Alsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Alsheim
Alsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Alsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 8° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Eich
Höhe: 89 m ü. NHN
Fläche: 15,54 km2
Einwohner: 2675 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67577
Vorwahl: 06249
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 002
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 26
67575 Eich
Webpräsenz: www.alsheim.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Hoffmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Alsheim im Landkreis Alzey-Worms
Gimbsheim Hamm am Rhein Eich (Rheinhessen) Alsheim Mettenheim Osthofen Bechtheim Dittelsheim-Heßloch Frettenheim Westhofen Monzernheim Gundheim Bermersheim Gundersheim Hangen-Weisheim Hochborn Offstein Hohen-Sülzen Monsheim Wachenheim (Pfrimm) Mölsheim Flörsheim-Dalsheim Mörstadt Wendelsheim Stein-Bockenheim Wonsheim Wonsheim Siefersheim Wöllstein Gau-Bickelheim Gumbsheim Eckelsheim Gau-Weinheim Vendersheim Wallertheim Partenheim Saulheim Udenheim Schornsheim Gabsheim Wörrstadt Sulzheim (Rheinhessen) Spiesheim Ensheim Armsheim Flonheim Erbes-Büdesheim Nack Nieder-Wiesen Bechenheim Offenheim Bornheim (Rheinhessen) Lonsheim Bermersheim vor der Höhe Albig Biebelnheim Bechtolsheim Gau-Odernheim Framersheim Gau-Heppenheim Alzey Ober-Flörsheim Flomborn Eppelsheim Dintesheim Esselborn Mauchenheim Freimersheim (Rheinhessen) Wahlheim Kettenheim Hessen Mainz Landkreis Mainz-Bingen Worms Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach DonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild
Das Alsheimer Rathaus

Alsheim ist eine Ortsgemeinde in Rheinhessen im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Eich an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsheimer Ortseinfahrt von Mettenheim kommend

Das Dorf mit dem Weiler Hangen-Wahlheim liegt inmitten von Weinbergen am Fuß der rheinhessischen Rheinterrassen zwischen Mainz und Worms. Begünstigt durch die zentrale Lage zwischen den Ballungsgebieten Rhein-Main und Rhein-Neckar, hat sich Alsheim seit langem zu einer ausgesprochenen Wohngemeinde entwickelt. Neue Baugebiete werden diesen Trend weiter verstärken. Dennoch prägt der Weinbau weiterhin den Charakter des Dorfes. Mit über 700 ha Reben ist Alsheim einer der bedeutendsten Weinbauorte Rheinhessens, des größten deutschen Weinbaugebietes. Die Weine, ganz überwiegend aus traditionellen weißen und roten Rebsorten sind weithin bekannt für ihre Qualität. Wanderwege und ein Weinlehrpfad mit Blick in die Rheinebene erschließen zusammen mit Radwegen die Landschaft. Es gibt mehrere Gasthöfe und Winzerhöfe. Der Ort verfügt über gute Bahn- und Straßenverbindungen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

761 wurde Alsheim erstmals urkundlich in einem Schriftstück des Klosters Lorsch erwähnt (Alahesheim = Zu Hause des Alah). Der Ort war wohl schon früher besiedelt, bei Ausgrabungen im Hahlweg fand man unter anderem eine angelsächsische Münze aus dem 7. Jahrhundert mit der Bezeichnung „HALASEMIA“ - wohl die latinisierte Form von Alahesheim. Es gab offenbar schon im siebten Jahrhundert in Alsheim eine Münzprägestätte, was auf einen prosperierenden und länger bestehenden Ort hinweist. Münzprägestätten hatten in der Zeit nur Städte wie Mainz, Trier und Worms. Mit der Münze ist Alsheim die am frühesten schriftlich benannte ländliche Siedlung in Rheinhessen.

