Berliner Bauakademie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berliner Bauakademie
Bauakademie von K. F. Schinkel, 1836,Foto von 1888

Bauakademie von K. F. Schinkel, 1836,
Foto von 1888

Daten
Ort Berlin-Mitte
Baujahr 1832–1836
Koordinaten 52° 30′ 58″ N, 13° 23′ 56″ OKoordinaten: 52° 30′ 58″ N, 13° 23′ 56″ O
Lage der Bauakademie

Berliner Bauakademie bzw. später Schinkelsche Bauakademie bezeichnet eine Lehranstalt des Bauwesens in Berlin, wie auch das Gebäude, in dem diese Ihren Sitz hatte. Als Hochschule zur Ausbildung von Baumeistern verbanden sich in ihr die Fragen nach Aufbau und Organisation der modernen Bauverwaltung mit der nach einer angemessenen Ausbildung des dazu nötigen Beamtenstamms. Die Akademie wurde am 18. März 1799 von König Friedrich Wilhelm III. gegründet und 1801 dem Oberbaudepartement als Abteilung ein- und räumlich angegliedert. Aus dem Zusammenschluss der Bauakademie mit der Berliner Gewerbeakademie ging am 1. April 1879 die Technische Hochschule Berlin hervor.

Lehranstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauakademie entstand aus der baulichen Fakultät der Berliner Akademie der Künste, die unter dem Kurfürsten Friedrich III. am 20. März 1699 – also fast einhundert Jahre zuvor – gegründet worden war. Der Lehrplan dieser Fakultät legte den Schwerpunkt auf die ästhetischen Elemente der Baukunst, technische Aspekte wurden kaum beachtet. Folgende Themen standen im Vordergrund:

  • der Begriff der Wissenschaft und ihre Einteilung,
  • Literatur der Baukunst,
  • zweckmäßige Einrichtung von Gebäuden unter Berücksichtigung der Eigentümlichkeiten des Landes und des Klimas,
  • Konstruktion der Gebäude hinsichtlich Dauer und Stabilität sowie
  • Dekoration der Gebäude.

Die Kenntnisse, welche die Schüler hieraus gewinnen konnten, wurden bis 1773 als ausreichend erachtet, als unter der Regierung Friedrichs des Großen von allen zukünftigen Baubeamten eine Ausbildung in allen zur Baukunst gehörenden Disziplinen verlangt wurde. Mitglieder des Oberbaudepartements lehrten zunächst die technischen Aspekte der Baukunst mit folgenden Inhalten: Land- und Feldmesskunst, Mechanik, Hydrostatik, Hydraulik, Aerometrie, sowie Civil- und Wasserbaukunst. Im Jahre 1790 wurde eine architektonische Klasse eingerichtet, deren Leitung der Oberhofbaurat Friedrich Becherer übernommen hatte. Diese Klasse behandelte die „Construktion und Veranschlagung der Stadtgebäude, die Geschichte und den guten Geschmack in der Baukunst und architektonisches Zeichnen“.

Reformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vermittlung der technischen Baukunst erfolgte jedoch weiterhin nicht, so dass zur grundsätzlichen Veränderung dieser Situation das Oberbaudepartement beschloss, eine gänzlich neue Lehranstalt für die allgemeine Baukunst einzurichten. Die geheimen Oberbauräte Johann Albert Eytelwein, David Gilly und Heinrich August Riedel (Riedel sen.) wurden mit den Planungsarbeiten betraut und schlugen vor, dass die an der Kunstakademie bestehende architektonische Lehranstalt zu einer Bauunterrichtsanstalt mit dem Namen „Bauakademie“ umgeändert werden sollte. Nach verschiedenen Änderungen genehmigte Friedrich Wilhelm III. mit der Order vom 18. März 1799 diesen Plan. An der Spitze der neuen königlichen Bauakademie standen die vier oben angeführten Oberhofbauräte, die sich im Direktoriumsvorsitz jährlich abwechselten. Der Auftrag der Anstalt lautete: „Publicandum wegen der vorläufigen Einrichtung der von Seiner Majestät höchstselbst gestifteten allgemeinen Bauunterrichtsanstalt; der Zweck der Anstalt sei die theoretische und praktische Bildung tüchtiger Feldmesser und Baumeister.“

