Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu

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Goodwill Zwelithini (2011)

Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu (* 14. Juli 1948 in Nongoma) ist nach der südafrikanischen Verfassung König der Zulu.

Die Rolle des Königs ist weitgehend zeremoniell; er übt offiziell keine politische Macht aus. Seine Hofhaltung in Nongoma wird aus dem Budget der Provinz KwaZulu-Natal bezahlt, die 1897 aus der Provinz Natal und dem von ihr annektierten, bis dahin unabhängigen Königreich der Zulu entstanden ist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwelithini wurde 1968 nach dem Tode seines Vaters Cyprian Bhekuzulu kaSolomon zum König, jedoch erst nach seinem 21. Geburtstag bei einer traditionellen Zeremonie in Anwesenheit von 20.000 Zulu im Dezember 1971 in Nongoma als achter König eingesetzt. Bis zu seiner Inthronisation war Prinz Israel Mcwayizeni KaSolomon als Regent tätig, Zwelithini nahm während dieser Zeit aus Angst vor Attentaten Zuflucht auf St. Helena.

1994 brach der König mit Mangosuthu Buthelezi, einem Verwandten und Führer der Zulu-Partei Inkatha Freedom Party, der seit seiner Thronbesteigung zumeist Premierminister der Provinz gewesen war und bis 2003 dort an der Macht blieb. Im Vorfeld war es zu Ausschreitungen zwischen Anhängern Buthelezis und Zwelithinis bei der jährlichen Gedenkveranstaltung zu Ehren Shakas gekommen. Bei einem Besuch von Nelson Mandela stürmten IFP-Parteigenossen die königliche Residenz, woraufhin der König mit Sicherheitskräften den Palast verließ und nach Johannesburg ausgeflogen wurde.[1] Trotz seiner verfassungsrechtlich rein zeremoniellen Rolle wurde der König von Mandela wiederholt auch als politischer Sprecher der Zulus behandelt, um die IFP und Buthelezi zu umgehen. Mandelas Tochter Zenani Mandela ist die Ehefrau von Prinz Thumbumuzi Dlamini, einem Bruder von Zwelithinis Hauptfrau Königin Mantfombi.[2]

Zwelithini absolviert Auslandsbesuche, um für den Tourismus in der Provinz zu werben und Gelder für wohltätige Organisationen der Zulus einzusammeln. Zwelithini ist auch Vorstandsvorsitzender des Ingonyama Trust, einer noch unter der Apartheitsregierung gegründeten Stiftung, die mit Ländereien von 28.000 Quadratkilometern insgesamt 29,67 % der Grundfläche der Provinz KwaZulu-Natal besitzt. Die acht übrigen Vorstandsmitglieder des Trusts werden vom südafrikanischen Landwirtschaftsminister in Abstimmung mit dem König, dem Premierminister der Provinz und dem Vorsitzenden des House of Traditional Leaders (der Versammlung der Stammeshäuptlinge) ernannt.

2007 wurde Zwelithini für die Forderung nach einem neuen Mercedes-Benz S 600 im Wert von einer Million Rand kritisiert, nachdem er bereits im Dezember 2006 seinen Ehefrauen sechs Mercedes-Benz E-Klasse im Wert von zwei Millionen Rand gekauft hatte.[3] 2012 forderte er vom Provinzparlament 18 Millionen Rand für die Renovierung und Erweiterung seiner Paläste.[4]

In den 2010er Jahren fiel er mehrfach durch seine Reden auf. Im Januar 2012 bezeichnete er gleichgeschlechtliche Beziehungen, die von der südafrikanischen Verfassung ausdrücklich unter staatlichen Schutz gestellt sind, als "verdorben", was Staatspräsident Jacob Zuma zurückwies.[5] 2015 forderte er, dass alle Ausländer das Land verlassen sollten; die Aussage gilt als Auslöser fremdenfeindlicher Ausschreitungen in Durban. Im selben Jahr lobte er das Apartheid-System, das wirtschaftlich erfolgreicher gewesen sei als die Regierungen seit Einführung der Demokratie im Jahr 1994. Er sei stolz, im Jahr des ersten Wahlsiegs der Nasionale Party geboren zu sein.[6]

Zwelithini hat sechs Ehefrauen und 27 Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zulu King Breaks Ties To Buthelezi in New York Times vom 21. September 1994, abgerufen am 13. November 2011.
  2. ebd.
  3. Taxpayers may have to fork out R1m as King Zwelithini eyes luxury car in City Press vom 10. März 2007, abgerufen am 13. November 2011.
  4. Zulu king wants R18m for more palaces News24
  5. Canaan Mdletse: Gay Slur uproar. In: The Times, 24. Januar 2012. 
  6. Zulu king praises Apartheid regime. Lesotho Times vom 9. Dezember 2015 (englisch), abgerufen am 31. Juli 2016