Alfred Döblin

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Alfred Döblin, ca. 1930
Doeblin, Alfred Signature.jpg

Bruno Alfred Döblin (* 10. August 1878 in Stettin; † 26. Juni 1957 in Emmendingen) war ein deutscher Psychiater und Schriftsteller.

Sein episches Werk umfasst mehrere Romane, Novellen und Erzählungen, daneben verfasste er unter dem Pseudonym Linke Poot satirische Essays und Polemiken. Als führender Expressionist und Wegbereiter der literarischen Moderne in Deutschland integrierte Döblin früh das Hörspiel und Drehbuch in seinem Werk. 1920 veröffentlichte er den expressionistischen Roman Wallenstein. Weiterhin setzte Döblin als avantgardistischer Romantheoretiker mit den Schriften An Romanautoren und ihre Kritiker. Berliner Programm, Bemerkungen zum Roman und Der Bau des epischen Werks zahlreiche Impulse in der erzählenden Prosa frei.[1] Sein weitaus am stärksten rezipierter Roman ist Berlin Alexanderplatz.

1933 musste der Jude und Sozialist Döblin aus Deutschland flüchten, kehrte nach Ende des Zweiten Weltkrieges zurück, um Deutschland 1953 erneut resigniert zu verlassen. 1941 konvertierte er zum katholischen Glauben, bereits 1936 hatte Döblin die französische Staatsbürgerschaft angenommen.[2]

Leben[Bearbeiten]

Gedenktafel an der Stelle von Alfred Döblins Geburtshaus in Stettin

Herkunft und Jugend[Bearbeiten]

Alfred Döblin stammte aus einer bürgerlichen Familie assimilierter Juden. Als viertes Kind des Ehepaares Max und Sophie Döblin wurde er am 10. August 1878 in Stettin geboren. Sein Vater Max Döblin (1846–1921), von Beruf Schneidermeister, heiratete nach Vorwahl der Eltern die vermögende Tochter eines jüdischen Fabrikanten, Sophie Freudenheim (1844–1920). Die eingebrachte Mitgift finanzierte das neu errichtete Konfektionsgeschäft und sicherte der Familie fortan ein überdurchschnittliches Einkommen. Dem nach der Gründerzeit einsetzenden wirtschaftlichen Abschwung, der Max Döblin zur Betriebsaufgabe zwang, konnte die Familie durch eine Zuschneidestube erfolgreich begegnen. 1885 wurde Döblin in der Friedrich-Wilhelm-Schule, einem Realgymnasium eingeschult. Trotz der auffallenden Kurzsichtigkeit des Jungen, der schon während seiner Vorschulzeit auf den vordersten Bänken Platz nehmen musste, weigerte sich der Vater, ihm eine Sehhilfe zu kaufen.[3] Im Gegensatz zu seinen Geschwistern war Alfred Döblin bereits sehr früh an Literatur interessiert. Er schlug damit in gewisser Weise seinem Vater nach, der Klavier und Violine spielte, zeichnete und in der Synagoge sang.[4] Die Ehe seiner Eltern zerbrach Juni 1888 endgültig; Max Döblin verließ seine Frau und fünf Kinder für die zwanzig Jahre jüngere Schneidermamsell Henriette Zander, mit der er über Hamburg nach New York floh.

Im selben Jahr verließ Sophie Döblin mit ihren Kindern Stettin und zog nach Berlin, wo ihr Bruder Rudolf Freudenheim eine Möbelfabrik betrieb und die mittellose Familie auf weitere Hilfe hoffen konnte.[5] Die finanzielle Not der Familie musste groß gewesen sein, denn die Reisekosten hatte der Onkel übernommen. Die Döblins wohnten zunächst in der Blumenstraße im Stadtteil Friedrichshain. Der älteste Sohn, Ludwig, begann eine Lehre in der Firma seines Onkels, um die Familie mitzuversorgen.[6] Einer größeren Armut und dem Antisemitismus in Berlin ausgesetzt, wurde die Niederlage, welche einst mit dem Verschwinden des Vaters begonnen hatte, komplementiert. „Die Döblins gehörten zum Proletariat“.[7] 1891 durfte Döblin wieder eine Schule, das Köllnische Gymnasium, besuchen. Durch die vorangegangenen Umzüge und das fehlende Schulgeld war Döblin schon drei Jahre älter als seine Mitschüler, obendrein fielen seine schulischen Leistungen stark ab. Der Gymnasiast begann sich wieder mehr für die Literatur zu interessieren. Zu seinen Lektüren zählten unter anderem Kleists Dramen, Friedrich Hölderlins Hyperion und dessen Gedichte, Dostojewskis Brüder Karamasow, sowie die philosophischen Werke Spinozas, Schopenhauers und Nietzsches.[8] 1900 legte er schließlich als 22-Jähriger das Abitur ab und verfasste den Kurzroman Jagende Rosse.

Studium der Medizin[Bearbeiten]

In Berlin begann Döblin das Studium der Medizin, das er 1904 in Freiburg fortsetzte und 1905 mit der Dissertation Gedächtnisstörungen bei der Korsakoffschen Psychose bei Alfred Hoche abschloss. Er freundete sich mit Herwarth Walden und der Dichterin Else Lasker-Schüler an. Während seiner Studienzeit verfasste er mehrere Erzählungen, darunter die Novelle Ermordung einer Butterblume. Die erste Anstellung fand Döblin an der Kreisirrenanstalt Karthaus-Prüll in Regensburg. Von 1906 bis 1908 arbeitete er in der Irrenanstalt Buch in Berlin. Dort lernte er die gerade sechzehnjährige Krankenschwester Frida Kunke lieben, die ihm Oktober 1911 den Sohn Bodo Kunke gebar.[9] Döblin publizierte währenddessen gehäuft wissenschaftliche Fachtexte. 1908 hatte er im städtischen Krankenhaus Am Urban die Stelle eines Assistenzarztes inne und lernte hier seine spätere Ehefrau, die Medizinstudentin Erna Reiss (1888–1957) kennen. Im Jahre 1911 brach Döblin die Beziehung zu Frieda Kunke ab und eröffnete in Berlin eine Kassenpraxis. Ein Jahr darauf heiratete er, wie einst sein Vater, eine vermögendere Frau. Sein ältester Sohn Peter wurde geboren, der Erzählband Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen erschien im November. Daneben entstanden die ersten romantheoretischen Arbeiten.[10] Döblin trat aus der jüdischen Gemeinde aus und ließ seine Kinder vor dem Schuleintritt als Protestanten eintragen. 1913 verlegte er als Internist und Nervenarzt seine Praxis in die Frankfurter Allee 194.

Expressionismus[Bearbeiten]

Schriftsteller und Theoretiker[Bearbeiten]

Bildnis Alfred Döblins von Ernst Ludwig Kirchner, 1912

Döblin gilt als der „bedeutendste Romancier des Expressionismus“,[11] wohingegen sein vielfältiges Werk über die Epoche selbst weit hinausgeht. Die frühesten Erzählwerke wie Adonis und Der schwarze Vorhang sind motivisch wie stofflich ganz der ausgehenden Epoche des Fin de Siècle verpflichtet und wurden von der Sprachkritik Fritz Mauthners beeinflusst. Alsbald sollten die ersten avantgardistischen experimentellen Erzählungen Die Tänzerin und der Leib, Die Segelfahrt und Die Ermordung einer Butterblume folgen. In der 1910 von Herwarth Walden gegründeten Zeitschrift Der Sturm gelang Döblin die erste Publikation seiner Erzählungen. Begeistert begrüßte er anlässlich einer Berliner Futurismus-Ausstellung im Jahr 1912 die neue Bewegung, um sich ein Jahr später von ihr wieder zu distanzieren. Döblin hatte auf Filippo Tommaso Marinettis Artikel Schlacht mit einer scharfen Kritik in Waldens Zeitschrift geantwortet. Er warf in seinem offenen Brief „futuristische Worttechnik“ Marinetti vor, dass die Zerstörung der Syntax, die hartnäckige Ablehnung von Tradition und Historie wie dessen eindimensionaler Wirklichkeitsbegriff für eine neue Literatur unzureichend sei.[12] Der Brief endete mit dem Ausruf: „Pflegen Sie Ihren Futurismus. Ich pflege meinen Döblinismus.“[13] Darauf antwortete ihm der französische Dichter Guillaume Apollinaire: „Es lebe der Döblinismus.“[14] Döblin rezipierte die Poetik Marinettis und entwickelte in jener Auseinandersetzung die expressionistischen Gestaltungsmittel. Folge war ein eruptiver Stil, der durch eine Abwendung von der auktorialen Erzählperspektive, Verknappung der Sprache, Personifizierung der Natur, Dynamisierung, Aufgabe kausaler Erzählmuster, Zerschlagung des Psychologismus und die dem Futurismus entlehnte Destruktion der Syntax wie Streichung der Interpunktion, die jedoch im Falle Döblins moderat ausfiel, gekennzeichnet ist. Dadurch gelang es ihm schließlich, die deutschsprachige Epik zu modernisieren, frei von der Einseitigkeit und dem Dogmatismus der frühen avantgardistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts.[15] Mit seinem 1913 erschienen Essay An Romanautoren und ihre Kritiker. Berliner Programm bereitete er theoretisch den Montageroman vor und entwarf eine antibürgerliche wie antirealistische Poetik. Seit 1912 arbeitete er an seinem Roman Die drei Sprünge des Wang-lun und veröffentlichte diesen nach mehreren Anläufen 1916 im S. Fischer Verlag. Der Roman kann als Döblins Antwort auf Marinettis 1909 erschienenes Werk Marfarka der Futurist – Afrikanischer Roman betrachtet werden. Dem Autor gelang nicht nur der literarische Durchbruch und die Anerkennung als avantgardistischer Schriftsteller, sondern ein gewichtiger Beitrag zur Rezeption Chinas innerhalb der deutschen Literatur.

