Gunther Martin Göttsche

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Gunther Martin Göttsche an der Orgel des Kapitelsaals im Kloster Schlüchtern, 2012

Gunther Martin Göttsche (* 1953 in Bad Oldesloe) ist ein deutscher Kirchenmusiker und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göttsche wurde als Sohn einer Musiker- und Künstlerfamilie geboren. Er ist der Sohn von Heinz Markus Göttsche und Heilwig Göttsche, geb. Thieme. Sein Großvater Leopold Thieme war Maler und Zeichner.

Kindheit und Jugend[1][2][3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunther Martin Göttsche wurde 1953 in Bad Oldesloe geboren, wo sein Vater seit 1949 an der Peter-Paul-Kirche als Kantor tätig war. 1960 erhielt Heinz Markus Göttsche eine Anstellung als Bezirkskantor in der Christuskirche in Mannheim. 1969 wurde er Landeskirchenmusikdirektor der Pfalz und siedelte mit seiner Familie nach Speyer um, wo Gunther Martin Göttsche 1972 das Abitur ablegte. Göttsche wuchs mit vier Schwestern auf, die alle bereits in Kinder- und Jugendjahren ein Instrument erlernten bzw. Musik studierten. Er selbst spielte Violine, Viola und Klavier und wirkte ebenso wie seine Geschwister zunächst in den Chören und Orchestern seines Vaters mit. Von 1969 bis 1971 war er Keyboarder der deutschen Rockband „Tyburn Tall“.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunther Martin Göttsche studierte von 1973 bis 1977 Schulmusik, Komposition und klassische Philologie an der Musikhochschule Mannheim (dort u. a. bei Prof. Hans Vogt (1911-1992)) und der Universität Mannheim. Während der Mannheimer Studienzeit sammelte er erste Erfahrungen als Chorleiter und Organist in Viernheim bei Mannheim.[4]

Anschließend studierte er Kirchenmusik an der Spandauer Kirchenmusikschule in Berlin, wo er 1981 das A-Examen ablegte. Göttsche war u. a. Schüler von Ernst Pepping (1901–1981), Karl Hochreither (1933–2018), Martin Behrmann (1930–2014) und Renate Zimmermann (* 1936). In der Spandauer Zeit übernahm er auch die Kantorenassistenz bei Martin Behrmann (1930–2014) an der Kirche im Evangelischen Johannesstift.[5][6]

1979 erhielt Gunther Martin Göttsche beim bundesweiten Orgelwettbewerb in Schlüchtern den 2. Preis sowie den Sonderpreis für Improvisation. Der Wettbewerb wurde von der Konferenz der Direktoren der evangelischen kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten und der Landeskirchenmusikdirektoren veranstaltet.[7]

Lebensstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer ersten Stelle von 1981 bis 1987 als Bezirkskantor in Aalen/Württemberg wurde Göttsche 1987 zum Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig berufen.

In Aalen war Gunther Martin Göttsche Kantor der Stadtkirche sowie des Evangelischen Kirchenbezirkes Aalen. Neben dem Kirchenchor und dem Kinderchor leitete er von 1985 bis 1987 auch das Collegium Musicum der Oratorienvereinigung Aalen. Darüber hinaus engagierte sich Göttsche im Bereich der C- und D-Ausbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker. In Aalen begann zudem seine kompositorische Tätigkeit, u. a. mit dem Singspiel „König Drosselbart“ nach einem Märchen der Brüder Grimm für Kinderchor, Flöte, Trompete, Streicher und Klavier.[8]

Als Nachfolger von LKMD Karl-Heinrich Büchsel trat Göttsche 1987 die Stelle als Landeskirchenmusikdirektor in Braunschweig an, zu deren Aufgaben auch das Kantorat an der St. Trinitatis-Kirche in Wolfenbüttel gehörte.[9][10]