Friedrich Becherer lehrte Baukonstruktion, Johann Albert Eytelwein Mechanik und Hydraulik, Heinrich August Riedel Deichbau und David Gilly Schleusen-, Brücken-, Hafen- und Wegebau. Als Lehrer wurden weiter eingestellt: Heinrich Gentz für Stadtbaukunst, Riedel jun. für ökonomische Baukunst, Aloys Hirt für Geschichte der Baukunst, Friedrich Gilly für Optik, Perspektive und Zeichnen sowie Paul Ludwig Simon für Bauphysik. Der Unterricht begann am 21. April 1799.[1]

Fortwandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1878 erfolgte ein Zusammenschluss der Bauakademie mit der Berliner Gewerbeakademie zur Königlichen Technischen Hochschule Charlottenburg, aus der später die Technische Universität Berlin hervorging. Damit endete nach 179 Jahren die Geschichte der Berliner Bauakademie als Ausbildungseinrichtung.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach provisorischer Unterkunft Unter den Linden neben dem Hotel Stadt Rom bezog die Bauakademie mit dem Oberbaudepartement 1800 die zweite und dritte Etage der eigens umgebauten Münze am Werderschen Markt. 1806 erfolgte der Umzug in das Thielsche Haus an der Ecke Zimmerstraße/Charlottenstraße.

Bauakademie, Gemälde von Eduard Gaertner, 1868

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terrakotta-Schmuckfeld der Fassade, Entwurf Karl Friedrich Schinkel, um 1835

Zwischen 1832 und 1836 wurde das neue Akademiegebäude auf dem Alten Packhof zwischen Kupfergraben und Friedrichswerderscher Kirche nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel realisiert. Die Bauausführung lag bei Emil Flaminius. Das Bauwerk galt in seiner Konstruktionsweise als revolutionär für das 19. Jahrhundert. Es handelte sich dabei laut Hermann Parzinger „um das erste maßgebliche profane Rohziegelgebäude in Preußen“. Das Stützenraster hatte in jeder Richtung acht Achsen mit 5,55 m Abstand und gab so eine mathematisch exakte Gliederung vor. Die Vormauerung aus roten, unverputzten Ziegelsteinen beinhaltete Terrakotta-Schmuckfelder programmatischen Inhalts.[2] Mit der Vollendung des Gebäudes erfüllte sich auch Schinkels langgehegter Wunsch nach besseren Arbeits- und Wohnverhältnissen, seine Dienstwohnung war 600 m² groß.

Im Folgejahr 1837 gestaltete Peter Joseph Lenné zu Ehren des Baumeisters die nördlich an das Akademiegebäude angrenzende Freifläche zum dreieckigen Schinkelplatz um.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich dienten das erste und zweite Obergeschoss als Lehr- und Bibliotheksräume der Oberbaudeputation und der Königlich Preußischen Bauschule (Bauakademie), auch die Dienstwohnung des Leiters lag im zweiten Geschoss. Unter dem Dach war ein Aktenarchiv untergebracht. Im Erdgeschoss gab es bis 1886 zwölf Läden mit hochwertigen Angeboten, etwa den Produkten der Königlichen Porzellanmanufaktur, Arbeiten des Hofjuweliers Werner, Seidenwäsche im ersten Verkaufsraum des späteren Großkaufhauses Gerson sowie die Gropius’sche Kunsthandlung, wo 1839 erstmals in Berlin Fotografien ausgestellt wurden. Die Bauakademie war also seinerzeit kein reiner Verwaltungsbau, sondern in das lebendige städtische Leben integriert.

Treppenhaus nach Umbau 1873/74, Foto von 1911

Schinkel starb 1841, er hatte jedoch für seine Frau Susanne ein lebenslanges Bleiberecht in der gemeinsam genutzten Wohnung vereinbart. In einem Teilbereich dieser Räume war zwischen 1844 und 1873 das erste Schinkelmuseum untergebracht. Ab 1884 wurde die Bauakademie dann nicht mehr als Architekturschule genutzt. Für nahezu 50 Jahre (1885–1933) war das Gebäude Sitz der Königlich Preußischen Messbild-Anstalt, die 1921 in Staatliche Bildstelle umbenannt wurde. Das Gebäude wurde auch für andere Zwecke, so für das Meteorologische Institut der Universität, ab 1920 für die Hochschule für Politik und ab 1940 für ihre Nachfolge-Einrichtungen Auslandswissenschaftliche Fakultät bzw. Deutsches Auslandswissenschaftliches Institut, DAWI, genutzt.

