Heinrich Ignaz Franz Biber

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Das einzige erhaltene Porträt; es stammt aus den Sonatae violino solo 1681 [C. 138-145]. Die Inschrift lautet: „Paulus Seel sculpsit“, also „Gestochen von Paul Seel“. Die Umschrift lautet: „HENRICUS I.F. BIBER CELS:mi AC REU:mi PRINCIPIS ET ARCHIEP SALISBURG: CAPELLÆ VICE-MAGISTER ÆTAT: SUÆ XXXVI: ANNORUM“, also: „Heinrich I.F. Biber Vize-Kapellmeister des höchst erhabenen und höchst verehrungswürdigen Fürsten und Erzbischofs zu Salzburg seines Alters 36 Jahre“

Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern (getauft 12. August 1644 in Wartenberg, Böhmen als Heinrich Pieber; † 3. Mai 1704 in Salzburg als Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern) war ein böhmischer Komponist und berühmter Geiger der Barockzeit.

Leben[Bearbeiten]

In einem Jesuiten-Gymnasium im schlesischen Troppau erhielt er seine musikalische Ausbildung. Hier hatte er Kontakt mit dem Trompeter und späteren Kapellmeister des Erzbischofs in Kremsier Pavel Josef Vejvanovský. Vermutlich nahm er weiteren Unterricht bei Johann Heinrich Schmelzer oder dem Hofkapellmeister Antonio Bertali in Wien, dies gilt jedoch als nicht gesichert. Seine erste bekannte Komposition stammt von 1663, ein „Salve Regina“ für Sopran, Violine, Gambe und Orgel [C. 49][1].

Die erste Anstellung erhielt er 1668 als Musiker der Hofkapelle und Kammerdiener des Olmützer Bischofs Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn. Von einer Reise nach Innsbruck kehrte er unerlaubterweise nicht zurück. Auf dieser Reise kam er mit dem zu seiner Zeit berühmten Geigenbauer Jakobus Stainer in Kontakt, der ihn später in einem Schreiben als „der vortreffliche Virtuos Herr Biber“ erwähnte.

Ab 1670 trat er in den Dienst des Erzbischofs Max Gandolf von Kuenburg in Salzburg. 1678 erhielt er dort die Stelle als Vizekapellmeister und nach dem Tode seines Vorgängers Andreas Hofer um 1684 die des Kapellmeisters. Er galt als genialer Violinvirtuose; für sein kompositorisches Werk verlieh ihm Kaiser Leopold I. 1690 ein Adelsprädikat (Truchsess). Fortan durfte er sich „Biber von Bibern“ nennen, was einen erheblichen sozialen Aufstieg bedeutete. Sein monatliches Einkommen betrug zu diesem Zeitpunkt 60 Gulden, bei freier Wohnung, Wein, Brot und Brennholz.

1715 folgte sein Sohn Carl Heinrich Biber (1681–1749) dem Vater auf dem Posten des Kapellmeisters.

Schaffen[Bearbeiten]

In vielen seiner Frühwerke benutzte er sehr häufig die Skordatur (das Umstimmen einzelner Saiten), um besondere Klangeffekte zu erzielen und um schwierige Griffe in den unteren Lagen sowie auf leeren Saiten zu ermöglichen.

Biber schrieb Messen, zwei Requien, zahlreiche Violinsonaten und Tafelmusiken. Sein monumentalstes Werk schuf er 1682 anlässlich der 1100-Jahr-Feier des Erzstiftes Salzburg, eine Messe mit 53 Stimmen, die Missa Salisburgensis und den Hymnus Plaudite tympana. Diese Messe wurde früher Orazio Benevoli zugeschrieben. In den 1970er Jahren wurde angenommen, auch Bibers Vorgänger Andreas Hofer komme als Schöpfer des Werkes in Frage. Seit 1975 gilt Biber als der Komponist. Der größte Teil seiner geistlichen Werke ist so gut wie unbekannt. Von seinen Opern ist namentlich eine bekannt, Chi la dura la vince.