Von Braunschweig ging Gunther Martin Göttsche im Jahr 1992 nach Schlüchtern in Hessen. Von 1992 bis 2013 war er Direktor der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern, die „Vorbild ist für Institutionen dieser Art in ganz Deutschland und im angrenzenden Ausland“[11]. Über die Arbeit in der Fortbildungsstätte hinaus wirkte Göttsche in vielen Gremien der Kirchengemeinde in Schlüchtern und im Kirchenkreis mit. Bis 2008 leitete er zudem die Kantorei der Kirchengemeinde Schlüchtern, mit der er u. a. große Werke wie die Matthäus-Passion von J. S. Bach, das Requiem von G. Verdi oder den „Elias“ von F. Mendelssohn-Bartholdy aufführte. 1992 gründete er den Chor der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte (anfangs unter dem Namen "Nord-Süddeutscher Kammerchor"), mit dem er regelmäßig zweimal jährlich konzertierte. Für die Schlüchterner Kantorei sowie den Chor der kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte entstanden zahlreiche Vokalwerke. In seinem Verabschiedungsgottesdienst in Schlüchtern im Jahr 2013 erhielt Gunther Martin Göttsche die Heinrich-Schütz-Medaille der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.[12][13][14][15]

Zusätzlich lehrte er von 2008 bis 2013 – sowie erneut von 2018 bis 2020 – an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg im Fach Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung.

Von 2013 bis 2018 war er Kirchenmusiker der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde an der Erlöserkirche in Jerusalem[16].[17]

Seit 2018 ist Gunther Martin Göttsche zurück in Deutschland und lebt abwechselnd in Sannerz bei Schlüchtern sowie in Russow an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Er ist verheiratet mit der Sängerin und Gesangspädagogin Heidrun Göttsche. Seine Tochter aus erster Ehe ist Annemarie Göttsche (* 1988), Bezirkskantorin des Kirchenkreises Kirchhain.

Kompositorisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunther Martin Göttsches kompositorische Tätigkeit begann bereits in den 1980er Jahren und umfasst inzwischen ein umfangreiches Opus von geistlichen und weltlichen Vokal- und Instrumentalwerken.[18]

Musiksprache und Kompositionstechnik[19][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kompositionen Göttsches sind von seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit und der damit verbundenen Nähe zur musikalischen Praxis geprägt. Dies zeigt sich besonders in seinen Werken für Chor, Blechbläser oder Orgel.

Die Musik ist tonal komponiert, oft ergänzt durch Harmonik und Rhythmik des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zu Jazz-Elementen. Charakteristisch für die Werke Gunther Martin Göttsches ist der Fokus auf die Texte, die – mit Ausnahme einiger Kompositionen – biblischer oder geistlicher Herkunft sind. Dadurch ergibt sich eine „ansprechende, immer gesanglich inspirierte Linie und eine stimmige harmonische Farbe“[20] in den Kompositionen.

In den letzten Jahren komponierte Göttsche vermehrt Auftragswerke, darunter das Passions-Oratorium „Jerusalem“ (op. 90), den „98. Psalm“ für zwei Chöre SATB, Sopran- und Bass-Solo, sechs Blechbläser, Orgel, Klavier, Violoncello, Kontrabass und Schlagzeug (op. 109) oder „Die Legende von Christophorus“ (op. 101) für Soli, Kinderchor, Flöte, Violine, Viola, Kontrabass, Klavier und Sprecher.

Kompositionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motetten für Chor a cappella[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einer trage des andern Last (SAM) op. 3, 1 (1980), ostinato-Musikverlag Salzgitter 2002
  • Die Heilung des Blinden (SATB) op. 9, 1 (1983), Daimonion-Verlag Wiesbaden 2002
  • Du bist mein Fels und meine Burg (SAM) op. 3, 2 (1989), ostinato-Musikverlag Salzgitter 2002
  • Christus, der uns selig macht (SATB) op. 31 (1993), Daimonion-Verlag Wiesbaden 2003
  • Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (SATB) op. 32 (1993), Merseburger-Verlag, Kassel 1994
  • Die Weissagung Jesajas (SATB) op. 39 (1998), Daimonion-Verlag Wiesbaden 2008
  • Nun bitten wir den Heiligen Geist (SATB) op. 44 (1999), Daimonion-Verlag Wiesbaden 2001
  • Wisst ihr noch, wie es geschehen (SATB) op. 60 (2000), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2002
  • Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (SSATB) op. 56 (2000), Daimonion-Verlag Wiesbaden 2001
  • Denn er hat seinen Engeln befohlen (SATB) op. 57, 2 (2004), Strube Verlag München 2004
  • Ich will dem Herren singen (SAM) op. 57, 3 (2002), ostinato-Musikverlag Salzgitter 2002
  • Uns ist ein Kind geboren (SATB) op. 57, 5 (2004), Strube Verlag München 2004
  • Holz auf Jesu Schulter (SATB) op. 26, 1 (2009), Bärenreiter-Verlag Kassel 2017
  • Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg (SAM) op. 87, 9 (2017), Gustav Bosse Verlag Kassel 2017
  • Canticum Mariae "Meine Seele erhebt den Herrn" (SSAA) op. 96 (2017), Edition ferrimontana, Ober-Mörlen 2017