Zerstörung und Abriss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Bombenangriff am 3. Februar 1945 brannte das Gebäude aus. Entsprechend der gut erhaltenen Bausubstanz begann nach dem Ersten Aufbauplan für das Zentrum des Neuen Berlins der Wiederaufbau, gleichzeitig erfolgte am 1. Januar 1951 auf Beschluss des Ministerrates der DDR die Gründung der Deutschen Bauakademie. Diese wurde Eigentümer der Immobilie und sollte der Hauptnutzer werden. Der Architekt Richard Paulick hatte einen Restaurierungs- und Wiederaufbauplan ausgearbeitet. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten konnte zwar am 21. November 1953 Richtfest gefeiert werden, doch geriet der Innenausbau danach aufgrund veränderter politischer Umstände und Bewertungen ins Stocken. Die Regierung stellte kein Geld mehr für den Weiterbau zur Verfügung, der endgültige Baustopp erfolgte 1956.[3]

Folgebebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des 1958 ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs der DDR zur Sozialistischen Umgestaltung des Stadtzentrums wurde gemäß Beschluss des Leitungskollektivs zum Aufbau des Stadtzentrums am 13. März 1962 die Bauakademie abgebrochen, um Platz zu schaffen für die Errichtung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR im Jahr 1966. Die Architekturhistorikerin Simone Hain sieht die „persönliche Aversion“ des hochrangigen Berliner SED-Funktionärs Paul Verner gegen preußische Kasernenbauten, für die die Bauakademie im 19. Jahrhundert prototypisch war, als wesentlich Grundlage für den Abriss. Die wertvollen baulichen Bestandteile der Bauakademie wurden zum Zwecke der Wiedererrichtung geborgen und auf dem Gelände Französische Straße Ecke Kurstraße eingelagert.[4]

Wiederaufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierte Gebäudeecke und „Planenhaus“, im Vordergrund der ab 2008 wieder angelegte Schinkelplatz
Musterfassade der Berliner Bauakademie, rechts rekonstruierte Kante, Foto von 2013

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das DDR-Außenministerium in den Jahren 1995/1996 wieder abgerissen, und seither gibt es Bestrebungen, die Bauakademie nach Schinkels Vorbild wiederzuerrichten. So legte der im Jahr 1994 gegründete Förderverein Bauakademie den Vorschlag vor, die Bauakademie in originalgetreuer Rekonstruktion der historischen Fassade sowie mit einem sich an der Nutzung orientierenden Innenausbau unter Beachtung der ursprünglichen Proportionen einschließlich Raster wiederaufzubauen.

Fassadenachse 8 Ost, Entwurfs­zeichnung von Horst Draheim

Der auf Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2001 gegründete Verein Internationale Bauakademie Berlin e. V. (IBB) verfolgt das Anliegen einer Interessenbündelung mit dem Ziel, ein Kompetenzzentrum für Architektur aufzubauen, an welchem beispielsweise Ausstellungen, Konferenzen und Vorträge zu Fragen des Städtebaus, der Baukunst etc. durchgeführt werden sollen. Eine Musterfassade auf der Basis eines Projekts von Horst Draheim – die originalgetreue Kopie der Nord-Ost-Ecke der Bauakademie – wurde 1999–2001 vom Bildungsverein Bautechnik im Rahmen einer Lehrbaustelle durch Auszubildende aus Bau- und Kunstberufen errichtet. Das dazu geplante Ausstellungsvorhaben ließ sich jedoch nicht realisieren.

Seit dem 11. August 2004 wird eine rekonstruierte Ansicht des Gebäudes durch ein Gerüst mit vorgehängten und bedruckten Planen – ähnlich wie 1993/1994 bei der Werbung zur Wiederherstellung des benachbarten Hohenzollernschlosses – veranschaulicht.[5] Namhafte Bildhauer wirkten bei der Nachbildung von Formsteinen und Terrakotten mit. Die Musterfassade wurde im Jahr 2004 in die Schaufassade integriert. Innerhalb der Schaufassade entstand nach dem Vorbild eines Raums aus dem ehemaligen ersten Geschoss der Rote Saal, der bis auf weiteres für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden kann.

