Hans Sarkowicz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hans Sarkowicz (* 1955 in Gelnhausen) ist seit 1979 beim Hessischen Rundfunk Leiter des Bereichs hr2-Literatur und Hörspiel.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Sarkowicz studierte von 1974 bis 1979 Germanistik und Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und absolvierte als Magister (M.A.).

Sarkowicz ist Lehrbeauftragter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität mit dem Schwerpunkt auf der Kulturgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.[2]

Gemeinsam mit weiteren Autoren veröffentlichte er Biografien unter anderem über Erich Kästner, Heinz Rühmann oder Philipp von Boeselager. Weiterhin ist er Mitherausgeber der Werke Kästners sowie Autor von rundfunkhistorischen Publikationen etwa über den Hessischen Rundfunk, die alliierte Rundfunkpropaganda im Zweiten Weltkrieg und über das Radio während des Dritten Reiches. Sein bekanntestes Werk ist das mit Alf Mentzer veröffentlichte Schriftstellerlexikon Literatur in Nazideutschland, das in mehreren Auflagen erschien. 2011 wurde es überarbeitet und erweitert unter dem Titel Schriftsteller im Nationalsozialismus publiziert.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Bettina Mähler: So sahen sie Hessen. Eine kulturgeschichtliche Reise in zeitgenössischen Berichten. Theiss, Stuttgart 1988, ISBN 3-8062-0511-6.
  • Rechte Geschäfte. Der unaufhaltsame Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main, 1994, ISBN 3-8218-0458-0.
  • Schneller, höher, weiter. Eine Geschichte des Sports. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1996, ISBN 3-458-16809-5.
  • mit Franz Josef Görtz unter Mitarbeit von Anja Johann: Erich Kästner – eine Biographie. Erstausgabe Piper 1998, erweiterte Neuausgabe, Piper, München u. a. 2003, ISBN 3-492-23760-6.
  • mit Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biografisches Lexikon. Europa-Verlag, Hamburg 2000, erweiterte Neuausgabe, Hamburg/Wien 2002, ISBN 3-203-82030-7, erweiterte Fassung als Schriftsteller im Nationalsozialismus, 2011. (Rezension: [3].)
  • mit Joachim Meißner und Dorothee Meyer-Kahrweg: Gelebte Utopien. Alternative Lebensentwürfe. Insel Verlag, Frankfurt a. M., 2001. ISBN 3-458-17086-3.
  • mit Franz Josef Görtz: Heinz Rühmann 1902–1994. Der Schauspieler und sein Jahrhundert. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48163-9.
  • als Hrsg.: Hitlers Künstler: die Kultur im Dienst des Nationalsozialismus. Nach einer Sendereihe des Hessischen Rundfunks, Insel Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-458-17203-3. (Rezension: [4].)
  • mit Alf Mentzer: Schriftsteller im Nationalsozialismus. Ein Lexikon. Insel, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-17504-9. Wesentlich überarbeitete und erweiterte Version des Buches Literatur in Nazi-Deutschland aus dem Jahr 2002, Rezension s. o.
  • mit Heiner Boehncke: Was niemand hat, find ich bei Dir. Eine Frankfurter Literaturgeschichte. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4498-2.
  • mit Heiner Boehncke: Wir drucken nur Bücher, die wir selber lesen möchten. Die Geschichte der Anderen Bibliothek in Gesprächen. AB – Die Andere Bibliothek, Berlin 2014, ISBN 978-3-8477-3000-2, Inhaltsverzeichnis.

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Organigramm. Stand: 1. Januar 2017. Hessischer Rundfunk. Abgerufen am 22. April 2018.
  2. Zur Person: Hans Sarkowicz. In: Universität Frankfurt, aufgerufen am 21. Dezember 2017.
  3. Rezension von Marcel Atze: Im völkischen Glashaus. Hans Sarkowicz und Alf Mentzer legen ihr biographisches Lexikon „Literatur in Nazi-Deutschland“ in einer erweiterten Neuausgabe vor. In: Literaturkritik.de, Nr. 7, Juli 2002.
  4. Rezension von Christian Fuhrmeister: Hans Sarkowicz (Hg.): Hitlers Künstler. In: ArtHist, 1. März 2006.
  5. Wolfgang Schneider: Sprechen in finsteren Zeiten. In: FAZ, 15. Oktober 2016, Artikelanfang, Seite L10; vgl. Verlagsangaben.