Gut Calmuth

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Das Gut Calmuth ist ein im Calmuth-Tal zwischen Remagen und Oberwinter gelegenes Schloss.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1895 erwarb der Geheime Kommerzienrat und vermögende Kölner Industrielle Max(imilian) von Guilleaume (1866–1932; Mitinhaber des Carlswerks) das landwirtschaftliche Anwesen im Calmuthtal, das einst Klosterhof der Benediktiner-Propstei Apollinarisberg Remagen gewesen war.[1] Bescheiden nahm sich damals das Haus in der Idylle aus, Guilleaume ließ es bis 1911 nach Entwürfen von Otto March aufwändig um- und ausbauen. Ein repräsentatives Landhaus entstand, genannt Schloss Calmuth. Die Erben verkauften das Gebäude im Jahr 1934 an die Reichsjugendführung, deren Mitglieder es auch für die Hitlerjugend nutzten.

Von 1946 bis 1996 war das Gut der Sitz der Internationale Film-Union GmbH Remagen.

Im Dezember 2008 kaufte der Bonner Solarunternehmer Frank Asbeck das Anwesen.[2] Asbeck, ein passionierter Jäger, will das Gebäude zu einem Forsthaus ausbauen und in den Wäldern ringsum zur Jagd gehen. Da er auch Forstwirtschaft betreiben wolle, sei ihm daran gelegen, über die 20 Hektar der ehemaligen Film-Union hinaus weitere Waldflächen zu erwerben, schrieb die Rhein-Zeitung am 16. Dezember. Nachdem mit einem privaten Waldbesitzer bereits ein Kaufvertrag über 100 Hektar geschlossen wurde, habe Asbeck auch bei der Stadtverwaltung Remagen angefragt. Von der Stadt wolle er weitere 100 Hektar Wald am Scheidskopf erwerben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Guilleaumes ließen drei Schlösser bauen General Anzeiger, Bonn vom 16.Dezember 2008 (Aufruf 11. September 2017)
  2. Frank Asbeck hat Gelände der Internationalen Film Union in Remagen gekauft General Anzeiger, Bonn (abgerufen am 26. Juli 2010)

Koordinaten: 50° 35′ 5″ N, 7° 11′ 38″ O