Gundula Heinatz

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Heinatz,Gundula 2012 Karlsruhe.JPG
Gundula Heinatz in der Frauenbundesliga 2011/12
Verband Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik (bis 1990)
DeutschlandDeutschland Deutschland (1990 bis 2001)
SchweizSchweiz Schweiz (seit 2001)
Geboren 12. Mai 1969
Halle (Saale), Deutsche Demokratische Republik
Titel Internationaler Meister der Frauen (1993)
Aktuelle Elo‑Zahl 2185 (Januar 2017)
Beste Elo‑Zahl 2277 (Juli 2005 bis April 2006)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Gundula Heinatz (* 12. Mai 1969 in Halle (Saale) als Gundula Nehse) ist eine Schachspielerin mit deutscher Staatsbürgerschaft, die in der Schweiz wohnt und arbeitet. Seit 2002 spielt sie für das Nationalteam der Schweizer Schachfrauen.[1] 1993 erhielt sie von der FIDE den Titel Internationale Meisterin (WIM).[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundula Heinatz wuchs als Gundula Nehse in der DDR auf. Das Schachspielen lernte sie von ihrem Vater. Das richtige Training begann bei der BSG Chemie IW Ilmenau Sektion Schach. Als Gundula Nehse ging sie 1990 in Bad Blankenburg als letzte DDR-Meisterin in die deutsche Schachgeschichte ein.

Sie verlegte ihren Wohnsitz in die Schweiz und arbeitet als promovierte Spezialistin für Informationstechnologie bei der Firma Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft. Der Titel ihrer Dissertation an der TU Dresden hieß Kommunikationsmuster und deren Anwendung in der Informationslandschaft.[3]

Auch ihre Tochter Maria ist eine leistungsstarke Schachspielerin. Beim Mitropapokal 2015 standen Mutter und Tochter gemeinsam in der Schweizer Frauenmannschaft.

Schach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mädchen gewann sie in der DDR die Jugendeinzelmeisterschaft U18 der weiblichen Jugend in Ilmenau.

Turniere (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie spielte bei folgenden Fraueneinzelmeisterschaften der DDR: 1987 in Glauchau (4. Platz)[4], 1988 in Stralsund (5. Platz)[5], 1989 in Zittau (4. Platz)[6], 1990 in Bad Blankenburg (1. Platz)[7].

Es folgten Frauenturniere in Dresden 1990 (geteilte Zweite hinter Zoya Lelchuk)[8], das Ingrid Larsen Gedenkturnier in Farum 1991 (Dritte, Eliška Richtrová war Erste)[9], ein Frauenturnier in Dresden 1992 (geteilte Zweite, Margarita Wojska siegte)[10], das Farum Open 1993 (geteilte Dritte, Erste war Eliška Richtrová)[11].

Bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen 1993 in Bad Mergentheim wurde sie Vierte hinter Marina Olbrich, Anke Koglin und Isabel Hund.[12]

Es folgten Zonenturniere der Frauen 1993 in Graz, 1995 in Ptuj und 1998 in Dresden.

Nach ihrem Wohnsitzwechsel in die Schweiz wurde sie Zweite hinter Tatjana Lematschko bei der Schweizer Damenmeisterschaft 2002 in Leukerbad.[13]

2014 gewann Heinatz die Schweizer Damenmeisterschaft

Schacholympiade 2012 in Istanbul, 5. Runde: Schweiz (Barbara Hund, Monika Seps, Gundula Heinatz und Laura Stoeri) gegen Montenegro

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundula Heinatz nahm mit der deutschen Frauenauswahl an der Schacholympiade 1992 in Manila teil.

Mit der Schweizer Frauenmannschaft spielte sie bei allen sieben Schacholympiaden seit der Schacholympiade 2002 in Bled.[14][15]

An Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen nahm sie 1992 mit Deutschland, sowie 2007, 2011 und 2013 mit der Schweiz teil, wobei sie 2007 am dritten Brett das zweitbeste Einzelergebnis erreichte.[16]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundula Heinatz spielte in der 1. Deutschen Schachbundesliga der Frauen von 1991 bis 1999 für den Dresdner SC (bis 1994 Post SV Dresden), mit dem sie 1995 die Meisterschaft gewann, und von 2002 bis 2013 sowie erneut seit 2015 für die Karlsruher Schachfreunde, denen sie auch in der Zwischenzeit nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga weiter angehörte.

In der Schweiz ist ihr Verein der SK Trubschachen, mit dem sie in der Saison 2014 in der Nationalliga A (Schach) spielt, in der Schweizer 1. Bundesliga hatte sie in der Saison 2006/07 einen Einsatz bei N. N. Bern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gundula Heinatz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Thürsam: Gundula Heinatz lebt in der Schweiz und startet in der Frauen-Bundesliga für Karlsruhe (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.is) Märkische Allgemeine, 28. Dezember 2011
  2. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 120
  3. Dissertation - DR. GUNDULA HEINATZ (Memento vom 4. August 2016 im Internet Archive) bei Technische Universität Dresden
  4. 36. Deutsche Damenmeisterschaft der DDR 1987 in Glauchau auf TeleSchach
  5. 37. Deutsche Damenmeisterschaft der DDR 1988 in Stralsund auf TeleSchach
  6. 38. Deutsche Damenmeisterschaft der DDR 1988 in Zittau auf TeleSchach
  7. 39. Deutsche Damenmeisterschaft der DDR 1990 in Blankenburg auf TeleSchach
  8. Dresden (women) 1990 auf 365Chess (englisch)
  9. Ingrid Larsen mem (Women) Farum 1991 auf 365Chess (englisch)
  10. Dresden (Women) Dresden 1992 auf 365Chess (englisch)
  11. Farum op (Women) Farum 1993 auf 365Chess (englisch)
  12. 32. Deutsche Damenmeisterschaft 1993 in Bad Mergentheim auf TeleSchach
  13. SUI-ch (Women) Leukerbad 2002 auf 365Chess (englisch)
  14. Gundula Heinatz' Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  15. Ergebnisse der Schweizer Mannschaft bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf chess-results.com
  16. Gundula Heinatz' Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)