Lünen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lünen
Lünen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lünen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 37′ N, 7° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 59,39 km2
Einwohner: 86.348 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 1454 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 44532, 44534, 44536
Vorwahlen: 02306, 0231 (Dortmunder Vorwahl)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: UN, LH, LÜN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 024
Stadtgliederung: 14 statistische Bezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Willy-Brandt-Platz 1
44532 Lünen
Website: www.luenen.de
Bürgermeister: Jürgen Kleine-Frauns (GFL)
Lage der Stadt Lünen im Kreis Unna
DortmundEnnepe-Ruhr-KreisHagenHammKreis CoesfeldKreis SoestKreis WarendorfMärkischer KreisBergkamenBönenFröndenberg/RuhrHolzwickedeKamenLünenSchwerteSelmUnnaWerneKarte
Über dieses Bild

Lünen ist die größte Stadt des Kreises Unna im westlichen Westfalen im Regierungsbezirk Arnsberg. Lünen gehört dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie dem Regionalverband Ruhr an. Die ehemals kreisfreie Stadt ist heute ein Mittelzentrum, das durch seine Lage im nordöstlichen Ruhrgebiet und am südlichen Rand des Münsterlandes sowohl von industriellem als auch von ländlichem Einfluss geprägt ist. Lünen gehörte ab 1476 als sogenannte Beistadt der mittelalterlichen Hanse an und ist heute Mitglied im Hansebund der Neuzeit.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lünen liegt an der Grenze zwischen dem Münsterland und dem Hellweg in der Westfälischen Bucht nördlich von Dortmund. Im Westen grenzt die Stadt an Waltrop im Kreis Recklinghausen, im Norden schließen sich Selm und Werne an, die östliche Stadtgrenze teilt sich Lünen mit Bergkamen und Kamen. Die vier letztgenannten Städte sind wie Lünen Teil des Kreises Unna, der Mitglied im Regionalverband Ruhr ist. Lünen lässt sich daher zum Ruhrgebiet zählen, vor allem im Norden des Stadtgebietes ist jedoch auch eine ländliche Prägung durch die direkte Nähe zum Münsterland bemerkbar.

Neben dem Datteln-Hamm-Kanal, (früher auch Lippe-Seiten-Kanal genannt), der im Süden der Stadt verläuft, prägt vor allem die direkt durch die Innenstadt fließende Lippe (Fluss des Jahres 2018/2019) das Stadtbild. Wenige Städte in Deutschland haben so ein Alleinstellungsmerkmal. Daneben fließt durch Lünen das Flüsschen Seseke, welches nach vielen Fließkorrekturen, zuletzt 1934, nun südöstlich der Innenstadt in die Lippe mündet.

Noch heute verläuft die katholische Bistumsgrenze zwischen dem Bistum Münster (nördlich) und dem Erzbistum Paderborn (südlich) entlang der Lippe durch die Stadt.

In einigen Gebieten ist die Bebauung stark vom früheren Bergbau beeinflusst, weshalb in diesen Gebieten auch Bergschäden vorkommen. Dies ist besonders in den südlichen Teilen von Lünen der Fall.

An geringen Erhebungen gibt es den Buchenberg, den Wüstenknapp (der wüste Berg), gelegen in Lünen-Nord, und den Vogel(s)berg, gelegen in Nordlünen, welche heute nicht mehr als Hügel bzw. als Kuppe deutlich wahrgenommen werden, da sie stark verbaut sind.

51° 36′ 51″ nördlicher Breite 7° 31′ 19″ östlicher Länge, ist die geographische Lage Lünens, bezogen auf den Willy-Brandt-Platz.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 14 statistischen Bezirke (Stadtteile) Lünens

Die Stadt Lünen ist, anders als andere Städte in Nordrhein-Westfalen, verwaltungsmäßig nicht in Ortschaften, sondern in statistische Bezirke gegliedert, die zugleich die Funktion von Ortsteilen/Stadtteilen haben. Das rasche Wachstum Lünens erforderte es, die Zahl der statistischen Bezirke mehrmals zu erhöhen; so besteht Lünen seit 2004 aus vierzehn statistischen Bezirken:

Lünen-Mitte, Geistviertel, Osterfeld, Lünen-Nord, Beckinghausen, Niederaden, Horstmar, Lünen-Süd, Gahmen, Brambauer, Lippholthausen, Alstedde, Nordlünen und Wethmar. Die letzteren drei (frühere Bauerschaften) bildeten bis 1974 die Gemeinde Altlünen im damaligen Kreis Lüdinghausen und Regierungsbezirk Münster.

Die historischen und gewachsenen Ortsteile entsprechen aufgrund der künstlichen Grenzen der statistischen Bezirke oft nicht mehr den früheren Gemeindegrenzen, was zu zahlreichen Anachronismen geführt hat. So hat z. B. der gewachsene Ortsteil Horstmar von seinem ursprünglichen Gemeindegebiet, in dem das Schloss Schwansbell und weite Teile darüber hinaus bis zur Lippe lagen, etwa ein Drittel Fläche an den neugeschaffenen statistischen Bezirk Osterfeld abgeben müssen. Der Bahnhof Lünen Süd liegt nicht in Lünen-Süd, sondern im statistischen Bezirk Osterfeld. Der Eisenbahnabzweig Horstmar liegt nicht mehr in Horstmar, sondern im statistischen Bezirk Osterfeld; der Hof Schulz-Gahmen liegt nicht mehr in Gahmen, sondern im statistischen Bezirk Osterfeld; das Gut Alstedde (Hof Schulte-Witten) liegt nicht mehr in Alstedde, sondern im statistischen Bezirk Nordlünen; der Preußenhafen am Datteln-Hamm-Kanal, benannt nach der ehemaligen Zeche Preußen in Horstmar, liegt nicht mehr in Horstmar, sondern im statistischen Bezirk Lünen-Süd; der Fußballverein TuS Westfalia Wethmar e.V. spielt nicht mehr in Wethmar, sondern im statistischen Bezirk Nordlünen. Das trifft auch für den Kleingartenverein Wethmar zu.

Innenstadt mit Lippebrücke
(Übergang Lange Straße / Münsterstraße)

Die Zusammensetzung der Stadt aus mehreren großen Zentren (Brambauer, Süd, Altlünen und Mitte – diese jedoch nur etwa einen Quadratkilometer groß mit knapp 3000 Einwohnern), die zum großen Teil im Laufe der Zeit eingemeindet wurden, macht sich deutlich bemerkbar und lässt die Stadt kleiner erscheinen, als sie ist. Zudem unterscheiden sich die einzelnen Ortsteile zum Teil deutlich in Struktur und Lage (s. auch den Abschnitt Einwohnerentwicklung).

So sehen manche Bewohner die jetzigen nördlichen Lüner Ortsteile Alstedde, Nordlünen und Wethmar, die bis Ende 1974 die selbstständige Gemeinde Altlünen im Amt Bork (Kreis Lüdinghausen) – früher im Regierungsbezirk Münster gelegen – bildeten und, da nördlich der Lippe, historisch eher zum angrenzenden Münsterland zählend, als eine nach Lokalkolorit „eigenständige Altgemeinde“ an, mithin noch nicht direkt zum Ruhrgebiet gehörend.

Diese Abgrenzung der nördlichen Ortsteile äußert sich auch darin, dass hier die für das Münsterland typische Backsteinbebauung überwiegt. Zudem befinden sich hier vergleichsweise wenige Zechenhäuser, hingegen jedoch viele gehobene Wohngegenden, wie insbesondere Nordlünen mit vielen großzügigen Einfamilienhäusern und Villen. Die kurz nach der Eingemeindung 1975 von der Stadt Lünen vorgenommene irrtümliche Umbenennung des Ortsteils bzw. statistischen Bezirks Nordlünen in Altlünen wurde Anfang 2018 zurückgenommen.

Der „randständige“ südwestliche Ortsteil Brambauer hingegen liegt nicht nur geographisch „außerhalb“. In das lange Zeit vom Bergbau geprägte Brambauer kamen erst Arbeitssuchende aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und den Niederlanden, dann aus Italien und der Türkei und später wieder aus dem ehemaligen sog. Ostblock (Spätaussiedler). So ist die hier lebende Bevölkerung bunt gefächert.

Der Ortsteil Lünen-Süd, in der Struktur Brambauer ähnlich, hat sich allerdings, was die Einwohner angeht, etwas eigenständiger gehalten. Das Besondere hier ist die direkte Nähe zu Dortmund-Derne. Auf den Derner Zechen waren viele Lünen-Süder beschäftigt, ohne dass in Lünen-Süd eine eigene Zeche bestand. Eine Zeche gab es jedoch in den angrenzenden Ortsteilen Horstmar und Gahmen. Dies hatte über Jahrzehnte den Vorteil geringerer Emissionen in Lünen-Süd; allerdings litt und leidet Lünen-Süd, wie auch Horstmar, Niederaden und Gahmen, unter beträchtlichen Bergschäden.

