup. Rolling Stone, abgerufen am 5. Oktober 2016 (englisch).
  9. Ronny Bittner: Giraffe Tongue Orchestra - Broken Lines. In: Rock Hard, Oktober 2016, Seite 107
  10. Chad Childers: 6th Annual Loudwire Music Awards: Complete Winners List. Loudwire, abgerufen am 29. Dezember 2017 (englisch).
  11. wookubus: Here’s Who Won At The 2016 ‘Revolver Music Awards’. The PRP, abgerufen am 14. April 2019 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]