Von wenigen Geigern und Komponisten vor seiner Zeit findet man so häufig Doppelgriffe, Dreier- und Viererakkorde wie bei Biber. Er beherrschte, damals selten, das Violinspiel bis in die siebte Lage.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

[C. XX] bezieht sich auf das Werkeverzeichnis von Chafe (siehe Literaturverzeichnis)

Vokal[Bearbeiten]

Messen
  • Missa in Albis
    Stammt von Heinrich Brückner oder Bibers Sohn Heinrich (1681–1749)
  • Missa Sancti Alexii in contrapuncto florido a quattuor [C. nicht aufgeführt, vgl. Hintermaier S. IX[2]]
  • Missa Alleluia in C-Dur [C. 1] (zwischen 1690 und 1698):
    zwei Chöre zu 4 Stimmen (SATB), Solisten, 2 Violinen, 3 Violas, 6 Trompeten, Kesselpauken, 2 „cornetti“, also Zinke, 3 Posaunen, Theorbe, Orgel, Violone
  • Missa ex B in B-Dur [C. 4]:
    Chor SSATBB
  • Missa Bruxellensis in C-Dur [C. App. 100] (um 1700)
    Doppelchor SATB, 4 Trompeten, Pauken, 2 „cornetti“, also Zinke, 3 Posaunen, 2 Violinen, 3 Violas, basso continuo
  • Missa Catholica in C-Dur [C. 2] ((nach 1680)):
    SATB Chor und Solisten, 2 Violinen, 2 Violas, 2 Clarini, Orgel, Violone
  • Missa Christi Resurgentis in C-Dur [C. 3] ((1674)):
    zwei Chöre zu 4 Stimmen SATB, Solisten, 2 Violinen, 2 Violas, 2 Clarini, 2 „cornetti“, also Zinke, 3 Posaunen, Orgel, Violone
  • Missa à 4 voci in Contrapuncto
    Stammt von Bibers Sohn Heinrich (1681–1749).
  • Missa S. Henrici in C-Dur [C. 6] (1696):
    Chor und Solisten SSATB, 2 Violinen, 3 Violas, 2 Clarini, 3 Trompeten, Kesselpauken ad libitum, 3 Posaunen, Orgel, Violone
    Komponiert zum Eintritt von Bibers Tochter Maria Anna Magdalena in das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg als Nonne; Aufführung 11. Juli 1696.
  • Missa quadragesimalis in d-moll [C. 5] (wohl vor 1670 vgl. Hintermaier S. IX[2]):
    Chor SATB (Instrumente colla parte)
    Als Missa in Contrapuncto in einer neuen Ausgabe erschienen.
  • Requiem à 15 in A-Dur [C. 7] (nach 1690):
    Requiem, Kyrie, Dies irae, Domine Jesu Christe, Sanctus, Agnus Dei, Lux aeterna
    Chor und Solisten SSATBB, 2 Violette, 2 „Trombe Basse“ in A, 2 Oboen, 3 Posaunen, Fagott, Orgel.
    Entgegen früherer Annahme kann das Werk wegen der Entstehungszeit nicht für die Beisetzungsfeier von Fürstbischof Max Gandolf von Kuenburg, gestorben 1687, Bibers langjährigem Dienstherrn, komponiert worden sein.
  • Requiem ex F con terza min(ore) in f-moll [C. 8] (nach 1692):
    Requiem, Kyrie, Dies irae, Domine Jesu Christe, Sanctus, Agnus Dei, Lux aeterna
    Chor und Solisten SSATB, 2 Violinen, 3 Violas, 3 Posaunen ad libitum, Orgel
  • Missa Salisburgensis in C-Dur [C. App. 101] (1682)
    zwei 8-stimmige Doppelchöre SSAATTBB, 16 Solisten, 2 Streichensembles (jedes mit 2 Violinen und 4 Violas), 2 Cornetti, 4 Posaunen, 2 Oboen, 4 Blockflöten, 2 Clarini und 2 Trompetenensembles (jedes mit 4 Trompeten und Pauken), 2 Orgelstimmen als continuo, basso continuo
    Früher Orazio Benevoli zugeschrieben. Festmesse zum 1100-jährigen Bestehens des Erzstiftes Salzburg.
Sonstiges
  • Vesperae Longiores ac Breviores Unacum Litaniis Lauretanis 1693
  • Vesperae à 32 1674
  • Eine Oper: Chi la dura la vince 1690–1692 (auch als Arminio bekannt)
  • 13 Schuldramen
  • Kantaten