Ehemalige Grenze zwischen Lünen und Altlünen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1974 war Altlünen (bestehend aus Alstedde, Nordlünen und Wethmar) eine selbstständige Gemeinde im Amt Bork, Kreis Lüdinghausen, Regierungsbezirk Münster. Die damalige Grenze zwischen Lünen und Altlünen und somit zwischen dem Regierungsbezirk Arnsberg und dem Regierungsbezirk Münster verlief die Lippe und dem mittlerweile vollständig verrohrten, in die Lippe mündenden Wevelsbach entlang. Ausnahme hiervon ist die Schlossallee im Lüner Ortsteil Lippholthausen, die über die Lippe hinweg zum mittlerweile abgerissenen Haus Buddenburg führt, das mit seiner unmittelbaren Umgebung nicht zu Altlünen gehörte. (s. Geschichte)

Der dem Lauf des Wevelsbaches (früher: Wibelsbach genannt) folgende Grenzverlauf ab der Mündung in die Lippe ist wie folgt: Etwa 200 m vor der jetzigen Brücke der Konrad-Adenauer-Straße führt die Grenze zwischen Lünen und Altlünen von Westen kommend von der Lippe nach Norden, überquert kurz vor der Einmündung der Straße In den Erlen die Borker Straße, anschließend die Bahnlinie Dortmund–Gronau, die Döttelbeckstraße und die Straße Am Katzbach. Als Nächstes verläuft sie südlich der Straßen Am Mispelbohm, Löwen-Köster-Straße und Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße bis zur Grenzstraße (sog. Schwarzer Sommerweg). Diese überquert sie und führt in Richtung Süden weiter hinter der östlichen Bebauung der Grenzstraße, überquert die Bahnlinie Dortmund–Münster und die Münsterstraße direkt vor der Abzweigung der Dorfstraße. Anschließend folgt sie dem Rand der östlichen Bebauung der Straße Krummer Weg, um schließlich die Zwolle-Allee querend und in östlicher Richtung verlaufend den Lippebogen südlich der ehemaligen Westfalia-Hütte zu erreichen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generell ist das Klima in Lünen eher atlantisch als kontinental geprägt. Da Lünen am Rand des Ruhrgebietes liegt, zeigen sich in Lünen einige typische klimatische Merkmale dicht besiedelter Räume. Die Niederschlagsmenge im langjährigen Mittel beträgt 700–730 mm. Regenreichster Monat ist der Juli, am wenigsten Niederschlag fällt im Februar. Durchschnittlich 21 Tage im Jahr haben eine höhere Tagesmitteltemperatur als 25 °C, 45 Tage im Jahr eine niedrigere Tagesmitteltemperatur als 0 °C. Die Jahresmitteltemperatur beträgt knapp 10 °C, die durchschnittliche Sonnenscheindauer pro Jahr fast 1500 Stunden. Die Schwefeldioxid-Belastung ist in den letzten 30 bis 40 Jahren wesentlich gesenkt worden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Christi Geburt unterhielten römische Truppen im Gebiet des heutigen Ortsteils Beckinghausen das Uferlager für das Legionslager im angrenzenden Oberaden (s. Germania magna). Fränkische und sächsische Grabanlagen in Wethmar belegen frühmittelalterliche Siedlungen. Um 880/890 wird Lünen im Heberegister des Benediktinerklosters Werden an der Ruhr erstmals erwähnt. Das Urbar (Heberegister) nennt viele Orte und Bauerschaften im westfälischen Raum zum ersten Mal. Für Lünen/Luynen, auch Leunen, sind dies die vier nördlich der Lippe gelegenen Bauerschaften Alstedde (Alstedi), Wethmar (Wetmeri), Nordlünen (Nordliunon) und Südlünen (Sudliunon). Liunon bedeutet Anhöhe/Schutz (vor dem Hochwasser der Lippe).

Die Lippe zwischen Lippstadt und Lünen bildete die Südgrenze des Dreingaus.

Aufgrund seiner Lage an einem Lippeübergang einer bedeutenden Fernhandelsstraße (vom Niederrhein bis zur Nord- und Ostsee) entwickelte sich Südlünen zum Kirchdorf Lünen. Um 1018 entstand der erste Steinbau der St.-Marien-Kirche. Am Anfang des 13. Jahrhunderts diente Lünen mehrmals als Versammlungsort der westfälischen Landesherren. Um 1215 erhielt der Ort eine Befestigung (Wall, Graben). In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts besaß Lünen (am Nordufer der Lippe) den Status einer Stadt (1279 „oppidum“), als Ort im Fürstbistum Münster.

Ältestes Stadtsiegel von Lünen, um 1320

Um 1300 wurde die St.-Marien-Kirche nach ihrer Zerstörung 1254 in der Schlacht bei Brechten als frühgotische Hallenkirche neu errichtet. Kurz vor 1300 (1288?) gelangte Lünen in den Machtbereich des Grafen Eberhard von der Mark (nicht 1302 durch Verpfändung, wie lange Zeit vermutet wurde). 1336 verlegte Eberhards Nachfolger, Adolf II. (von der Mark), Lünen aus politischen und militärischen Gründen vom Nordufer auf das Südufer der Lippe und verlieh der Stadt 1341 (märkisches) Stadtrecht, den sog. Freiheitsbrief oder Rechtsbrief (am 4. Juli 1341). Somit erhielt Lünen zweimal das Stadtrecht.

Im Jahr 1366 wurde die Lüner St.-Georgs-Kirche als Filialkirche im Pfarrbezirk Brechten fertiggestellt. Erst 1627 wurde die Kirche von der Brechtener Mutterkirche gelöst. Nördlich der Lippe, im Umfeld der St.-Marien-Kirche, verblieben nur wenige Bewohner, die unter anderem vom Wallfahrtsverkehr zum Gnadenbild in der Kirche lebten. Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Lünen-Alt ist das älteste erhaltene Gnadenbild des Bistums Münster. Eine Besonderheit ist, dass sich die Wallfahrt bereits im Mittelalter nachweisen lässt. Somit ist die St.-Marien-Kirche der älteste Marienwallfahrtsort im Bistum Münster. Die Wallfahrt hatte eine große Bedeutung für die Entwicklung des frühen Lünens.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des 16. Jahrhunderts schrieb der Lüner Chronist, Pfarrer Georg Spormecker, über Lünen:

„Die Stadt Lünen liegt in einer herrlichen Gegend zwischen zwei klaren, lieblichen Flüssen rechts und links, der Lippe und der Seseke …“

Ein Großbrand am 6. November 1512 zerstörte nahezu alle Gebäude der Stadt. An den Pfingsttagen des Jahres 1520 brach wieder eine schwere Hochwasserkatastrophe über das Land und Lünen herein, die unermesslichen Schaden anrichtete. Die Befestigungen der Flussufer brachen, und man konnte überall auf den Wiesen und Weiden die Fische mit der Hand fangen.

Der Chronist Johann Dietrich von Steinen (1699–1759) schrieb:

„Im Jahre 1550 d. 13 März wurde durch einen Zimmerknecht, Gert Balcke, die Stadt angezündet, da 107 Häuser verbrannten. Der Thäter wurde gefangen, durch alle Strassen geschleppet, in Stükke zerhauen und an 4 Orten der Stadt aufgehangen, der Kopf aber auf die Steinpforte gestecket.“

Im Jahre 1526 wurde Lünen nach Ostern von einer schweren Pestepidemie heimgesucht. Eine unglaublich hohe Zahl von Personen beiderlei Geschlechtes fiel dieser Seuche zum Opfer.

Eine Zollliste aus den Jahren 1573 und 1574 dokumentierte den sogenannten „Ochsenweg“, über den Vieh, besonders Rinder, und Handelswaren, darunter Bier, Käse, Wein, Eisen, Kohle und Kalk, durch Lünen transportiert wurden. Der Stadt gelang es, bis 1598 alle Feinde zurückzuhalten. Erst eine neue Waffe, die Kanone, war den alten Verteidigungsanlagen überlegen, so dass die Lüner spanische Soldaten während des Spanisch-Niederländischen Krieges einlassen mussten. 1609 gelangte Lünen unter Johann Sigismund von Hohenzollern in den Machtbereich der Kurfürsten von Brandenburg. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde Lünen mehrfach militärisch besetzt. Ein besonders schlimmes Jahr war 1634, als Lünen fünf verschiedene Besatzungen erleiden musste. Die Befestigungsanlagen wurden in diesem Krieg zweimal geschleift und wieder aufgebaut.

1647 schrieb Matthäus Merian in der Topographia Westphaliae:

„Lünen ligt an der Lippe/nahend Werne/und ist ein fürnehmer Paß uber den Lippstrom ins Stifft Münster. Man rechnet von hinnen nur eine grosse Meil nach Dortmund/wird unter die Ort der Graffschafft Marck gerechnet. Ist ein kleines Stättlein/so in diesem Krieg von beyden Partheyen viel außgestanden/und haben solches ein weil die Keyserisch- unnd Ligistische; eine weil die Schwedisch- und Lüneburgische Unierte/ erobert. Aber Anno 1637 haben die Hessischen es vergebens angegriffen.“

1719 lebten 1238 Menschen in Lünen, vor allem Handwerker, Kaufleute und Arbeiter, die nebenberuflich auch in der Landwirtschaft tätig waren (Ackerbürger). Im Siebenjährigen Krieg lag Lünen lange Zeit in einer Kampfzone, so dass die Stadt durch ständige Einquartierungen völlig verarmte. In den Jahren 1753 und 1755 besuchte König Friedrich der Große die Stadt. Die Einwohner jubelten ihm zu. 1759 wurde die Stadtmauer teilweise geschleift; 1765 lebten in Lünen nur noch 972 Menschen. Im Jahr 1777 gab es das Amt Lünen (s. Topografische Karte der Grafschaft Mark).