Auf dem Gebiet des heutigen Alsheim bestanden zwei frühmittelalterliche Königshöfe, die im Laufe des 12. bis 13. Jahrhunderts zusammenwuchsen. Dies erklärt, dass beide Kirchen im Ort aus der Zeit vor der Reformation stammen.

Die Alsheimer waren im Mittelalter sehr unterschiedlichen Herrschaften zugeordnet. Die Patronatsinhaber der Kirchen waren das Bistum Worms und das Erzbistum Mainz, die Ortsherrschaft und die Ausübung des Gerichts lag bei den Grafen von Leiningen. 1467 erwarb Pfalzgraf Friedrich I. von ihnen die Hälfte der Herrschaft, von 1532 bis ins 18. Jahrhundert erlangte die Kurpfalz die Landesherrschaft. Alsheim war Teil des zum kurpfälzischen Oberamt Alzey. 1797 geriet Alsheim unter französische Verwaltung. Während der sogenannten Franzosenzeit war der Ort Sitz einer Mairie im Kanton Bechtheim, der Teil des Departements Donnersberg war. Zur Mairie Alsheim gehörte auch Hangenwahlheim. Beim Wiener Kongress wurde es dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt zugeordnet. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region und damit auch die Gemeinde Alsheim zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Worms, zu dem er bis 1969 gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Alsheim zur französischen Besatzungszone und wurde so 1946 zum Teil von Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Alsheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl im Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU Muth GLA Gesamt
2014 3 9 5 3 20 Sitze
  • GLA = Grüne Liste Altrhein e.V.

Bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009 trat keine Wählergruppe mit grüner Politik an. Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat nach den Kommunalwahlen 2009:[3]

Wahl SPD CDU Muth Gesamt
2009 5 9 6 20 Sitze

Nach den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2004 setzte sich der Ortsgemeinderat aus folgenden Ratsmitgliedern zusammen:[4]

Wahl SPD CDU WG 1 WG 2 Gesamt
2004 5 7 6 2 20 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Hoffmann wurde 2014 im Amt bestätigt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Alsheimer Wappen befinden sich zwei gekreuzte goldene Bischofsstäbe mit weißer Schärpe auf rotem Grund.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Französische Partnergemeinde: Pesmes
  • Deutsche Partnergemeinde: Nossen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohlwegeparadies[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hohlwegeparadies Alsheim ist ein 31 km langes Wanderwegesystem in einem von Deutschlands größtem Lössshohlwegebieten. Das Motto der Hohlwege ist “WEIN. WIND. STILLE.” Die zehn Wanderwege, die teilweise mit Informationstafeln zu Flora und Fauna versehen sind, führen durch verschiedene Hohlwege (insgesamt 11,5 km) und die Alsheimer Weinberge[6]. Die Hohlwege sind im Löss der Rheinterrasse durch Befahren mit Pferdefuhrwerken und landwirtschaftlichen Fahrzeugen entstanden. Die innere Struktur des Löss, die durch Sonneneinstrahlung „zementartige“ Strukturen ausbildet, wird durch die Wagenräder zerstört und kommt ins Rutschen. Es bleiben links und rechts Lösswände, die bei ausreichender Sonneneinstrahlung sehr hart werden bei zu starker Abdeckung durch Pflanzen instabil ist. Die Hohwege, die nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz als Biotope geschützt sind, bilden ökologisch wertvolle Lebensräume für viele auf der Rote Liste geführte Pflanzen und Tiere. Hierzu zählen beispielsweise die Steppenkirsche (Prunus fruticosa) oder der Elsässer Haarstrang (Peucedanum alsaticum), viele Wildbienenarten und der Ameisenlöwe.[7] Wichtige Wegbereiter des Hohlwegeparadieses waren Helmut Storf, Gerhard Kissel und Hans-Günter Kissinger.

Es werden regelmäßig Führungen durch das Hohlwegeparadies angeboten.