Chor und Instrumente (größere Werke)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Psalmkonzert op. 78 für Sopran solo, Chor SATB, Kinderchor, 9 solistische Frauenstimmen, sechs Blechbläser, Klavier, Orgel, Kontrabass und Schlagzeug (2008), Strube Verlag München 2008
  • Missa da camera op. 80 für Sopran solo, Chor SATB, Flöte, Horn, Harfe, Violoncello, Kontrabass, Orgel und Schlagzeug (2008), ostinato-Musikverlag Salzgitter 2008
  • Missa in F op. 84 für Chor SATB und 6 Blechbläser oder Orgel (2011), Butz Verlag Bonn 2020
  • Magnificat op. 94 für Sopran solo, Chor SATB und Kammerorchester (2016), Carus-Verlag Stuttgart 2017
  • Jerusalem Passionsoratorium op. 90 für Soli SATTBB, gemischten Chor SATB, Jugendchor, großes Orchester, Klavier und Orgel (2016), Strube Verlag München 2017
  • Der 98. Psalm op. 109 für zwei Chöre SATB, Sopran- und Basssolo, 6 Blechbläser, Orgel, Klavier, Violoncello, Kontrabass und Schlagzeug (2019), Strube Verlag München 2020
  • St.-Johannis-Vesper op. 104 für drei Chöre SATB, Kinderchor, Sopran- und Basssolo, Kammerorchester, Klavier, Orgel und Schlagzeug (2020)

Chor und Instrumente (kleinere Werke)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Such, wer da will, ein ander Ziel op. 18 Kantate für zwei vierstimmige Bläserchöre, gemischten Chor und Gemeindegesang ad lib. (1990), Möseler Verlag Wolfenbüttel 1990
  • Paul-Gerhardt-Kantate op. 47 (Geh aus, mein Herz, und suche Freud) für Kinderchor, Frauenchor, Männerchor, Favoritchor SATB und 6 Blechbläser (1999), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2000
  • Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Jazz-Motette op. 41, 2 für drei Frauenstimmen, Flöte, Orgel und Kontrabass (2003), ostinato-Musikverlag Salzgitter 2003
  • Te Deum laudamus op. 66a für 3st. Kinder-, Jugend- oder Frauenchor und fünf Blechbläser (2001), Orgelfassung Strube-Verlag München 2005
  • Der 84. Psalm op. 97 für gemischten Chor SATB, Streicher, Orgel, Klavier, Trompete und Triangel (2016), Strube Verlag München 2017
  • Der 90. Psalm op. 103 für Frauenchor SSAA, Orgel und Schlagzeug (2018)
  • O sanctissima op. 111 Drei Strophen über das Lied "O du fröhliche" für Sopran solo, Chor und Orchester (2019)

Sammelbände für Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weihnachtssingen, 20 Liedsätze für gemischten Chor, Möseler Verlag Wolfenbüttel 2002
  • Schlüchterner Chorbuch, 30 Liedsätze für gemischten Chor, Strube Verlag München 2004
  • Chorbuch Jerusalem, 35 Liedsätze, Kanons und Bearbeitungen, Strube Verlag München 2017