Der Erste Weltkrieg[Bearbeiten]

Um einer zwangsweisen Einberufung zum Ersten Weltkrieg zuvorzukommen, meldete sich Döblin 1914 als Freiwilliger[16] und ergriff früh Partei für Deutschland. In seinem Aufsatz Reims, der im Dezember 1914 in der Neuen Rundschau erschien, rechtfertigte er selbst den Beschuss der Kathedrale durch deutsche Truppen.[17] Während des Krieges diente Döblin als Militärarzt vor allem in einem Seuchenlazarett in Saargemünd.[18] In Lothringen verfasste er auch seinen Roman Wallenstein. 1915 wurde Döblins Sohn Wolfgang Döblin geboren, 1917 der Sohn Klaus.

Die Weimarer Republik[Bearbeiten]

Im Jahr 1919 beendete Döblin seinen Roman Wallenstein, der ein Jahr darauf in zwei Bänden erschien. Obgleich der Roman im Dreißigjährigen Krieg spielt, ist er von „dieser furchtbaren Zeit“[19], dem Ersten Weltkrieg geprägt. Der 1920 erschienene Roman ist nach Peter Sprengel „gegen das positivistische Geschichtsverständnis des 19. Jahrhunderts gerichtet“.[20] Darüber hinaus stellt Döblins Wallenstein laut Hans Vilmar Geppert „das erste konsequente Beispiel“[21] eines historischen Romans der Moderne dar. Nachdem er sich als Arzt im Bezirk Lichtenberg mit eigener Kassenpraxis niedergelassen hatte, wurde er Augenzeuge der Berliner Märzkämpfe, in denen seine Schwester Meta durch Granatensplitter zu Tode kam. Später sollte er die Wirren in seinem umfangreichsten Roman November 1919 thematisieren. Döblin, der schon kurz nach Kriegsende für die Demokratie Partei ergriff und 1918 der USPD beitrat, verfasste unter dem Pseudonym Linke Poot in der Neue Rundschau erste Polemiken. In der 1921 veröffentlichten Teilsammlung Der deutsche Maskenball, gesammelte Glossen und Satiren, kritisierte er in erster Linie die politischen Verhältnisse der Weimarer Republik. „Die Republik war von einem weisen Mann aus dem Auslande ins Heilige Römische Reich gebracht; was man mit ihr machen sollte, hatte er nicht gesagt: es war eine Republik ohne Gebrauchsanweisung.“[22] Döblin bejahte die Demokratie und verfolgte mit seinen journalistischen Arbeiten eine Erhöhung des Demokratiebewußtseins innerhalb der Bevölkerung. In seinem 1918 in den Neuen Rundschau veröffentlichten Essay Von der Freiheit eines Dichtermenschen[23] erteilte er dem Expressionismus, den er als Bewegung verstand, eine deutliche Absage: „Die der Bewegung mit Leib und Seele verschrieben sind, werden ihre Märtyrer. Sie werden von der Bewegung aufgebraucht und bleiben nachher liegen, krüppelhaft, invalide.“[24] Gleichwohl gehört der 1921 begonnene und 1924 veröffentlichte Roman Berge Meere und Giganten mit seinen zahlreichen Stilexperimenten wie zum Beispiel den Aneinanderreihungen von Substantiven und Verben ohne Interpunktion oder einer am Roman Wallenstein angelehnten Syntax, die sich durch plötzliche Perspektivwechsel kennzeichnet, zur Avantgarde der ersten Jahrhunderthälfte. Ebenfalls 1921 lernte er Charlotte Niclas (1900–1977), von Döblin Yolla genannt, kennen. Die Fotografin wurde Döblins langjährige Geliebte und inspirierte ihn zu seinem Versepos Manas. 1926 kam der jüngste Sohn Stephan zur Welt.

Nachdem es 1923 im Berliner Scheunenviertel zu Pogromen kam, wurde Döblin mit seiner eigenen jüdischen Herkunft konfrontiert. Drei Jahre zuvor hatte er sich bereits in einer Glosse der Neuen Rundschau vom Standpunkt eines assimilierten Juden zum Antisemitismus geäußert: „Ich las einmal, daß die Juden als abgestorbenes Volk einen gespenstigen Eindruck machten und Dämonenfurcht auslösten; der Judenhaß gehört tiefer zu den kulturhistorischen Dämonopathien, in eine Reihe und in dieselbe seelische mit Gespensterfurcht, Hexenglauben.“ Döblin, der bereits am jiddischen Theater interessiert war, begann sich nun mit der jiddischen Literatur zu beschäftigen, nahm Einladungen zu zionistischen Veranstaltungen wahr und zeigte seine Solidarität mit den Juden Osteuropas.[25] In seinem 1924 gehaltenen Vortrag Zionismus und westliche Kultur beharrte er auf die „Autonomisierung der Ostjuden“ und bereiste im gleichen Jahr Polen.[26]

Döblin gehörte zu den Mitbegründern der Gruppe 1925, einer Vereinigung vorwiegend linksgerichteter Schriftsteller, Künstler und Journalisten. Am Ende der Weimarer Republik begann die ideologische Frontstellung auch das Kulturleben immer stärker zu erfassen. Döblin, der 1928 in die Sektion für Dichtkunst der Preußische Akademie der Künste berufen wurde, vertrat innerhalb der Sektion gemeinsam mit Heinrich Mann eine linksbürgerliche Position.[27]

Döblin – Berlin Alexanderplatz, Originalschutzumschlag der Erstausgabe von 1929

Döblin charakterisierte seine eigene politische Einstellung als Sozialist 1928:

„Manchmal scheint es, er steht bestimmt links, sogar sehr links, etwa links hoch zwei, dann wieder spricht er Sätze, die entweder unbedacht sind, was bei einem Mann seines Alters durchaus unzulässig ist, oder tut so, als stünde er über den Parteien, lächle in poetischer Arroganz.[28]

Um 1930 begann der Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller mit der Ausgrenzung linksbürgerlicher Schriftsteller, worunter der BPRS auch Döblin zählte.[29] 1931 publizierte Döblin die Schrift Wissen und Verändern, worin er sich gegen den Kommunismus aussprach:

„Ich erkenne die Gewalt der Ökonomie, das Bestehen von Klassenkämpfen an. Ich erkenne aber nicht an, daß Klasse und Klassenkampf, diese wirtschaftlichen und politischen Erscheinungen, nach „physikalischen“, dem menschlichen Zugriff entzogenen Gesetzen entlaufen.[30]

1929 erschien Döblins bekanntester Roman Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Zementarbeiter Franz Biberkopf, der seine Freundin Ida erschlagen hat, aus der Haft entlassen nur anständig sein will und vom Leben mehr verlangt als das Butterbrot, wurde einer der größten Erfolge der Weimarer Republik. Der Roman gilt als erster und bedeutendster deutschsprachiger Großstadtroman. Als Schlüsseltext der Moderne fand er Eingang in Schulen und Universitäten.

Jahre der Emigration[Bearbeiten]

Flucht und Exil[Bearbeiten]

Ein Tag nach dem Reichstagsbrand verließ der Schriftsteller auf Bitten seiner Freunde Deutschland und überschritt am 28. Februar 1933 die Schweizer Grenze. Am 3. März folgten ihm seine Ehegattin sowie die Söhne Peter, Klaus und Stefan nach Zürich. In der Schweiz durfte Döblin seinen Lebensunterhalt nicht als Arzt bestreiten,[31] weshalb er im September nach Paris übersiedeln musste. Die mangelhaften Fremdsprachenkenntnisse Döblins standen einer Verbesserung der misslichen Lage im Wege. Der 1932 begonnene Roman Babylonische Wandrung oder Hochmut kommt vor dem Fall konnte zwar 1934 im Querido Verlag erscheinen, doch brachte die Groteske dem Autor weder finanziellen Erfolg, noch konnte Döblin an das vorangegangene Werk anschließen.[32] Ein Jahr darauf erschien der Roman Pardon wird nicht gegeben. Der Roman weist große Unterschiede zu Döblins erzählerischem Werk auf, denn zum einen handelt es sich um einen Roman in der Tradition des bürgerlichen Realismus,[32] der obendrein jegliche modernistischen Stilexperimente vermeidet. Zum anderen enthält die Geschichte zahlreiche autobiographische Passagen. Oktober 1936 nahm er gemeinsam mit seiner Familie die französische Staatsbürgerschaft an. Bei Kriegsausbruch wurde Döblin Mitglied des Commissariat de´l Information, eines französischen Ministeriums zur Propaganda gegen das Dritte Reich, wo er unter anderem Flugblätter verfasste. 1937 erschien Döblins Die Fahrt ins Land ohne Tod, der erste Band der Amazonas-Trilogie. Das Werk stellt eine Kritik an der Kolonialisierung Südamerikas dar und ist nach dem Schriftsteller selbst eine „Art epischer Generalabrechnung mit unserer Civilisation“. Kurz vor dem zügigen Vormarsch der Wehrmacht floh er mit seiner Ehefrau und dem jüngsten Sohn nach Paris. Die überstürzte Flucht, Döblin hatte die Städte Moulins, Clermont-Ferrand, Arvan, Capdenac und Cahors durchquert, ehe er am 24. Juni in Le Puy eintraf, führte zu einer Trennung der Familie. Am 10. Juli gelang in Toulouse die Zusammenkunft. Zwanzig Tage später reiste die Familie nach Lissabon und emigrierte aus Europa in die Vereinigten Staaten. In Hollywood konnten sie eine kleine Wohnung beziehen, da Alfred Döblin eine Anstellung als Schreiber im MGM bekam. Auf Anfrage George Froeschels lieferte Döblin sowohl zum mit dem Drehbuch-Oscar prämierten Film Mrs. Miniver (1942) als auch zum oscarnominierten Random Harvest (1942) Vorschläge für die Ausgestaltung von je einer Szene ab. Beide Male wurden die gelungenen Skripte ins Englische übersetzt und in die Drehbücher übernommen – Döblins Szenenentwürfe sind erhalten. Dennoch lief sein Probejahr 1941 bei MGM ohne weitere Beschäftigung aus.[33] 1943 beendete Döblin seine Novembertetralogie. Unterstützung bekam der verarmte Schriftsteller fortan vom Writers Fund, dem Schriftsteller Lion Feuchtwanger und von jüdischen Organisationen, vor denen Döblin seine Konversion geheimhalten musste.

Konversion zum katholischen Glauben[Bearbeiten]

Am 30. November 1941 ließ sich Döblin gemeinsam mit seiner Frau und Sohn Stefan in der Blessed Sacrament Church taufen. Der Konversion war 1940 ein Erweckungserlebnis in der Kathedrale von Mende vorausgegangen. An der Feier zu seinem 65. Geburtstag bekannte sich Döblin vor fast zweihundert Gästen, darunter waren zahlreiche Exil-Schriftsteller, in einer Rede zum Christentum und prangerte einen moralischen Relativismus an. Der anwesende Bertolt Brecht reagierte später auf Döblins Konversion gar mit einem eigenen Gedicht, dass den Titel „Peinlicher Vorfall“ trägt. Gottfried Benn spöttelte: „Döblin, einst großer Avantgardist, und Franz Biberkopf vom Alexanderplatz, wurde streng katholisch und verkündet Ora et labora.“[34] Ursache der strikten Ablehnung, selbst durch ehemalige Weggefährten wie Brecht, der Döblins Konversion einzig als Ergebnis einer schrecklichen Flucht einordnen konnte, ist nach Karl-Josef Kuschel die seit der Aufklärung herrschende Vorstellung von einer Dichotomie zwischen Kunst und Religion: „Wer religiös geworden ist, scheidet als ernstzunehmender Künstler aus.“[35]

Rückkehr nach Europa[Bearbeiten]

Döblin-Denkmal im Park des Zentrums für Psychiatrie (damals Psychiatrisches Landeskrankenhaus) in Emmendingen

Döblin war einer der ersten Exilautoren, die nach Europa zurückkehrten. Am 15. Oktober erreichte er mit Erna Döblin Paris. Im März 1945 hatten sie vom Verbleib des zweitältesten Sohnes Wolfgang (Vincent) erfahren. Der Mathematiker nahm als französischer Soldat am Zweiten Weltkrieg teil und erschoss sich 1940 unmittelbar vor der bevorstehenden Gefangennahme durch deutsche Truppen in Housseras. Im November begann Döblin seinen Dienst als Literaturinspekteur der französischen Militärverwaltung – im Rang eines Obersten – zunächst in Baden-Baden und später in Mainz. Dort gehörte er mit zu den Gründern einer Literaturklasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Seine Aufgabe umfasste die Zensur von Manuskripten und die Vorbereitung einer literarischen Monatszeitschrift, die schließlich unter dem Namen Das goldene Tor erschien. Außerdem schrieb er für die Neue Zeitung und für den Südwestfunk. Die 1946 veröffentlichte Schrift Der Nürnberger Lehrprozeß, eine Reaktion auf die Nürnberger Prozesse, enthält scharfe Beobachtungen über die historische Dimension der Gerichtsverhandlungen: „Man kann es nicht oft genug und nicht freudig genug wiederholen: Es geht bei der Wiederaufrichtung des Rechts in Nürnberg um die Wiederherstellung der Menschheit, zu der auch wir gehören.“ Neben der Aufklärung verfolgte Döblin eine Katharsis der Deutschen:[36] „Sie haben uns unterworfen und uns zu üblen Dingen getrieben, dass die Schande noch lange über uns liegen wird. Wir wissen es. Wir leugnen es nicht. […] Wir büßen. Wir müssen noch mehr büßen. Treten wir endlich auf unseren Platz. Stellen wir Männer heraus, die der Welt verkünden, daß Moral und Vernunft bei uns so gut wie bei anderen Völkern aufgehoben seien.“ Döblin beendete seinen 1945 in Los Angeles begonnen Roman Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende 1946 in Baden-Baden und versuchte durch einen zügigen Druck der Exilwerke seine literarische Karriere wieder aufzunehmen.

Spätwerk und erneute Emigration[Bearbeiten]

Alfred Döblins Grab
Inschrift: Fiat Voluntas tua (Dein Wille geschehe) mit Name und Lebensdaten

Im Alber Verlag gelang Döblin schließlich der Druck seines umfangreichen Erzählwerks November 1918, dessen Durchschlagskraft jedoch gering ausfiel. Eine ernsthafte Rezeption setzte somit erst mit der Taschenbuchauflage des Romans im Jahre 1978 ein.[37] Der Literaturwissenschaftler Helmuth Kiesel summiert: „Die Geschichte der Wirksamkeit Alfred Döblins im Nachkriegsdeutschland ist unglücklich. Sie begann mit Mißverständnissen und setzte sich in Fehlurteilen fort, die bis heute nicht aufgeräumt sind und einer angemessenen Beachtung seines Exil- und Spätwerks immer noch entgegenstehen.“[38] Dennoch war Döblins Scheitern teilweise selbstverschuldet, denn er nahm schon bei seiner Tätigkeit als Kulturoffizier an, dass er als Umerzieher bei der Neugestaltung Deutschlands mitarbeiten könne, gar gebraucht werde, um letztendlich auf die „Verleugnung der Schreckensherrschaft“ wie „Verdrängung von Schuldgefühlen“ zu treffen[39] Bereits 1946 kommentierte er sein Scheitern, in der Bundesrepublik wieder Fuß zu fassen: „Und als ich wiederkam, da – kam ich nicht wieder.“[40]

Annäherungsversuche Johannes R. Bechers im Dienst der Akademie der Künste der DDR lehnte er wegen des „sozialistischen Dogmatismus“ ab, obwohl ihm neben ein Haus das Gehalt eines Akademikers versprochen wurde. Andererseits schrieb er Beiträge für DDR-Zeitschriften, und sein Hamlet-Roman konnte anfangs nur in der DDR erscheinen. 1953 verließ Döblin die Bundesrepublik und ging zurück nach Frankreich.