Siegel der Mairie Lünen (um 1813) während der napoleonischen Zeit mit Napoleon-Emblem

Die Stadt Lünen bildete an der langen Postroute von Holland, Brabant über Kleve nach Magdeburg und Berlin eine bedeutende Station; denn der Brief- und Paketverkehr der reitenden und fahrenden Post, auch aus der Grafschaft Mark, lief über Lünen. Der Erzähler und Publizist Heinrich von Kleist bewarb sich im Sommer 1808 auf die freigewordene Stelle eines Postdirektors in Lünen. Als 1807 nach dem Frieden von Tilsit der Preußenkönig die westfälische Provinz an den Sieger abtreten musste, kam Lünen für kurze Zeit unter französische Fremdherrschaft: Die Stadt wurde Napoleonische Mairie.

1822 wurde eine neue „Kunststraßenverbindung“ zwischen Lünen und Dortmund fertiggestellt, 1823 zwischen Lünen und Werne. Dank der Lippeschifffahrt erlangte Lünen im frühen 19. Jahrhundert als Umschlagplatz zeitweise überregionale Bedeutung; so wurde z. B. auf Frachtscheinen aufgrund des Kanalhafens in Lünen „Dortmund bei Lünen“ angegeben – statt (wie heute noch manchmal) „Lünen bei Dortmund“.[2] 1826 entstand in Altlünen die Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia als erstes großes Industrieunternehmen im Lüner Raum. 1838 erhielt Lünen einen Getreide- und Gemüsemarkt, der jeden Dienstag stattfand. 1847 schreibt der Geograph J.G.Fr.Cannabich im Lehrbuch der Geographie:

„Lünen, St. am Einflusse der Sesike in die Lippe, hat 2250 E., die viele blecherne Dosen und Nägel verfertigen.“

1874 wurde Lünen amtsfrei. 1875 ging die Eisenbahnstrecke Dortmund–Lünen–Enschede in Betrieb. 1896 wurde der Neubau der St.-Marien-Kirche geweiht.

Im Ersten Weltkrieg waren aus Lünen über 1000 Gefallene zu beklagen.

Am 1. Juli 1914 schloss sich Lippholthausen Lünen an, am 1. Oktober 1923 vergrößerte sich Lünen um die Landgemeinden Gahmen, Horstmar und Beckinghausen. Vom 24. Januar 1923 bis zum September 1924 waren in Lünen südlich der Lippe im Rahmen der Ruhrbesetzung unter dem örtlichen Major Ronforts französische Truppen stationiert. An den Lippebrücken, unter anderem an der Langen Straße, waren Grenzübergänge mit Passkontrollen eingerichtet. Mit Wirkung vom 1. April 1928 wurde der Ort Brambauer im Zuge der Kommunalreform eingemeindet. Gleichzeitig wurde Lünen aus dem Landkreis Dortmund ausgegliedert und somit kreisfrei. Im selben Jahr ging die Bahnstrecke Preußen–(Lünen)–Münster in Betrieb.

1930 lebten in Lünen noch 218 Menschen jüdischen Glaubens. Während der Novemberpogrome 1938 wurden drei Juden ermordet, ein weiterer erlag später seinen schweren Verletzungen. Zu ihrem Gedächtnis wurde 1993 an der Lippebrücke, Lange Straße/Münsterstraße ein Mahnmal errichtet – siehe auch: Liste der Stolpersteine in Lünen und Synagoge (Lünen). In den Jahren 1940 bis 1945, während des Zweiten Weltkriegs, töteten Brand- und Sprengbomben 287 Bewohner und zerstörten über 2600 Häuser; 1083 Gefallene aus Lünen sind zu beklagen. Gegen Ende des Krieges wurde die Lippebrücke in der Innenstadt von deutschen Pionieren gesprengt.

Am 17. Dezember 1946 war der Neubeginn der in Lünen einstweilig untergebrachten Pädagogischen Akademie Dortmund (heute Pädagogische Hochschule) unter Leitung des Rektors Emil Figge.

In den 1960er und 1970er Jahren mussten, im Geiste der Zeit, viele erhaltungswürdige Gebäude in der Innenstadt (südlich der Lippe) großen Bauvorhaben wie dem neuen Rathaus und später dem ehemaligen Kaufhaus Hertie – inzwischen zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut – weichen. Viele Fassaden wurden nach der Entfernung des Stucks und sonstiger Verzierungen ohne Fassadenrelief verputzt. Dennoch wurden in dieser Zeit auch einige interessante und sehenswerte Bauten errichtet. So ist die Stadt von starken Kontrasten geprägt, so dass man vom Willy-Brandt-Platz (Stadtmitte) mit Rathochhaus, technischem Rathaus und neuem Cineworld-Kino in nur ein paar Minuten die alten Straßen und Wege der Innenstadt mit ihren teilweise unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern erreicht.

Zwischen 1954 und 1960 entstanden das inzwischen abgerissene (alte) Hallenbad, das Heinz-Hilpert-Theater, das Geschwister-Scholl-Gymnasium (heute Gesamtschule) und das neue Rathaus. Am 1. Januar 1968 kam Niederaden zu Lünen. Im Zuge der Gemeinde- und Kreisgebietsreform schlossen sich mit Wirkung vom 1. Januar 1975 Lünen und Altlünen zusammen. Zugleich wurde Lünen Teil des Kreises Unna. 1996 fand in Lünen (Horstmar) die nordrhein-westfälische Landesgartenschau (LaGaLü) statt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts führt durch Lünen der Jakobsweg (Weg 1 durch Westfalen).

Im Jahre 2016 beging Lünen die 675-Jahr-Feier. Das – umstrittene – Motto lautete: „Je oller, je doller!“[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Juli 1914: Lippholthausen[4]
  • 1. Oktober 1923: Beckinghausen, Gahmen und Horstmar[4]
  • 1. April 1928: Brambauer und ein Teil von Derne[4]
  • 1. Januar 1968: Niederaden[5]
  • 1. Januar 1975: Altlünen (mit den Ortsteilen Alstedde, Nordlünen und Wethmar)[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Lünen.svgEinwohnerentwicklung von Lünen - ab 1871.svg
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Einwohnerentwicklung von Lünen nach nebenstehender Tabelle. Oben von 1719 bis 2018. Unten ein Ausschnitt ab 1871

1719 lebten in Lünen 1.238 Menschen. Bis in das 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl nur langsam. Durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1890 erst 4.500 Menschen in Lünen, so waren es 1939 bereits 46.000. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Stadt durch Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen auf rd. 61.000 Einwohner. Mit der Eingemeindung von Altlünen (15.500 Einwohner 1974) wuchs die Einwohnerzahl von 70.000 im Jahr 1974 auf 85.500 am 1. Januar 1975. Während die Einwohnerzahl für „Gesamt-Lünen“ im Zeitraum 1975–2019 nahezu unverändert bei rund 86.000 geblieben ist, hat sie im Ortsteil Altlünen (bestehend aus Alstedde, Nordlünen und Wethmar) im gleichen Zeitraum infolge intensiver Bebauung um fast 6.000 (von 15.500 auf 21.400) zugenommen (mithin plus 35 %); folglich ist die Einwohnerzahl im früheren (Stamm-)Lünen um ebenfalls etwa 6.000 Einwohner (von 70.000 auf 64.000) zurückgegangen (minus ca. 10 %). Das lässt auf eine überdurchschnittliche Attraktivität des (Alt-)Ortsteils Altlünen als Wohngebiet schließen.

Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Lünen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 90.381 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Es waren etwa 46.000 weiblich (51 Prozent) und 44.000 männlich (49 Prozent). Der Ausländeranteil lag bei rund zehn Prozent. Laut der Landesdatenbank NRW lebten Ende 2011 in Lünen noch 87.061 Einwohner (Rückgang gegenüber 2005: ca. 3,7 %). Lünen steht auf dem 94. Platz der hundert größten Städte in Deutschland (Stand: 31. Dezember 2013). Während in vielen mittleren Großstädten des Ruhrgebietes (z. B. Remscheid, Hagen oder Gelsenkirchen) der prozentuale Rückgang der Einwohner zwischen 1990 und 2018 deutlich mehr als zehn Prozent betrug, ist in Lünen die Einwohnerzahl in diesem Zeitraum nicht zurückgegangen, sondern konstant geblieben.

Lt. Statistik der Stadt Lünen per 31. Dezember 2016 hat sich der Ausländeranteil inzwischen auf 13 Prozent erhöht. Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund beträgt über 25 Prozent.

Die Bertelsmann-Stiftung geht in ihrer Prognose aus 2009 von einem Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2030 von etwa 87.000 (2009) auf rd. 76.500 (2030) aus. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von ca. 13 %. Das IT.NRW prognostiziert in seiner Studie aus 2011 für 2030 eine Einwohnerzahl von 81.900, gut 5.000 Einwohner mehr als Bertelsmann.

Einhergehend mit dem prognostizierten Einwohnerrückgang bis 2030 soll sich auch der Anteil der Einwohner über 75 Jahren deutlich verändern. Zurzeit (2015) ist jeder zehnte Bürger Lünens 75 Jahre und älter, 2030 soll es – konstante Einwohnerzahl vorausgesetzt – nach den Prognosen jeder fünfte Bürger sein, was etwa 16.000 Einwohnern über 75 Jahre entsprechen würde.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei 1719 handelt es sich um eine Schätzung, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr/Datum Einwohner
1719 ² 01.238
1. Dezember 1840 ¹ 02.117
3. Dezember 1855 ¹ 02.651
1. Dezember 1871 ¹ 03.000
1. Dezember 1885 ¹ 03.907
1. Dezember 1890 ¹ 04.500
1. Dezember 1900 ¹ 09.000
1. Dezember 1905 ¹ 08.800
1. Dezember 1910 ¹ 10.530
1. Dezember 1916 ¹ 15.155
5. Dezember 1917 ¹ 15.156
8. Oktober 1919 ¹ 16.800
Datum Einwohner
16. Juni 1925 ¹ 23.835
16. Juni 1933 ¹ 45.617
17. Mai 1939 ¹ 46.310
31. Dezember 1945 ² 46.157
29. Oktober 1946 ¹ 51.989
13. September 1950 ¹ 61.305
25. September 1956 ¹ 68.371
6. Juni 1961 ¹ 72.171
31. Dezember 1965 ² 73.139
27. Mai 1970 ¹ 71.658
30. Juni 1974 ² 70.457
31. Dezember 1975 ² 85.685
Datum Einwohner
31. Dezember 1980 85.872
31. Dezember 1985 84.532
25. Mai 1987 ¹ 84.664
31. Dezember 1990 87.845
31. Dezember 1995 91.592
31. Dezember 2000 92.017
31. Dezember 2005 90.022
31. Dezember 2007 88.832
31. Dezember 2008 88.297
31. Dezember 2009 87.783
31. Dezember 2010 87.530
31. Dezember 2011 85.554
Datum Einwohner
31. Dezember 2012 84.798
31. Dezember 2013 84.775
31. Dezember 2014 84.783
31. Dezember 2015 85.867
31. Dezember 2016 86.274
31. Dezember 2017 86.465
31. Dezember 2018 86.449

¹ Volkszählungsergebnis
² Amtlich anlässlich der Volkszählung festgestellte Zahl: 1974 für Lünen in den damaligen Grenzen, 1975 einschließlich des am 1. Januar 1975 eingemeindeten Altlünen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch gehörte das Gebiet der nördlich der Lippe liegenden früheren Gemeinde Altlünen zum katholischen Fürstbistum Münster, während das Gebiet südlich der Lippe mit der Reformation evangelisch wurde; eine Sonderstellung hatte das ebenfalls nördlich der Lippe liegende, jedoch wie das übrige Lünen zur Grafschaft Mark gehörende Gebiet um die Marienkirche, die seit dem Mittelalter ununterbrochen katholisch blieb. In der Kaiserzeit zogen viele polnischsprachige Arbeitnehmer aus der Provinz Posen zu, die fast ausnahmslos katholisch waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele überwiegend evangelische, aber auch katholische Zuwanderer aus den deutschen Ostgebieten nach Lünen. Es existieren weiterhin Gemeinden anderer christlicher Konfessionen wie auch muslimische Moscheegemeinden.

Die nördlich der Lippe liegende katholische Kirchengemeinde St. Marien (mit den Teilgemeinden St. Marien, St. Gottfried, St. Norbert und St. Ludger) gehört zum Bistum Münster; die katholischen Gemeinden südlich der Lippe gehören zum Erzbistum Paderborn. Bis 2009 gab es in Lünen einen Konvent der Franziskanerinnen von St. Mauritz in Münster. Die Ordensschwestern waren 144 Jahre lang in der Krankenpflege und -seelsorge des St. Marien-Hospitals in Lünen tätig.[7]

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 waren im Jahr 2011 32,5 % der Einwohner evangelisch, 34,1 % mehrheitlich römisch-katholisch und 33,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[8] Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken. Ende 2019 waren von den Einwohnern 27 % evangelische Christen, 29 % Katholiken und mehrheitlich 44 % waren konfessionslos oder hatten eine sonstige Konfession.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Lünen setzt sich seit der letzten Kommunalwahl (25. Mai 2014) wie folgt zusammen:

         
Insgesamt 52 Sitze
  • SPD: 21 Sitze
  • CDU: zunächst 13 Sitze; nachdem drei Mitglieder bis zum 6. Dezember 2015 aus der CDU-Fraktion ausgetreten sind, nur noch 10 Sitze; seit Anfang 2019 jedoch wieder 11 Sitze, da ein FDP-Mitglied, das aus der CDU dorthin übergetreten war, am 31. Dezember 2018 aus dem Rat ausgeschieden ist
  • GFL (Gemeinsam Für Lünen): zunächst 9 Sitze; zusätzlich Anfang 2016 ein Übertritt von der CDU, somit dann 10 Sitze; per 6/2020 zwei Austritte, somit noch 8 Sitze
  • GRÜNE: 4 Sitze
  • FDP: zunächst 2 Sitze; zusätzlich Anfang 2016 ein Übertritt von der CDU und im Oktober 2017 ein weiterer Übertritt eines Fraktionslosen (früher CDU), daraufhin 4 Sitze; seit Anfang 2019 jedoch wieder 3 Sitze, da eins der zuvor zur FDP übergetretenen Mitglieder am 31. Dezember 2018 aus dem Rat ausgeschieden ist
  • Die Linke: 2 Sitze
  • UWG: 1 Sitz
  • Piraten: 1 Sitz
  • 1 fraktionslos (nach Austritt aus SPD-Fraktion)
  • nach Austritt aus GFL = Fraktion Bürger-Gemeinschaft-Lünen: 2 Sitze
  • + Bürgermeister: 1 Sitz

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste[10][11][12][13] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr SPD CDU GFL Grüne1 Linke FDP UWG Statt-Partei
1975 54,4 39,3 5,4
1979 55,4 39,8 4,1
1984 53,7 35,0 09,5 1,6
1989 55,1 32,5 09,9 2,6
1994 52,4 37,1 09,7
1999 44,0 45,9 05,4 2,1 2,6
020042 43,2 37,2 09,3 5,1 5,0
2009 36,8 23,9 13,1 11,3 5,3 6,0 2,4 1,3
2014 40,9 24,5 15,5 07,4 4,1 2,8 1,8

Fußnoten

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 2004: Statt Partei: 4,97 %

Bürgermeister und Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister bis 1928[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 0000–0000: Johann Franz Henrich Schultz (1772–1850)
  • 1851–1874: Alfred Bohlen
  • 1875–1892: Robert Tamm
  • 1893–1895: Eduard Saarmann
  • 1895–1896: Freiherr von Schenk Schweinsberg
  • 1896–1928: Ernst Becker (Ehrenbürger der Stadt)

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1928–1932: Ernst Becker
  • 1932–1935: Hermann Schlegtendal
  • 1936–1937: Curt Friedrich Heinrich Röding
  • 1937–1945: Karl Theodor Loerbroks
  • 1945–1945: Josef Rensmann (kommissarisch)
  • 1945–1946: Karl Johannes Greve
  • 1946–1946: August Baumeister
  • 1946–1948: Wilhelm Hüsing, CDU
  • 1948–1952: Johann Laubrunn, SPD
  • 1952–1955: Hermann Schmälzger, SPD
  • 1955–1963: Adolf Stock, SPD
  • 1963–1969: Heinrich Czerwinski, SPD
  • 1969–1979: Hans-Werner Harzer, SPD

Bürgermeister 1979 bis 1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979–1989: Hans-Werner Harzer, SPD
  • 1989–1994: Kurt Denkert, SPD
  • 1994–1999: Christina Dörr-Schmidt, SPD

Hauptamtliche Bürgermeister ab 1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtdirektoren und Oberstadtdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstadtdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–1949 Carl Friedrich Butz
  • 1949–1960 Adalbert Kaukars
  • 1961–1965 Alfred Falkenstein
  • 1965–1974 Siegfried Heuser

Stadtdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975–1984 Siegfried Heuser
  • 1984–1993 Rudolf Salmen
  • 1993–1999 Hans Wilhelm Stodollick

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lünen listet folgende sechs Partnerstädte auf: [14]

1952 übernahm die Stadt Lünen die Patenschaft über die pommersche Stadt Cammin.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Stadt Lünen

Blasonierung: Ein auf goldenem Grund rechtsspringender roter Löwe mit zwei Schweifen.

