Gonzalo de Mendoza

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Aufteilung Südamerikas 1534–1539

Gonzalo de Mendoza (* um 1512 in Baeza, Spanien; † 1558 in Asunción, Paraguay) war – nach Pedro de Mendoza, Juan de Ayolas, Álvar Núñez Cabeza de Vaca und Domingo Martínez de Irala – in den Jahren 1556–1558 der fünfte Gouverneur der von Kaiser Karl V. im Jahre 1534 neugeschaffenen Provinz Neu-Andalusien, die nur wenige Jahre später (1539) in Gobernación del Río de la Plata del Paraguay umbenannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gonzalo de Mendoza war der jüngere Bruder von Pedro de Mendoza, unter dessen Leitung er im Jahr 1535 an einer Expedition in das Mündungsgebiet des Río de la Plata teilnahm, mit der die im Vertrag von Tordesillas (1494) der spanischen Krone zugesprochenen Gebiete gegen das Vordringen der Portugiesen abgesichert werden sollten. Außerdem wollte man einen Verbindungsweg zwischen Neu-Andalusien und der nördlich gelegenen spanischen Provinz Neu-Toledo (Peru und Bolivien) auskundschaften.

Am 15. August 1537 war Gonzalo de Mendoza bei der Gründung von Nuestra Señora Santa María de la Asunción, der späteren Hauptstadt Paraguays, unter Juan de Salazar y Espinosa zugegen und übernahm führende Ämter im Cabildo. Er diente unter verschiedenen Gouverneuren als Leutnant (teniente) und nahm 1547 an der von Domingo Martínez de Irala geführten Expedition teil, auf der eine Landverbindung nach Peru erschlossen werden konnte. Nach dem Tod Iralas im Jahre 1556 wurde er selbst zum Gouverneur ernannt und starb bereits zwei Jahre später.

Sein Nachfolger wurde Francisco Ortiz de Vergara.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roberto Quevedo, Enrique Toral Peñaranda: El Baezano Gonzalo de Mendoza, fundador y gobernador de Asunción del Paraguay. Ascendencia y descendencia. In: Boletín del Instituto de Estudios Giennenses, Nr. 192 (2005), S. 85–137, ISSN 0561-3590 (PDF; 142 kB)