Wegen fortschreitender Parkinson-Krankheit musste er sich immer häufiger in Kliniken und Sanatorien, unter anderem in Höchenschwand und Buchenbach im Südschwarzwald sowie in Freiburg im Breisgau behandeln lassen. Während seines letzten Klinik-Aufenthaltes in Emmendingen starb er am 26. Juni 1957. Döblin wurde neben seinem Sohn Wolfgang auf dem Friedhof von Housseras in den Vogesen begraben. Seine Frau Erna nahm sich am 14. September 1957 in Paris das Leben und wurde neben ihrem Mann und ihrem Sohn beigesetzt.

Literarisches Werk[Bearbeiten]

Alfred Döblin Bronzekopf, von Siegfried Wehrmeister

Döblins Schaffen integrierte mit Ausnahme der Lyrik nahezu alle literarischen Genres. Er verfasste neben Romanen, Erzählungen und Novellen auch Dramen, das Versepos Manas, zahlreiche Essays und Reiseberichte. Trotz der Breite seines literarischen Œuvre liegt Döblins schriftstellerische Leistung vor allem in der Epik[41] und vereinzelten, vorwiegend poetologische Essays. Die Theaterstücke Lusitania und Die Ehe lösten zwar ein Theaterskandal aus, doch gingen Döblins Stücke nicht über die Provokation des bürgerlichen Publikums hinaus.[42] Dass sich der Erzähler Döblin überhaupt mit dem Theater beschäftigte, lag weniger an ihm selbst, sondern an der damaligen Bedeutung des Theaters für das gesellschaftliche und literarische Leben der Weimarer Republik.[42] Hier übten Schriftsteller wie Frank Wedekind und Carl Sternheim Kritik an der Gesellschaft, die Avantgarde in Gestalt des expressionistischen, später epischen Theaters fand hier statt. Das Epos Manas blieb trotz bekannter Fürsprecher wie Robert Musil[43] oder Oskar Loerke ohne große Resonanz. Während seine Naturphilosophie innerhalb der Literaturwissenschaft Beachtung fand, steht eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Döblins religiösen Schriften noch aus.

Epik[Bearbeiten]

Bereits während seiner Schulzeit verfasste Döblin den Kurzroman Jagende Rosse, einen „lyrischen Ich-Roman“, den er „den Manen Hölderlins in Liebe und Verehrung gewidmet“ hat. Ausgehend von der Sprachskepsis zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasste Döblin auf der Folie Goethes Werther seinen zweiten Kurzroman Der schwarze Vorhang, worin der Protagonist Johannes einen Lustmord an seiner Freundin begeht. Die enthusiastische Widmung an Hölderlin wie das kleistische Motiv von der kannibalischen Liebe entsprechen Döblins modernistischen Gestus, der sich gegen die gängigen Konventionen der bürgerlichen Literatur richtet. Gemeinsam ist Döblins Texten, welche um die Jahrhundertwende entstanden und nicht für die literarische Öffentlichkeit gedacht waren, dass sie sich stillistisch wie thematisch sehr stark voneinander unterscheiden.[44] Die erste Schaffensperiode Döblins ging schließlich mit der Erscheinung seines ersten Erzählbandes Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen zu Ende. Die Wahl der Motive, Stoffe und Figuren lässt eine Nähe zum Fin de Siècle vermuten, weswegen Walter Muschg zum Urteil gelangte, dass Döblin noch den „Stimmungszaubereien des Symbolismus unterlag“[45] und zu diesem Zeitpunkt „noch nicht der Wortführer der naturalistischen, sozialistischen Kunstrevoluition, für die er nach dem Ersten Weltkrieg heftig eintrat“ gewesen sei. Dagegen formuliert Matthias Prangel über die titelgebende Novelle: „Psychopathologie und Literatur sind dort eine bis dahin nur in Georg BüchnersLenz‘ bereits angezeigte Verbindung eingegangen, die Döblin fortan nicht mehr aufgab.“[46] Folglich ist „Döblins Bemühen um geeignete literarische Ausdrucksmöglichkeiten […] in ihren Anfäng nicht zuletzt in – wenngleich kritischer – Auseinandersetzung mit den ästhetischen Strömungen der Jahrhundertwende zu verstehen.“[47]

Ab 1911 wandte sich Döblin endgültig der literarischen Großform zu. Es entstehen die Hauptwerke Die drei Sprünge des Wang-lun, der historische Roman Wallenstein und Berlin Alexanderplatz. Mit seinem Debüt vom chinesischen Rebellen und Stifter der Wu-wei-Sekte Wang-lun gelang Döblin der „Durchbruch durch die bürgerliche Tradition des deutschen Romans“.[48] 1918 erschien die Groteske Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine, worin der Fabrikdirektor Franz Wadzek in einem erbittert geführten, jedoch aussichtslosen Konkurrenzkampf unterliegt. Der Wirtschaftsroman wurde wegen der Poetisierung des großstädtischen Lebens oft als Vorstufe zu Berlin Alexanderplatz rezipiert. Die Dystopie Berge, Meere und Giganten stellt durch die Neubewertung des Individuums ein Wendepunkt in Döblins Schaffen dar. Das sperrige Werk vereint desperate Quellen zu einer über 800 Jahre andauernden Menschheitsgeschichte. 1929 sollte der Roman erscheinen, der als Döblins bedeutendster Beitrag zur Weltliteratur gewertet wird und zu einem „Gründungsdokument für die literarische Moderne“[49] werden sollte: Berlin Alexanderplatz.

Döblin führte seine schriftstellerische Tätigkeit im Exil fort. Der in Berlin begonnene burleske Roman Babylonische Wandrung oder Hochmut kommt vor dem Fall stellt Döblins erste literarische Auseinandersetzung mit seiner Flucht aus dem Dritten Reich dar. Ein Jahr später wurde der teilweise autobiographische Roman Pardon wird nicht gegeben veröffentlicht. Zwischen 1935 und 1937 verfasst, erschien unter den Titeln Die Fahrt ins Land ohne Tod, Der blaue Tiger und Der neue Urwald bis 1948 die Amazonas-Trilogie. Im über 2000 Seiten umfassende Erzählwerk November 1918: Eine deutsche Revolution, eine Trilogie bzw. Tetralogie über die gescheiterte Novemberrevolution, erzählt Döblin den Werdegang der beiden heimkehrenden Kameraden Friedrich Becker und Johannes Maus wie das Versagen der sozialdemokratischen Regierung und die Unfähigkeit seitens der Revolutionäre. Der Zyklus ist zwischen den Gattungen historischer Roman und religiöses Epos zu verorten.[50] Döblins letzter Roman Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende behandelt die Suche nach der Kriegsschuld, die ein verwundeter Soldaten seiner Umgebung auferlegt.

