Helle Virkner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Helle Virkner mit ihrem Mann Jens Otto Krag und ihren gemeinsamen Kindern, 1971.

Helle Genie Virkner (* 15. September 1925 in Aarhus[1]; † 10. Juni 2009 in Charlottenlund, Gentofte; geborene Lotinga) war eine dänische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war die Tochter von Gutsbesitzer Moritz Lotinga und Ellen Larsine Rasmussen und wuchs in Ry bei Skanderborg auf. Das Elternhaus Lille Glentholm dient heute als Pastorat. 1931 gingen die Eltern getrennte Wege; Mutter und Tochter zogen nach Kopenhagen. Nach ihrem Mittelschulabschluss arbeitete sie als Statistin am Folketeatret und am Det Ny Teater. Während der deutschen Besatzung Dänemarks musste ihr jüdischer Vater ins schwedische Exil ausweichen. Helle Lotinga nahm in dieser Zeit den Nachnamen Virkner an, um die Gefahr von Verfolgung zu verringern.[2] Von 1944 bis 1946 besuchte sie die Schule des Königlichen Theaters (Det Kongelige Teaters elevskole). Dort lernte sie William Rosenberg kennen, den sie am 6. Oktober 1946 heiratete. Schon 1949 wurde ihre erste Ehe geschieden. Von 1946 bis 1951 war sie als Schauspielerin am Königlichen Theater in Kopenhagen tätig. Danach spielte sie an vielen verschiedenen Theatern in Kopenhagen und Umgebung.

Sie spielte außerdem in vielen dänischen Filmproduktionen mit, wie Kispus (1956), Mor skal giftes (1958), Einesteils der Liebe wegen-Filme (1959–1961), Olsenbande und Matador. Eine ihrer letzten Rollen war 2000 in Flickering Lights als Tante Beate.

Virkner war in zweiter Ehe (1949–1959) mit dem Schauspieler Ebbe Rode verheiratet. Aus ihrer dritten Ehe (1959–1973) mit dem Politiker Jens Otto Krag gingen die Kinder Astrid Helene, genannt Søsser, und Jens Christian hervor.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bodil 1963: beste Hauptdarstellerin in Den kære familie
  • Robert 2004: Ehrenpreis
  • Bodil 2007: Ehrenpreis für das Lebenswerk

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsklinik Fødselsanstalten i Jylland, Skanderborgleksikon online, abgerufen am 15. September 2015.
  2. Skanderborgleksikon online, abgerufen am 15. September 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]