ThyssenKrupp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ThyssenKrupp AG
Logo der ThyssenKrupp AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007500001
Gründung 1999
Sitz Essen (Hauptverwaltung) und Duisburg, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 156.856 (2012/13)[1]
Umsatz 39,782 Mrd. EUR (2012/13)[1]
Gewinn -1,536 Mrd. EUR (2012/13)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 35,304 Mrd. EUR (30. September 2013)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Stahl, Rüstungsindustrie, Technologie, Kunststoffe, Werkstoffhandel
Website www.thyssenkrupp.de

Die ThyssenKrupp AG ([ˌtɪsn̩ˈkrʊp] oder [ˌtʏsn̩ˈkrʊp]) ist ein deutsches Industrieunternehmen und Deutschlands größtes Stahl- und Technologieunternehmen. Der Konzern mit Firmensitz in Duisburg und Essen entstand 1999 aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG.[2][3][4][5]

Konzernstruktur und Kennzahlen[Bearbeiten]

ThyssenKrupp Hauptquartier 2013

ThyssenKrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern und besteht aus den fünf Geschäftsfeldern:[6]

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2002/2003 einen Umsatz von 36,1 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 714 Millionen Euro. Größter Unternehmensbereich war hierbei ThyssenKrupp Steel mit 12 Milliarden Euro Umsatz und knapp 50.000 Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2003/2004 verdoppelte sich der Gewinn vor Steuern auf 1,58 Milliarden Euro bei einer Umsatzsteigerung auf 39,3 Milliarden Euro. Hierbei konnten die Verbindlichkeiten von 4,2 auf 2,8 Milliarden Euro gesenkt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 wurde ein Gewinn vor Steuern von 1,836 Milliarden Euro erwirtschaftet und es konnten die Verbindlichkeiten des Konzerns auf Null gesenkt werden, was gegenüber der jahrzehntelangen Unterkapitalisierung und Verschuldung von Thyssen und Krupp eine große unternehmerische Leistung ist.
Das Geschäftsjahr 2005/2006 war das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz belief sich auf 47,125 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern auf 2,623 Milliarden Euro. Der größte Unternehmensbereich war das Segment Services mit einem Umsatz von 14,204 Milliarden Euro. ThyssenKrupp ist auch ein großer Waffenhersteller. Der Umsatz mit Rüstungsgütern belief sich 2012 auf 1,5 Milliarden Dollar.[7]

Gebäude Q1

Ende März 2009 beschloss der Aufsichtsrat einen radikalen Konzern-Umbau. Statt der vormals fünf Segmente wird der Stahlkonzern nun in die zwei Bereiche Materials (Stahl, Edelstahl, Services) und Technologies (Anlagenbau, Aufzüge, Werften) mit den oben genannten acht Geschäftsbereichen untergliedert.

Die insgesamt 187.586 Mitarbeiter verteilen sich auf 679 Einzelunternehmen weltweit (Stand: 30. September 2006). Die belegschaftsstärksten Standorte sind Duisburg, Dortmund, Bochum, Radebeul, Hamburg, Krefeld und das Siegerland (Werk Eichen und Ferndorf). Die Mitarbeiterzahl sank jedoch zwischen 2006 und 2012 von 187.586 auf 152.123 weltweit.

Im Juni 2010 wurde der Verwaltungssitz von Düsseldorf nach Essen verlegt. Damit zieht die Konzernzentrale zum Ort der Wurzeln der Krupp-Dynastie zurück, wo sich heute in Essen-Altendorf der Krupp-Gürtel erstreckt. Auf diesem ursprünglichen Industrieareal, das nach dem Zweiten Weltkrieg stark zerstört war und weitenteils Brachland blieb, befindet sich noch heute das Stammhaus Krupp. Am 7. Mai 2011 gab das Unternehmen bekannt, Geschäftsbereiche und Tochterunternehmen mit 35.000 Mitarbeitern ausgliedern zu wollen, davon 14.000 in Deutschland.

Anteilseigner[Bearbeiten]

Anteil Anteilseigner
23,03 % Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
10,96 % Cevian Capital
5,05 % Franklin Mutual Advisers, LLC
4,96 % BlackRock, Inc.
2,00 % UBS AG
54,00 % Streubesitz

Stand: Februar 2014[8]

Mit der Kapitalerhöhung vom 3. Dezember 2013 reduzierte sich der Anteil der Krupp-Stiftung auf 23,03 %, womit die Sperrminorität entfiel, mit der sie unter Anderem feindliche Übernahmeversuche verhindern konnte.[9] Neu eingetreten ist der skandinavische Finanzkonzern Cevian Capital, der mehr als die Hälfte der neu ausgegebenen Aktien erwarb und nunmehr - als zweitgrößter Anteilseigner nach der Krupp-Stiftung - über knapp 11% der Aktien verfügt.[10].