Döblins Romane und Erzählungen zeichnen sich nach Klaus Müller-Salget durch eine „suggestiven Handhabung der variierenden Wiederholung“[51] und den „virtuosen Wechsel von Außen- und Innensicht, von Erzählbericht, innerem Monolog und erlebter Rede“[51] aus. In seinem literarischen Werk verband er medizinische, psychiatrische, anthropologische, philosophische wie theologische Diskurse.[52][53] Seine Helden sind in der Regel männliche Anti-Helden. Das Individuum wird zugunsten eines Kollektivismus verdrängt, womit er vom Konzept des handlungstragenden Protagonisten abweicht.[54] Jedoch findet keine Demontage des Individuums statt, sondern der Mensch wird einzig in Verbindung mit der Natur oder der Technik gestellt.[55]

Essayistik[Bearbeiten]

Über Döblins Poetik urteilt Viktor Žmegac: „Obwohl mit besonderer Verve formuliert, konnten sich Döblins Programme und Diagnosen seinerzeit nicht mehr Gehör verschaffen als die meisten Texte in der Flut futuristischer und expressionistischer Manifeste. Heute erkennt man, daß er mit seinen Schriften nicht nur eine individuelle – und auch praktizierte – Poetik entworfen hat, sondern daß er damit auch Prognostiker wesentlicher Tendenzen im Roman des Jahrhunderts gewesen ist.“[56]

Rezeption[Bearbeiten]

Bedeutung[Bearbeiten]

Klaus Müller-Salget rechnet Alfred Döblin zu den „fruchtbarsten und originellsten deutschen Prosaautoren“[57] des 20. Jahrhunderts. Peter Sprengel nennt ihn „eines der stärksten erzählerischen Talente des 20. Jahrhunderts“.[58] Helmuth Kiesel formuliert zusammenfassend: „Mit seinen frühen Erzählungen („Die Ermordung einer Butterblume“), mit seinen poetologischen Programmschriften (wie dem offenen Brief an den Futuristen Marinetti) und mit einigen seiner Romane gehört er in die Spitzengruppe der deutschsprachigen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts.“[59] Gemeinsam mit Bertolt Brecht und Gottfried Benn gilt Döblin als Vertreter einer reflektierten Moderne in Deutschland, der literarische Techniken der Avantgarde zwar übernahm, jedoch deren Einseitigkeit und Dogmatik ablehnte.[15] Als Resultat dieser fruchtbaren Auseinandersetzung kann der Großstadtroman Berlin Alexanderplatz betrachtet werden. Im Hinblick auf diesen Roman urteilt Christian Schärf, dass Döblin „zweifellos der radikalste Innovator des modernen Romans in Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg“[60] war.

Ungleich Döblins literarischer Bedeutung blieb die Verbreitung seines Werks, mit Ausnahme von Berlin Alexanderplatz und frühen Erzählungen, lange Zeit gering. Oliver Bernhardt nannte ihn einen „vegessenen Dichter“[61]. Heimgekehrt als französischer Kulturoffizier und Katholik verstimmte er den literarischen Betrieb wie Schriftstellerkollegen. Im Jahre seiner erneuten Emigration schrieb er an Theodor Heuss: „Ich kann nach den sieben Jahren, jetzt, wo ich mein Domizil in Deutschland wieder aufgebe, mir resumieren: es war ein lehrreicher Besuch, aber ich bin in diesem Lande, in dem ich und meine Eltern geboren sind, überflüssig“.[62] Nachdem bereits 1929 Thomas Mann und später dessen „Spezi“[63] Hermann Hesse 1946 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, äußerte er sich mit beißendem Spott: „So viel wie die langweilige Limonade Hermann Hesse bin ich schon lange.“[64] Döblin selbst wurde mehrmals für die Auszeichnung vorgeschlagen, zuletzt 1957, sollte sie aber nie erhalten. Mit der 1960 begründeten kommentierten Werkausgabe im Walter Verlag lagen Döblins Romane wieder vor. Hatte sich die literaturwissenschaftliche Rezeption vorwiegend auf das Früh- und Hauptwerk beschränkt, setzte sich spätestens mit der Gründung der Internationalen Alfred-Döblin-Gesellschaft 1984 ein Wandel durch und das Spätwerk wie seine Publizistik rückte in den Fokus der Germanisten.

„Döblin lag nicht richtig. Er kam nicht an. Der progressiven Linken war er zu katholisch, den Katholiken zu anarchisch, den Moralisten versagte er handfeste Thesen, fürs Nachtprogramm zu unelegant, war er dem Schulfunk zu vulgär; weder der ‚Wallenstein‘ noch der ‚Giganten‘-Roman ließen sich konsumieren; und der Emigrant Döblin wagte 1945 in ein Deutschland heimzukehren, das sich bald darauf dem Konsum verschrieb. Soweit die Marktlage: der Wert Döblin wurde und wird nicht notiert.“

– Günter Grass: Mein Lehrer Döblin. 1968.[65]

Einfluss[Bearbeiten]

Bereits zu Lebzeiten übte Döblins erzählerisches Werk einen Einfluss auf seine Schriftstellerkollegen aus. Bertolt Brecht hob seine künstlerische Befruchtung durch Döblin hervor: „Von Döblin habe ich mehr als von jemand anderem über das Wesen des Epischen erfahren. Seine Epik und sogar seine Theorie über Epik hat meine Dramatik stark beeinflusst und sein Einfluss ist spürbar noch in englischen, amerikanischen und skandinavischen Dramen, welche wiederum von den meinen beeinflusst sind.“[66] Und Lion Feuchtwanger sah seine epische Form vor allem durch Döblin beeinflusst.

Nahezu beispiellos war Döblins Einfluss auf die deutschen Erzähler nach 1945.[67] In einem 1967 verfassten Text bekannte sich Günter Grass emphatisch zu seinem „Lehrer“ Alfred Döblin. Als Grund führt er später die radikale Modernität Döblins an, der in jedem seiner Bücher neue Möglichkeiten der Prosa entwickelt habe.[68] Wolfgang Koeppen äußerte sich ähnlich, er zählte Döblin neben Marcel Proust, James Joyce und William Faulkner zu jenen „Lehrern des Handwerks“, die seiner Schriftstellergeneration neue stilistische Möglichkeiten eröffneten.[69] Weitere deutschsprachige Erzähler wie Arno Schmidt oder Uwe Johnson[70] sowie der Lyriker Peter Rühmkorf erhielten wichtige Anregungen für ihre Literaturerneuerungen durch die Lektüre Döblins. Selbst W. G. Sebald, der in seiner Dissertation Der Mythus der Zerstörung im Werk Döblins unberechtigterweise Döblin verdächtigte, den Nationalsozialismus durch eine drastische Gewaltdarstellung und apokalyptischen Erzählweise vorbereitet zu haben, konnte sich nicht frei von Döblins Wirkung machen. Als der zeitgenössische Schriftsteller Uwe Tellkamp in seiner Leipziger Poetikvorlesung den Gedanken fasste, ob der Roman sich nicht wieder zum Epos entwickeln könne, griff er ohne es zu wissen auf Döblins Vorstellung vom Roman als Epos der Moderne zurück.[71] Dagegen lobte Ingo Schulze die Verwandlungsfähigkeit des Stilisten Döblin.

Ehrungen[Bearbeiten]

Berliner Gedenktafel am Haus Kaiserdamm 28 in Berlin-Charlottenburg

Für seinen Roman Die Drei Sprünge des Wang-lun, der Döblins literarischer Durchbruch war, wurde ihm 1915 der Fontane-Preis verliehen. 1954 bekam er den Literaturpreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Kurz nach seinem 100. Geburtstag erhielt am 11. September 1978 das von der Luckauer, Dresdener und Sebastianstraße gebildete Straßendreieck seinen Namen. 1979 stiftete Günter Grass den Alfred-Döblin-Preis. 1992 stellte die Stadt Berlin eine Bronzebüste des Siegfried Wehrmeister in der Karl-Marx-Allee auf. Aufgrund eines Diebstahls[72] wurde der Neuguss im Foyer der Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee 14a aufgestellt. An seinem Geburtshaus in Stettin wurde eine Gedenkmedaille angebracht. 2003 wurde eine Berliner Gedenktafel an seinem Wohnhaus in Berlin-Charlottenburg enthüllt. 2007 eröffnete Stephan Döblin den Alfred-Döblin-Platz.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

Erzählungen[Bearbeiten]

Epos, Libretto und Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Manas. Versepos (Ausarbeitung eines Motivs aus der altindischen Mythologie, insbesondere der Geschichte von Savitri und Satyavan) 1927.
  • Lydia und Mäxchen. Theaterstück. UA 1. Dezember 1905 Berlin.
  • Die Nonnen von Kemnade. Theaterstück. UA 21. April 1923 Leipzig.
  • Lusitania. Theaterstück. UA 15. Januar 1926 Darmstadt.
  • Die Ehe. Theaterstück. UA 19. November 1930 München.
  • Das Wasser. Kantate. Musik: Ernst Toch. UA 18. Juni 1930 Berlin.