Schinkelplatz, 2008

Zwischen dem Spätsommer 2007 und Oktober 2008 konnte der Schinkelplatz direkt neben dem Bauakademiegelände nach seinem historischen Vorbild weitestgehend rekonstruiert werden. Ende September 2008 begann der Liegenschaftsfonds Berlin ein Bieterverfahren zum Wiederaufbau der Bauakademie mit diversen Bedingungen, darunter dem Wiederaufbau der Bauakademie in historischer Form. Der überwiegende Teil der Flächen solle dann kostenlos einer zu gründenden Akademie für Architektur und Städtebau überlassen werden. Das Verfahren wurde Anfang 2010 abgebrochen, weil kein Angebot vorlag, das den Ausschreibungsbedingungen entsprach.

Die Kosten für einen vollständigen Wiederaufbau werden von den Vereinen IBB und Förderverein in einer Spannbreite von ca. 28,5 Mio. Euro (€) bis 55 Mio. Euro angegeben. Der geringere Betrag soll den nutzbaren Rohbau zum Ausdruck bringen. Es wird davon ausgegangen, dass Nutzer die Kosten des Weiterbaus übernehmen. Der Fachbereich Architektur und Gebäudetechnik der Berliner Beuth Hochschule für Technik führte im Sommersemester 2011 im Rahmen eines Masterstudiengangs die Veranstaltung Kostenplanung und Kostensteuerung, dargestellt am Beispiel der Bauakademie unter dem Aspekt des historischen Wiederaufbaus mit Berücksichtigung heutiger Anforderungen. Die vom Förderverein Bauakademie ermittelte Kostengröße wurde dabei im Wesentlichen bestätigt.

Für den Wiederaufbau und die Nutzung hat der Förderverein Bauakademie mit weiteren Stiftern im Februar 2011 die Errichtungsstiftung Bauakademie gegründet, an der sich jeder beteiligen kann. Das Gebäude soll bei Verwendung ökologischer und denkmalgerechter Baustoffe als ein Beispiel für nachhaltiges Bauen dienen und ein Ort der Wissensvermittlung in den interdisziplinären Gebieten des Bauens werden: ein Innovations-, Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Konferenzzentrum einer neuen Bauakademie. Ziel ist es ferner, die Ideen von Christian Peter Beuth und Karl Friedrich Schinkel fortzuschreiben, um beispielsweise den Wandel in den Bereichen Bauen, Energiewirtschaft und Verkehr sowie in der künftigen Infrastruktur von Großstädten nachhaltig voranzutreiben.

Die Errichtungsstiftung Bauakademie veröffentlichte am 30. April 2016 eine neue Schätzung der Komplettkosten für eine Wiedererrichtung nach historischem Vorbild bis zum Jahre 2019 (einschließlich möglicher Kostensteigerungen) mit 55 Millionen €. Eine ausschließlich öffentliche Nutzung ohne private Mieter wird angestrebt. Auch ein mögliches Interesse des Auswärtigen Amtes an Räumlichkeiten in einer wiedererrichteten Bauakademie war im Gespräch. Ein genereller Planungsstillstand ist aber feststellbar, unter anderem bedingt durch die Meinungsverschiedenheit zwischen der Errichtungsstiftung und dem IBB, dessen Vorschlag – zunächst nur einen Rohbau zu errichten und diesen als solchen zu nutzen – abgelehnt wird.[6]

Am 11. Oktober 2016 verband der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger seinen öffentlichen Appell, sich nun mit aller Kraft für die Rekonstruktion der Bauakademie einzusetzen, mit dem Vorschlag, das Gebäude sodann als Architekturmuseum zu nutzen. Gerade angesichts der vielen einschlägig interessierten Berlin-Besucher sei es kaum zu verstehen, dass diese Stadt mit ihrer in den vergangenen 200 Jahren von zahlreichen städtebaulichen Initiativen und Umbrüchen geprägten architektonischen Entwicklung noch kein Architekturmuseum von Rang besitze. Berlin verfüge über herausragende, aber brachliegende Architektursammlungen und Nachlässe bedeutender Architekten, die etwa in Kunstbibliothek und Staatsbibliothek, in den Sammlungen der TU Berlin, in der Akademie der Künste und in der Berlinischen Galerie im Verborgenen lagerten: „Ist es nicht eine faszinierende Vorstellung, alle die Schätze dieser Institutionen endlich in einem Zentrum zusammenzuführen? Wechselnde Ausstellungen aus historischer wie auch zeitgenössischer Perspektive könnten sich dann der Architektur und dem Städtebau in Berlin und der Welt widmen.“[2]