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wurzeln von ThyssenKrupp[Bearbeiten]

Seine historischen Wurzeln vereinen fast die gesamte Geschichte der rheinisch-westfälischen Schwerindustrie und damit der Industrialisierung Deutschlands. Der ThyssenKrupp-Konzern geht auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorgängerunternehmen zurück, die sich vor allem im Zuge der Konsolidierung der Kohlen-, Eisen- und Stahlindustrie zusammengefunden haben. Die Unternehmerpersönlichkeiten der Vorgängerunternehmen prägten im 19. und frühen 20. Jahrhundert wesentlich die deutsche Industriepolitik und nahmen Einfluss auf die deutsche Innen- und Außenpolitik.

Vorgängerunternehmen[Bearbeiten]

Thyssen AG[Bearbeiten]

Das Dreischeibenhaus in Düsseldorf, bis Juni 2010 Verwaltungsstandort von ThyssenKrupp

Am 29. September 1891 gab August Thyssen bekannt, zusammen mit seinem Bruder Joseph im Besitz aller Anteile des Steinkohlenbergwerks Gewerkschaft Deutscher Kaiser zu sein. Am 17. Dezember 1891 fand der erste Abstich im neuen Stahlwerk der Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Ruhrort (Beeck-Bruckhausen) − damals noch nicht zu Duisburg gehörend − statt. Beide Ereignisse des Jahres 1891 gelten später als Gründungsdaten des Thyssen-Konzerns.

Ab 1883 hatte August Thyssen Kuxe (= Anteilscheine) der Gewerkschaft Deutscher Kaiser erworben, da das Werk besondere Standortvorteile für seine unternehmerischen Vorstellungen besaß. Der günstige Standort mit eigener Kohlenzeche, Werkshafen am Rhein und Gleisanschluss an das Eisenbahnnetz sicherten die Leistungsfähigkeit des Betriebs. Das Stammwerk der Thyssen Krupp Stahl AG produziert noch heute Stahl an gleicher Stelle. In den folgenden Jahren rationalisierte, modernisierte und erweiterte August Thyssen die Erzeugung von Eisen und Stahl und baute systematisch sowohl Rohstoffbasis (ausländische Erzgruben) als auch Weiterverarbeitung (Schiffbau, Maschinenguss, etc.) seiner Unternehmen aus. Dabei achtete er darauf, dass sich die Produkte der neu erworbenen oder gegründeten Unternehmen zu einem vertikalen Verbund ergänzten. In den 1910er Jahren wechselten nach und nach einzelne Holding-Funktionen des 1871 von August Thyssen in Mülheim an der Ruhr gegründeten Unternehmens Thyssen & Co. auf die Gewerkschaft Deutscher Kaiser, in deren Grubenvorstand Augusts Sohn Fritz (1873–1951) schon 1897 gewählt wurde.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts einsetzende Internationalisierung des Konzerns fand durch den Beginn des Ersten Weltkriegs ein abruptes Ende. Im Ersten Weltkrieg kam es nach anfänglich rapidem Rückgang zu einer kriegsbedingten Ausweitung der Produktion, der in den unmittelbaren Nachkriegsjahren Ängste vor einer Sozialisierung und 1923 die französische Ruhrbesetzung folgten. August Thyssen verlor zwar nach dem Weltkrieg zahlreiche Auslandsbeteiligungen, verfügte aber im Inland über ein weitgehend funktionsfähiges Unternehmen. Rationalisierungspotenziale und Marktchancen ließen ihn 1925 grundsätzlich der Gründung eines neuen Konzerns zustimmen, dem außer Hoesch, Gutehoffnungshütte, Mannesmann, Klöckner und Krupp alle Montankonzerne des Ruhrgebiets angehörten. Wenige Wochen nach August Thyssens Tod am 4. April 1926 wurden große Teile des Thyssen-Konzerns in die Vereinigten Stahlwerke AG eingebracht. Sein Sohn Fritz Thyssen wurde Aufsichtsratsvorsitzender des neuen Konzerns. Der Anteil der Thyssenschen Montanwerke wurde bei Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG mit 26 % des Aktienkapitals von nominell 800 Mio. Reichsmark bewertet. Als eine Betriebsgesellschaft der Vereinigten Stahlwerke AG wurde 1934 die August-Thyssen-Hütte AG gegründet. Sie war ein horizontaler Verbund der im Duisburger Raum gelegenen fünf Hüttenwerke der Vereinigten Stahlwerke AG mit den Produktionsschwerpunkten Profilstahl und Halbzeug.