Bereits im 17. Jahrhundert beschrieb der damalige Lüner Chronist Georg Gerlich (1606–1664) das Wappen: „einen rothen Lewen In einem guldenen feldtt“.

Im Wappen und in der Flagge des Kreises Unna, dem Lünen angehört, befindet sich ebenfalls ein roter Löwe mit einem Schweif, allerdings mit einem zusätzlichen Schachbalken.

Die Frage, warum das Stadtwappen einen roten Löwen im goldenen Felde führt, ist nicht eindeutig zu beantworten. Es kann auf den Sachsenherzog Heinrich den Löwen zurückgeführt werden, der bis 1180 Landesherr war (seine Residenzstadt Braunschweig hat ein ähnliches Wappen). Es könnte aber auch auf die Grafen von Altena-Mark zurückgehen, die dem Ort 1341 das Stadtrecht verliehen. Allerdings fehlt im Lüner Wappen der in den meisten märkischen Städten anzutreffende charakteristische Schachbalken, und dagegen spricht ferner, dass das älteste Stadtsiegel von 1320 (s. oben) bereits aus der Zeit vor der Neugründung der Stadt durch den märkischen Grafen im Jahr 1341 stammt (die erste Gründung erfolgte 1279).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Schwansbell
Rathaus der Stadt Lünen (2017)
Selimiye-Moschee
  • Evangelische Stadtkirche St. Georg: spätgotische Hallenkirche (vollendet 1366, Deckengemälde Sündenfall und Jüngstes Gericht um 1520, Altar aus dem Umkreis des Liesborner Meisters, Taufstein, Leuchterengel und Sakramentshäuschen gotisch, Orgel und Orgelempore barock)
  • Katholische Pfarrkirche St. Marien: Es handelt sich um eine neugotische kreuzförmige Basilika mit Westturm. Der Chor wurde 1896 geweiht. Die damalige Ausstattung ist heute nur noch in Teilen erhalten. Aus dem mittelalterlichen Vorgängerbau wurden mehrere Stücke übernommen, darunter der um 1270 gefertigte Taufstein, ein zylindrischer Behälter mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Der Taufstein stellt ein schönes Beispiel des Überganges der Romanik zur Gotik dar. Weiterhin sehenswert sind das Triumphkreuz des 14. Jahrhunderts und zwei Madonnenstatuen aus Sandstein, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Besonders zu erwähnen ist das um 1260 entstandene „Gnadenbild/Wallfahrtsbild“. Dabei handelt es sich um eine ca. 41 cm hohe Eichenholzplastik, die eine sitzende Maria mit dem Jesuskind zeigt. Sehenswert sind auch die Säulen im Bereich des Turmes, die dem Vorgängerbau entnommen sind.
  • Trotz der Vernichtung zahlreicher Gebäude während der seit Anfang bis Mitte der 1960er-Jahre durchgeführten Stadtsanierung sind im historischen Ortskern bis heute mehrere sehenswerte Fachwerkbauten erhalten geblieben. Die frühesten stammen aus dem 17. Jahrhundert.[18] Als ältestes erhaltenes Fachwerkhaus Lünens gilt der Roggenmarkt 3. Das dreigeschossige Dielenhaus wurde laut Inschrift 1600 errichtet.[19] Ein weiteres Dielenhaus befindet sich in der Silberstraße 3, das von 1664 stammt. Zusammen mit dem Nachbarhaus Silberstraße 5 bildet es eine reizvolle Baugruppe. Ein stimmungsvolles Straßenbild mit einfachen traufständigen Fachwerkbauten zeigt die Mauerstraße am südlichen Rand der Altstadt. Hier steht auch das 1651 entstandene Gadem Mauerstraße 93: Das schmale Traufenhaus wurde unmittelbar an der Stadtmauer erbaut, die dabei als Rückwand genutzt wurde. Nach dem Abbruch derselben (um 1800) musste diese in Fachwerk ersetzt werden.[20] Aus derselben Zeit wie die Mauerstraße 93 dürfte das als Doppelwohnhaus erstellte Gadem Ringstraße 4/6 stammen.
  • Schlossmühle in Lippholthausen (errichtet 1760)
  • Spieker in Niederaden: barockes Gartenhaus des ehemaligen adligen Hauses Oberfelde/Aden aus dem späten 18. Jahrhundert
  • Schloss Schwansbell
  • Ziethenstraße: typische Zechenkolonie des 19. Jahrhunderts
  • Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (übergeben 1931): denkmalgeschützter Backsteinbau der Neuen Sachlichkeit; Architekten: D. & K. Schulze, Dortmund; Bezüge zur kubistischen Strömung des niederländischen Expressionismus, speziell zu Willem Marinus Dudok, dessen Dr. H. Bavinckschool in Hilversum als Vorbild für die Dortmunder Architekten gelten darf
  • Das denkmalgeschützte, imposante Rathaus der Stadt Lünen (Architekten Rausch und Stein – übergeben am 5. Oktober 1960 durch Willy Brandt) mit einem Paternosteraufzug (nicht mehr für die Öffentlichkeit freigegeben). Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 erhielt das Rathaus die Auszeichnung und die Plakette „Big Beautiful Building“ (BBB). Rein optisch ist es das Wahrzeichen von Lünen und der Mittelpunkt des kommunalen Geschehens.
  • Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen (übergeben 1962): Schulbau im organischen Baustil; Architekt: Hans Scharoun, der u. a. auch die Berliner Philharmonie entwarf. Die denkmalgeschützte Schule wurde in den Jahren 2011 bis 2013 für rd. 8,5 Mill. EUR denkmalgerecht saniert. Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 erhielt die Schule die Auszeichnung und die Plakette „Big Beautiful Building“ (BBB).
  • Ufo“: nach Plänen von Luigi Colani (1928–2019) umgestalteter Förderturm (Colani-Ei) der Zeche „Minister Achenbach“ im Technologiezentrum LÜNTEC in Lünen-Brambauer; mit Grubengasanlage
  • Industriemonument Mohr-Kran: befindet sich an einem Kanalbecken des ehemaligen Preußenhafens am Datteln-Hamm-Kanal; wird durch eine Lichtinstallation illuminiert.
  • Selimiye-Moschee Lünen: Sie wurde am 30. März 2008 nach neun Jahren Bauzeit in Anwesenheit der damaligen Landtagspräsidentin Regina van Dinther eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war sie die größte Moschee in Nordrhein-Westfalen. Die Moschee ist außen in türkisch-islamischer Form mit Minarett gestaltet.
  • Sehenswert sind auch die denkmalgeschützte katholische Herz-Jesu-Kirche in Lünen-Mitte und die Herz-Jesu-Kirche in Lünen-Brambauer.
  • Alte Kaffeerösterei, Lünen-Nord
  • Persiluhr und Ochsengruppe auf früherem Handelsweg durch Lünen, letztere erstellt von dem Künstler Ernemann Sander.
  • Die „erste Moschee“ in Lünen, der sogenannte „Teppich-Palast“ in der Marktstr. 2 (ggü. dem Cine-World), erbaut 1975 nach persischem Vorbild für den Teppichhändler Jamschid Giassi durch den Lüner Architekten Hubert Heitkamp.

s. auch: Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Lünen

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum der Stadt Lünen

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Marien-Kirche, im Vordergrund die Lippe
Colani-UFO im Technologiezentrum
  • Heinz-Hilpert-Theater, erbaut nach Plänen von Gerhard Graubner. Das 1956–1958 erbaute Theater, das einzige Volltheater im Kreis Unna mit 756 Plätzen, steht unter Denkmalschutz. Angrenzend der Hanse-Saal, in dem die Kunstsammlung Lüner Hansetuch, eine internationale Gemäldesammlung repräsentativer zeitgenössischer Kunst aus vielen europäischen Nationen im Geiste der Hanse, gezeigt wird.
Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 erhielt das Theater die Auszeichnung und die Plakette „Big Beautiful Building“ (BBB).

