HTL Pinkafeld

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Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Pinkafeld (HTL Pinkafeld)
Logo HTL Pinkafeld.svg
Schulform Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (mit Internat)
Gründung 1967
Ort Pinkafeld
Bundesland Burgenland
Staat Österreich
Koordinaten 47° 21′ 55″ N, 16° 7′ 19″ OKoordinaten: 47° 21′ 55″ N, 16° 7′ 19″ O
Träger Bundesschule (Skz. 109447)
Schüler etwa 1400
Leitung Wilfried Lercher
Website www.htlpinkafeld.at
Eingangsbereich der HTBL Pinkafeld
Innenbereich der HTBL Pinkafeld

Die HTL Pinkafeld (Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt) ist eine österreichische Berufsbildende Höhere Schule mit Sitz im burgenländischen Pinkafeld. Sie beinhaltet vier Studien-Abteilungen der Ingenieurs-Fachrichtungen Bautechnik, Elektronik, Gebäudetechnik und Elektronische Datenverarbeitung.

Ein Internat für die Schule mit großem Einzugsbereich in einem verkehrsinfrastrukturschwachen Raum ist angeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Landnahme des Burgenlandes von Ungarn zu Österreich 1921, verlor das Burgenland mit Sopron/Ödenburg, das bei Ungarn verblieb, den Hauptstandort der höheren Bildung. Bis in die späten 1950er Jahre gab es für die Bevölkerung des östlichen Teils von Österreich nur die Allgemeinbildenden Höheren Schulen in Eisenstadt, Mattersburg und Oberschützen, aber keine Berufsbildenden Höheren Schulen.

Am 13. Juli 1958 bildete sich ein Komitee, das die Errichtung einer Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) mit Sitz in Pinkafeld vorantreiben sollte.[1] 1964 genehmigte der Bund schließlich den Bau einer HTL, wobei zuerst eine Maschinenbauabteilung und anschließend eine Elektronikabteilung eingerichtet werden sollte. Am 3. September 1967 begann der Schulbetrieb mit 147 Schülern.[2]

Ab dem Schuljahr 1975/76 wurde auch eine Abteilung für Bautechnik ins Leben gerufen.[1] Währenddessen war der damalige Direktor Oskar Dlabik mit der Fertigstellung des Gebäudes, der Erarbeitung der Lehrpläne und der Gründung eines Internats beschäftigt.

Von 147 Schülern im Jahr 1967 stieg die Schülerzahl kontinuierlich an, bis sie im Schuljahr 1981/82 mit 1067 Schülern den vorübergehenden Höchststand erreichte.[3]

Durch den IT-Boom in den frühen 1990er Jahren fasste man den Entschluss, eine EDV-Abteilung zu gründen, die im Schuljahr 1991/92 ihren Dienst aufnahm.

Im Jahr 2006 wurde die HTL um die Versuchsanstalten für Gebäudetechnik, Automatisation, Umwelt- und Sicherheitstechnik erweitert, sodass aus der HTL eine HTLuVA wurde.[4]

Ilse Fiala-Thier, unter deren Leitung ein Schülerhöchststand von mehr als 1400 Schülerinnen und Schülern erreicht werden konnte, ging Ende 2015 in den Ruhestand. Maßgeblich zur Erreichung dieser Schülerzahl hatte die Errichtung der Abendschule, zuerst in der Abteilung für Informatik, danach für Gebäudeausrüstung, ab dem Schuljahr 2009/10 beigetragen. Anfang 2016 wurde der ehemalige Abteilungsvorstand der Informatik-Abteilung, Wilfried Lercher, mit der Führung der Schule betraut.[5]

Am 23. Juni 2017 feierte die Schule ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum. Im Eingangsbereich wurde dazu ein "Walk of Education" aufgebaut, während der eigentliche Festakt unter Beisein von Landeshauptmann Hans Niessl im Turnsaal des angeschlossenen Internates stattfand. Zu diesem Anlass erschien auch eine Sonderbriefmarke, welche Direktor Wilfried Lercher im Zuge der Feierlichkeiten übergeben wurde.

Schulformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bautechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauabteilung wurde im Jahr 1975 gegründet, da es damals zu einer starken Nachfrage von ausgebildeten Bautechnikern kam. 1978 wurde zusätzlich eine vierjährige Fachschule eingerichtet. 1995 wurde die Ausbildungsschiene Hochbau eingefügt. 2000 wurde in der Bauabteilung die erste Laptopklasse im Burgenland eingerichtet.

Informatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhere Lehranstalt für Informatik, 5-jährig mit Matura
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Informatik (2-semestriges Vorkolleg und 6-semestriges IT-Kolleg)

Die HLA für Informatik (bis 2010 EDVO) wurde im Jahr 1991/92 gegründet. Wegen der vielen Anmeldungen wurde statt mit einer einzigen ersten Klasse gleich mit zwei Parallelklassen gestartet. Die jüngste Abteilung der HTL verzeichnete bereits in den ersten Jahren einen hohen Mädchenanteil. Seit dem Schuljahr 2006/07 legt man hier eine besondere Aufmerksamkeit auf die sprachliche Ausbildung der Schüler. Einige Fächer werden teilweise auf Englisch unterrichtet. Außerdem gibt es bilinguale Klassen, die fast alle Fächer auf Deutsch und Englisch unterrichtet bekommen. Seit dem Schuljahr 2009/10 gibt es außerdem ein IT-Kolleg für Berufstätige.

Abteilung für Elektro- und Computerleittechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abteilung für Elektro- und Computerleittechnik, 5-jährig mit Matura
    • Höhere Lehranstalt für Elektronik, I. und II. Jahrgang
    • Höhere Lehranstalt für Elektronik, Ausbildungsschwerpunkt Computer- und Leittechnik, (Schulversuch gemäß § 7 SchOG)

Nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Hauptaugenmerk der Sicherung der Energieversorgung, besonders dem Bau von Kraftwerken und der Elektrifizierung. Daher wurde eine HLA für Elektrotechnik als zweite Abteilung gegründet. Da der Computer immer eine immer wichtiger werdende Rolle spielte, entschloss man sich, von der Elektrotechnik zur Elektronik mit den Schwerpunkten Computer- und Leittechnik zu wechseln. Seit 1997/98 wird an der HLA Elektronik auch bilingual unterrichtet.

Abteilung und Fachschule für Gebäudeausrüstung, Kolleg für Facility Management[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Abteilung wurde vor allem dadurch bekannt, dass sie lange Zeit die einzige Maschinenbauabteilung in Österreich war. Seit 2004 kann außerdem ein Kolleg für Facilitymanagement besucht werden. Seit 2006 gibt es eine Fachschule für Maschinenbau, Installation und Ökoenergie.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967–1982 Oskar Dlabik
  • 1983–2002 Norbert Ringhofer
  • 2003–2015 Ilse Fiala-Thier
  • seit 2016 Wilfried Lercher

Lehrpersonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: HTBLuVA Pinkafeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 1967-1992 25 Jahre Höhere Bundeslehranstalt Pinkafeld, Festschrift, Seite 13
  2. 1967-2007 40 Jahre HTL Pinkafeld, Festschrift, Seite 14
  3. 1967-2007 40 Jahre HTL Pinkafeld, Festschrift, Seite 15
  4. HTBL mit eigener Versuchsanstalt (PDF; 115 kB) in Heizung-Lüftung-Klimatechnik 3/2007, abgerufen am 17. September 2009
  5. Wilfried Lercher übernimmt Leitung der HTL Pinkafeld, Webseite www.meinbezirk.at, abgerufen am 9. Januar 2016