Mit der nationalsozialistischen Aufrüstungspolitik wurden diese Hüttenwerke zu wichtigen Lieferanten von Vorprodukten für die spätere Kriegswirtschaft. Auf alliierte Anordnung wurde das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg liquidiert und 1953 eine (neue) August-Thyssen-Hütte AG mit Sitz in Duisburg gegründet, um ausschließlich die zu großen Teilen demontierte Thyssenhütte wieder in Betrieb zu nehmen. Die anderen Duisburger Hüttenwerke der Vereinigten Stahlwerke AG gingen als rechtlich selbstständige Gesellschaften zunächst eigene Wege, bevor sie in den 1950er und 1960er Jahren wieder in den Verbund der Thyssenhütte zurückkehrten. Nur der 1926 in die Vereinigten Stahlwerke AG eingebrachte Thyssensche Bergbau sollte nicht mehr zum alten Konzernverbund zurückkehren. In den 1950er und 1960er Jahren fand der Ausbau der August-Thyssen-Hütte AG zu einem Stahlkonzern statt. 1954/55 konzentrierte sich die August-Thyssen-Hütte AG zunächst auf Erwerbungen aus den vertikal vorgelagerten Bereichen Bergbau sowie Steine und Erden, um ihre Rohstoffbasis zurückzuerlangen. Der anschließende horizontale Ausbau der August-Thyssen-Hütte AG durch Übernahme der Aktienmehrheit an der Niederrheinischen Hütte AG (1956), der Deutschen Edelstahlwerke AG (1957), der Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke (1964) und der Hüttenwerk Oberhausen AG (1968) diente der Diversifizierung. Ihre Produktpalette umfasste Profil- und Flacherzeugnisse in allen Qualitäten bis zum hochlegierten Edelstahl; durch gegenseitige Abstimmung der Produktionsprogramme wurden Rationalisierungsgewinne möglich. Parallel dazu fand eine rasche Vergrößerung der als optimal erachteten Hüttenwerkseinheiten statt. Mitte der 1960er Jahre war die August-Thyssen-Hütte AG der größte europäische Rohstahl-Erzeuger und stand mit seiner Stahlproduktion weltweit an fünfter Stelle.

Ergänzend zur horizontalen Diversifizierung fand seit 1960 die Angliederung einer Handelsorganisation statt, der Handelsunion AG, seit 1969 Thyssen Handelsunion AG. In den folgenden Jahrzehnten wandelte sich die Thyssen Handelsunion AG vom ausschließlichen Stahlhandelsunternehmen zu einem vielseitigen Dienstleister, der sich Mitte der 1990er Jahre auf die Kerngeschäftsfelder Werkstoffe, Industrie- und Gebäudeservice sowie Projektmanagement konzentrierte. In der Endphase der horizontalen Diversifizierung kam es bei der August-Thyssen-Hütte AG zur Spezialisierung durch Kooperation. 1969 vereinbarten Mannesmann AG und August-Thyssen-Hütte AG eine Arbeitsteilung, die sich mit der Kurzformel „Röhren zu Mannesmann, Walzstahl zu Thyssen“ umreißen lässt.

Ende der 1960er Jahre war die August-Thyssen-Hütte AG ein monostrukturierter Stahlkonzern. 1972 beschäftigte Thyssen 92.200 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 9,8 Milliarden DM. Die Neuorientierung setzte 1973 mit dem Erwerb der Rheinstahl AG ein, deren Produktionsschwerpunkt in der Weiterverarbeitung lag. Durch diese Angliederung reduzierte die August-Thyssen-Hütte AG ihre Dominanz im Stahlsektor und wurde ein Mischkonzern. Die weit gespannten Aktivitäten der Rheinstahl AG wurden mit den entsprechenden Thyssen-Geschäftsfeldern in den vier neu formierten Unternehmensbereichen Investitionsgüter und Verarbeitung, Handel und Dienstleistungen, Edelstahl sowie Stahl zusammengefasst. Folgerichtig änderte die August-Thyssen-Hütte AG 1977 ihren Namen in Thyssen Aktiengesellschaft vorm. August Thyssen-Hütte.