Volksliedbearbeitungen für Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als wir jüngst in Regensburg waren Chorballade op. 40, 1 für SSAA (1998), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2001
  • Die Entdeckung Amerikas (Ein Mann, der sich Kolumbus nannt) Chorballade op. 40, 2 für SATB (2003), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2005
  • Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Die Loreley) Chorballade op. 40, 3 für SSSAAA (2004), Carus Verlag Stuttgart 2009
  • Es geht ein dunkle Wolk herein op. 30, 18 für SATB + SoloS (2006), Carus Verlag Stuttgart 2006
  • Hab mein Wage vollgelade op. 40, 4 für SSAA (2009), Carus Verlag Stuttgart 2009
  • Ich hab die Nacht geträumet op. 30, 38 für SATB und Klavier (2016), Carus Verlag Stuttgart 2016
  • Die Vogelhochzeit op. 40, 7 für SAM und Klavier (2017), Carus Verlag Stuttgart 2018
  • Du, du liegst mir im Herzen op. 40, 8 für SSAM und Klavier (2017), Carus Verlag Stuttgart 2018
  • Zum Tanze, da geht ein Mädel mit güldenem Band op. 30, 54 für SATB und Klavier (2019), Gustav Bosse Verlag Kassel 2019
  • Entre le boeuf et l'ane gris op. 24, 34 für SSAB, Klavier und Melodieinstrument (2020), Carus Verlag Stuttgart 2020

Spiritual-Arrangements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Go, tell it on the mountain op. 12, 4 für SATB a cappella (1988) Musica rinata/Sonat-Verlag, Berlin, 1996/2013
  • Zwei Spiritual-Sätze für SATB und Klavier (2018) Carus-Verlag Stuttgart 2018
  1. When Israel was in Egypt's Land (Go down, Moses)
  2. Joshua fit the battle of Jericho

Kinder- oder Jugendchor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • König Drosselbart Szenisches Singspiel op. 6 für Kinderchor, Flöte, Trompete, Streicher und Klavier, 1983, Strube Verlag München 1990/Neufassung 2014
  • Die Heilung des Taubstummen op. 41, 1 für 1-3stg. Kinder- oder Jugendchor, Flöte, Vibraphon, Cembalo und Kontrabass (1998)
  • Sieben Sprüche für das Poesiealbum op. 52 für dreistimmigen Kinderchor a cappella (2000), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2000
  • Zehn Lieder op. 42 für Kinderchor und Klavier, 2002 Eigenverlag
  • Exultavit op. 61 Fünf Weihnachtslieder für Frauen- oder Kinderchor und Tasteninstrument (2000), Möseler Verlag Wolfenbüttel 2002
  • Europäische Volkslieder op. 82 für ein- bis dreistimmigen Kinder- oder Frauenchor, Querflöte, Violine, Klavier (2009) ostinato-Musikverlag Salzgitter 2009
  • Die Legende von Christophorus Kantate op. 101 für Soli, Kinderchor, Flöte, Violine, Viola, Kontrabass, Klavier und Sprecher (2018), Strube-Verlag München 2018
  • Der 36. Psalm für Kinderchor, Marimbaphon, Orgel, Schlagzeug und Kontrabass (2019), Strube-Verlag München 2021

Sologesang (geistlich)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sein Lob vor aller Welt 12 geistliche Konzerte und Lieder (1996-2017) für Sopran und Orgel (ostinato-Musikverlag Salzgitter 2018)
  1. Uns ist ein Kind geboren op. 35
  2. Neujahrslied op. 38, 5
  3. Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg op. 38, 1
  4. Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem op. 36
  5. Fürwahr, er trug unsre Krankheit op. 33
  6. Du meine Seele, singe (Choralkantate) op. 77
  7. Der Christus-Hymnus op. 43
  8. Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird op. 37
  9. Die Liebe höret nimmer auf op. 34
  10. Jesus spricht: Ein neues Gebot gebe ich euch op. 38, 6
  11. Der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott op. 38, 2
  12. Das Gebet des Niklaus von Flüe op. 98
  • Die Seligpreisungen op. 105 für Sopran und Orgel (2018), auch für SATB und Orgel

