Hans Lutsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hans Lutsch (* 13. Februar 1854 in Naugard; † 24. Mai 1922 in Bad Nauheim) war ein deutscher Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Lutsch entstammte einer Pastorenfamilie. Nach dem Abitur am Collegium Groeningianum in Stargard studierte er an der Berliner Bauakademie. Während seines Studiums wurde er 1875/76 Mitglied der Akademischen Liedertafel Berlin im Sondershäuser Verband.[1] Nach seinem Studium wurde ihm ab 1880 die Renovierung der Kathedrale in Cammin übertragen. Im Auftrag der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde erstellte er einen Katalog der Baudenkmäler im Regierungsbezirk Stettin.

1884 bestand Lutsch die Prüfung zum Regierungsbaumeister. Er kam später nach Breslau, wo er die Kataloge der Baudenkmäler der Provinz Schlesien erstellte, für die Stadt Breslau (1886), den Regierungsbezirk Breslau (1889), den Regierungsbezirk Liegnitz (1891) sowie den Regierungsbezirk Oppeln (1894). 1891 wurde Lutsch zum Provinzialkonservator befördert. 1894 gehörte er zu den Mitbegründern der Breslauer Hallenschwimmbad AG.

1920 trat Lutsch in den Ruhestand. Er verfasste etwa 40 Bücher und Aufsätze über Denkmäler.

Sein Nachlass wurde als Depositum an das Staatsarchiv Stettin überwiesen. 1943 wurde der Bestand Lutsch wahrscheinlich nach Nippoglense bei Stolp ausgelagert. Heute befindet er sich wieder im Staatsarchiv Stettin.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mittelalterliche Backsteinbauten Mittelpommerns von der Peene bis zur Rega, Berlin 1885
  • Neuere Veröffentlichungen über das Bauernhaus in Deutschland, Österreich-Ungarn und in der Schweiz, Berlin 1897
  • Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien Bände I–VI, Berlin 1886–1903

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]