Thyssen-Stahlwerk in Duisburg

Die Thyssen AG ging somit auf ein Konglomerat von Einzelunternehmen zurück. Um auch nach außen zu dokumentieren, dass die Rheinstahl AG den Weiterverarbeitungsbereich des Thyssen-Konzerns repräsentierte, wurde diese 1976 in Thyssen Industrie AG umfirmiert. Der Stahlbereich wurde zum 1. April 1983 in die Thyssen Stahl AG ausgegliedert; seitdem konzentrierte sich die Thyssen Aktiengesellschaft vorm. August Thyssen-Hütte ausschließlich auf Aufgaben der Konzernführung. In den folgenden Jahren passte die Thyssen-Gruppe ihre Stahlproduktion dem Markt an und nahm Strukturbereinigungen vor. Zur Konzentration ihrer Aktivitäten definierte die Thyssen-Gruppe 1996 Kerngeschäftsfelder und führte eine Portfolio-Bereinigung durch. Die Fokussierung auf ausgewählte Geschäftsfelder mit gutem Markt- und Ergebnispotenzial diente gleichzeitig der weiteren Internationalisierung des Konzerns. Bereits in den 1980er Jahren wurden Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Thyssen Stahl AG und der Krupp Stahl AG aufgenommen. Die geplante Vereinigung konnte 1983 zwar nicht realisiert werden, man arbeitete jedoch in ausgewählten Geschäftsfeldern eng zusammen. Die Flachstahlbereiche beider Konzerne wurden 1997 in der ThyssenKrupp Stahl AG zusammengeführt.

Im August 1997 nahmen Thyssen und Krupp Gespräche über weitergehende Kooperationen auf. Die ermittelten strategischen Chancen und die operativen Synergiepotenziale eines Gesamtzusammenschlusses waren außerordentlich groß. Dieser wurde am 17. März 1999 mit der Eintragung der ThyssenKrupp AG in das Handelsregister vollzogen.

Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp[Bearbeiten]

Die Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp war 1992 aus der Friedrich Krupp AG und der Hoesch AG entstanden: per feindlicher Übernahme der Mehrheit der Hoesch AG durch den Krupp-Konzern. Dieser Vorgang war damals erstmalig in Deutschland; feindliche Übernahmen waren zuvor nur aus dem angelsächsischen Raum bekannt.

Fusion Thyssen und Krupp-Hoesch[Bearbeiten]

Blick auf das ThyssenKrupp-Gelände bei Duisburg-Bruckhausen

Mitte März 1997 versuchte die Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp in Essen, den wesentlich größeren Thyssen-Konzern in Düsseldorf im Zuge einer feindlichen Übernahme an sich zu binden. Dies war fast erfolgreich, zumindest stand die Finanzierung zum Ankauf der Thyssen-Aktienmehrheit bereit. Durch eine Indiskretion in Düsseldorfer Bankenkreisen wurde das Vorhaben jedoch vor Vollendung ruchbar. Es kam sodann zu Protesten und Demonstrationen der Thyssen-Belegschaft, u.a. von rund 30.000 Arbeitnehmern in Frankfurt am Main vor dem Hauptgebäude der Deutschen Bank. Durch die massiven Proteste führten Krupp-Hoesch und Thyssen Verhandlungen über eine gemeinsame Stahlgesellschaft. Zu betriebsbedingten Kündigungen sollte es nicht kommen, wohl aber zum Abbau von 6.600 der 23.600 bestehenden Arbeitsplätze bis zum Jahr 2001. Nach langen und harten Auseinandersetzungen kam es zur Zusammenlegung der Stahlbereiche in der ThyssenKrupp Stahl AG zum 1. April 1997. Am 1. September 1997 kündigten Vorstände und Aufsichtsräte beider Industriekonzerne am 4. November 1997 ihre Gesamtfusion an.[11]

An allen diesen Vorgängen hatten sowohl Gerhard Cromme als auch Berthold Beitz maßgeblichen Anteil, auf Thyssen-Seite Dieter H. Vogel, der sich jedoch nicht als neuer Chef für den fusionierten Konzern aufstellen lassen konnte. Die Vernunft setzte sich durch gegen alle Vorbehalte alter Konkurrenz: Um im internationalen Stahlgeschäft erfolgreich zu sein, bedarf es einer Mindestgröße, die zuvor weder Thyssen noch Krupp allein aufbringen konnten.[12]

Im Vorfeld ihrer Fusion hatten Thyssen und Krupp 1998 bereits ihre Absicht bekundet, in Anknüpfung an die bisherigen Unternehmenstraditionen und angesichts der langen Verbundenheit zu Duisburg und Essen einen Doppelsitz in Duisburg und Essen zu begründen. Die Hauptversammlung des Jahres 2000 von ThyssenKrupp hatte den entsprechenden Beschluss gefasst. Unberührt davon blieb vorerst der Verwaltungsstandort Düsseldorf, der erst 2010 nach Fertigstellung des ThyssenKrupp Campus nach Essen verlagert wurde.

