Mercedes-Benz E-Klasse

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Die Bezeichnung E-Klasse wird für eine Fahrzeugreihe von Mercedes-Benz genutzt. Seit der zweiten großen Modellpflege der Baureihe 124 im Mai 1993 und der damit einhergehenden Umstellung der Modellbezeichnungen bezeichnet Mercedes-Benz Fahrzeuge der oberen Mittelklasse als E-Klasse. Sie wurde unter der Registriernummer 000114827 für die Daimler AG im Europäischen Markenregister eingetragen[1].

Neben kleineren Designänderungen der ansonsten nahezu unveränderten Baureihe wurden die Modelle von beispielsweise 200 E (Benziner) oder 200 D (Diesel) in E 200 bzw. E 200 Diesel umbenannt. Das vorangestellte „E“ in den neuen Bezeichnungen steht für Executive, während vorher das nachgestellte „E“ eine Motorisierung mit (Benzin-)Einspritzung bezeichnete.

Anfang 2009 wurde mit der Produktion der Baureihe 212 im Werk Sindelfingen begonnen. Das Coupé und das Cabriolet zur Baureihe 212 („Baureihe 207“) werden im Werk Bremen auf der Bodengruppe der C-Klasse gebaut. In älteren Baureihen wurden Coupé und Cabriolet als CLK bezeichnet.

Die Baureihe 213 wird seit April 2016 verkauft.

Die E-Klasse war jahrzehntelang das meistverkaufte Auto der oberen Mittelklasse in Deutschland und auch in Europa. In den Jahren 2005 und 2006 war dies der Audi A6. Seit 2007 ist die E-Klasse in Deutschland wieder das meistverkaufte Fahrzeug dieser Klasse.

In Deutschland hat die E-Klasse einen für diese Fahrzeugklasse ungewöhnlich hohen Privatanteil an den gesamten Neuzulassungen. Sie ist regelmäßig in den Top 20 der privaten Neuzulassungen vertreten.

Die Baureihen im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mercedes-Benz E-Klasse wurden bzw. werden folgende Baureihen bezeichnet:

Zeitleiste der Modellvarianten der Mercedes-Benz E-Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercedes-Benz-E-Klasse-Modellhistorie seit 1993
Generation Verkaufsbezeichnung Karosserie 1980er 1990er 2000er 2010er
4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4
1. Gen. 200 – 500 /
E 200 – E 500
Limousine W 124 W 124 (MoPf1) W 124 (MoPf2)
E 60 AMG Limousine W 124
200 T – 320 TE /
E 200 T – E 320 T
Kombi S 124 S 124 (MoPf1) S 124 (MoPf2)
E 36 AMG T Kombi S 124
200 CE – 320 CE /
E 200 Coupé – E 320 Coupé
Coupé C 124 C 124 (MoPf1) C 124 (MoPf2)
E 36 AMG Coupé Coupé C 124
300 CE – 320 CE /
E 200 Cabrio – E 320 Cabrio
Cabrio A 124 A 124 (MoPf)
300 CE-24 3.4 AMG Cabriolet /
E 36 AMG Cabriolet
Cabrio A 124 A 124 (MoPf)
2. Gen. E-Klasse Limousine W 210 W 210 (MoPf)
E 35 AMG - E 60 AMG Limousine W 210 W 210 (MoPf)
E-Klasse T-Modell Kombi S 210 S 210 (MoPf)
3. Gen. E-Klasse Limousine W 211 W 211 (MoPf)
E 55 AMG / E 63 AMG Limousine W 211 W 211 (MoPf)
E-Klasse Guard Limousine W 211 (MoPf)
E-Klasse T-Modell Kombi S 211 S 211 (MoPf)
E 55 AMG / E 63 AMG Kombi S 211 S 211 (MoPf)
4. Gen. E-Klasse Limousine W 212 W 212 (MoPf)
E-Guard Limousine W 212 W 212 (MoPf)
E 63 AMG Limousine W 212 W 212 (MoPf)
E-Klasse T-Modell Kombi S 212 S 212 (MoPf)
E 63 AMG Kombi S 212 S 212 (MoPf)
E-Klasse Coupé Coupé C 207 C 207 (MoPf)
E-Klasse Cabrio Cabrio A 207 A 207 (MoPf)

Vorgängermodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorgängermodelle der gleichen Fahrzeugklasse bezeichnete man noch nicht als E-Klasse.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein französischer Staatsbürger ließ sich im November 1992 die Bezeichnung „classe e“ als Markenzeichen eintragen.[2] Im Jahre 1995 ließ er sich den Schutz im Rahmen einer internationalen Registrierung auch für den deutschen Markt schützen und drohte der Daimler-Benz AG (DB) damit, die Verwendung des Namens verbieten zu lassen. Der Franzose erhielt von DB 150.000 DM für die Nutzung des Namensrechts auf dem französischen Markt sowie weitere 50.000 DM für die Nutzung auf dem schweizerischen Markt. Für den deutschen Markt fanden die Kontrahenten keine Einigung. DB zog vor das Landgericht und später vor das Oberlandesgericht Frankfurt am Main und forderte die Feststellung, dass der französische Markeninhaber keine Ansprüche gegen DB habe. Beide Gerichte gaben DB recht. Der Franzose zog vor den Bundesgerichtshof. Dieser urteilte im Jahr 2000, es könne rechtsmissbräuchlich sein, wenn ein Privatmann zu dem Zweck Marken eintragen lasse, um Unternehmen zu erpressen, die später diese Markennamen nutzen. Der Franzose habe eine Vielzahl an Marken eingetragen lassen, an denen er keinen evidenten Nutzwillen hatte. Der Beklagte hatte rund 50 Marken eintragen lassen, war aber zum Zeitpunkt der Eintragung nicht Inhaber eines Betriebes. Dies sei ein Indiz für die rechtsmissbräuchliche Einstellung des Beklagten.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Benz E-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markeneintrag E-Klasse
  2. [1]
  3. BGH, Urteil vom 23. November 2000, Aktenzeichen I ZR 93/98, www.ratgeberrecht.eu