Der Bundestag hat am 11. November 2016 beschlossen, 62 Millionen Euro für die Rekonstruktion freizugeben.[7]

Der Förderverein Bauakademie bzw. die Errichtungsstiftung Bauakademie setzen sich weiter dafür ein, dass ein Internationales Innovations-, Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Konferenzzentrum (Zentrum für die verantwortungsbewusste Gestaltung von Lebensräumen – Schinkelforum –) im wieder aufgebauten Gebäude der Bauakademie einerseits als international ausgerichteter Ort der Wissensvermittlung und des Wissensaustausches in den interdisziplinären Gebieten der Architektur, des Wohnungs- und Städtebaus, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Wertschöpfungskette Bau einschließlich der Immobilienwirtschaft unter Berücksichtigung der Digitalisierung – 4.0 – dienen sowie andererseits weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zur Verfügung stehen soll. Oder anders ausgedrückt soll die Schinkelsche Bauakademie dazu beitragen, dass der Lebensraum der Stadtgesellschaft kontinuierlich entwickelt wird und umsetzbare alternative Lösungen im Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik den Bürgern präsentiert und mit ihnen diskutiert werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Flaminius: Über den Bau des Hauses der allgemeinen Bauschule in Berlin. In: Allgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1836, Nr. 3.
  • Eduard Dobbert: Chronik der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin, 1799–1899, Berlin 1899.
  • Nany Wiegand-Hoffmann: Karl Friedrich Schinkel. Bauakademie. Essays. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2003.
  • Mythos Bauakademie. Die Schinkelsche Bauakademie und ihre Bedeutung für die Mitte Berlins. Hrsg. von Frank Augustin, Förderverein Bauakademie. Berlin, Verlag für Bauwesen 1997.
  • Mythos Bauakademie. Ausstellungskatalog. Hrsg. von Doris Fouquet-Plümacher, Förderverein Bauakademie. Berlin, Verlag für Bauwesen 1998.
  • Christian Raabe: Eine Ecke der Bauakademie. Zur Rekonstruktion der „Allgemeinen Bauschule“ Karl Friedrich Schinkels.. Edition Imorde, Berlin 2011.
  • Harald Bodenschatz: Der rote Kasten. Zu Bedeutung, Wirkung und Zukunft von Schinkels Bauakademie. Berlin 1996
  • Jonas Geist: Karl Friedrich Schinkel. Die Bauakademie. Eine Vergegenwärtigung.
  • Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr (1997) Wiederaufbau der Bauakademie. Machbarkeitsstudie für vier Ideen. Hrsg. von der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr (Städtebau und Architektur, Bericht 37).
  • Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen. Pro Bauakademie. Argumente für eine Neugründung. Dokumentation der Diskussion auf der Constructa '92 am 8. Februar 1992 in Hannover.
  • Wissenschaftsrat: Stellungnahmen zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen der ehemaligen Bauakademie der DDR. Köln 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bauakademie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jutta Schneider: 21. April 1799: Die Bauakademie wird eröffnet. In: Berlinische Monatsschrift 4/1998 beim Luisenstädtischen Bildungsverein
  2. a b Hermann Parzinger: Schinkel neu denken. Vollendung der Mitte: Berlins Bauakademie sollte wiedererrichtet werden – als Architekturmuseum. In: Der Tagesspiegel, 11. Okt. 2016, S. 19.
  3. Das Ende und ein Neubeginn. andres-berlin.de, abgerufen am 6. Februar 2015.
  4. Jörg Kirchner:Architektur nationaler Tradition in der frühen DDR (1950–1955). Zwischen ideologischen Vorgaben und künstlerischer Eigenständigkeit. Hamburg 2010, S. 270 ff.
  5. Bauakademie-Attrappe in Berlin fertig auf www.baunetz.de.
  6. Errichtungsstiftung Bauakademie – 30. April 2016: Entwicklung und Stand der Bemühungen hinsichtlich des Wiederaufbaus und der Nutzung der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel
  7. 62 Millionen für Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie, Berliner Morgenpost, 11. Nov. 2016, abgerufen am selben Tag.