Jüngere Geschichte[Bearbeiten]

Übernahmekampf um Dofasco[Bearbeiten]

Von Shanghai KruppStainless
als Geschenk für die Stadt Berlin
gefertigter Edelstahl-Buddy Bär
Standort: Berlin, Potsdamer Platz

ThyssenKrupp beabsichtigte 2005 den kanadischen Stahlkonzern Dofasco zu übernehmen. Da auch der luxemburgische Konzern Arcelor Interesse an Dofasco zeigte, entfachte sich eine Bieterschlacht, in der ThyssenKrupp zuletzt 68 Euro pro Aktie bot. Arcelor gab daraufhin ein Gebot von 71 Euro pro Aktie ab. ThyssenKrupp verzichtete auf ein höheres Angebot. Der größte Stahlkonzern der Welt, die indisch-niederländische Mittal Steel, legte wiederum ein Kaufangebot für Arcelor vor und vereinbarte gleichzeitig den Weiterverkauf von Dofasco an ThyssenKrupp zu 68 Euro pro Aktie. Die Anteile an Dofasco wurden von Arcelor jedoch zur Abwehr der feindlichen Übernahme durch Mittal Steel in eine Stiftung ausgegliedert. Diese lehnt bislang (Stand 2014) eine Selbstauflösung ab. ThyssenKrupp versuchte gerichtlich, Mittal zur Auflösung der Stiftung zu zwingen, scheiterte damit aber Ende Januar 2007 vor einem niederländischen Gericht. Die Übernahme von Dofasco durch ThyssenKrupp ist damit gescheitert, eine Revision ist jedoch noch möglich. ThyssenKrupp konzentrierte sich als Alternative auf den Neubau eines Stahlwerks in den USA.

Neues Walzwerk in den USA[Bearbeiten]

Im Mai 2007 gab ThyssenKrupp bekannt, ein neues Walzwerk mit 2700 Arbeitsplätzen in Calvert im US-Bundesstaat Alabama zu bauen. Um das neue Werk hatten sich mehrere US-Orte beworben.

Nach dreijähriger Bauzeit ist am 10. Dezember 2010 das neue Stahl- und Weiterverarbeitungswerk von ThyssenKrupp Steel USA und ThyssenKrupp Stainless USA offiziell eingeweiht worden. Das Werk ist eine der bisher größten ausländischen Investitionen in den USA. ThyssenKrupp hat in den gesamten Werkskomplex fünf Milliarden US-Dollar investiert, davon 3,6 Milliarden in die Anlagen beim Qualitätsflachstahl und 1,4 Milliarden in den Stainless-Bereich.

Neues Stahlwerk in Brasilien[Bearbeiten]

Von September 2006 bis zur Fertigstellung im Juni 2010 wurde in Brasilien für ThyssenKrupp CSA Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA), an der ThyssenKrupp mit 73 % beteiligt ist, ein neues Stahlwerk gebaut. Die Anlage liegt 70 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt in der westlichen Zone der Metropole Rio de Janeiro, in der Bucht von Sepetiba im Staat Rio de Janeiro. Das Werk besteht aus Sinteranlage, zwei Hochöfen, zwei Stranggießanlagen, einer Kokerei sowie eigenem Seehafen und Kraftwerk. Konstruiert wurde die Kokerei durch das chinesische Unternehmen CITIC, obgleich ThyssenKrupp mit der Uhde GmbH über eine auf den Anlagenbau spezialisierte Tochtergesellschaft verfügt.[13]Es ist die größte deutsche Auslandsinvestition der vergangenen Jahre in Brasilien.

ThyssenKrupp beauftragte zu Projektbeginn die Unternehmensberatung McKinsey mit einer Machbarkeitsstudie, innerhalb welcher die Gesamtkosten für den Werksbau mit 1,9 Milliarden € kalkuliert wurden. Die Bramme Stahl sollte dieser Studie nach um 55 $/t kostengünstiger als in Deutschland produziert werden. Nach Presseberichten hat ThyssenKrupp mittlerweile 8 Milliarden Euro in das Vorhaben investiert. Die in dem Werk gefertigte Bramme Stahl ist momentan 170 $ pro Bramme teurer als die aus deutscher Produktion.[14][13] Das Werk sollte nach ursprünglichen Planungen fünfeinhalb Millionen Tonnen Stahlbrammen für den Export in die USA und nach Europa pro Jahr produzieren.[15][16] Bis heute ist das Werk durch technische Probleme jedoch noch nicht auf volle Last hochgefahren.[13] In dem Werk sollen zukünftig rund 3500 Menschen arbeiten.[17]

Ende November 2011 sei das ganze Ausmaß der Wertminderungen durch ein Gutachten offengelegt worden, sagte Gerhard Cromme auf der Hauptversammlung im Januar 2012. Beim Bau des Werks waren die prognostizierten Kosten weit übertroffen worden: es kostete mittlerweile 8 Milliarden Euro. ThyssenKrupp nahm Abschreibungen in Höhe von fast 2 Milliarden Euro auf das Stahlgeschäft in Brasilien vor und wies im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro aus.[18]

Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender (von 1999 bis Januar 2011) und dann Aufsichtsrat, welcher die Entscheidung für den Werksbau maßgeblich zu verantworten hatte, trat zum Ende des Jahres 2011 von seinem Aufsichtsratsposten zurück.[19]

Restrukturierungen 2011[Bearbeiten]

In einer Pressemitteilung vom 13. Mai 2011 kündigte ThyssenKrupp eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen an. Im Rahmen seiner neuen Strategie plante ThyssenKrupp verschiedene Desinvestitionen und neue strategische Ausrichtungen für einzelne Bereiche.[20]

Die folgende Aufzählung gibt einen Überblick über die angekündigten Maßnahmen:

  • Verkauf der ThyssenKrupp Umformtechnik an den spanischen Automobilzulieferer Gestamp[21]
  • Verkauf von ThyssenKrupp Xervon an Remondis[22]
  • Herauslösung von ThyssenKrupp Stainless aus dem Konzern und Umbenennung in Inoxum[23]
  • Verkauf der zivilen Sparte von Blohm + Voss an den britischen Finanzinvestor Star Capital Partners[24]. Nach dem Verkauf im Dezember 2011 verblieb nur der Marineschiffbau bei ThyssenKrupp.
  • Verkauf der Edelstahlsparte (Inoxum) an den finnischen Stahlkonzern Outokumpu[25]
  • Verkauf von ThyssenKrupp Tailored Blanks an die Wuhan Iron and Steel Corporation[26]

Wechsel im Vorstand und Aufsichtsrat 2012 / 2013[Bearbeiten]

Am 5. Dezember 2012 gab das Unternehmen die Auswechslung von gleich drei Top-Managern aus der Vorstandsetage bekannt. Laut Presseberichten zogen Vorstandschef Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsrat mit der Entlassung von Jürgen Claassen, Edwin Eichler und Olaf Berlien die Konsequenzen aus einem Milliarden-Verlust bei zwei Stahlwerken in Übersee und aus diversen Kartell- und Korruptionsdelikten.[27][28] Im März 2013 teilte ThyssenKrupp mit, der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme werde zurücktreten.[29]

Verkauf der Stahlwerke in den USA und Brasilien[Bearbeiten]

2013 stellte ThyssenKrupp zwei seiner Stahlwerke zum Verkauf, da diese Verluste einfuhren. Fehlinvestitionen von 3,4 Milliarden Euro waren zu verzeichnen. Es handelte sich dabei um das Stahlwerk ThyssenKrupp CSA in Brasilien und das Walzwerk in Calvert, Alabama (vgl. dazu die beiden Abschnitte oben). Deutsche Werke stünden nicht zum Verkauf.[30][31] Das Stahlwerk in Alabama wurde im November 2013 von einem Joint-Venture der Konkurrenten ArcelorMittal und Nippon Steel-Sumitomo Metal Industries erworben.[32]

Beteiligung an Kartellen[Bearbeiten]

ThyssenKrupp in Bochum an der Bundesautobahn 40

Das Unternehmen war mehrfach an Kartellen beteiligt.

In den 1970er Jahren waren Thyssen und Krupp am Edelstahlkartell beteiligt.[33]

Gegen fünf große Hersteller von Aufzügen, unter anderem ThyssenKrupp Elevator, verhängte die EU-Kommission 2007 eine Strafe in Höhe von 992 Millionen Euro. Die Unternehmen hatten Preisabsprachen getroffen und damit gegen das Kartellrecht verstoßen. ThyssenKrupp Elevator musste 479,7 Millionen Euro, Otis 225 Millionen, Kone 142 Millionen, Schindler 143,7 Millionen und eine Mitsubishi-Tochter 1,8 Millionen Euro bezahlen. Dies war die bis dahin höchste Strafe, die die EU-Kommission verhängte (Liftkartell).[34] Die Strafe gegen ThyssenKrupp wurde später auf 319,78 Mio. € reduziert.