Sologesang (weltlich)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sieben Lieder nach Texten von Ricarda Huch op. 45/46 für Sopran und Klavier (Eigenverlag, 1999)
  1. Frühlingsahnung
  2. Als jüngst mein Liebster kam des Wegs daher
  3. Wo hast du all die Schönheit hergenommen
  4. Die Augen dein sind wohl von Samt und Seide
  5. Eine Melodie singt mein Herz, die du gesungen
  6. Musik bewegt mich, dass ich dein gedenke
  7. O Fremdling, das Geheimnis lass mich wissen
  • Winterweg (Text: Hans Döpping) op. 50 für Sopran und Klavier (1999)
  • Schwingungen op. 73 für Bariton und Streichquartett nach Gedichten von Leopold Thieme (MS, 2005)
  1. Geleit – 2. Schwingungen – 3. Nachtgesicht – 4. Ein "Weiß-wozu"

Orgelwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elf Choralvorspiele op. 20 für die Sammlung "In Ewigkeit dich loben" Breitkopf & Härtel (1993-1999): Weil Gott in tiefster Nacht erschienen – Bewahre uns, Gott – Gott sei gelobet und gebenedeiet – Die Kirche steht gegründet – Es ist in keinem andern Heil – Eins ist not, ach Herr, dies eine – Gehe ein in deinen Frieden – Laudato si – Ein Kind ist angekommen – Wir haben Gottes Spuren festgestellt – Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer
  • Sieben Choralvorspiele op. 51 (1978-1998), erschienen als "Christ in Everything" (European Connection Vol.3), Concordia Publishing House, St. Louis/USA (2000): Jesus Christus, unser Heiland – All Morgen ist ganz frisch und neu – Erd und Himmel sollen singen – Aus meines Herzens Grunde – Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut – Herzliebster Jesu – Jesus ist kommen
  • Choralvorspiele op. 55 (2000-2019), erschienen in den Sammlungen "Jazz Inspirations" (Bärenreiter-Verlag Kassel, 2003-2017) und "Schlüchterner Orgelbuch" (Bärenreiter-Verlag, 2010): Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist – Das ist ein köstlich Ding – Von guten Mächten – Gen Himmel aufgefahren ist – Sollt ich meinem Gott nicht singen – Lobe den Herren, den mächtigen – Stille Nacht – Hört, der Engel helle Lieder – Komm, o komm, du Geist des Lebens – Ist Gott für mich, so trete – Morgenglanz der Ewigkeit – Wachet auf, ruft uns die Stimme – Be thou my vision
  • Wedding Prelude op. 55 (2001), in "Orgelmusik zu Trauungen", Bärenreiter-Verlag, Kassel 2001
  • Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Choralpartita op. 58 (2000), Nun bitten wir den Heiligen Geist Choralpartita op. 62 (2001) und Jesu, meine Freude Choralpartita op. 71 (2003) in Gunther Martin Göttsche, Drei Choralpartiten, Merseburger Verlag Kassel 2017
  • In tenebris op. 67 Vier Psalmmeditationen für Orgel im Gedenken an die Opfer des 11. September 2001, Edition Antes/Bella Musica (Edition49) 2015
  • Toccata über Adeste fideles op. 69 (2002) sowie Choralpartita über Maria durch ein Dornwald ging op. 74 (2005) in "Maria durch ein Dornwald ging" (Vier Choralbearbeitungen zur Advents- und Weihnachtszeit, 2008) pro organo Verlag, Leutkirch
  • In dir ist Freude Choralvariationen op. 81 (2009), in "Schlüchterner Orgelbuch", Bärenreiter-Verlag Kassel, 2010
  • 160 kleine Choralvorspiele und Begleitsätze (op.75/79/83/86/92/95) zu Liedern des Evangelischen Gesangbuches (2008-2017) in: Gunther Martin Göttsche und Martin Weyer, Kleine Choralvorspiele und Begleitsätze zu den Liedern des Evangelischen Gesangbuchs, Bärenreiter Verlag, Kassel, 7 Bde, 2008-2017
  • Zehn Choralvorspiele op. 93 (2015) für die Sammlung "Oekumenisches Orgelbuch", Bärenreiter-Verlag, Kassel 2018
  1. Jerusalem, du hochgebaute Stadt
  2. Befiehl du deine Wege
  3. Gott ist gegenwärtig
  4. Gott liebt diese Welt
  5. O komm, o komm, du Morgenstern
  6. Lass uns in deinem Namen, Herr
  7. Nun singet und seid froh
  8. Zu Bethlehem geboren
  9. Christe, du bist der helle Tag
  10. Danket Gott, denn er ist gut
  • Sechs Choralvorspiele op. 107 (2019) für die Sammlung "Die Wochenlieder zum Evangelischen Gesangbuch. Choralvorspiele für Orgel", 2 Bd., Carus-Verlag Stuttgart 2020

Instrumentalwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Variationen über ein eigenes Thema für Klavier op. 5, 1 (Ms, 1982)
  • Choralsonate für Flöte, Klarinette und Klavier op. 11, 1 nach Choralbearbeitungen von J. S. Bach (Ms, 1986)
  • Concerto facile in drei Sätzen op. 11, 3 für Viola und Streichorchester (1986/2000) Daimonion-Verlag, Wiesbaden, 2003
  • Resurrexit op. 48c über "Christ ist erstanden" für Oboe und Orgel (2000), Strube-Verlag München 2002 (auch als Orchesterfassung, Ms)
  • Compendium musicae Sieben sinfonische Inventionen op. 70 für Orchester (2003) Ostinato-Verlag Salzgitter 2004
  • Quartett a-moll für Flöte, Oboe, Violine und Viola op. 76 (2006), Ostinato-Verlag Salzgitter 2006

Tondokumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trompete und Orgel, Martin Weller und Gunther Martin Göttsche, MITRA DIGITAl, 1989, CD 16225
  • Die Röver-Orgel der Kirche Beata Mariae Virginis in Hornburg, MITRA DIGITAL, 1993, CD 16258
  • J. G. Rheinberger – J. S. Bach. Heidrun Bauer und Gunther Martin Göttsche: Ein Konzert für Sopran und Orgel an der Furtwängler-Orgel (1848) der Matthäuskirche zu Bredelem, AV-Studio Helmut Buchholz, 1997
  • Uwe Karsten Groß spielt Orgelwerke von Gunther Martin Göttsche, SINNTAL RECORDS (Eigenverlag), CD 1: 2003, CD 2: 2009
  • Schlüchterner Chorbuch, Gesamteinspielung mit dem Chor der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern, Januar 2006
  • Der Nord-Süddeutsche Kammerchor, Gesamteinspielung des Heftes "Weihnachts-Singen" (Möseler-Verlag), Schlüchtern 2003
  • Orgelkonzert in der Reriker Kirche – Gunther Martin Göttsche spielt Orgelwerke von Bach und Buxtehude, Herausgeber: Ev. Kirchengemeinde Rerik, 2007
  • Die Schuke-Orgel der Erlöserkirche Jerusalem – Gunther Martin Göttsche spielt Orgelmusik aus vier Jahrhunderten (Buxtehude, Bach, Mendelssohn, Franck, Zimmermann, Göttsche). ANTES EDITION BM319297

