Hanne Kulessa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hanne Kulessa 1985 ©Petra Kammann

Hanne Kulessa (* 3. Februar 1951 in Loxstedt; † 24. Juli 2022 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Autorin, Journalistin und Hörfunkmoderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lehre als Buchhändlerin schloss sich ein Studium der Germanistik und eine Verlagstätigkeit an. Seit 1982 war Hanne Kulessa freiberuflich tätig, worauf sie stolz war.

Seit 1985 arbeitete sie als Redakteurin und Moderatorin für das Kulturprogramm des Hörfunks beim Hessischen Rundfunk, hr2-kultur. Zu Anfang moderierte sie insbesondere die morgendliche Sendung Die Alternative – Kultur am Vormittag. In neuerer Zeit betreute sie das Hörbuchmagazin, in dem unter anderem die Hörbuchbestenliste monatlich vorgestellt wird. Außerdem führte sie bisweilen Interviews mit Autoren in der Sendung Doppelkopf. Sie gehörte dem Rateteam von Peter Härtlings Sendung Literatur im Kreuzverhör an. Kulessa verfasste auch Buchbesprechungen für den hr.

Hanne Kulessa hat seit 1998 über 100 Literaturveranstaltungen im Auftrag der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen konzipiert und moderiert. Die letzte öffentliche Veranstaltung mit Hanne Kulessa fand am 24. April 2022 im Holzhausenschlösschen in der Reihe „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“ über den Briefwechsel Grete Adornos und Walter Benjamins statt.

In der Jury der Deutschen Schillerstiftung von 1859 arbeitete Hanne Kulessa seit 2002 mit. Seit 2003 war sie zudem Dozentin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Eine besondere Liebe verband sie mit der ukrainischen Kultur- und Literaturszene. Im Februar 2014 organisierte sie für den Fachbereich Buch- und Medienpraxis Lesungen und eine Ausstellung „Bewegliche Territorien“[1] mit renommierten ukrainischen Autorinnen und Autoren, insbesondere mit Jurko Prochasko pflegte sie eine langjährige Freundschaft, im Herbst 2013 und 2014 besuchte sie als Repräsentantin der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung die Literaturveranstaltung Meridian Czernowitz.[2]

Kulessa veröffentlichte zahlreiche Anthologien, Erzählungen und Kinderbücher sowie zwei Romane, sie wirkte auch als Herausgeberin und publizierte auch in verschiedenen Literaturzeitschriften. Sie lebte in Frankfurt am Main.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autorin

Herausgeberin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Universität Frankfurt vom 4. Februar 2014
  2. Ihr Radiobeitrag „Wir verstehen Russisch, aber nicht Russland – Eine Reise in die Westukraine“ wurde in hr2-Kultur am 14. Dezember 2014 ausgestrahlt.