Anfang Juli 2012 verhängte das Bundeskartellamt gegen ThyssenKrupp wegen der Beteiligung am Kartell „Schienenfreunde“ ein Bußgeld von 103 Millionen Euro.[35]

Ende Februar 2013 durchsuchten Ermittler des Bundeskartellsamts Büros und Privaträume von ThyssenKrupp-Mitarbeitern wegen vermuteter Preisabsprachen für Autostahl.[36] Die Ermittlungen wurden durch eine anonyme Anzeige ausgelöst.[37]

Kritik[Bearbeiten]

Die Vorgänger des Konzerns, deren Kapital ThyssenKrupp schließlich übernahm, stehen in der Kritik, am Aufstieg der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik mitgewirkt zu haben: Der Großindustrielle Zechenbesitzer Fritz Thyssen, dessen Name in "ThyssenKrupp" steckt, spendete 1923 bereits 100.000 Goldmark an Adolf Hitler und die NSDAP.[38] Er gehörte zu der Gruppe von Industriellen, Bankiers und Landwirten, die im November 1932 die sogenannte Industrielleneingabe an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg richteten, in der gefordert wurde, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Im Frühjahr vor den Reichstagswahlen 1932 soll die Vereinigte Stahlwerke AG, die 1926 durch die Fusion der Thyssen-Gruppe (Anteil 26 %), der Phönix-Gruppe (Anteil 26 %), der Rheinischen Stahlwerke (Anteil 8,5 %) und anderen Stahlkonzernen entstand, laut den Memoiren von Heinrich Brüning 500.000 Reichsmark an die NSDAP gespendet haben.[39] Der Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke AG Albert Vögler war bereits im Januar 1919 Mitinitiator des sog. Antibolschewistenfonds gewesen, der die Niederschlagung der Deutschen Räterepubliken vorantrieb. In der Werkszeitung „Das Werk“ der Vereinigten Stahlwerke von 1927 hieß es: „Die Geschichte fast aller Völker ist ein ewiger Ausdehnungsdrang, ein nie ruhendes Ausdehnungsbedürfnis.“ Deutschland habe „zu wenig, viel zu wenig Land“.[40]

Später nahm Fritz Thyssen allerdings eine offen kritische Haltung zum Nationalsozialismus ein, die erst zu seiner Flucht aus Deutschland, dann zu seiner Gefangennahme in einem Konzentrationslager führte. [41]

Literatur zur Geschichte des Konzerns[Bearbeiten]

