HMS Duke of York (17)

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Duke of York
HMS Duke of York during an Arctic convoy.jpg
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Schlachtschiff
Klasse King-George-V-Klasse
Bauwerft John Brown & Company, Clydebank
Kiellegung 5. Mai 1937
Stapellauf 28. Februar 1940
Indienststellung 20. August 1941
Verbleib 1957 verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
227,09 m (Lüa)
225,55 m (KWL)
213,36 m (Lpp)
Breite 31,44 m
Tiefgang max. 10,5 m
Verdrängung Standard: 38.000 tn.l.
Maximal: 44.790 tn.l.
 
Besatzung 1314–1631 Mann
Maschinenanlage
Maschine 8 Admirality-Dampfkessel
4 Parsons-Turbinen
Maschinen-
leistung
110.000 PS (80.905 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
28,5 kn (53 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

Hauptbewaffnung:

  • 2 × 4 36-cm-L/45 BL 14 inch Mk VII
  • 1 × 2 36-cm-L/45 BL 14 inch Mk VII

Mittel- und Flugabwehrartillerie ab 1942:

Panzerung
  • Gürtel: 114–381 mm
  • Hauptdeck: 127–152 mm
  • Batteriedeck: 63–127 mm
  • Türme: 152–330 mm
  • Barbetten: 280–330 mm

Die HMS Duke of York, (17), war ein britisches Schlachtschiff der King-George-V-Klasse. Sie war das dritte Schiff dieser Klasse, wurde am 4. November 1941 in Dienst gestellt und war an mehreren Unternehmungen während des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Sie wurde 1949 außer Dienst gestellt und 1957 verschrottet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf ihrer Erprobungsfahrt im Dezember 1941 brachte sie Premierminister Winston Churchill zu einer Konferenz mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Sie erreichte Annapolis am 22. Dezember 1941.

Im März 1942 begleitete sie den Nordmeergeleitzug PQ-12 in Richtung Sowjetunion. Sie hatte die Aufgabe, das in Nordnorwegen liegende deutsche Schlachtschiff Tirpitz abzufangen, falls es den Konvoi angreifen würde. Die Tirpitz verließ am 6. März 1942 ihren Liegeplatz und ging in See. Es kam jedoch zu keiner Konfrontation, da alle deutschen Großkampfschiffe Anweisung hatten, Gefechte mit ebenbürtigen Gegnern zu vermeiden.

Im späten Dezember 1943 war die Duke of York Teil der Home Fleet und sicherte Konvois zwischen Großbritannien und der Sowjetunion. Starke britische Kräfte wurden durch die deutschen Überwassereinheiten als Fleet-in-being gebunden, die eine ständige Bedrohung darstellten. Eine dieser Einheiten war die Scharnhorst. Während der Passage des Konvois JW-55B verließ die Scharnhorst ihren Stützpunkt, um JW-55B anzugreifen. Im folgenden Seegefecht vor dem Nordkap am 26. Dezember 1943 erzielte die Duke of York einen Treffer im Kesselraum der Scharnhorst, der ihr ein Entkommen unmöglich machte und schließlich zur Versenkung der Scharnhorst 100 km nördlich des Nordkaps führte. Nach dem Untergang der Scharnhorst und dem Rückzug der meisten schweren Schiffseinheiten der Kriegsmarine aus Norwegen war es nicht mehr länger notwendig, schwere Einheiten der Royal Navy in den britischen Gewässern zu stationieren.

Nach einer Modernisierung in Liverpool während des Jahres 1944, die auch Verbesserungen der Flak beinhaltete, wurde die Duke of York der britischen Pazifikflotte zugeteilt, mit der sie an der Schlacht um Okinawa teilnahm. Das Schiff war für die eigenen Flugzeugträger als Luftabwehrschutz gegen japanische Angriffe im Einsatz und beschoss bei verschiedenen Einsätzen japanische Stellungen. Als Japan kapitulierte, war es das Flaggschiff der Pazifikflotte.

Nach dem Krieg war die Duke of York noch bis 1949 im Einsatz, bevor sie im Jahr 1957 in Faslane verschrottet wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William H. Garzke Jr., Robert O. Dulin Jr.: British, Soviet, French, and Dutch Battleships of World War II. Jane’s Publishing Company Ltd., London 1980, ISBN 0-7106-0078-X, S. 167–255 (englisch).
  • Robert Gardiner (Hrsg.): Conway’s All the World’s Fighting Ships 1922–1946. Conway Maritime Press Ltd, London 1980, ISBN 0-85177-146-7, S. 15 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: HMS Duke of York (17) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien