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Hartmuth Pfeil

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Hartmuth Pfeil (* 13. Februar 1893 in Höchst am Main; † 4. Juni 1962 in Darmstadt) war ein deutscher Grafiker und Zeichner.

Leben und Wirken

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Wilhelm Heinrich Hartmuth Pfeil kam 1893 als Sohn von Heinrich Pfeil und seiner Frau Caroline Viktoria Pfeil geb. Heggele in Höchst am Main zur Welt. Sein Vater Heinrich Pfeil (1864–1938) war Restaurateur. Die Familie Pfeil zog 1907 nach Darmstadt. Da der junge Pfeil schon als Kind künstlerisches Talent bewies, schickte man ihn mit 15 Jahren in die Kunstschule von Adolf Beyer und Ludwig Habich. Es folgte von 1910 bis 1914 die Kunstgewerbeschule in München. Im Ersten Weltkrieg war er Flugzeugführer. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg machte sich Pfeil als Werbegrafiker selbstständig. 1927 war er kurzzeitig Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main.

Seit 1930 arbeitete er viel mit Fichtel & Sachs in Schweinfurt zusammen. Der Werbeleiter Karl August Kroth hatte ihn für die Firma gewonnen. Für die Firma schuf er zahlreiche Werbegrafiken ihrer Produkte und für einige Zeit auch einen Jahreskalender.

Daneben schuf er Illustrationen für die Publikationen seines Darmstädter Bekannten, Johann Sebastian Dang, darunter dessen Darmstädter Wörterbuch und der Roman Baptist und Barbara. Hier fand er seinen Stil als wohlwollend karikierender Beobachter kleinbürgerlicher Verhältnisse mit possierlich-kritischem Zeichenstift.

Von Ende 1944 bis 1949 fand der Ausgebombte, der im Krieg einen Großteil seiner Werke verloren hatte, in Groß-Umstadt Arbeit und Unterkunft.

Der aktive Bürger und Chronist Pfeil hat wie kein anderer Darmstädter Künstler das Leben vor allem in der Nachkriegszeit in Darmstadt karikiert. Der Lulatsch Pimm, im viel zu großen, geflickten Anzug, der mit seinem Hund Butzje durch die Trümmerstadt Darmstadt zog und trotz knurrenden Magens seinen Optimismus nicht verlor, gehört bis heute zu den bekanntesten Figuren des Künstlers.

Große Popularität erlangte Pfeil aber auch durch seine Illustrationen der „Sunndags-Noochmiddags-Betrachtunge“ (Sonntags-Nachmittags-Betrachtungen) des Bienche Bimbernell von Robert Schneider im Darmstädter Tagblatt.

Als Ehrenpräsident und Mitglied der Darmstädter Karnevalsgesellschaft Narrhalla gestaltete er viele Jahre lang die komplette Werbung für die Karnevalsgesellschaft.

Pfeil war der erste Heinerfest-Illustrator und entwarf bis zu seinem Tod Festplakate und -programme.

Daneben gehörte Pfeil einer weiteren Darmstädter Institution seit ihrer Gründung an: der „Hessischen Spielgemeinschaft“, für die er eine Reihe von Bühnendekorationen entwarf.

Hartmuth Pfeil hatte viele renommierte Auftraggeber.[1]

Er wurde auf dem Darmstädter Waldfriedhof (Grabstelle: R 2a 106) bestattet.

  • Im Jahr 1958 wurde Pfeil mit der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt ausgezeichnet.
  • 1963 wurde in Darmstadt-Eberstadt ein Weg nach ihm benannt.

Einzelnachweise

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  1. Stadtlexikon Darmstadt, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, S. 707