Grabow (brandenburgisches Adelsgeschlecht)

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Wappen der Grabow aus der Prignitz

Grabow ist ein brandenburgisches Adelsgeschlecht aus der Prignitz, das von mehreren gleichnamigen, aber stamm- und wappenverschiedenen Geschlechtern Grabow zu unterscheiden ist. Zu letzteren gehören die pommerschen/mecklenburgischen Grabow, die holsteinisch-lüneburgischen Grabow und die magdeburgischen Grabow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prignitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht ist eines der ältesten in der Ostprignitz. Es besaß 1536 Bantikow (bis 1810), 1542 Grabow bei Blumenthal und sowie 1556 Lögow (heute Ortsteil von Wusterhausen/Dosse) im Kreis Ruppin. Zu diesen Gütern kamen später noch andere wie Wutike (heute Ortsteil von Gumtow) hinzu. 1817 war Gartow im Kreis Ruppin (heute Ortsteil von Wusterhausen/Dosse) im Besitz der Familie.

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im 15. Jahrhundert sind mit Morten Grabow und Herbert Grabow zwei Angehörige des Geschlechts in Dänemark bezeugt. Um 1660 verfügten die dänischen Grabows über Landbesitz und wurden in den dänischen Adel rezipiert.[1]

Joachim von Grabow (Køn Joakim Grabow) († 23. Juni 1669) aus Wuticke erhielt 1624 eine Bestallung als dänischer Schiffsleutnant. Er stieg später zum Admiral auf und wurde 1640 mit Gütern in Schonen belehnt. Bei der Seeschlacht auf der Kolberger Heide befehligte er die 2. Schwadron der dänischen Flotte. 1650 erwarb er Sørup, Vetterslev Sogn.

Sein Verwandter Hans von Grabow (* 1549; † 28. März 1628) war 1582 mit Eustachius von Thümen nach Dänemark gekommen und war in dänische Kriegsdienste getreten. Er erwarb das Gut Pederstrup im Vesterborg Sogn. Von dessen Söhnen aus erster Ehe ging Joachim Grabow (* 18. Oktober 1599; † 15. November 1634) auf eine ausgedehnte europäische Reise und trat in venezianische und florentinische Kriegsdienste, bis er 1625 heimkehrte; mit seinem Sohn Johan Joakimsen Grabow (* 8. Februar 1626; † nach 1673) endet die dänische Linie im Mannesstamm.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in einem blauen Schild einen aus geschachtem Grund aufwachsenden goldenen halben, gekrönten Löwen. Das Schach hat auf älteren Siegeln drei, auf neueren vier Reihen. Auf letzteren ist nicht ein aufwachsender, sondern ein nach der rechten Seite fortschreitender, leopardierter Löwe dargestellt. Der Schach ist gold und rot.[3]

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Danmarks adels aarbog 11 (1894), S. 152
  2. Danmarks adels aarbog 11 (1894), S. 153
  3. vgl. auch Andreas Engel: Holsteinische Chronica, Band 1, 1597