Heinz Scharr

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Heinz Scharr (* 1. Juli 1924 in Sondershausen; † 5. September 2017 in Utterode[1]) war ein zeitgenössischer Grafiker und Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Scharr wurde 1924 in Sondershausen als drittes Kind von Otto Scharr und Martha Kramer geboren. Nach seinem Schulbesuch in Sondershausen absolvierte er von 1939 bis 1942 eine Lehre in der Kaliindustrie Sondershausen. Es folgte 1942 ein Militärdienst bei der Marine, woraufhin er in Kriegsgefangenschaft in Frankreich, Spanien, Holland, Belgien und England kam. Von 1947 bis 1952 studierte Scharr an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Elisabeth Voigt, Ernst Hassebrauk, Max Schwimmer und Walter Arnold.

Seit 1952 war Scharr Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, 1955 eröffnete er sein Atelier in Weimar. In den kommenden Jahren folgten verschiedene Projekte, Symposien und Studienreisen. Er baute 1962 ein weiteres Atelier in Sondershausen, später kamen ein Sommeratelier in der Stillen Mühle im Helbetal sowie der Komturhof Utterode hinzu. Nach seinem Umzug nach Utterode 1976 war er dort freischaffend als Künstler tätig.

1990 trat er dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler sowie dem Verband Bildender Künstler Thüringen bei. Nach mehreren Studienreisen in den 1990er und 2000er Jahren nach Portugal und Südfrankreich wurde er 2006 mit der Ehrengabe der Stadt Sondershausen sowie 2009 mit dem Verdienstorden des Freistaats Thüringen ausgezeichnet.[2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1963 heiratete er Jutta Frank.[2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk Heinz Scharrs umfasst circa 3000 Arbeiten. Sie sind seit Jahrzehnten in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, wie z. B. im ehemaligen Museum für Deutsche Geschichte Berlin, im Angermuseum Erfurt, in den Kunstsammlungen in Mühlhausen, Sondershausen und Weimar sowie bei Thyssen in Duisburg. Viele seiner Grafiken sind dem Thema Natur gewidmet, bei Plastiken verwendete er oft Eisen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bildhauer und Grafiker Heinz Scharr gestorben. Deutschlandfunk Kultur, Kulturnachrichten, 8. September 2017, abgerufen am 8. September 2017.
  2. a b Biographie Heinz Scharr. Website von Heinz Scharr, archiviert vom Original am 23. August 2016; abgerufen am 8. September 2017.