Instrumental[Bearbeiten]

  • Sonata violino solo representativa, auch Representatio avium, also „Darstellung von Vögeln“ [3] in A-Dur [C. 146] 1669
    (Allegro – Nachtigal – CuCu – Fresch – Adagio – Die Henn – Der Han – Presto – Adagio – Die Wachtel – Die Katz – Musquetir Mars – Allemande)
    Die Tierimitationen stammen aus Athanasius Kirchers Musurgia universalis[4]. Der „Musquetir Mars“, also „Marsch der Musketiere“ ist leicht verändert unter dem Titel „Der Mars“ Teil 4 von Bibers Battalia [C. 61].
  • Die 16 Mysteriensonaten (Rosenkranzsonaten)(zwischen 1678 und 1687 [5]), Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek [6].
    Bis auf zwei sind alle Sonaten auf skordierter Violine zu spielen, die einzelnen Stimmungen sind aus der Abbildung ersichtlich:Stimmung von Bibers 16 Rosenkranzsonaten
    In der 11. Sonate werden die Saiten im Wirbelkasten und zwischen Steg und Saitenhalter vertauscht, so dass ein Kreuz sichtbar wird.
    Violine eingerichtet für Bibers 11. Rosenkranzsonate
    Die Sonaten werden in drei Fünfergruppen geteilt: 1. Der freudenreiche 2. Der schmerzhafte 3. Der glorreiche Rosenkranz; dazu kommt Sonate XVI, die thematisch nicht zum Rosenkranz gehört.
    Im einzelnen (Satzbezeichnungen nach der Handschrift [6]):
    I. Der freudenreiche Rosenkranz
    - Sonate I für Violine und Basso continuo – 'Die Verkündigung' [C. 90]
    d-moll; Violine in Normalstimmung (Praeludium – Variatio – Aria allegro – Variatio – Adagio – Finale)
    - Sonate II für Violine und Basso continuo – 'Die Heimsuchung' [C. 91]
    A-Dur; Skordatur: a-e'-a'-e" (Sonata – Presto – Alaman: - Presto)
    - Sonate III für Violine und Basso continuo – 'Geburt Christi' [C. 92]
    h-moll; Skordatur: h-fis'-h'-d" (Sonata – Presto – Adagio – Courente – Double – Adagio)
    - Sonate IV für Violine und Basso continuo – 'Darstellung im Tempel' [C. 93]
    d-moll; Skordatur: a-d'-a'-d" (Ciacona – Adagio – Presto – Adagio)
    - Sonate V für Violine und Basso continuo – 'Auffindung im Tempel' [C. 94]
    A-Dur; Skordatur: a-e'-a'-cis" (Praeludium – Presto – Allaman: - Guigue – Saraban: – Double)
    II. Der schmerzhafte Rosenkranz
    - Sonate VI für Violine und Basso continuo – 'Jesus am Ölberg' [C. 95]
    c-moll; Skordatur: as-es'-g'-d" (Lamento – Adagio – Presto – Adagio – Adagio – Adagio)
    - Sonate VII für Violine und Basso continuo – 'Geißelung Christi' [C. 96]
    F-Dur; Skordatur: c'-f'-a'-c" (Allamanda – Variatio – Sarab: – Variatio)
    - Sonate VIII für Violine und Basso continuo – 'Krönung Christi mit der Dornenkrone' [C. 97]
    B-Dur; Skordatur: d'-f'-b'-d" (Sonata. Adagio – Presto – Guigue – Double. Presto – Double 2)
    - Sonate IX für Violine und Basso continuo – 'Die Kreuztragung' [C. 98]
    a-moll; Skordatur: c'-e'-a'-e" (Sonata – Courente – Double – Finale)
    - Sonate X für Violine und Basso continuo – 'Die Kreuzigung' [C. 99]
    g-moll; Skordatur: g-d'-a'-d" (Praeludium – Aria – Variatio – Adagio)
    III. Der glorreiche Rosenkranz
    - Sonate XI für Violine und Basso continuo – 'Auferstehung Christi' [C. 100]
    G-Dur; Skordatur: g-g'-d'-d" (Sonata – Adagio – Surexit Christus hodie ((Choralpartita)))
    - Sonate XII für Violine und Basso continuo – 'Himmelfahrt Christi' [C. 101]
    C-Dur; Skordatur: c'-e'-g'-c" (Intrada – Aria Tubicinum – Allamanda – Courente – Double)
    - Sonate XIII für Violine und Basso continuo – 'Sendung des Heiligen Geistes' [C. 102]
    d-moll; Skordatur: a-e'-cis"-e" (Sonata – Gavott – Guigue – Sarabanda)
    - Sonate XIV für Violine und Basso continuo – 'Himmelfahrt Mariä' [C. 103]
    D-Dur; Skordatur: a-e'-a'-d" (((ohne Bezeichnung)) – Grave – Adagio – Aria – Aria – Guigue)
    - Sonate XV für Violine und Basso continuo – 'Krönung Mariä im Himmel' [C. 104]
    C-Dur; Skordatur: g-c'-g'-d" (Sonata – Aria – Canzon – Sarabanda)
    IV: Passagalia
    - Sonate XVI: Passagalia für Violine Solo – 'Der Schutzengel' [C. 105]
    g-moll; Normalstimmung (Passagalia – Adagio – Allegro – Adagio)
  • Harmonia Artificioso-Ariosa Diversimodè accordata et In septem Partes vel Partias distributa à 3. Instrum:[7], also „Kunstreich – melodiöser Wohlklang in verschiedenen Stimmungen und in sieben Teile oder Partien für drei Instrumente angeordnet“ (1696)
    • 1. Partia I in d-moll für 2 Violinen und Basso Continuo (Sonata – Allamande – Gigue mit Variatio I & II – Aria – Sarabande mit Variatio I & II – Finale); beide Violinen skordiert: a, e', a', d" [C. 62]
    • 2. Partia II in h-moll für 2 Violinen und Basso Continuo (Praeludium – Allamande & Variatio – Balletto – Aria – Gigue); beide Violinen skordiert: h, fis', h', d" [C. 63]
    • 3. Partia III in A-Dur für 2 Violinen und Basso Continuo (Praeludium – Allamande – Amener – Balletto – Gigue – Cicacona); beide Violinen skordiert: a, e', a', e" [C. 64]
    • 4. Partia IV in Es-Dur für Violine, Viola da braccio und Basso Continuo (Sonata – Allamande – Trezza – Aria – Canario – Gigue – Pollicinello); Violine skordiert: b, es', b', es", Viola skordiert: es, b, es', b' [C. 65]
    • 5. Partia V in g-moll für 2 Violinen und Basso Continuo (Intrada – Aria – Balletto – Gigue – Passacaglia); beide Violinen skordiert: g, d', a', d" [C. 66]
    • 6. Partia VI in D-Dur für 2 Violinen und Basso Continuo (Praeludium – Aria mit Variatio I – XIII – Finale); keine Skordatur [C. 67]
    • 7. Partia VII in c-moll für 2 Viole d´amore und Basso Continuo (Praeludium – Allamande – Sarabande – Gigue – Aria – Trezza – Arietta variata); beide Viole d´amore skordiert: c, g, c', es', g', c" [C. 68]
  • Battalia (Suite) in D-Dur [C. 61][8] (ein Schlachtengemälde)(Presto I – Die liederliche gselschaft von allerley Humor Allegro – Presto II – Der Mars – Presto III – Aria – Die Schlacht – Lamento Adagio).
    Das Autograf[9] trägt den Titel:
    „Das liederliche Schwarmen der Musquetirer, / Mars, die Schlacht und Lamento / der Verwundeten, mit Arien initirt / und Baccho dedicirt / Von H. Biber, Ao 1673. / à 10 / 3. Violin / 4 Viol. / 2 Violon / 1 Cembalo.“
    sowie die Vermerke:
    „NB. Wo die Strich seindt / mues man anstadt des Geigen / mit dem Bogen klopfen auf die Geigen, / es mues wohl probirt werden, der Mars / ist schon bekannt, aber ich hab ihm nicht bösser / wissen zu verendern, wo die Druml geht im Bass, mues man an die Seiten ein Papier machen das es einen Strepitum ((Lärm, Getöse)) gibt, in Mars aber nur allein“
    und
    „NB: Die Schlacht muss nit mit dem bogen gestrichen werden, sondern mit der rechten Handt die Saite geschnelt wie die stuck. Undt starck!“
    sowie im dissonanten 2. Satz:
    „hic dissonant ubique, nam ebrii sic diversis cantilenis clamare solent“ also: „hier ist es überall dissonant, denn die Betrunkenen pflegen so verschiedene alte Lieder zu brüllen.“
    Der 2. Satz fällt aus dem Rahmen, weil er 10-stimmig ist (der Rest durchgehend 5-stimmig). Biber zitiert mehrere damals volkstümliche Melodien[10], das ergibt bald ein misstönendes „pathologisches“ Quodlibet. Identifiziert sind:
    1) Lied Ne takes mý mluwel aus dem slowakischen Codex Vietoris (1660-1670);
    2) Lied Vojanský Figator aus Böhmen (18. Jahrhundert);
    3) Törökös, also türkischer Tanz aus Ungarn (18. Jahrhundert), bekannt aus La rencontre imprévu von Gluck / Opern (Nummer 33) (1764);
    4) Bergamasca, in Europa seit dem 16. Jahrhundert weit verbreitet, in Deutschland auch unter dem Titel Kraut und Rüben haben mich vertrieben bekannt und von Bach in den Goldberg-Variationen im Quodlibet zitiert;
    5) Lied „Nambli wol kann ich ietz glauben“ von Johann Jacob Prinner[11].
  • Sonatae Tam Aris Quam Aulis servientes[12], also „Sonaten, zu Altären wie zu herrschaftlichen Höfen dienlich“, für 6 bis 8 Instrumente, 1676
    • 1. Sonata I a otto für zwei Clarini, zwei Violinen, vier Violen (drei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 114]
    • 2. Sonata II a sei für zwei Violinen, vier Violen (drei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 115]
    • 3. Sonata III a sei für zwei Violinen, vier Violen (drei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 116]
    • 4. Sonata IV a cinque für Clarino, Violine, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 117]
    • 5. Sonata V a sei für zwei Violinen, vier Violen (drei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 118]
    • 6. Sonata VI a cinque für zwei Violinen, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 119]
    • 7. Sonata VII a cinque für zwei Clarini, zwei Violinen, „Basso di Viola“ und Basso continuo [C 120]
    • 8. Sonata VIII a cinque für zwei Violinen, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 121]
    • 9. Sonata IX a cinque für zwei Violinen, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 122]
    • 10. Sonata X a cinque für Clarino, Violine, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 123]
    • 11. Sonata XI a cinque für zwei Violinen, drei Violen (zwei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 124]
    • 12. Sonata XII a otto für zwei Clarini, zwei Violinen, vier Violen (drei Bratschen und „Basso di Viola“) und Basso continuo [C 125]
    • Clarinduette C 126-137: 01-12 zwölf kurze Stücke ohne Bezeichnung „a due“, für zwei clarini allein
  • 8 Violinsonaten, 1681 (Bei Sonata VI in c-moll muss die Violine nach der Passacaglia umgestimmt werden):
    • 1. Sonata I in A-dur [C 138] (Praeludium)-Variatio-Finale
    • 2. Sonata II in d-moll [C 139] (Praeludium)-Aria e variatio-Finale
    • 3. Sonata III in F-dur [C 140] (Praeludium)-Aria e variatio-Variatio
    • 4. Sonata IV in D-dur [C 141] (scordatura: a, e', a', d") (Sonata)-Gigue-Adagio e variatio- Finale
    • 5. Sonata V in e-moll [C 142] (Praeludium)-Variatio-Presto-Aria e varatio
    • 6. Sonata VI in c-moll [C 143] (scordatura: g, d', a', d") (Sonata)-Passacaglia-Adagio-Gavotte-(Finale)
    • 7. Sonata VII in G-dur [C 144] (Sonata)-Aria-Adagio-Ciacona
    • 8. Sonata VIII in A-dur [C 145] (Sonata)-Aria-Sarabanda-Allegro-Gigue
  • Serenade Der Nachtwächterruf
  • Mensa Sonora seu Musica Instrumentalis[13][14] , also „Klingende Tafel- oder Instrumentalmusik“ (1680); im Erstdruck mit doppeltem Titel:
    MENSA SONORA, / SEU / MUSICA INSTRUMENTALIS, / Sonatis aliquot liberiùs sonantibus / ADMENSAM, / CELSISSIMI, AC REVE- / RENDISSIMI / S.R.I. PRINCIPIS / AC DOMINI, DOMINI / MAXIMILIANI / GANDOLPHI, / ….. / Ab HENRICO J.F. BIBER, / Capellae Vice-Magistro / M. DC. LXXX.
    und
    „Die Klingende Taffel / Oder / Instrumentalische Taffel = Music / Mit frisch=lautenden Geigen = Klang / Dem Hochwürdigsten / Hochgebornen Fürsten / und Herrn / Herrn / MAXIMILIANO / GANDOLPHO; / ….. / Zu gehorsambisten Diensten angestimmet / Durch / Hainrich ((sic)) J. F. Biber / Hochfürstl. Vice – Capellmaistern ((sic))“
    für Violine, 2 Violen, Violone und Cembalo:

- Pars I in D-Dur [C. 69](Sonata – Allamanda – Courante – Sarabanda – Gavotte – Gigue – Sonatina)
- Pars II in F-Dur [C. 70](Intrada – Balletto – Sarabanda – Balletto – Sarabanda – Balletto)
- Pars III in a-moll [C. 71](Gagliarda – Sarabanda – Aria – Ciacona – Sonatina)
- Pars IV in B-Dur [C. 72](Sonata – Allamanda – Courante – Balletto – Sarabanda – Gigue – Sonatina)
- Pars V in A-Dur [C. 73](Intrada – Balletto – Trezza[15] – Gigue – Gavotte – Gigue – Retirada[16])
- Pars VI in g-moll [C. 74](Sonata – Aria – Canario – Amener[17] – Trezza – Ciacona - Sonatina)

  • Trombet- und musikalischer taffeldienst à 4
  • 12 Sonatae Polycarpi à 9 für Trompete, Streicher, Pauken und Basso Continuo
  • Fidicinium Sacro-profanum, tam Choro, quam Foro, Pluribus Fidibus concinnatum et concini aptum[18], also „Geistlich-weltliches Saitenspiel, für Kirche wie Marktplatz, für mehrere Streichinstrumente kunstgerecht komponiert und für das gemeinsame Spiel geeignet“ (1682 / 1683; im Vorwort von Biber als opus quartum, also „opus 4“ bezeichnet [19])
    • 1. Sonata I für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in h-moll [C. 78]
    • 2. Sonata II für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in F-Dur [C. 79]
    • 3. Sonata III für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in d-moll [C. 80]
    • 4. Sonata IV für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in g-moll [C. 81]
    • 5. Sonata V für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in C-Dur [C. 82]
    • 6. Sonata VI für 2 Violinen, 2 Violen und Basso Continuo in a-moll [C. 83]
    • 7. Sonata VII für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in D-Dur [C. 84]
    • 8. Sonata VIII für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in B-Dur [C. 85]
    • 9. Sonata IX für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in G-Dur [C. 86]
    • 10. Sonata X für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in E-Dur [C. 87]
    • 11. Sonata XI für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in c-moll [C. 88]
    • 12. Sonata XII für 1 Violine, 2 Violen und Basso Continuo in A-Dur [C. 89]
  • Viele Gebrauchsmusiken, z. B. Die liederliche Gesellschaft von allerley Humor, oder die Sonata à 6 der Pauern-Kirchfarth genandt von 1673

Schriften[Bearbeiten]

  • Das Singfundament, Biber verfasste es für seine Tochter Anna Magdalena Biber (1677–1742), welche Chorregentin und Kapellmeisterin im Stift Nonnberg war, um es im Gesangsunterricht zu verwenden (1694).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Ignaz Franz Biber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. unten Werke / Literatur
  2. a b Ernst Hintermaier: Vorwort zur „Missa ex b“, Heinrich Ignaz Franz Biber, Ausgewählte Werke, Bad Reichenhall 1987
  3. Noten: IMSLP
  4. Seite 63 des Digitalisats mpiwg-berlin
  5. Das erst 2008 aufgefundene Widmungsblatt weist (von fremder Hand) die Datierung 1678 auf; der Widmungsträger Maximilian Gandolph von Khuenburg starb 1687
  6. a b http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00020682/images/
  7. Noten: IMSLP
  8. Noten: IMSLP
  9. Craig A. Otto: Seventeenth-Century Music from Kroměříž, Czechoslovakia: A catalog of the Liechtenstein Music Collection on microfilm at Syracuse University, Syracuse, New York 1977
  10. Nach Jirí Sehnal: Die Kompositionen Heinrich Bibers in Kremsier (Kroměříž) in: Sborník prací Filozofické fakulty brněnské univerzity (Sammlung der Arbeiten der Philosophischen Fakultät der Universität Brünn) 1970 S. 32 ff. übers. von Jan Gruna vgl.
  11. Näheres zum Lied
  12. Noten: IMSLP; Titelblatt des Erstdrucks S. 6
  13. Noten: IMSLP; insgesamt 58 Seiten, Titelblätter des Erstdrucks S. 7
  14. Digitalisat des Erstdrucks
  15. Trezza: ein schneller Tanz im Dreier-Takt, in Österreich beliebt vgl. Peter Holman im Booklet zur CD „Heinrich Biber – Mensa sonora …“ - The Purcell Quartet - Label Chaconne / Chandos 2008 S. 13 (übersetzt von Bettina Reinke-Welsh)
  16. Bedeutung unklar, vielleicht aus dem Spanischen „Rückzug, Ruhestand“ oder Arbeitszimmer
  17. Amener: in Frankreich normalerweise der zweite Teil einer Suite von branles; i.ü. siehe vorvorige Fußnote; nach Paul Nettl Die Wiener Tanzkomposition in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Studien zur Musikwissenschaft 8. H. (1921) Seiten 45 ff., 87 hängt das Menuett mit dem "alten Amener" (der im Tripeltakt steht) vom Wortstamm her zusammen
  18. Noten: IMSLP (Titelseite des Erstdrucks auf S. 5)
  19. Eric Thomas Chafe in: Heinrich Franz Biber 1644–1704 Musik und Kultur im hochbarocken Salzburg Ausstellungskatalog Salzburg 1994 S. 195