Parks und Lüner Lippeaue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strandbad am Horstmarer See
  • Seepark Lünen, am Datteln-Hamm-Kanal und Horstmarer See gelegen. Dort fand 1996 die Landesgartenschau Lünen „LaGaLü“ statt. Thema der Landesgartenschau war weniger die gärtnerische Präsentation als vielmehr der Wiederaufbau von Landschaft, die infolge von Bergbaueinwirkungen und zivilisatorischen Deformationen verlorengegangen war. Kommunalpolitisch wurde das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in Lünen verfolgt, indem der „schlechte“ Süden aufgewertet und an die Wohn- und Lebensqualität des durch Bergbau nicht belasteten Nordens der Stadt angenähert werden sollte. Dieses ist jedoch nicht eingetreten, s. Einwohnerentwicklung bis 2017.
  • Südpark im Ortsteil Lünen-Süd
  • Volkspark im Ortsteil Brambauer
  • Nordpark am Freibad im Ortsteil Brambauer
  • Lippepark in Lünen-Mitte
  • Erholungsgebiet Cappenberger See nebst Freibad im Ortsteil Nordlünen; zum nahegelegenen Schloss Cappenberg sind es nur ca. drei Kilometer.
  • Tobiaspark mit altem evangelischen Friedhof in der Innenstadt (Nähe Lippebrücke Münsterstrasse)
  • Volkspark Schwansbell; der Volkspark Schwansbell ist ein Erholungsort und beherbergt das Schloss Schwansbell. Im Park hat zudem der Fußballverein Lüner SV seine Heimat. Der Volkspark grenzt direkt an den Datteln-Hamm-Kanal und den Seepark im Süden und im Norden an die B61.
Cappenberger See
Lippe mit Sankt-Marien-Kirche

Für Natur- und Kulturfreunde bietet sich die Lüner Lippeaue an: ein barrierefreier Erlebnisrund- und Wanderweg mit sechzehn Erlebnisstationen, angefangen von der Schiffbarmachung der Lippe, über die Spuren aus der Zeit der Römer bis zur ehemaligen Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia. Die Länge des Weges, der durch Naturschutzgebiete führt, beträgt ca. 17 km.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

s. auch: Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Unna
s. auch: Liste der Landschaftsschutzgebiete im Kreis Unna

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Neujahrskonzert“ mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Heinz-Hilpert-Theater (Anfang Januar)
  • ExtraSchicht-Teilnahme[21] (2013 und 2014, ab 2015 keine Teilnahme mehr)
  • „Lünsche Mess“ – Stadtfest und Kirmes seit 1980 – jährlich von Donnerstag bis zum zweiten Sonntag im September.
  • „Brunnenfestival“: Jeweils im Juli wird der Willy-Brandt-Platz vor dem Rathaus zum größten Biergarten der Lippestadt umgestaltet.
  • „Weinfest“ (jährlich im Juni)
  • „Himmelfahrtskirmes“ (jährlich ab Christi Himmelfahrt in der City)
  • „Jazz-Light“ (erstes Wochenende im November)
  • „Internationales Naturfoto-Festival“ der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT)
  • Kinofest Lünen (Fest für deutsche Filme; jährlich im November)
  • „Familien-Drachenfest“ (Anfang Oktober)
  • „Brami“ Familienfest und verkaufsoffener Sonntag im Ortsteil Brambauer, der Brami Gemeinschaft e. V. (zwei Mal im Jahr)
  • „Karnevalsumzug“ (jährlich im Ortsteil Lünen-Süd)
  • „Oktoberfest“ (jährliches Straßen-Volksfest im Ortsteil Lünen-Süd, eine Woche nach der „Lünschen Mess“)
  • „Der Nikolaus kommt“ und das „Fackelschwimmen“ auf der Lippe in der Stadtmitte (im Dezember)
  • „Rock im Loch“ (Anfang September auf dem Gelände der früheren Landesgartenschau Lünen [„LaGaLü“])
  • „Lüner Hanselauf“ (Ende September im Ortsteil Brambauer)
  • „Obst- und Markttag“ (mit 3000 bis 4000 Fachbesuchern auf dem Hof Giesebrecht im Ortsteil Niederaden; jedes Jahr im Oktober)
  • „Senioren-Sportfest – Fit & aktiv im Alter“ (im Wechsel mit Senioren- und Behindertenmesse, open-air-Veranstaltung, Sportanlage Schwansbell)
  • „Sylvesterlauf für Jedermann“ an der Kampfbahn Schwansbell

Lüner Kulturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Lüner Kulturpreis 2019 geht an das Künstlerpaar Jürgen Larys und Susanne Hocke[22]
  • Kulturpreis und Kulturförderpreis 2018: Simone Prothmann, Siegfried Krüger und Marie Hirschberg[23]
  • Kulturpreis und Kulturförderpreis 2017: Michael Kupczyk und Julius Schepansky
  • Kulturpreis 2016: Bernhard Weiß
  • Kulturpreis 2015: Andrzej Irzykowski
  • Kulturpreis 2014: Joachim Simon
  • Kulturpreis 2013: Uwe Gegenmantel
  • Kulturpreis 2012: Jutta Timpe
  • Kulturpreis 2011: Manfred Kassner
  • Kulturpreis 2010: Mike Wiedemann
  • Kulturpreis 2009: Catharina und Dieter Wagner
  • Kulturpreis 2008: Reinhold Schröder
  • Kulturpreis 2007: Max Raabe
  • Kulturpreis 2006: Klaus Nigge
  • Kulturpreis 2005: Mirijam Contzen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lünen ist eine ehemalige Bergbaustadt. Wichtige aktuelle Wirtschaftszweige und Firmen in Lünen sind folgende:

Älteste Firma ist die 1690 vom Arzt und Apotheker Johann Philip Maul in der Innenstadt gegründete Adler-Apotheke, bis Anfang des 20. Jahrhunderts die einzige Apotheke in Lünen.

Historische Bergbaustandorte sind zu Naherholungsgebieten (Landesgartenschaugelände 1996), oder zu Ansiedlungsflächen für Industrie, Gewerbe, Technologie und Wissenschaft (Minister Achenbach IV, Achenbach I/II mit dem Colani-Ei) geworden.

Einer der größten Arbeitgeber Lünens ist das St.-Marien-Hospital Lünen mit fast 1500 Mitarbeitern. Auf dem dortigen Krankenhausgelände ist der Rettungshubschrauber Christoph 8 stationiert. Es ist das größte Krankenhaus im Kreis Unna.

Die Landesregierung NRW beschloss 2013, dass bis 2020 auf dem ehemaligen Zechengelände Viktoria I/II eine Klinik für Forensische Psychiatrie errichtet werden soll, wogegen sich die Stadt vehement wehrte und 2015 klagte. Dort sollen bis zu 150 Arbeitsplätze, davon 105 für die Pflege, entstehen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat die Klage der Stadt mit Urteil vom 28. März 2017 abgewiesen.

Laut IT.NRW beträgt das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen der Lüner Bürger 27.379 € p. a.; damit liegt Lünen auf Platz 387 von den 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (Stand 2010). Durchschnittlich beträgt es in NRW 33.199 €. Mit einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 16.926 € (Stand 2013) liegt Lünen auf Platz 380 in NRW. Die wenigsten Einkommensmillionäre von NRW leben in Lünen (4 von insgesamt 4.264, Stand 2013); die relativ meisten Menschen beziehen in Lünen die Mindestsicherung (Quote 15,7 Prozent, Stand 2015).

Korrespondierend dazu hat Lünen mit 4.143,97 € nach der Stadt Dortmund die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Kammerbezirk der IHK Dortmund, welcher Dortmund, Hamm und die zwölf Gemeinden des Kreises Unna umfasst (Stand 2013).

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschulen:
    • Schule am Heikenberg in Alstedde
    • Elisabethschule in Brambauer
    • Schule auf dem Kelm in Brambauer
    • Wittekindschule in Brambauer
    • Grundschule am Lüserbach in Horstmar mit einem weiteren Standort in Niederaden
    • Leoschule im Osterfeld
    • Osterfeldschule im Osterfeld
    • Viktoriaschule in Lünen-Nord
    • Overbergschule in Lünen-Süd mit einem weiteren Standort in Gahmen (früher Vinckeschule)
    • Kardinal-von-Galen-Schule in Nordlünen
    • Gottfriedschule in Wethmar
    • Matthias-Claudius-Schule in Wethmar
  • Gymnasien:
  • Realschulen:
    • Realschule Altlünen in Nordlünen
    • Ludwig-Uhland-Realschule in Horstmar
    • Städtische Realschule Brambauer
  • Gesamtschulen:
  • Hauptschulen:
    • Heinrich-Bußmann-Schule im Osterfeld
    • Profilschule in Brambauer (ehemalige Achenbachschule)
  • Förderschule:
    • Förderzentrum Nord in Lünen-Mitte (In der Geist) (Förderschwerpunkte Lernen sowie Emotionale und soziale Entwicklung, Sekundarstufe I)
  • Berufsschulen
    • Lippe-Berufskolleg Lünen in Lünen-Mitte
    • TÜV-Nord College, Bildungszentrum Lünen in Brambauer

Zudem befinden sich in Lünen eine Volkshochschule und eine städtische Musikschule.

Hallenbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte September 2011 eröffnete das Lippe Bad nach rund dreijähriger Planungs- und Bauphase als eines der ersten Passivhaus-Hallenbäder Europas seine Pforten. Im Gegenzug wurden die anderen in die Jahre gekommenen vier Hallenbäder Lünens geschlossen, teilweise abgerissen und die wertvollen Grundstücke vermarktet. Im Park von Schloss Bellevue in Berlin wurde das Lippe Bad am 5. und 6. Juni 2012 als zukunftsweisendes Projekt bei der „Woche der Umwelt“ präsentiert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An das überregionale Verkehrsnetz ist Lünen durch den Datteln-Hamm-Kanal und die Autobahn A 2 Oberhausen-Hannover-Berlin angeschlossen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind die Flughäfen Dortmund und Münster/Osnabrück.

