Harrison Schmitt

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Harrison Schmitt
Harrison Schmitt
Land: USA
Organisation: NASA
ausgewählt am 28. Juni 1965
(4. NASA-Gruppe)
Einsätze: 1 Raumflug
Start: 7. Dezember 1972
Landung: 19. Dezember 1972
Zeit im Weltraum: 12d 13h 52min
EVA-Einsätze: 3
EVA-Gesamtdauer: 22h 4min
ausgeschieden am August 1975
Raumflüge

Harrison Hagan „Jack“ Schmitt (* 3. Juli 1935 in Santa Rita, Grant County, New Mexico) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Astronaut, Geologe und Politiker. Er ist der bislang letzte Mensch, der den Mond betrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Harrison Schmitt die High School absolviert hatte, studierte er am California Institute of Technology in Pasadena und an der Universität Oslo in Norwegen Geologie. 1964 bekam er den Doktorgrad für Geologie von der Harvard University verliehen.

NASA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmitt auf dem Mond

Schmitt war der erste Wissenschaftsastronaut der NASA, der tatsächlich zum Einsatz kam. Seine vorherige Aufgabe war, die anderen Astronauten für die bevorstehenden Mondexkursionen für geologische Untersuchungen zu schulen.

Am 15. März 1970 wurde er als Pilot der Mondlandefähre der Ersatzmannschaft von Apollo 15 zugeordnet. Nach der üblichen Regel wäre er daher für die Hauptmannschaft von Apollo 18 nominiert worden, dieser Flug wurde aber im September 1970 gestrichen. Auf Druck von verschiedenen Seiten wurde er am 13. August 1971 schließlich der Mannschaft von Apollo 17 als Wissenschaftsastronaut zugeteilt.

Sein einziger Einsatz im Weltraum dauerte vom 6. bis 19. Dezember 1972. Im Rahmen der Apollo-17-Mission landete er am 11. Dezember mit der Mondlandefähre Challenger im Taurus-Littrow-Gebiet und führte gemeinsam mit Eugene Cernan die längste Monderkundung aller Apollo-Missionen durch. Schmitt ist der zwölfte und bislang letzte Mensch, der den Mond betreten hat, und der vorletzte Mensch auf der Mondoberfläche, die er am 14. Dezember 1972 verließ (Cernan, der Kommandant der Mission, betrat die Mondoberfläche vor Schmitt und kehrte bei der letzten Exkursion nach ihm in die Landefähre zurück).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmitt schied im August 1975 aus der NASA aus, um sich 1976 für die Republikaner um einen Sitz im Senat der Vereinigten Staaten für New Mexico zu bewerben. Er setzte sich gegen Amtsinhaber Joseph Montoya durch und absolvierte vom 3. Januar 1977 bis zum 3. Januar 1983 eine Amtszeit als Senator, in der er Mitglied des Science, Technology, and Space Subcommittee war. Die Wiederwahl verlor er 1982 gegen den Demokraten Jeff Bingaman.

Klimaskeptizismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmitt bestreitet die vom Menschen verursachte globale Erwärmung. Aus seiner Sicht wird die globale Erwärmung als politisches Instrument benutzt, um die Kontrollmöglichkeiten der amerikanischen Regierung zu erhöhen; der Einfluss des Menschen auf das Klima sei nicht erwiesen. Da die Planetary Society – entsprechend dem Forschungsstand zum Klimawandel – den Menschen als Ursache für die globale Erwärmung benannt hatte, gab er 2008 seinen Austritt aus dieser Gesellschaft bekannt.[1] Er nahm an einer Klimaskeptiker-Konferenz des Heartland-Instituts teil und war Mitunterzeichner eines offenen Briefs von Klimaskeptikern im Wall Street Journal.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harrison H. Schmitt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Former NASA Advisory Council Chair Jack Schmitt Quits Planetary Society Over New Roadmap. Auf: spaceref.com, 17. November 2008. Abgerufen am 7. Dezember 2013.
  2. No Need to Panic About Global Warming. In: The Wall Street Journal, 27. Januar 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2013.