Hangen-Wahlheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hangen-Wahlheim
Ortsgemeinde Alsheim
Koordinaten: 49° 46′ 50″ N, 8° 20′ 5″ O
Höhe: 140 m ü. NN
Postleitzahl: 67577
Vorwahl: 06249
Hangen-Wahlheim (Rheinland-Pfalz)
Hangen-Wahlheim

Lage von Hangen-Wahlheim in Rheinland-Pfalz

Hangen-Wahlheim ist ein Weiler, der heute zu Alsheim, einer Ortsgemeinde im rheinhessischen Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz, gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler liegt versteckt inmitten der Weinberge auf halber Höhe der Rheinterrasse (140 m über Null) zwischen Alsheim und Guntersblum. Es handelt sich um ein Straßendorf - die Hauptstraße endet im Weinberg auf dem Weg zu dem denkmalgeschützten Wasserbehälter. Ein Nebenweg führt zu zwei weiteren Häusern und dem von der Zufahrt nicht sichtbaren Wahrzeichen des Ortes, der Kirchenruine Maria-Magdalena.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Hangen-Wahlheim (zeitweise war die Schreibweise Hangenwahlheim) wurde erstmals 768 als „Walaheimberge“ in einer Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Es war bis zum 25. Mai 1800 unabhängig. Ab dem Zeitpunkt wurde es unter französischer Besetzung von der Mairie Alsheim im Kanton Bechtheim, der Teil des Departements Donnersberg war, verwaltet. Hangen-Wahlheim war aber noch mit eigenen Verwaltungsbefugnissen versehen. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen dem Großherzogtum Hessen, Kaisertum Österreich und dem Königreich Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region und damit auch der Weiler zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Worms, zu dem er bis zur Gründung des Kreises Alzey-Worms 1969 gehörte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Kirche St. Maria-Magdalena Hangen-Wahlheim
Lage
13. Jahrhundert Kirchenruine, Reste eines spätgotisch überformten Saalbaus des 13. Jahrhunderts; auf dem Kirchhof Grabkreuze, frühes 18. Jahrhundert. Die Pfarrkirche wurde 1496 erwähnt. Umfassungsmauern, Türen und Maßwerkfenster eines kleinen Saalbaues mit dreiseitig gebrochener Chornische und westlichem Giebelreiter.[1] Kirche St. Maria-Magdalena
Wasserbehälter Hangen-Wahlheim, Gewann An der Kühhohl
Lage
um 1905 neuklassizistisch gefärbter Jugendstiltypenbau Wasserbehälter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dehio-Handbuch Rheinland-Pfalz, 1972, S. 8