Heidenturmkirche mit verwunschenem Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Bonifatius in Alsheim

Eine von europaweit vier Heidenturmkirchen findet sich in Alsheim. Die evangelische Pfarrkirche St. Bonifatius in Alsheim wurde um 1200 als romanischer Saalbau erbaut und im 18. Jahrhundert barock überformt. Der Name Heidenturmkirche stammt von dem Westturm, der orientalisch anmutet. Seine Architektur führt zurück in die Zeit der Kreuzfahrer.[8] Weitere Heidenturmkirchen sind St. Paul in Worms, St. Viktor in Guntersblum und Allerheiligen in Dittelsheim-Heßloch.

Die Alsheimer St. Bonifatius Kirche ist von einem parkähnlichen Friedhofsgelände mit altem Baumbestand umgeben, dessen Grabsteine bis ins 19. Jahrhundert zurückführen. Er gilt als einer der verwunschesten Friedhöfe in Rheinhessen.[9]

Barockes Rathaus und Windbeidel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Alsheimer Rathaus wurde 1739 fertiggestellt, nachdem das Vorgängergebäude 1721 für baufällig erklärt und abgerissen wurde. Die Finanzierung des Barockgebäudes mit Krüppelwalmdach und Dachreiter (Turm mit Uhr) erfolgte durch den Verleih der Gemeindeweide. Das Gebäude ist unterteilt in ein Obergeschoss in Fachwerkbauart und ein Untergeschoss, welches aus massivem Sandstein besteht und verputzt ist. Über der Eingangstür befindet sich das Alsheimer Wappen. Es enthält zwei gekreuzte Bischofsstäbe mit silbernen Sudarien, welche Amts- und Würdezeichen der früheren Patronatsinhaber Mainz und Worms repräsentieren. Das Wappen ist wahrscheinlich aus einem Gerichtssiegel von 1501 entnommen. Aufgrund der eingravierten Jahreszahl „1606“ geht man davon aus, dass es aus dem Vorgängergebäude herausgenommen und im Neubau wieder eingefügt wurde. Nach seiner Fertigstellung diente das Gebäude der Ortsverwaltung, aber auch als Gericht.[10]

Der Alsheimer Windbeidel (Windbeutel), der regionale Duzname der Alsheimer, steht auf dem Rathausplatz gegenüber dem Rathaus. Er stammt von dem Bildhauer Christoph Kappesser. Mit dem Windbeidel wird weniger auf das schweizerische Gebäck als eher auf den Begriff der Windbeutelei angespielt.

Jüdischer Friedhof, Zeugnisse des jüdischen Lebens in Alsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1896 angelegte jüdische Friedhof war eine Einrichtung der Alsheimer jüdischen Gemeinde. Auf dem Alsheimer Friedhof sind auch Juden aus Mettenheim und Gimbsheim verstorbenen jüdischen Personen ihre letzte Ruhestätte. Die Friedhofsfläche umfasst 6,38 ar.[11]

Von 1529 bis 1940 lebte eine wechselnde Zahl Alsheimer jüdischen Bekenntnisses im Ort. 1550 wurden vier, 1722 drei, 1743 sechs, 1799 zwei jüdische Familien in Alsheim gezählt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 14 jüdische Einwohner, 1828 38, 1861 73, 1871 79, 1895 53, 1900 43, 1910 36.

Zur Bildung einer Kultusgemeinde kam es Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie schloss bis 1875 jüdische Gimbsheimer und Mettenheimer ein. Die jüdische Gemeinde war dem Rabbinatsbezirk Worms zugeteilt. An Einrichtungen unterhielt die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine Religionsschule (seit 1873 Israelitische Volksschule, die 1881 von 18 Kindern besucht wurde, darunter auch zwei christlichen Kindern), ein rituelles Bad und eben einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet fungierte. Prägend für das jüdische Gemeindeleben war in der gesamten zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Lehrer und Vorbeter Karl Marx (1824-1910). Er war mit einem vierstimmiger Synagogenchor weit über Alsheim hinaus bekannt. Marx spielte auch im Leben des gesamten Dorfes Alsheim über Jahrzehnte eine große Rolle: er hatte u.a. den "Sängerbund" gegründet (heute MGV Eintracht Alsheim) und war jahrzehntelang dessen Dirigent. In verschiedenen überregionalen Lehrervereinen war er im Vorstand (u.a. Ausschussmitglied des Allgemeinen Deutschen Lehrervereins Berlin).

Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde: Theodor Gabriel (geb. 13. Juni 1883 in Alsheim, vor 1914 in Gelnhausen wohnhaft, gef. 26. November 1917), Max Lutzki (geb. 4. September 1893 in Alsheim, vor 1914 in Würzburg wohnhaft, gef. 30. Juni 1915).

Um 1924 waren in der 25-Mitglieder starken Gemeinde die Vorsteher Jakob Otto David, Salomon Mayer und Eduard David. An jüdischen Vereinen waren damals noch aktiv: der Wohltätigkeitsverein (1924 unter Leitung von Alfred David mit acht Mitgliedern) und der Frauenwohltätigkeitsverein (1924 unter Leitung von Frau Isidor David mit neun Mitgliedern).

1933 wurden 35 jüdische Einwohner gezählt (drei Familien David, eine Familie Gabriel und je eine Familie Mayer, Oppenheimer, Schlösser, sowie der angesehene Arzt Dr. Wolff). Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Von den in Alsheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Jakob Otto David (1882), Johanna David geb. Sternberg (1873), Karoline Löb geb. Reiss (1862), Albert Mayer (1865), Moritz (Moses) Mayer (1884), Franziska Müller geb. Oppenheimer (1867), Albert Reiss (1874), Ida Schwab (1886), Regina (Recha) Vogel geb. Mayer (1884), Amalie Wolff geb. David (1875), Bernhard Wolff (1870), Blanka Zeilberger geb. Lutzky (1889).

Die Synagoge ist erhalten und wird als Wohnhaus genutzt. Auch das Schulgebäude steht noch. De Gebäude befinden sich in der Mittelgasse.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine barocke Kirche. Der dreiseitig geschlossene, sterngewölbte Chor der Kirche in Alsheim wurde 1517 von Velten Ritter erbaut und von Leonhard Stromer ausgemalt. Der Saalbau datiert von 1742. Der Hochaltar von 1763 stammt aus dem Wormser Andreasstift und ist mit einer Muttergottes (um 1460) versehen. Die Seitenaltäre (1742) zieren Gemälde von Konrad Seekatz. Die Orgel wurde 1764 von Johann Ignatius Seuffert aus Offenbach gebaut. mit spätbarockem Hochaltar, der aus der stammt. Auf diesem Altar findet sich eine Traubenmadonna mit Kind, die um 1460 entstanden ist.[12]

Weitere Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Alsheim

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bachstraße in der Nähe des Alsheimer Rathauses während des Rheinradelns
  • Rheinradeln im Mai auf der alten B 9, jetzt die K 40 und die L 439, zwischen Oppenheim und Worms-Herrnsheim. In Alsheim sind dabei einige Winzerhöfe, insbesondere an der Strecke in der Mainzer Straße/Bachstraße/Wormser Straße, für die Radler, Skater und Jogger geöffnet.
  • Alsheimer Kerb im September
  • Alsheimer Weinwandern am dritten Sonntag im September: Es wird 12 km durch die Alsheimer Weinberge gewandert, dabei wird gegessen und getrunken und Weintrauben probiert, danach wird in verschiedene Winzerhöfe eingekehrt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang nach
Rebfläche
(innerhalb
von RLP)
Bestockte
Rebfläche
Rebsorten
Weißwein Rotwein
ha  %
Logo von RheinhessenRheinhessen 26.490 69,1 30,9
Worms 3 1.541 62,0 38,0
Nierstein 6 783 75,6 24,4
Alzey 8 769 69,0 30,1
Westhofen 9 764 68,7 31,3
Alsheim 10 704 69,3 30,7
Bechtheim 11 660 71,4 28,6
Ingelheim am Rhein 12 646 47,8 52,2
Flörsheim-Dalsheim 13 635 65,0 35,0
Bingen am Rhein 15 590 73,2 26,8
Saulheim 16 516 74,7 25,3
Osthofen 20 464 67,8 22,2
Guntersblum 21 461 71,8 28,2
Dittelsheim-Heßloch 23 447 70,2 29,8
Stadecken-Elsheim 24 438 71,2 28,8
Quelle: Weinbau 2010. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Alsheim ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 704 Hektar bestockter Rebfläche, davon 69,3 Prozent Weißwein- und 30,7 Prozent Rotweinsorten, nach Worms (1.490 Hektar), Nierstein (783 Hektar), Alzey (769 Hektar) und Westhofen (764 Hektar) größte Weinbaugemeinde Rheinhessens und eine der größten im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz.