Essays[Bearbeiten]

Reiseberichte[Bearbeiten]

  • Reise in Polen. Bericht 1925.
  • Alfred Döblin – Meine Adresse ist: Saargemünd, Spurensuche in einer Grenzregion. 1914–1918. Zusammengetragen und kommentiert von Ralph Schock. Gollenstein Verlag, Merzig 2010, ISBN 978-3-938823-55-2.
  • Schicksalsreise. Bericht und Bekenntnis.

Promotionsschrift[Bearbeiten]

Nachlass[Bearbeiten]

Döblins Nachlass liegt im Deutschen Literaturarchiv Marbach.[73] Teile des Nachlasses sind im Literaturmuseum der Moderne in Marbach in der Dauerausstellung zu sehen, insbesondere das Manuskript zu Berlin Alexanderplatz.

Werkausgabe[Bearbeiten]

Ausgewählte Werke in Einzelbänden / Begründet von Walter Muschg. In Verbindung mit den Söhnen des Dichters hrsg. von Anthony W. Riley und Christina Althen, Olten u. a.: Walter, 1960–2007.

  1. Jagende Rosse. Der schwarze Vorhang und andere frühe Erzählwerke. 1981, ISBN 3-530-16678-2.
  2. Die drei Sprünge des Wang-Lun. Chinesischer Roman, hrsg. von Gabriele Sander und Andreas Solbach. 2007, ISBN 978-3-530-16717-7.
  3. Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine. Roman. 1982, ISBN 3-530-16681-2.
  4. Wallenstein. Roman. Hrsg. dieses Bandes: Erwin Kobel. 2001, ISBN 3-530-16714-2.
  5. Berge, Meere und Giganten. Roman. Hrsg. von Gabriele Sander. 2006, ISBN 3-530-16718-5.
  6. Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Hrsg. dieses Bandes: Werner Stauffacher. 1996, ISBN 3-530-16711-8.
  7. Babylonische Wanderung oder Hochmut kommt vor dem Fall. Roman. 1962, ISBN 3-530-16613-8.
  8. Pardon wird nicht gegeben. Roman. 1960, ISBN 3-530-16604-9.
  9. Amazonas.
    • Amazonas, 1. Das Land ohne Tod. Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher. 1988, ISBN 3-530-16620-0 (Gesamt-ISBN für Band 1–3).
    • Amazonas, 2. Der blaue Tiger. Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher. 1988.
    • Amazonas, 3. Der neue Urwald. Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher. 1988.
  10. November 1918: eine deutsche Revolution. Erzählwerk in drei Teilen. Hrsg. Werner Stauffacher.
    • 1. Bürger und Soldaten 1918. Mit einer Einführung zum Erzählwerk. 1991, ISBN 3-530-16700-2. (Gesamt-ISBN für Band 1–3).
    • 2.1 Verratenes Volk. Nach dem Text der Erstausgabe (1949), mit einem „Vorspiel“ aus „Bürger und Soldaten 1918“, 1991.
    • 2.2 Heimkehr der Fronttruppen. Nach dem Text der Erstausgabe (1949), 1991.
    • 3. Karl und Rosa. Nach dem Text der Erstausgabe (1950), 1991.
  11. Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende. Roman. 1966, ISBN 3-530-16631-6.
  12. Manas. Epische Dichtung. 1961, ISBN 3-530-16610-3.
  13. Der Oberst und der Dichter oder das menschliche Herz. Die Pilgerin Aetheria, 1978, ISBN 3-530-16660-X.
  14. Die Ermordung einer Butterblume. Sämtliche Erzählungen. Hrsg. von Christina Althen, 2001, ISBN 3-530-16716-9.
  15. Drama, Hörspiel, Film. 1983, ISBN 3-530-16684-7.
  16. Schriften zu Ästhetik, Poetik und Literatur. Hrsg. dieses Bandes: Erich Kleinschmidt. 1989, ISBN 3-530-16697-9.
  17. Schriften zu Leben und Werk. Hrsg. dieses Bandes: Erich Kleinschmidt. 1986, ISBN 3-530-16695-2.
  18. Schriften zur Politik und Gesellschaft. 1972, ISBN 3-530-16640-5.
  19. Schriften zu jüdischen Fragen. Hrsg. dieses Bandes: Hans Otto Horch u. a. 1995, ISBN 3-530-16709-6.
  20. Kleine Schriften.
  21. Der deutsche Maskenball, Von Linke Poot. Wissen und Verändern!, 1972, ISBN 3-530-16643-X.
  22. Unser Dasein. 1964, ISBN 3-530-16625-1.
  23. Kritik der Zeit. Rundfunkbeiträge 1946–1952. Im Anhang: Beiträge 1928–1931, 1992, ISBN 3-530-16708-8.
  24. Der unsterbliche Mensch: Ein Religionsgespräch. Der Kampf mit dem Engel: Religionsgespräch (ein Gang durch die Bibel). 1980, ISBN 3-530-16669-3.
  25. Reise in Polen. 1968, ISBN 3-530-16634-0.
  26. Schicksalsreise: Bericht und Bekenntnis. 1993, ISBN 3-530-16651-0.
  27. Briefe 1. 1970, ISBN 3-530-16637-5.
  28. Briefe 2. Hrsg. dieses Bandes: Helmut F. Pfanner. 2001, ISBN 3-530-16715-0.

Darüber hinaus sind folgende Bände erschienen, die durch die obenstehenden ersetzt worden sind:

  1. Die drei Sprünge des Wang-Lun., 1960. Ersetzt durch Band 2.
  2. Berlin Alexanderplatz. 1961. Ersetzt durch Band 6.
  3. Die Ermordung einer Butterblume. 1962. Ersetzt durch Band 19.
  4. Amazonas. 1963 Ersetzt durch Band 9–11.
  5. Aufsätze zur Literatur. 1963. Ersetzt durch Band 21, 22, 26–28, 35, 36.
  6. Wallenstein. 1965. Ersetzt durch Band 4.
  7. Berge, Meere und Giganten. 1978. Ersetzt durch Band 5.
  8. Erzählungen aus fünf Jahrzehnten. 1979. Ersetzt durch Band 19.
  9. Autobiographische Schriften und letzte Aufzeichnungen. 1980. Ersetzt durch Band 22 und 34.

Folgende Bände waren noch geplant, sind aber durch den Verlagswechsel zu S. Fischer 2008 nicht mehr in der Ausgabe erschienen:

  1. Das Ich über der Natur. Unsere Sorge.
  2. Zensurgutachten nach dem 2. Weltkrieg.

Literatur[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

  • Heinz Ludwig Arnold: Alfred Döblin. 2. Auflage, edition text + kritik, München 1972, ISBN 3-921402-81-6 (= text + kritik. Band 13/14).
  • Oliver Bernhardt: Alfred Döblin und Thomas Mann. Eine wechselvolle literarische Beziehung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3669-9.
  • Roland Dollinger, Wulf Koepke, Heidi Thomann Tewarson (Hrsg.): A Companion to the Works of Alfred Döblin. Camden House, Rochester 2004, ISBN 1-57113-124-8.
  • Ulrich Dronske: Tödliche Präsens/zen. Über die Philosophie des Literarischen bei Alfred Döblin. Königshausen & Neumann, Würzburg 1998, ISBN 3-8260-1334-4.
  • Birgit Hoock: Modernität als Paradox. der Begriff der „Moderne“ und seine Anwendung auf das Werk Alfred Döblins (bis 1933). Niemeyer, Tübingen 1997, ISBN 3-484-32093-1.
  • Louis Huguet: Bibliographie Alfred Döblin. Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar, 1972.
  • Thomas Keil: Alfred Döblins „Unser Dasein“. Quellenphilologische Untersuchungen. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3233-0.
  • Helmuth Kiesel: Literarische Trauerarbeit. Das Exil- und Spätwerk Alfred Döblins. Gruyter, Tübingen 1986, ISBN 3-484-18089-7.
  • Erwin Kobel: Alfred Döblin. Erzählkunst im Umbruch. Gruyter, New York 1985, ISBN 3-11-010339-7.
  • Wulf Koepke: The Critical Reception of Alfred Döblin's Major Novels. Camden House, New York 2003, ISBN 1-57113-209-0.
  • Paul E. H. Lüth (Hrsg.): Alfred Döblin. Zum 70. Geburtstag. Limes, Wiesbaden 1948 (Festschrift).
  • Burkhard Meyer-Sickendiek: Was ist literarischer Sarkasmus? Ein Beitrag zur deutsch-jüdischen Moderne. Fink, Paderborn/ München 2009, ISBN 978-3-7705-4411-0.
  • Jochen Meyer (in Zusammenarbeit mit Ute Doster): Alfred Döblin. 1878–1978. Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs im Schiller-Nationalmuseum, Marbach am Neckar vom 10. Juni bis 31. Dezember. 4., veränderte Auflage. Deutsche Schiller-Gesellschaft, Marbach 1998, ISBN 3-928882-83-X (Katalog).
  • Marily Martínez de Richter (Hrsg.): Moderne in den Metropolen. Roberto Arlt und Alfred Döblin. Internationales Symposium, Buenos Aires – Berlin 2004. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3198-9.
  • Matthias Prangel: Alfred Döblin. Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-12105-4.
  • Klaus Müller-Salget: Alfred Döblin. Werk und Entwicklung. Bouvier, Bonn 1972, ISBN 3-416-00632-1.
  • Gabriele Sander: Alfred Döblin. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-017632-8.
  • Simonetta Sanna: Selbststerben und Ganzwerdung: Alfred Döblins grosse Romane. Lang, Bern 2003, ISBN 3-906770-74-5.
  • Ingrid Schuster, Ingrid Bode (Hrsg.): Alfred Döblin im Spiegel der zeitgenössischen Kritik. Francke, Bern 1973.

