Hedersleben (Eisleben)

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Hedersleben
Wappen von Hedersleben
Koordinaten: 51° 32′ 59″ N, 11° 39′ 0″ O
Höhe: 185 m ü. NHN
Fläche: 20,05 km²
Einwohner: 955 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06295
Vorwahl: 034773
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Lage von Hedersleben in Eisleben

Hedersleben ist ein Ortsteil der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt ca. 8 km östlich von Eisleben. Im Ort beginnt der Bach Laweke, der nach Osten zur Salza abfließt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hedersleben wurde im Jahr 1060 erstmals urkundlich erwähnt. Eine sehr ausführliche Abhandlung der Geschichte von Hedersleben, von der Jungsteinzeit bis heute findet man unter www.hedersleben.eu.

Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Hedersleben zusammen mit Burgsdorf in die Stadt Lutherstadt Eisleben eingemeindet.[1]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche von Hedersleben
Blick auf Hedersleben

Das Wappen wurde am 9. Juni 2009 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Grün auf goldenem Schildfuß eine goldene Bockwindmühle mit schwarzer Türöffnung und Eulenloch, aus dem Dach eine goldene Stange ragend, im Schildfuß drei schwarze Bockshörner, das mittlere größer.“ [2]

Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und ins Genehmigungsverfahren geführt.

Die Farben des Ortes sind: Gelb-Grün.

Die Flagge ist Gelb-Grün (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 180 die Aschersleben und Naumburg (Saale) verbindet, sind es in westlicher Richtung ca. 6,8 km.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jäger und Jagdschriftsteller Alexander Florstedt wurde in Hedersleben geboren.

Karl Emil Adelbert von Herder (1779–1857, Nobilitierung 1802), der Sohn Johann Gottfried Herders, des bekannten Dichters und Philosophen der Weimarer Klassik, führte 1794/95 auf Vermittlung seines Paten Johann Wilhelm Ludwig Gleim im Amt Hedersleben der preußisch-prinzlichen Kammer zu Magdeburg beim Oberamtmann Morgenstern ein landwirtschaftliches Volontariat durch. Morgenstern besuchte im Oktober 1794 die Familie Herder in Weimar.[3]

Christiane Eleonore von Zeutsch, Tochter des Georg Vollrath v. Zeutsch und der Christiane geb. v. Weißenbach, wurde am 5. Juni 1666 auf dem Gut in Hedersleben geboren. Ihre Enkeltochter wurde durch Heirat die russische Zarin Katharina II., auch die Große genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Amtsblatt des Landkreises Nr. 9/2009 Seite 15 (PDF; 913 kB)
  3. Bernd Feicke: Das Mansfelder Land im Briefwechsel zwischen Herder und Gleim, in: Zs. f. Heimatforschung, H. 7, Halle 1998, S. 67–74.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hedersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien