Gumtow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gumtow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gumtow führt kein Wappen
Gumtow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gumtow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 59′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 213,15 km2
Einwohner: 3438 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 16866 (Barenthin, Dannenwalde, Demerthin, Döllen, Görike, Granzow, Groß Welle, Gumtow, Kolrep, Kunow, Schönhagen, Schrepkow, Vehlin, Vehlow, Wutike),
16928 (Schönebeck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033975, 033976, 033977
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 149
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karpatenweg 2
16866 Gumtow
Webpräsenz: gemeindegumtow.de
Bürgermeister: Stefan Freimark (SPD)
Lage der Gemeinde Gumtow im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Gumtow ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Prignitz in Brandenburg. Das Gemeindegebiet ist identisch mit dem Amtsgebiet des von 1992 bis 2002 existierenden brandenburgischen Amtes Gumtow.

Kirche in Vehlow

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gumtow gliedert sich laut ihrer Hauptsatzung vom 9. März 2009 in folgende 16 Ortsteile:[2]

Gumtow, Dorfstraße im Jahr 1906
Schloss Demerthin

Bewohnte Gemeindeteile:[3]

Bärensprung, Beckenthin, Breitenfeld, Brüsenhagen, Friedheim, Klein Schönhagen, Krams, Neu Schrepkow und Zarenthin

Wohnplätze:[3]

Ausbau, Bahnhof Wutike, Barenthin Abbau, Barenthin Ausbau, Brüsenhagen-Berg, Heinzhof, Kolrep Ausbau, Kreuzkrug, Luisenhof, Minnashöh, Spielhagen, Steinberg, Welle-Kurier und Zarenthin Ausbau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 wurde das Amt Gumtow gebildet, in dem 16 Gemeinden zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst waren. 2002 schlossen sich die amtsangehörigen Gemeinden zur Gemeinde Gumtow zusammen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 433
1890 395
1910 386
1925 401
1933 410
1939 401
1946 718
1950 685
1964 491
1971 457
1981 350
Jahr Einwohner
1985 344
1989 343
1990 327
1991 318
1992 307
1993 306
1994 311
1995 327
1996 332
1997 316
1998 298
Jahr Einwohner
1999 300
2000 299
2001 284
2002 4 184
2003 4 139
2004 4 064
2005 3 996
2006 3 920
2007 3 890
2008 3 776
2009 3 729
Jahr Einwohner
2010 3 668
2011 3 577
2012 3 574
2013 3 481
2014 3 454
2015 3 438

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gumtow besteht aus 16 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab bei einer Wahlbeteiligung von 55,2 % folgende Sitzverteilung:[6]

Partei / Gruppierung Sitze
Wählergruppe Wirtschaft Gumtow 4
CDU 3
Listenvereinigung Freie Wählergemeinschaft 3
Listenvereinigung Aktive Bürger für Gumtow/Bündnis 90/Die Grünen 2
Die Linke 1
Wählergruppe Senioren für Gumtow 1
Einzelbewerber Bodo Schulz 1
Wählergruppe Bürgergemeinschaft 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Freimark (SPD) ist seit 2003 Bürgermeister der Gemeinde. Bis 2003 war er Amtsdirektor des Amtes Gumtow und wurde durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 14. April 2003 für die restliche Dauer seiner damaligen Amtszeit als hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Gumtow gewählt. Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 29. Mai 2016 mit 50,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren gewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Gumtow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Juni 1998 spielte Gerhard Gundermann im Ortsteil Krams sein letztes Konzert, eine Woche bevor er verstarb.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleeblatt-Verbund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Kyritz, das Amt Neustadt (Dosse), die Gemeinde Wusterhausen/Dosse und die Gemeinde Gumtow haben sich in einem Kooperationsvertrag zum Kleeblatt-Verbund zusammengeschlossen.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gumtow liegt an der Bundesstraße 5 zwischen Perleberg und Kyritz sowie an der Bundesstraße 103 zwischen Pritzwalk und Kyritz. Die Landesstraße L 143 verbindet den Ortsteil Gumtow mit den Ortsteilen Schönhagen und Vehlin.

Der Haltepunkt Wutike im gleichnamigen Ortsteil an der Bahnstrecke Neustadt (Dosse)–Meyenburg wird täglich zweimal je Richtung von der Regionalbahnlinie RB 73 zwischen Pritzwalk und Neustadt (Dosse) bedient.

Im Aufbau ist im Projekt HUB 53/12° ein Logistikzentrum für den Eisenbahngüterverkehr als kommunale Initiative der Städte Güstrow, Pritzwalk und Neuruppin sowie des Kleeblatt-Verbunds mit Gumtow, Kyritz, Neustadt (Dosse) und Wusterhausen/Dosse.[9]

Die Bahnstrecke Kyritz–Perleberg mit dem Bahnhof Gumtow und den Haltepunkten Demerthin, Bärensprung (Prign) und Dannenwalde (Kr Kyritz) wurde 1969 stillgelegt, ebenso wie die Strecke Kyritz–Breddin mit den Haltepunkten Barenthin Abbau und Barenthin. Bereits 1967 war der Betrieb auf der Strecke Lindenberg (Prign)–Glöwen mit den Haltepunkten Krams, Kunow Nord, Kunow Süd und Schrepkow eingestellt worden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Demerthin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 304 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gumtow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Gumtow vom 9. März 2009 PDF
  3. a b Gemeinde Gumtow auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 29. Mai 2016
  8. Homepage des Kleeblatt-Verbunds
  9. HUB 53/12o – Das Logistiknetz Güstrow • Prignitz • Ruppin