Biografien[Bearbeiten]

Aufsätze[Bearbeiten]

  • Christina Althen: Alfred Döblin. Werk und Wirkung. In: Pommersches Jahrbuch für Literatur 2. Peter Lang, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-55742-6, S. 219–226.
  • Christina Althen: „Der Blick in die Literatur spart manches Röntgenbild“. Doktor Alfred Döblin. In: Vitalis, Mit Feder und Skalpell. Grenzgänger zwischen Literatur und Medizin. Prag 2013, ISBN 978-3-89919-167-7, 353–375.
  • Thomas Anz: „Modern wird modern“. Zivilisatorische und ästhetische Moderne im Frühwerk Alfred Döblins. In: Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium Münster, Bern 1993, S. 26–35.
  • Thomas Anz: Alfred Döblin und die Psychoanalyse. Ein kritischer Bericht zur Forschung. In: Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium Leiden, Bern 1997, S. 9–30.
  • Sabina Becker: Alfred Döblin im Kontext der Neuen Sachlichkeit I. In: Jahrbuch zur Kultur und Literatur der Weimarer Republik, 1995, ISBN 3-86110-090-8, S. 202–229.
  • Steffan Davies, Ernest Schonfield (Hrsg.): Alfred Döblin. Paradigms of Modernism. Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021769-8.
  • Erich Kleinschmidt: Döblin – Studien I. Depersonale Poetik. Dispositionen des Erzählens bei Alfred Döblin. In: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 26, 1982, S. 382–401.
  • Gabriel Richter: Dr. med. Alfred Döblin – Arzt, Schriftsteller, Patient und das Psychiatrische Landeskrankenhaus Emmendingen 1957. In: Volker Watzka (Hrsg.): Jahrbuch des Landkreises Emmendingen für Kultur und Geschichte 15/2001. Landkreis Emmendingen, 2000, ISBN 3-926556-16-1, S. 39–86.
  • Klaus Müller-Salget: Alfred Döblin und das Judentum. In: Hans Otto Horch (Hrsg.): Conditio Judaica. Deutsch-jüdische Exil- und Emigrationsliteratur im 20. Jahrhundert. Gruyter, Tübingen 1993, ISBN 3-484-65105-9, S. 153–164.
  • Werner Stauffacher: Intertextualität und Rezeptionsgeschichte bei Alfred Döblin. „Goethe dämmerte mir sehr spät.“ In: Zeitschrift für Semiotik 24, 2002, S. 213–229.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfred Döblin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 441 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 225.
  3. Vgl. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 11.
  4. Vgl. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 12.
  5. Vgl. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 15.
  6. Vgl. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 18.
  7. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 18.
  8. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 213.
  9. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 215.
  10. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 217.
  11. Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900–1918. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 12, München 2004, ISBN 3-406-52178-9, S. 413.
  12. Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 151.
  13. Sabina Becker: Zwischen Frühexpressionismus, Berliner Futurismus, „Döblinismus“ und „neuem Naturalismus“: Alfred Döblin und die expressionistische Bewegung. In: Walter Fähnders (Hrsg.): Expressionistische Prosa. Bielefeld 2001, ISBN 3-89528-283-9, S. 21–44.
  14. Jochen Meyer und Ute Doster: Alfred Döblin. 1878–1978. Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs im Schiller-Nationalmuseum Marbach am Neckar. Stuttgart 1978, ISBN 3-928882-83-X, S. 109.
  15. a b Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 437.
  16. Vgl. Gabriele Sander: Alfred Döblin. Reclam, 2001, ISBN 3-15-017632-8, S. 27.
  17. Vgl. Liselotte Grevel: Spuren des ersten Weltkriegs in Alfred Döblins Feuilletons der 1920er Jahre. In: Ralf Georg Bogner (Hrsg.): Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium Saarbrücken 2009. Im Banne von Verdun. Literatur und Publizistik im deutschen Südwesten zum Ersten Weltkrieg von Alfred Döblin und seinen Zeitgenossen. Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-0343-0341-5, S. 159.
  18. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, S. 219.; Alfred Döblin: „Meine Adresse ist: Saargemünd“. Spurensuche in einer Grenzregion. Gollenstein, Merzig 2010. ISBN 978-3-938823-55-2.
  19. Vgl. Erwin Kobel: Alfred Döblin „Wallenstein“. Nachwort zum Roman. In: DTV, München 2003, ISBN 3-423-13095-4, S. 939.
  20. Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900–1918. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 12, München 2004, ISBN 3-406-52178-9, S. 153.
  21. Hans Vilmar Geppert: Der historische Roman. Geschichte umerzählt – von Walter Scott bis zur Gegenwart für einen historischen Roman der Moderne. Francke, Tübingen 2009, ISBN 3-7720-8325-0, S. 216.
  22. Alfred Döblin: Der Deutsche Maskenball von Linke Poot. Wissen und Verändern. In: Walter Muschg in Verbindung mit den Söhnen des Dichters (Hrsg.): Aufsätze zur Literatur. Ausgewählte Werke in Einzelbänden. Walter Verlag, Breisgau 1972, ISBN 3-530-16643-X, S. 100.
  23. Der Titel ist eine Anspielung auf Martin Luthers Denkschrift Von der Freiheit eines Christenmenschen.
  24. Alfred Döblin: Von der Freiheit eines Dichtermenschen. In: Erich Kleinschmidt (Hrsg.): Schriften zu Ästhetik, Poetik und Literatur. Ausgewählte Werke in Einzelbänden. Walter Verlag, Olten 1989, ISBN 3-530-16697-9, S. 130.
  25. Vgl. Klaus Müller-Salget: Herkunft und Zukunft. In: Hans Otto Horch (Hrsg.): Conditio Judaica. Judentum, Antisemitismus und deutschsprachige Literatur vom Ersten Weltkrieg bis 19337/1938. Gruyter, Tübingen 1993, ISBN 3-484-10690-5, S. 265.
  26. Vgl. Klaus Müller-Salget: Alfred Döblin und das Judentum. In: Hans Otto Horch (Hrsg.): Conditio Judaica. Deutsch-jüdische Exil- und Emigrationsliteratur im 20. Jahrhundert. Gruyter, Tübingen 1993, ISBN 3-484-65105-9, S. 155.
  27. Vgl. Die Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. In: Viktor Žmegač, Kurt Bartsch (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur. Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Beltz Athenäum, Weinheim 1994, ISBN 978-3-407-32119-0, S. 175.
  28. Alfred Döblin: Döblin über Döblin. Der Nervenarzt Döblin über den Dichter Döblin. In: Walter Muschg in Verbindung mit den Söhnen des Dichters (Hrsg.): Aufsätze zur Literatur. Ausgewählte Werke in Einzelbänden. Band 8, Walter Verlag, Breisgau 1963.
  29. Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 354.
  30. Alfred Döblin: Wissen und verändern. Offene Briefe an einen jungen Menschen. S. Fischer, 1931, S. 30.
  31. Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 213.
  32. a b Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 438.
  33. Helmut G. Asper: Etwas besseres als den Tod – Filmexil in Hollywood. Schüren Verlag, Marburg 2002, ISBN 3-89472-362-9, S. 430–433.
  34. Gottfried Benn: Doppelleben: zwei Selbstdarstellungen. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-93620-3, S. 183.
  35. Karl-Josef Kuschel: Vielleicht hält Gott sich einige Dichter …: Literarisch-theologische Porträts. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1991, ISBN 3-7867-1574-2, S. 24.
  36. Anette Weinke: Die Nürnberger Prozesse. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53604-2, S. 44–45.