Eine landschaftliche Besonderheit hat Alsheim mit seinem großen System an Hohlwegen zu bieten. 11,5 km dieser durch die menschliche Nutzung über Jahrhunderte entstandenen Wege sind in der Gemarkung Alsheim noch vorhanden und laden zu Wanderungen und Spaziergängen ein. In den Sommermonaten werden Hohlwegeführungen angeboten und für Fotofreunde auch spezielle Fotoexkursionen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße: Alsheim liegt direkt an der Bundesstraße 9, an der Haupttangente Worms-Mainz. Binnen weniger Minuten sind auch die Autobahnen A6 3 an der Ausfahrt Biebelnheim bzw. A 61 an der Ausfahrt Worms / Mörstadt oder Gundersheim erreichbar.
  • Eisenbahn: Im Herzen von Alsheim befindet sich ein Bahnhof, an dem Züge des VRN und der DB die Reisenden von Alsheim aus auf direktem Weg nach Worms und Mainz befördern.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule am Sonnenberg
  • Kindertagesstätten
  • Musikschule
  • Fahrschule

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Braun (1848–1935), ehemaliger Alsheimer Bürgermeister, hessischer Landtagsabgeordneter
  • Ernst Jakob Wetzel (1887–1969), Winzer, Ökonomierat, ehemaliger Alsheimer Bürgermeister, rheinland-pfälzischer Landtagsabgeordneter
  • Ökonomierat Reinhard Muth, ehemaliger Alsheimer Bürgermeister, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes und Vizepräsident der Versammlung der Europäischen Weinbauregionen (AREV), Seniorchef des Weinguts Rappenhof

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.
  • Gunter Mahlerwein: Alsheim-Halasemia. Geschichte eines rheinhessischen Dorfes. Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Alsheim 1996.
  • Gunter Mahlerwein: Alsheim-Halasenmia. Geschichte eines rheinhessischen Dorfes. Band 2: Von der französischen Revolution bis heute. Alsheim 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2004, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/kommunalwahl-kreistag-alzey-worms-verbandsgemeinderat_14162103.htm
  6. Hohlwege | Verkehrsverein Alsheim/Rheinhessen e.V. In: www.verkehrsverein-alsheim.de. Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  7. Gerhard Kissel: Hohlwege Alsheim. Abgerufen am 26.10.2016 (deutsch).
  8. Alsheim. In: www.heidenturmkirchen.de. Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  9. Alsheim Friedhof. In: www.heidenturmkirchen.de. Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  10. Das Rathaus von Alsheim – regionalgeschichte.net. In: www.regionalgeschichte.net. Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  11. Der jüdische Friedhof in Alsheim (VG Eich, Landkreis Alzey-Worms). In: www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 26. Oktober 2016.
  12. Katholische Pfarrkirche Kirche Mariä Himmelfahrt in Alsheim - regionalgeschichte.net. In: www.regionalgeschichte.net. Abgerufen am 26. Oktober 2016.