Die Eisenbahnstrecken Dortmund-Preußen-Münster (Westfalen) (Der Lüner) – ab Lünen bis Münster eingleisig – und Dortmund – Enschede/Niederlande (Westmünsterland-Bahn) verlaufen durch das Stadtgebiet. Am Hauptbahnhof von Lünen in der Nähe der Stadtmitte und dem Bahnhof Preußen in Horstmar halten Regionalbahnen der Linien RB 50 „Der Lüner“ (bis Dezember 2009 „Der Lünener“) und RB 51 „Westmünsterland-Bahn“. Die RB 50 verkehrt stündlich zwischen Dortmund und Münster; sie wird durch die private Bahngesellschaft eurobahn betrieben. Die RB 51 fährt halbstündlich zwischen Dortmund und Lünen und stündlich zwischen Dortmund und Enschede. Sie wurde bis Dezember 2011 von der Prignitzer Eisenbahn GmbH und wird seitdem von der DB Regio AG, Region NRW betrieben. Der Fernverkehr hält nicht in Lünen.[24] Außerdem liegt Lünen an der hier nur von Güterzügen befahrenen Hamm-Osterfelder Bahn, (Hamm–Oberhausen) mit dem stillgelegten Bahnhof Lünen Süd.

Durch Lünen verlaufen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

Das Stadtgebiet wird von Stadtbuslinien erschlossen, die den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Hauptbahnhof und die Haltestelle „Persiluhr“ in der Fußgängerzone mit den einzelnen Ortsteilen verbinden. Zwei Schnellbus-Linien verkehren von Lünen über Werne nach Hamm (S 10) und über Bergkamen nach Herringen (S 20). Fast alle Buslinien werden von der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna betrieben. Zusätzlich verkehren in Brambauer die Stadtbahn-Linie U 41 der Dortmunder Stadtwerke nach Hörde (Clarenberg) sowie Busse der Dortmunder Stadtwerke nach Mengede (Linie 474) und der Vestischen Straßenbahnen nach Waltrop (Linie 284).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1945 gegründete Fußballverein Lüner SV spielte 2015/2016 in der Landesliga Westfalen, Staffel 3. Die größten Erfolge feierte der Lüner SV in den 60er- und 70er-Jahren in der Regionalliga, der damals zweithöchsten Spielklasse. Außerdem wurde der Lüner SV 1963 Westfalenmeister und später Westdeutscher Meister. Der Lüner SV spielt in der „Kampfbahn Schwansbell“ (ca. 10.000 Plätze), die sich südöstlich der Innenstadt in unmittelbarer Nähe von Schloss Schwansbell befindet. Die Kampfbahn selbst hat einen Naturrasenplatz während direkt nebenan ein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht. In der Saison 2015/2016 schaffte der Lüner SV als unangefochtener Erster den Aufstieg von der Landesliga in die Westfalenliga.

Zweiter bekannter Lüner Fußballclub ist der BV Brambauer aus dem Ortsteil Brambauer, der 1962 Vizewestfalenmeister wurde. Im Jahre 2007 fusionierte der BV Brambauer mit dem FC Brambauer 45 zum BV Brambauer-Lünen. Dieser spielte in der Saison 2013/14 in der Westfalenliga Gruppe 2. Der BV Brambauer-Lünen spielt in der „Glückauf-Arena“ (ca. 3.500 Plätze). Das Stadion befindet sich im westlichen Ortsteil Brambauer und ist mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet.

Weitere Lüner Fußballvereine:

  • SV Blau-Weiß Alstedde 1920 Fussball e. V. (Blau-Weiß-Arena, Kunstrasen)
  • TuS Westfalia Wethmar e. V. (Sportanlage am Cappenberger See, Kunstrasen)
  • BV Lünen 05 e. V. (Sportplatz Moltkestraße, Kunstrasen)
  • SG Gahmen 24/74 e. V. (Sportplatz Kaubrügge, Asche)
  • VfB Lünen e. V. (Sportanlage Dammwiese, Kunstrasen), (erster Verein von Timo Konietzka; ehemaliger Spieler von Borussia Dortmund und Schütze des ersten Bundesligatores)
  • SV Preußen 07 Fussball e. V. (Sportanlage Alter Postweg, Kunstrasen)
  • TuS Jugendbund Niederaden e. V. (Sportplatz Lünen-Niederaden, Naturrasen + Asche)
  • FC Brambauer 2012 e. V. (Sportplatz Zum Karrenbusch, Asche)

Ehemalige Lüner Fußballvereine:

  • SC Gahmen 24 (1985 fusioniert mit Eintracht Gahmen 74 zu SG Gahmen 24/74 e. V.)
  • Eintracht Gahmen 74 (1985 fusioniert mit SC Gahmen 24 zu SG Gahmen 24/74 e. V.)
  • FC Lünen 74 e. V. (Spielbetrieb 2010 eingestellt)
  • FC Brambauer 45 e. V. (2007 fusioniert mit BV Brambauer-Lünen 13/45 e. V.)
  • FC Sundern (fusioniert mit VfL Beckinghausen und FC Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
  • VfL Beckinghausen (fusioniert mit FC Sundern und FC Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
  • FC Beckinghausen (fusioniert mit FC Sundern und VfL Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
  • SG Beckinghausen/Sundern ’75 e. V. (2007 fusioniert mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V.)
  • SG Hansa Altlünen (2007 fusioniert mit SG Beckinghausen/Sundern 75 e. V. zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V.)
  • SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V. (Spielbetrieb 2009 eingestellt)
  • FSG Drubbel e. V.
  • Türkspor Lünen 87/91 e. V.
  • ATC Lünen-Brambauer (vormals Brambauer Türkgücü. Vom Verband 2010 wegen Zahlungsrückständen ausgeschlossen)[25]
  • SC Lünen 13 (Spielbetrieb 2014 eingestellt)[26]

Wasserball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wasserballverein SV Brambauer 50 e. V. spielte bis 2009 in der 1. Bundesliga. 2010 gewann er die westdeutsche Meisterschaft. Das Team verzichtete jedoch auf den Aufstieg.

Tischtennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung der SG ara Lünen war mit einer Herrenmannschaft in der Saison 1988/89 in der 2. Bundesliga vertreten.[27]

Billard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. PBC Brambauer, ein Vorgängerverein des 1. PBC Lünen 78/09 spielte mehrere Jahre in der 1. Poolbillard-Bundesliga und gewann 1999 den Deutschen 8-Ball-Pokal.

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TV Altlünen 1956 e.V. richtete bis 2006 50-mal das „Internationale Pfingst-Pokalturnier“ aus. Das gut dotierte Turnier (64er-Feld) fand in den letzten Jahren ausschließlich als Damenturnier statt.

Die Herrenmannschaft 60+ der Tennisgemeinschaft Gahmen e.V. spielt seit 2013 in der Regionalliga West. Mit renommierten ausländischen Spielern gelang ihr 2015 die Erringung der Westdeutschen Meisterschaft, welche zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2015 im September in Hamburg berechtigte. In der Endrunde unterlag die TG Gahmen im Spiel um den Dritten Platz gegen den TC Aschheim.

Am 4. September 2016 wurde die Tennisgemeinschaft Gahmen mit ihrer Mannschaft 60+ in Eschborn Deutscher Mannschaftsmeister 2016. Sie schlug im Endspiel den Vorjahresdritten TC Aschheim; nach den Einzelspielen führte die TG Gahmen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung uneinholbar mit 5 : 1, die Doppel wurden nicht mehr ausgespielt.

Am 1. Juli 2017 wurde die TG Gahmen durch einen Sieg über den TC Rot-Weiß Hangelaer ungeschlagen Westdeutscher Meister. Die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren 60 fand am 2. und 3. September 2017 auf der Tennisanlage in Gahmen statt. Gegner waren der TC Lörrach, Der Club an der Alster (Hamburg) und der TC Aschheim. Spitzenspieler bei der TG Gahmen ist der Tennisweltmeister 55+ und 60+, der Australier Glenn Busby.

Auch die Herren 65+ der TG Gahmen schafften durch einen 4:2-Sieg am 14. Juli 2017 über den Tennisverein Hattingen den Aufstieg in die Regionalliga, der höchsten deutschen Spielklasse für Senioren. Verbunden damit war der Westfalenmeister-Titel.

Deutscher Mannschafts-Meister 2017 wurde die TG Gahmen, Herren 60, am 3. September 2017 durch einen 5:1-Sieg über den Club an der Alster, Hamburg. Die Doppelpaarungen wurden nicht mehr ausgespielt.

Am 2. September 2018 wurde die TG Gahmen, Herren 60, durch einen 5:4-Erfolg über den TC GW Luitpold München zum dritten Mal hintereinander Deutscher Mannschaftsmeister.

Persönlichkeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunigunde von Lünen, im 15. Jahrhundert die 12. Äbtissin des Stiftes Keppel
  • Diderich von Swansbole (Schwansbell; um 1400), Kölner Kanoniker; stiftete einen Altar für die St.-Marien-Kirche
  • Georg Spormecker (≈1495–1562), Theologe und Chronist
  • Hinrich Kock (um 1500), Theologe, Mitstifter eines Armenhauses oder Spitals in Lünen
  • Degenhard Witte († 1526), Kurkölnischer Kanzler und Kanoniker
  • Johann Püngel (um 1550), Reformator in Lippstadt
  • Eberhard Tappe, auch: Everhard Tappius († um 1550), Humanist
  • Johann Volsius auch Wolsche genannt (≈1495–1558), Humanist und Rechtsgelehrter
  • Jacob Kindtvader (um 1550), Reformator und Humanist in Lippstadt, 1. lutherischer Pfarrer in Lünen
  • Johannes II. von Lünen, (Swede) von 1515 bis 1532 Abt der Abtei Brauweiler
  • Eberhard Mercator (um 1500), Buchdrucker
  • Georg Gerlich (1606–1664), Lüner Chronist

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die in Lünen gelebt oder gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alphabetisch)

nebst o. g. Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Stadtdirektoren sowie ehemaligen Fußballspielern des Lüner SV.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lünen wurde bislang sechsmal die Ehrenbürgerwürde verliehen:

  • Gottfried Wortmann (1824–1915), Kaufmann und Kommunalpolitiker
  • Paul Schulz-Gahmen (1867–1941), Landwirt und Politiker
  • Ernst Becker (1869–1935), Oberbürgermeister
  • August Wegmann (1891–1975), Kommunalpolitiker aus Niederaden

Die mit Beschluss der Stadtverordneten vom 2. Mai 1933 verliehenen weiteren Ehrenbürgerschaften von Paul von Hindenburg und Adolf Hitler wurden mit einstimmigem Beschluss des Rates der Stadt Lünen am 15. Dezember 2016 aberkannt.

Ehrenbürger im vormals selbständigen Altlünen war Paul Böke (1906–1969), Kommunalpolitiker. Eine Straße im früheren Altlünen ist nach ihm benannt.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lünen hat auch ein ihm gewidmetes Lied, Der Lüner Wind, zu dem das Lüner Ehepaar Elli und Ferdinand Wegerich den Text schrieb.[30] Der Refrain des vierstrophigen Werkes lautet „Das ist der Wind, Wind, Wind, der Lüner Wind, der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind.“ Es war bereits 1981 auf einer Porträt-Schallplatte über Lünen enthalten.[31]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Abels: Tourenbuch Lünen – Zehn Rundwege durch die Lippestadt. epubli-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8442-5885-1.
  • Wolfgang Balzer: Spuren – Steine – Denkmäler: Zeugnisse der Geschichte im Raum Lünen. Ikon-Verlag, Lünen 1993, ISBN 3-927393-04-5.
  • Wolfgang Bockhorst, Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991.
  • Diedrich Hermann Bremer: Chronik der Stadt Lünen. Neu hrsg. v. H. Gerdsmann. Lünen 1920.
  • Conrad Contzen, Hermann Nüdling, Günther Goldstein, Gerd Hesper: Neun-mal Lünen – Bilder einer Stadt. Druckerei und Verlag Bongers, Lünen 1980.
  • Georg Gerlich: Chronik der Stadt Lünen, um 1650.
  • Günther Goldstein: Lünen und seine Stadtteile. Wartberg-Verlag, 2005, ISBN 3-8313-1499-3.
  • Günther Goldstein: Aus alter Arbeitszeit in Lünen. Wartberg-Verlag, 2003, ISBN 3-8313-1009-2.
  • Günther Goldstein: Lünen – Gestern und Heute. Wartberg-Verlag, 2002, ISBN 3-8313-1023-8.
  • Günther Goldstein: Lünen – Fotografien von gestern und Heute, Band 2. Wartberg-Verlag, 2005, ISBN 3-8313-1499-3.
  • Guido Heinzmann: Gemeinschaft und Identität spätmittelalterlicher Kleinstädte Westfalens – Eine mentalitätsgeschichtliche Untersuchung der Städte Dorsten, Haltern, Hamm, Lünen, Recklinghausen und Werne. Books on Demand, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-4634-X.
  • Wilfried Hess, Wingolf Lehnemann: Lünen (= Westfälische Kunststätten, Heft 60). Münster 1991.
  • Josef Lappe: Die Sondergemeinden der Stadt Lünen: Zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung. Dortmund 1909.
  • Wingolf Lehnemann: Datenchronik der Stadt Lünen. Lünen 1992.
  • Wingolf Lehnemann, Adolf Reiß: Kleine Geschichte der Stadt Lünen. Lünen 1992.
  • Wingolf Lehnemann/Informationen aus dem Museum: Lünen – Grenzen in der Stadt, 2005.
  • Peter Löffler: Lünen – Bilder und Geschichten. Druckerei und Verlag Bongers, Lünen.
  • Fr. Nigge: Bilder aus Lünens vergangenen Tagen. Münster 1914.
  • Fredy Niklowitz, Wilfried Heß: Lünen 1918–1966: Beiträge zur Stadtgeschichte. Lünen 1995.
  • F. Sehrbrock: Altes und Neues aus Lünen und Altlünen. Frankfurt/Main 1894.
  • Aloys Siegeroth: Die Geschichte der Gemeinde Altlünen. Altlünen 1964, IDN: 454693362.
  • Georg Spormecker: Chronik der Stadt Lünen. Lünen 1962.
  • Emil Stränger: Das neue Lünen. Dt. Architektur-Bücherei, 1930.
  • Hermann Wember: Lünen – Kultur- und Wirtschaftschronik. Kunstverlag J. Bühn, München 1968.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lünen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Lünen – Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Lünen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2019 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 17. Juni 2020. (Hilfe dazu)
  2. Horst Mönnich: Aufbruch ins Revier. Verlag Mensch und Arbeit, München 1961, S. 142.
  3. Schlechte Noten für Lünens Jubiläums-Slogan. Abgerufen am 10. November 2019.
  4. a b c Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 260.
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 330.
  7. Britta Linnhoff: Nach 55 Jahren geht die letzte Ordensschwester. (waz.de [abgerufen am 9. März 2018]).
  8. Stadt Lünen Religion, Zensus 2011
  9. Lünen Statistik Einwohner Konfession, abgerufen am 13. April 2020
  10. Wahlergebnisse seit 1975 für Lünen, Stadt. In: IT.NRW. 11. April 2019, abgerufen am 8. Januar 2020 (PDF, 0,2 MB).
  11. Kommunalwahlen 1999. In: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Heft 4, Dezember 1999 (PDF, 5,9 MB).
  12. Kommunalwahlen 2004. In: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Heft 4, Februar 2005 (PDF, 7,0 MB).
  13. Kommunalwahlen 2009. In: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Heft 4, Februar 2010 (PDF, 3,5 MB).
  14. Städtepartnerschaften. Abgerufen am 30. September 2017.
  15. a b c d e Wingolf Lehnemann: Datenchronik der Stadt Lünen (= Schriftenreihe des Stadtarchivs Lünen. 12). Stadtverwaltung Lünen, Lünen 1992.
  16. „Endlich reisen, wohin ich möchte!“ In Nordrhein-Westfalen leben 110.000 Menschen aus den neuen EU-Beitrittsländern. In: Landtag intern. 35. Jahrgang, Ausgabe 6 vom 12. Mai 2004, S. 12–13.
  17. Neue Städtepartnerschaft Lünen – Bartın offiziell besiegelt. Pressemitteilung. Stadt Lünen, abgerufen am 13. Mai 2016.
  18. Näheres zu den historischen Fachwerkbauten in Lünen siehe: Wolfgang Balzer, Peter Löffler, Thomas Spohn: Erträge und Ergebnisse bauhistorischer Reihenuntersuchungen von Fachwerkbauten in der Stadt Lünen. In: Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, 72. Band, 1994, S. 304–363.
  19. Balzer, Löffler, Spohn: Erträge und Ergebnisse …, S. 311.
  20. Siehe: Balzer, Löffler, Spohn: Erträge und Ergebnisse …, S. 351–352.
  21. ExtraSchicht am 6. Juli: Parkstreifen vor der Alten Kaffeerösterei gesperrt
  22. Torsten Storks: Lüner Kulturpreis 2019 geht an Künstlerpaar Jürgen Larys und Susanne Hocke. In: Ruhr Nachrichten. 12. Dezember 2019, abgerufen am 16. März 2020.
  23. Kulturpreis der Stadt Lünen. Abgerufen am 16. März 2020.
  24. Reiseauskunft der Deutschen Bahn
  25. DerWesten: ATC Brambauer ließ Einspruchsfrist verstreichen. (waz.de [abgerufen am 9. März 2018]).
  26. SC Lünen wieder raus aus dem Spielbetrieb. In: https://www.wa.de. 24. April 2014 (wa.de [abgerufen am 9. März 2018]).
  27. Zeitschrift DTS, 1988/8 S. 31
  28. The Black Hills Passion Play – 1939–2008 auf SDPB – South Dakota Public Broadcasting
  29. Franz Lauter – Gourmetrestaurant Venus – Lünen. In: Sternklassemagazin. Abgerufen am 5. September 2020.
  30. Feier mit einem Hauch „Lüner Wind“. In: Westfälische Rundschau. 6. April 2008, abgerufen am 29. Februar 2020.
  31. Video über Lünen, unterlegt mit Der Lüner Wind. Abgerufen am 29. Februar 2020.