Gumtow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gumtow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gumtow führt kein Wappen
Gumtow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gumtow hervorgehoben
52.97944444444412.252561Koordinaten: 52° 59′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 213,15 km²
Einwohner: 3454 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16866 (Barenthin, Dannenwalde, Demerthin, Döllen, Görike, Granzow, Groß Welle, Gumtow, Kolrep, Kunow, Schönhagen, Schrepkow, Vehlin, Vehlow, Wutike),
16928 (Schönebeck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033975, 033976, 033977
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 149
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karpatenweg 2
16866 Gumtow
Webpräsenz: gemeindegumtow.de
Bürgermeister: Stefan Freimark (SPD)
Lage der Gemeinde Gumtow im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Gumtow ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Prignitz in Brandenburg. Das Gemeindegebiet ist identisch mit dem Amtsgebiet des von 1992 bis 2002 existierenden brandenburgischen Amtes Gumtow.

Geografie[Bearbeiten]

Kirche in Vehlow

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Gumtow gliedert sich laut Hauptsatzung vom 9. März 2009 in die folgenden 16 Ortsteile:[2]

Gumtow, Dorfstraße im Jahr 1906
Schloss Demerthin

Bewohnte Gemeindeteile:[3]

Bärensprung, Beckenthin, Breitenfeld, Brüsenhagen, Friedheim, Klein Schönhagen, Krams, Neu Schrepkow und Zarenthin

Wohnplätze:[3]

Ausbau, Bahnhof Wutike, Barenthin Abbau, Barenthin Ausbau, Brüsenhagen-Berg, Heinzhof, Kolrep Ausbau, Kreuzkrug, Luisenhof, Minnashöh, Spielhagen, Steinberg, Welle-Kurier und Zarenthin Ausbau

Geschichte[Bearbeiten]

1992 wurde das Amt Gumtow gebildet, in dem 16 Gemeinden zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst waren. 2002 schlossen sich die amtsangehörigen Gemeinden zur Gemeinde Gumtow zusammen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 433
1890 395
1910 386
1925 401
1933 410
1939 401
1946 718
1950 685
1964 491
1971 457
Jahr Einwohner
1981 350
1985 344
1989 343
1990 327
1991 318
1992 307
1993 306
1994 311
1995 327
1996 332
Jahr Einwohner
1997 316
1998 298
1999 300
2000 299
2001 284
2002 4 184
2003 4 139
2004 4 064
2005 3 996
2006 3 920
Jahr Einwohner
2007 3 890
2008 3 776
2009 3 729
2010 3 668
2011 3 577
2012 3 574
2013 3 481
2014 3 454

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gumtow besteht aus 16 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab bei einer Wahlbeteiligung von 55,2 % folgende Sitzverteilung:[6]

Partei / Gruppierung Sitze
Wählergruppe Wirtschaft Gumtow 4
CDU 3
Listenvereinigung Freie Wählergemeinschaft 3
Listenvereinigung Aktive Bürger für Gumtow/Bündnis 90/Die Grünen 2
Die Linke 1
Wählergruppe Senioren für Gumtow 1
Einzelbewerber Bodo Schulz 1
Wählergruppe Bürgergemeinschaft 1

Bürgermeister[Bearbeiten]

Stefan Freimark (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl vom 18. Mai 2008 mit 74,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 38,4 %).[7] Bis 2003 war er Amtsdirektor des Amtes Gumtow und wurde durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 14. April 2003 für die restliche Dauer seiner damaligen Amtszeit als hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Gumtow gewählt. 2008 wurde er in seinem Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Gumtow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Am 14. Juni 1998 spielte Gerhard Gundermann im Ortsteil Krams sein letztes Konzert, eine Woche bevor er verstarb.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Museum im Renaissanceschloss befindet sich zurzeit im Aufbau.

Bauwerke und Naturdenkmal[Bearbeiten]

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kleeblatt-Verbund[Bearbeiten]

Die Stadt Kyritz, das Amt Neustadt (Dosse), die Gemeinde Wusterhausen/Dosse und die Gemeinde Gumtow haben sich in einem Kooperationsvertrag zum Kleeblatt-Verbund zusammengeschlossen.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

In Gumtow kreuzen sich die Bundesstraße 5 (HamburgBerlin), Bundesstraße 103 (RostockKyritz) und Bundesstraße 107 (PritzwalkChemnitz). Ferner befindet sich im Ortsteil Wutike ein Bahnhof an der Bahnstrecke Pritzwalk–Neustadt (Dosse), der zwei- bis dreimal (je Richtung) täglich von der Linie RB73 der Eisenbahngesellschaft Potsdam bedient wird. Voraussichtlich im Dezember 2014 wird der Betrieb eingestellt.

Im Aufbau ist im Projekt HUB 53/12° ein Logistikzentrum für den Eisenbahngüterverkehr als kommunale Initiative der Städte Güstrow, Pritzwalk und Neuruppin sowie des Kleeblatt-Verbunds mit Gumtow, Kyritz, Neustadt (Dosse) und Wusterhausen/Dosse. Eine erste Maßnahme war der Kauf der Bahnstrecke Neuruppin–Neustadt (Dosse) am 29. Dezember 2010.[9]

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Demerthin

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gumtow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Gumtow vom 9. März 2009 PDF
  3. a b Gemeinde Gumtow auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 18. Mai 2008
  8. Homepage des Kleeblatt-Verbunds
  9. Homepage HUB 53/12° – Das Logistiknetz Güstrow • Prignitz • Ruppin