  • Lothar Gall (Hrsg.): Krupp im 20. Jahrhundert: die Geschichte des Unternehmens vom Ersten Weltkrieg bis zur Gründung der Stiftung. Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-742-8.
  • Gert von Klass: Die Drei Ringe. Lebensgeschichte eines Industrieunternehmens. Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins, Tübingen / Stuttgart 1953 (Nachkriegsdarstellung der Fa. Krupp)
  • Karl Lauschke: Die Hoesch-Arbeiter und ihr Werk. Sozialgeschichte der Dortmunder Westfalenhütte während der Jahre des Wiederaufbaus 1945–1966. Klartext Verlag, Essen 2000, ISBN 3-88474-746-0 (= Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen, vormals: Institut zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung, Schriftenreihe A, Band 11; zugleich: Untersuchungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte, Band 17)
  • Horst Mönnich: Aufbruch ins Revier. Aufbruch nach Europa. Hoesch 1871–1971. F. Bruckmann, München 1971, ISBN 3-7654-1441-7 (Jubiläumsband der Hoesch Aktiengesellschaft, Dortmund)
  • Helmut Uebbing: Wege und Wegmarken. 100 Jahre Thyssen. Siedler, Berlin 1991, ISBN 3-88680-417-8, hrsg. von der Thyssen Aktiengesellschaft, vormals August Thyssen-Hütte, Duisburg
  • Gustav Luntowski: Hitler und die Herren an der Ruhr: Wirtschaftsmacht und Staatsmacht im Dritten Reich. Peter Lang, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-631-36825-9
  • Horst Wildemann: Unternehmensfusion, Die Krupp-Hoesch-Thyssen – Fallstudie Strategie, Portfolio und Perspektiven. München 2000, ISBN 978-3-931511-61-6
  • Tobias Witschke: Gefahr für den Wettbewerb. Die Fusionskontrolle der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und die „Rekonzentration“ der Ruhrstahlindustrie 1950–1963 (= Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte; Beiheft 10) Akademie Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-05-004232-9, 383 S.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ThyssenKrupp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d ThyssenKrupp: Geschäftsbericht 2012/2013. Abgerufen am 12. Juni 2014 (PDF; 8,8 MB).
  2. Wilhelm Treue: Die Feuer verlöschen nie. August Thyssen-Hütte 1890-1926. Econ-Verlag Düsseldorf und Wien 1966.
  3. Wilhelm Treue, Helmut Uebbing: Die Feuer verlöschen nie. August Thyssen-Hütte 1926-1966. Econ-Verlag Düsseldorf und Wien 1969.
  4. Vor zehn Jahren – ThyssenKrupp-Fusion schmiedete Stahlgiganten. In: Hamburger Abendblatt, 15. März 2009:
  5. Technische Universität Berlin vom 2. November 2000: ThyssenKrupp – Ein Konzern nach der Fusion
  6. http://www.thyssenkrupp.com/de/konzern/index.html
  7. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 1. Februar 2014, S. 16. Dort angegebene Quelle für den Rüstungsumsatz ist SIPRI
  8. https://www.boersen-zeitung.de/index.php?l=0&li=22&isin=DE0007500001
  9. Handelsblatt: Bonitätsnote Thyssen-Krupps auf Ramschniveau. 5. Dezember 2013, abgerufen am 7. Dezember 2013.
  10. Finanzinvestor Cevian will bei ThyssenKrupp mitreden. 5. Dezember 2013, abgerufen am 7. Dezember 2013.
  11. wdr, Stichtag, Bericht, "Dieser Deal war zu viel" wdr.de (eingesehen am 11. März 2011)
  12. Wildemann, s. Lit.
  13. a b c Zeit-Online: Die versenkten Milliarden,(Zugriff am 10. August 2012).
  14. Peter Mühlbauer: Defizitär wie Kruppstahl. heise.de, 2012, abgerufen am 2012.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChristian Russau: Weiter Kritik aus Brasilien an ThyssenKrupp. In: amerika21. 30. Januar 2010, abgerufen am 30. Dezember 2010.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChristian Russau: Brasilien: Staatsanwalt untersucht Vorgehen von Thyssen Krupp. In: amerika21. 22. Juni 2010, abgerufen am 30. Dezember 2010.
  17. ThyssenKrupp muss für neue Stahlwerke mehr zahlen. In: Die Welt
  18. www.rundschau-online.de
  19. handelsblatt.com 20. Januar 2012: Interview
  20. http://www.thyssenkrupp-italy.com/de/presse/art_detail.html&eid=TKBase_1305277305797_1810061965
  21. http://www.thyssenkrupp.com/de/presse/art_detail.html&eid=TKBase_1311145334174_702857014
  22. http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE77M07720110823
  23. http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE78T09C20110930
  24. http://www.thyssenkrupp.com/de/presse/art_detail.html&eid=TKBase_1323440438381_1736743744
  25. http://www.thyssenkrupp.com/de/presse/art_detail.html&eid=TKBase_1327997179541_1610048126
  26. http://www.thyssenkrupp.com/de/presse/art_detail.html&eid=TKBase_1348769960685_698732422
  27. Verräterische Luxusreisen". Süddeutsche.de. Abgerufen am 14. Dezember 2012.
  28. ThyssenKrupp rasiert Vorstand". Süddeutsche.de. Abgerufen am 14. Dezember 2012.
  29. www.thyssenkrupp.com Pressemitteilung 8. März 2013
  30. Tagesspiegel: Thyssen-Krupp will raus aus den USA 21. November 2013
  31. Agentur für Erneuerbare Energien: Beginnt jetzt die Deindustrialiserung? ThyssenKrupp bietet Stahlwerk zum Verkauf 27. November 2013
  32. Pressemitteilung vom 29. November 2013
  33. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41309538.html
  34. Urteil des Gerichts der Europäischen Union in den Rechtssachen T-138/07 Schindler Holding u.a. / Kommission
  35. Martin Murphy: Schienenfreunde müssen Zahlen. In: Handelsblatt. Nr. 129, 6., 7., 8. Juli 2012, ISSN 0017-7296, S. 26.
  36.  Martin Murphy: Krupp steckt in der Kartellfalle. In: Handelsblatt. Nr. 69, 10. April 2013, ISSN 0017-7296, S. 18.
  37.  Martin Murphy: In der Kartellfalle. In: Handelsblatt. Nr. 44, 4. März 2013, ISSN 0017-7296, S. 16 f..
  38. Wirtschaftsjournalist Wolfgang Zdral in der ZDF-Dokumentation "Hitler und das Geld".
  39. Heinrich Brüning wurde dies eigenen Angaben zufolge aus Nazikreisen zugetragen, er drückt noch in seinen Erinnerungen Empörung darüber aus. Memoiren 1918–1934. DVA, Stuttgart 1970, S. 531.
  40. Joachim Radkau: Renovation des Imperialismus im Zeichen der „Rationalisierung“. Wirtschaftsimperialistische Strategien in Deutschland von den Stinnes-Projekten bis zum Versuch der deutsch-österreichischen Zollunion 1922–1931. In: dsb. & Imanuel Geiss (Hrsg.): Imperialismus im 20. Jahrhundert. Gedenkschrift für George W. F. Hallgarten. München 1976, S. 233.
  41. Thomas Rother: Die Thyssens. Tragödie der Stahlbarone. Campus, Frankfurt am Main 2003, S. 219