Harald Jähner

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Harald Jähner, Lesung in Freiburg (2022)

Harald Jähner (* 1. Januar 1953 in Duisburg)[1] ist ein deutscher Journalist und Autor. Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Jähner studierte seit 1971 Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Politik an der Universität Freiburg. Nach der Zwischenprüfung wechselte er 1973 an die Freie Universität Berlin,[2] wo er sein Studium 1978 mit einer Magisterarbeit über Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz abschloss und 1983 promoviert wurde. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Journalist. Von 1989 bis 1997 leitete Jähner die Kommunikationsabteilung des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin. Zugleich schrieb er von 1994 bis 1997 als freier Literaturkritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im Anschluss arbeitete er als Redakteur bei der Berliner Zeitung und leitete dort das Ressort Feuilleton von 2003 bis 2015. Seit 2011 ist Jähner Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.[3] 2019 veröffentlichte Jähner Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955, eine Betrachtung des deutschen Lebens im Nachkriegsjahrzehnt 1945–1955, bei Rowohlt Berlin.[4] Für diesen Titel gewann er im selben Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik.[5][6]

Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2019

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Döblins Anspruch auf exemplarische Darstellung der Befindlichkeit des Subjekts in der Moderne im Roman „Berlin Alexanderplatz“ (Berlin, Freie Univ., Magisterarb., 1978).
  • Erzählter, montierter, soufflierter Text. Zur Konstruktion des Romans »Berlin Alexanderplatz« von Alfred Döblin, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 1984, ISBN 978-3-8204-5276-1 (Zugl. Berlin, Freie Univ., Diss., 1983).
  • Herausgegeben gemeinsam mit Krista Tebbe: Alfred Döblin zum Beispiel. Stadt und Literatur., Elefanten Press, Berlin 1987, ISBN 978-3-88520-238-7.
  • Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955, Rowohlt Berlin, Berlin 2019, ISBN 978-3-7371-0013-7.
  • Wolfszeit. Ein Jahrzehnt in Bildern. 1945 – 1955, Rowohlt Berlin, Berlin 2020, ISBN 978-3-7371-0101-1.
  • Höhenrausch. Das kurze Leben zwischen den Kriegen. Rowohlt Berlin, Berlin 2022, ISBN 978-3-7371-0081-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Betr.: Harald Jähner. In: Die Tageszeitung: taz. 7. Juni 1996, ISSN 0931-9085, S. 15 (taz.de [abgerufen am 17. März 2021]).
  2. Universitätsarchiv Freiburg, Bestand B 0092 Germanistik, Zwischenprüfungen (1968-1977), abgerufen am 25. November 2022
  3. Harald Jähner auf der Website der UDK, Berlin, udk-berlin.de
  4. Autorenprofil von Harald Jähner beim Rowohlt Verlag, rowohlt.de
  5. Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse, preis-der-leipziger-buchmesse.de, abgerufen am 7. Mai 2020.
  6. Thomas E. Schmidt: Auferstanden aus Ruinen. Zeit.de, 27./29. März 2018, abgerufen am 6. Dezember 2019 (Rezension).
  7. Shortlist announced for the 2021 Baillie Gifford Prize for Non-Fiction, thebailliegiffordprize.co.uk, veröffentlicht am 15. Oktober 2021 und abgerufen am 3. November 2021.