  37. Vgl. Wulf Köpke: The Critical Reception of Alfred Döblin's Major Novels. Camden House, New York 2003, ISBN 1-57113-209-0, S. 178.
  38. Helmuth Kiesel: Literarische Trauerarbeit: Das Exil- und Spätwerk Alfred Döblins. Gruyter, Tübingen 1986, ISBN 3-484-18089-7, S. 1.
  39. Vgl. Helmuth Kiesel: Literarische Trauerarbeit: Das Exil- und Spätwerk Alfred Döblins. Gruyter, Tübingen 1986, ISBN 3-484-18089-7, S. 1–2.
  40. Alfred Döblin: Abschied und Wiederkehr. In: Edgar Pässlar (Hrsg.): Autobiografische Schriften und letzte Aufszeichnungen. Walter Verlag, Breisgau 1980, ISBN 3-530-16672-3, S. 431.
  41. Vgl. Wulf Köpke: The Critical Reception of Alfred Döblin's Major Novels. Camden House, New York 2003, ISBN 1-57113-209-0, S. VII.
  42. a b Vgl. Wulf Köpke: Döblins Theaterprovokationen. In: Yvonne Wolf (Hrsg.): Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium. Mainz 2005: Alfred Döblin zwischen Institution und Provokation. Bern 2007, ISBN 978-3-03911-148-0, S. 65–80.
  43. Vgl. Robert Musil: Alfred Döblins Epos. In: Adolf Frisé (Hrsg.): Gesammelte Werke 9. Kritik. Rowohlt, 1981, ISBN 3-499-30009-5, S. 1680. „Ich weiß nicht, welchen Einfluß dieses Buch gewinnen wird […] Aber auch wenn ich es mir kühl überlege, traue ich mich zu behaupten, daß dieses Werk von größtem Einfluß sein sollte!“
  44. Vgl. Mirjana Stancic: Ästhetizismus – Futurismus – Döblinismus. Döblins Entwicklung von „Adonis“ zur „Segelfahrt“. In: Bettina Gruber, Gerhard Plump (Hrsg.): Romantik und Ästhetizismus. Königshausen, Würzburg 1999, ISBN 3-8260-1448-0, S. 263.
  45. Walter Muschg: Alfred Döblin: „Die Ermordung einer Butterblume: Ausgewählte Erzählungen 1910–1950“. Nachwort, S. 422.
  46. Matthias Prangel: Alfred Döblin. Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-12105-4, S. 26.
  47. Stephanie Catani: Die Geburt des Döblinismus aus dem Geist des Fin de Siècle. In: Steffan Davies, Ernest Schonfield (Hrsg.): Publications of the Institute of Germanic Studies. Vol. 95. Alfred Döblin: Paradigms of Modernism. Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021769-8, S. 33.
  48. Vgl. Walter Muschg: Alfred Döblin. Die drei Sprünge des Wang-lun. Nachwort zum Roman. Walter, Olten 1989 S. 481.
  49. Vgl. Sabine Schneider: Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. In: Sabine Schneider (Hrsg.): Lektüren für das 21. Jahrhundert. Klassiker und Bestseller der deutschen Literatur von 1900 bis heute. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3004-4, S. 49.
  50. Vgl. Alan Bance, Klaus Hofmann: Transcendence and the Historical Novel: A Discussion of November 1918. In: Steffan Davies, Ernest Schonfield (Hrsg.): Alfred Döblin. Paradigms of Modernism. Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021769-8, S. 296
  51. a b Vgl. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 216.
  52. Vgl. Steffan Davies, Ernest Schonfield: Introduction. In: Steffan Davies, Ernest Schonfield (Hrsg.): Alfred Döblin. Paradigms of Modernism. Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021769-8, S. 1.
  53. Vgl. Lars Koch: Die Kriegsschuldfrage als existentielle Erinnerungsarbeit – Alfred Döblins Roman Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende. In: Lars Koch, Marianne Vogel (Hrsg.): Imaginäre Welten im Widerstreit: Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur seit 1900. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3210-3, S. 186.
  54. Vgl. Walter Delebar: Experimente mit dem modernen Erzählen. Skizzen zu den Rahmenbedingungen von Alfred Döblins Romanwerk bis 1933. In: Sabine Kyora, Stefan Neuhaus (Hrsg.): Realistisches Schreiben in der Weimarer Republik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3390-6, S. 137.
  55. Vgl. Walter Delebar: Experimente mit dem modernen Erzählen. Skizzen zu den Rahmenbedingungen von Alfred Döblins Romanwerk bis 1933. In: Sabine Kyora, Stefan Neuhaus (Hrsg.): Realistisches Schreiben in der Weimarer Republik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3390-6, S. 136.
  56. Viktor Žmegac: Der europäische Roman. Gruyter, Tübingen 1991, ISBN 3-484-10674-3, S. 336.
  57. Klaus Müller Salget: Alfred Döblin. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03073-5, S. 212.
  58. Peter Sprengel: Geschichte der deutschen Literatur 1900–1918. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Band IX. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-52178-9, S. 413.
  59. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHelmuth Kiesel: Der war immer modern. In: FAZ. 2007.06.25, abgerufen am 18. Juni 2015.
  60. Christian Schärf: Der Roman im 20. Jahrhundert. Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-10331-5, S. 109.
  61. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 167 ff.
  62. Alfred Döblin: An Theodor Heuss. In: Walter Muschg (Hrsg.): Alfred Döblin. Briefe. Walter, Olten 1970, S. 458.
  63. Gottfried Benn: Brief vom 21.11.1946. In: Gottfried Benn: Briefe: Briefe an F. W. Oelze 1945–1949. Klett-Cotta, 2008. ISBN 978-3-608-21070-5, S. 58.
  64. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. In: dtv Portrait (Hrsg.) Martin Sulzer-Reichel. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-31086-4, S. 158.
  65. Zitiert nach Walter Killy (Hrsg.): Literatur-Lexikon. 1989. Band 3, S. 79.
  66. Bertolt Brecht: Über Alfred Döblin. In: Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei und Klaus-Detlef Müller (Hrsg.): Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Bd. 23, Aufbau Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-351-01231-4, S. 23.
  67. Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki konstatierte: Der stilprägende Einfluß, den Döblin auf die Erzählweise deutscher Romanciers nach 1945 ausgeübt hat, läßt sich nur mit dem Kafkas vergleichen.
  68. Vgl. Ich kann nur empfehlen, sich gute und strenge Lehrer zu suchen. Dieter Stolz im Gespräch mit Günter Grass. In: Alfred Döblin. Ermordung einer Butterblume. Eine Erzählung und ein Interview mit Günter Grass. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, S. 8.
  69. Vgl. Wolfgang Koeppen: Die elenden Skribenten. Aufsätze. Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.). Suhrkampf, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-518-03456-1, S. 155.
  70. Vgl. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck Verlag, München 2004, ISBN 3-406-51145-7, S. 441.
  71. Gunther Nickel: „Wer weiß, was Sehnsucht ist, wird mich verstehen“ – Uwe Tellkamp baut seine Leipziger Poetikvorlesung auf Sand. In: literaturkritik.de. 9. April 2009, abgerufen am 17. Februar 2015.
  72. Alfred Döblin in Bronze ist verschwunden. In: Berliner Zeitung. Juli 2010.
  73. Bestandsangabe des DLA über Alfred Döblin.
  74. Michael Fischer: Die Metamorphosen eines schillernden Schriftstellers. In: IPAD. Auf: tagesanzeiger.ch. 13. Dezember 2011.
  75. Katrin Hillgruber: Der Tatsachenphantast. In: Nachrichten, Literatur. Auf: badische-zeitung.de. 24. Dezember 2011.
  76. „verherrende[sic!] Döblin-Monographie“. Klaus Müller-Salget: Alfred Döblin und das Judentum. In: Hans Otto Horch (Hrsg.): Conditio Judaica. Deutsch-jüdische Exil- und Emigrationsliteratur im 20. Jahrhundert. Gruyter, Tübingen 1993, ISBN 3-484-65105-9, S. 153.