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laudes Organi – Orgeln, Orgelbauer und Organisten im Heiligen Land, in: "Im Lande des Herrn", Franziskanische Zeitschrift für das Heilige Land, Nr. 4, München 2019
  • Eine der schönsten Melodien des Gesangbuchs.Johann Matthäus Meyfart (1590-1642) und sein Kirchenlied "Jerusalem, du hochgebaute Stadt", in: "JERUSALEM – Gemeindebrief/Stiftungsjournal der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem" (im Folgenden „Stiftungsjournal Jerusalem“), 4/2017
  • Gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd. Wissens- und Wünschenswertes zu Martin Luthers Liedern, in: "Stiftungsjournal Jerusalem" 2/2017
  • Von Bankiers, Baumitteln und einem berühmten Bindestrich: Über die Bedeutung der Mendelssohn-Gedenktafel in der Himmelfahrtkirche Jerusalem, in: "Stiftungsjournal Jerusalem" 1/2017
  • Eine Fuge von Bach. Der Schriftsteller Karl May an der Orgel der Erlöserkirche Jerusalem, in: "Stiftungsjournal Jerusalem 1/2016"
  • Mehr als nur ein Vorspann: Die Steinigung des Stefanus in Mendelssohns "Paulus", in: "Stiftungsjournal Jerusalem" 1/2016
  • Vater Abraham, erbarm dich mein. Der Stammvater des Glaubens in der klassischen Kirchenmusik, in: "Stiftungsjournal Jerusalem" 2/2015
  • Fünf Jahre als Kantor in Jerusalem, in: “FORUM KIRCHENMUSIK” 6/2014, Strube Verlag München-Berlin
  • Die Dorfkirche in Russow/Mecklenburg – Ein Beitrag zu ihrer Geschichte und Ausstattung (2012), hrsg. in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Rerik/Mecklenburg sowie dem Förderverein "Dorfkirche Russow", im Eigenverlag des Autors
  • Kirchenmusik im Kloster Schlüchtern – Eine Chronik zum 40-jährigen Jubiläum der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern, in: QUINTETT – Kirchenmusikalische Nachrichten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Nr. 17, Oktober 2010
  • Germanys next Top-Kantor/in. Hauptberufliche Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen im kirchlichen und gesellschaftlichen Spannungsfeld des 21.Jahrhunderts, in: FORUM KIRCHENMUSIK 3/2010, Strube-Verlag München-Berlin (Erstveröffentlichung in "HfK aktuell -Zeitschrift der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, 4/2009)
  • Die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer – oder: der Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Orgelunterricht., in: Forum Kirchenmusik 2009 Nr. 3
  • Chormusikrepertoire und Programmgestaltung, in: “BASISWISSEN KIRCHENMUSIK”, Bd. 2, Carus-Verlag-Stuttgart 2009, sowie 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart 2020
  • Bekenntnisse eines Notenliebhabers, in: “FORUM KIRCHENMUSIK” 6/2004, Strube Verlag München-Berlin
  • Noten schreiben mit dem Computer. Notensatzprogramme in der kirchenmusikalischen Praxis, in: “MUSIK UND KIRCHE” 4/1999, Bärenreiter-Verlag Kassel
  • Wen du nicht verlässest, Genius. Leben und Werk des Lübecker Malers Leopold Thieme, Eigenverlag, Sinntal 2005

Herausgebertätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jazz Inspirations for Organ, Bärenreiter-Verlag Kassel, herausgegeben von Uwe Karsten Groß und Gunther Martin Göttsche
    • Bd. I: 2003, BA 8440
    • Bd. II: 2006, BA 9203
    • Bd. III: 2007, BA 9260
    • Bd IV: 2017, BA 11210
  • Orgelmusik für Trauerfeiern – The Organ Funeral Album, Bärenreiter-Verlag Kassel, herausgegeben von Gunther Martin Göttsche und Uwe Karsten Groß, 2005, BA 9207
  • Carl Heinrich Georg Davin (1823-1884): 25 leichte Choralvorspiele aus op. 9, pro-organo-Verlag Leutkirch, P.O. 1074, 2004
  • Joseph Rheinberger (1839-1901): Sechs religiöse Gesänge für Singstimme und Orgel op. 157, für hohe Stimme eingerichtet von Gunther Martin Göttsche, Ostinato-Verlag Salzgitter os 71.201, 2002
  • Karl Ludwig Voss: Lebens Zeit. 20 Geistliche Lieder, Landesverband Evangelische Kirchenchöre von Kurhessen-Waldeck, herausgegeben 2009 von Gunther Martin Göttsche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. G. M. Göttsche: „Wen du nicht verlässest, Genius…“, Leben und Werk des Lübecker Malers Leopold Thieme (1880–1963). Eigenverlag, Sinntal 2005, S. 58, 62.
  2. Gunther Martin Göttsche: Gunther Martin Göttsche – Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Hrsg.: in: DER KIRCHENMUSIKER. Nr. 1/89, 1989, S. 31.
  3. Walter Dörr: Gunther Martin Göttsche – neuer Leiter der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte. Hrsg.: in: KASSELER SONNTAGSBLATT. Ausgabe Sprengel. Hanau 1. März 1992.
  4. Gunther Martin Göttsche: Gunther Martin Göttsche – Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Hrsg.: in: DER KIRCHENMUSIKER. Nr. 1/89, 1989, S. 31.
  5. Komponistenlexikon des Deutschen Komponisten-Verbandes: Gunther Martin Göttsche. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  6. Gunther Martin Göttsche: Gunther Martin Göttsche – Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Hrsg.: in: DER KIRCHENMUSIKER. Nr. 1/89, 1989, S. 31.
  7. Deutscher Musikrat: Referate/Informationen. Heft 42, September 1979, S. 52–53.
  8. Oratorienvereinigung Aalen. 50 Jahre urbane Musikkultur, Aalener Jahrbuch 1994, hrsg. vom Geschichts- und Altertumsverein Aalen e. V. (Hrsg.): 1985 – 1987 Gunter (sic) Martin Göttsche. Konrad Theiss Verlag Aalen und Stuttgart, 1994, S. 274.
  9. G. M. Göttsche: Gunther Martin Göttsche – Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Hrsg.: in: DER KIRCHENMUSIKER. Nr. 1/89, 1989, S. 31 ff.
  10. Walter Dörr: Gunther Martin Göttsche – neuer Leiter der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte. Hrsg.: in: KASSELER SONNTAGSBLATT. Ausgabe Sprengel Hanau. Hanau 1. März 1992.
  11. Karin Dannenmaier: Gunther M. Göttsche verlässt Schlüchtern. Hrsg.: in: KirchenTöne. Evangelischer Gemeindebrief Elm-Herolz-Klosterhöfe-Niederzell-Schlüchtern. Nr. 93. Schlüchtern Dezember 2012.
  12. Karin Dannenmaier: Gunther M. Göttsche verlässt Schlüchtern. Hrsg.: in: KirchenTöne. Evangelischer Gemeindebrief Elm-Herolz-Klosterhöfe-Niederzell-Schlüchtern. Nr. 93. Schlüchtern Dezember 2012.
  13. Walter Dörr: Gunther Martin Göttsche – neuer Leiter der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte. Hrsg.: in: KASSELER SONNTAGSBLATT. Ausgabe Sprengel Hanau. Hanau 1. März 1992.
  14. Ehrungen durch Bischof Dr. Martin Hein: KMD Gunther Martin Göttsche wurde in seinem Verabschiedungsgottesdienst am 27. Januar 2013 in der Stadtkirche St. Michael in Schlüchtern mit der Heinrich-Schütz-Medaille ausgezeichnet. In: Landeskirchenmusikdirektor der Ev. Kirche von Kurhessen Waldeck (Hrsg.): n: Quintett (Kirchenmusikalische Mitteilungen aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck). Nr. 21. Schlüchtern Dezember 2013.
  15. Die Zeit nach 1992. In: Landeskirchenmusikdirektor der Ev. Kirche von Kurhessen Waldeck (Hrsg.): aus „Kirchenmusik im Kloster Schlüchtern“ in: Quintett (Kirchenmusikalische Mitteilungen aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck). Nr. 17, Oktober 2010, S. 21 ff.
  16. Propst Wolfgang Schmidt: Jerusalem, Geschichte einer Gemeinde. AphorismA Verlag, Berlin 2015, S. 355 f.
  17. Heike Knauff-Oliver: Jerusalem in Töne gefasst – Gunther Martin Göttsche war fünf Jahre für die Musik in der Jerusalemer Erlöserkirche zuständig. Hrsg.: In: KASSELER SONNTAGSBLATT. 25. März 2018, S. 10 f.
  18. Gunther Martin Göttsche: Werkverzeichnis. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  19. Christian Finke: Komponistenporträt. Gemeindenah und praxisorientiert: Gunther Martin Göttsche. In: MUSIK UND KIRCHE. Nr. 3, Mai 2020, S. 186 f.
  20. Christian Finke: Komponistenporträt. Gemeindenah und praxisorientiert: Gunther Martin Göttsche. In: MUSIK UND KIRCHE. Nr. 3, Mai 2020, S. 186.