Harald Rau

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Harald Rau (* 19. August 1965 in Mannheim) ist deutscher Publizist, Kommunikationswissenschaftler und Medienökonom.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1986 bis 1992 studierte begleitend zur Tätigkeit als Tageszeitungs-, Hörfunk- und TV-Journalist Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Marketing, Bank- und Börsenwesen und Didaktik der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen sowie in der Folge Journalistik in Dortmund, wo er 1999 am Institut für Journalistik der Technischen Universität über „Redaktionsmarketing als Planungsfaktor regionaler Tageszeitungen“ promovierte. Zwischen 2001 und 2009 lehrte er im Diplomstudiengang Journalistik an der Universität Leipzig, 2007 habilitierte er sich dort mit einer Arbeit über „Qualität in einer Ökonomie der Publizistik“ und erwarb die venia legendi für Kommunikations- und Medienwissenschaft. In den Jahren 2005 und 2006 vertrat er eine Professur für Journalistik (insbesondere Internationale Mediensysteme) in Leipzig, 2008 eine Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau. Seit 2009 ist er Professor für Kommunikationsmanagement an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Salzgitter.

Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in den Bereichen Medienmanagement und Medienökonomie mit besonderer Betonung publizistischer Ökonomie. Er ist Senator der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie Forschungsbeauftragter der Karl-Scharfenberg-Fakultät am Campus Salzgitter der Hochschule. Darüber hinaus ist er Mitglied im 'Steering Committee' des Leibniz-WissenschaftsCampus “Postdigitale Partizipation” (Braunschweig), Präsident des Marketing-Club Braunschweig und Fellow im Netzwerk Lehre-hoch-n.

2021 kandidiert er für das Amt des Oberbürgermeisters von Salzgitter. Der parteilose Rau wird von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen unterstützt.[1]

Berufspraxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1984 bis 2009 arbeitete er als Journalist, Fernsehautor und Moderator mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Regional- und Landespolitik sowie Sport. Darüber hinaus realisierte Rau als Autor und Regisseur für Wirtschaftsfilm zahlreiche nationale und internationale Projekte – insbesondere für DAX30-Unternehmen; er formatierte in den 1990er Jahren mit BASF-TV das erste öffentlich ausgestrahlte, deutschsprachige und von zwei Landesmedienanstalten kontrollierte Business-TV-Magazin, er beriet deutsche Politiker in Fragen strategischer Kommunikation und begleitete in der Kommunalverwaltung den Aufbau des ersten Newsdesks mit Dezernatsschwerpunkten für eine deutsche Großstadt.

Journalist, Berater und Redaktionsleiter war er unter anderem bei den folgenden Medienunternehmen (alphabetische Reihung):

Schriften (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Key-Account-Management. Konzepte für wirksames Beziehungsmanagement, Wiesbaden, Gabler.
  • 1996: Benchmarking – Von den Besten lernen, Wiesbaden, Gabler.
  • 2000: Redaktionsmarketing, Journalismus als Planungsfaktor in der Positionierung regionaler Tageszeitungen, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag; zugl. Dissertation, TU Dortmund.
  • 2000: Mit Benchmarking an die Spitze, Niedernhausen, Falken Management.
  • 2007: (Hrsg.) Zur Zukunft des Journalismus, Berlin, Verlag Peter Lang.
  • 2007: Qualität in einer Ökonomie der Publizistik. Betriebswirtschaftliche Lösungen für die Redaktion, VS-Verlag, Wiesbaden; zugl. Habilitationsschrift, Universität Leipzig.
  • 2013: Einladung zur Kommunikationswissenschaft, Stuttgart, UTB.
  • 2014: (Hrsg.) Digitale Dämmerung, Baden-Baden, Nomos.
  • 2014: (mit Ehlers, Annika) Startup-Finanzierung in der Medienbranche. Gründer zwischen Bootstrapping und Bankkredit, Crowdfunding und Venture Capital, Baden-Baden, Nomos
  • 2016: (mit Hennecke, Chris) Geordnete Verhältnisse?! Verflechtungsstrukturen deutscher TV-Sender, Baden-Baden, Nomos.
  • 2016: Der ,Writing Code': Bessere Abschlussarbeiten in kürzerer Zeit, Baden-Baden, Nomos.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SPD und Grüne wollen neuen Oberbürgermeister für Salzgitter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]