Gustav Maximilian von Croÿ

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Kardinal Gustav Maximilian von Croÿ, Erzbischof von Rouen (* 1773; † 1844)
Wappen des Kardinals von Croÿ

Gustav Maximilian Justus von Croÿ (französisch Gustave-Maximilien-Juste de Croÿ-Solre; * 12. September 1773 im Schloss Eremitage bei Cambrai; † 1. Januar 1844 in Rouen) war Kardinal und Erzbischof von Rouen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entstammte der hochadeligen Familie Croÿ und war der fünfte Sohn von Emmanuel Herzog von Croÿ und dessen Gemahlin Auguste Friederike zu Salm-Kyrburg.

Bereits 1789 wurde er zum Domherrn im Bistum Straßburg ernannt, floh aber wegen der Französischen Revolution nach Österreich. Am 3. November 1797 empfing er in Wien die Priesterweihe. Am 23. August 1819 wurde er zum Bischof von Straßburg gewählt, am 9. Januar 1820 spendete ihm in der Kirche St-Sulpice de Paris der Erzbischof von Reims Jean-Charles de Coucy die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Jules de Clermont-Tonnerre, ehemaliger Bischof von Châlons, und Jean-Baptist-Marie-Anne-Antoine de Latil, Bischof von Chartres. Von 1821 bis 1830 wurde ihm die Funktion des Großkaplans von Frankreich übertragen, einem der renommiertesten Ämter am königlichen Hof, der die religiöse Seite des Hoflebens beaufsichtigte. 1822 wurde er zum Pair von Frankreich ernannt und wechselte 1823 auf den Stuhl des Erzbischofs von Rouen.

Im Konsistorium vom 21. März 1825 wurde er zum Kardinalpriester ernannt und erhielt am 21. Mai 1829 die Titelkirche Santa Sabina. Er nahm an den Konklaven von 1829 sowie von 1830–1831 teil.

Nach seinem Tod wurde er in der Kathedrale von Rouen beigesetzt.

Apostolische Sukzession[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Apostolische Sukzession von Kardinal Croy ist bis Kardinal Scipione Rebiba dokumentiert:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Johann Peter Saurine Bischof von Straßburg
1819–1823
Claudius Maria Paul Tharin
François de Pierre de Bernis Erzbischof von Rouen
1823–1844
Louis Blanquart de Bailleul