Helmuth Gräff

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Helmuth Gräff (* 12. April 1958 in Gars am Kamp) ist ein österreichischer Maler, Graphiker und Dichter. Gräffs malerischer Stil wurzelt einerseits im künstlerischen Erbe Vincent van Goghs,[1] andererseits kann er auch als Vorläufer oder Erbe der Neuen Wilden angesehen werden.[2]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmuth Gräff wurde als Sohn von Rudolf Gräff und der aus Wien-Schwechat stammenden Leopoldine Kimmerl – einer Urenkelin des kaiserlichen Richters Matthias Kimmerl (1818–1883), nach dem die Wiener Kimmerlgasse benannt ist – geboren. 1983 ehelichte Gräff in erster Ehe die aus Wien-Nussdorf stammende Martina Maria Gach, Tochter des Architekten Richard Gach. Sein Sohn Matthias Laurenz Gräff ist ebenfalls freischaffender Künstler.[3] Seit 2003 ist Gräff in zweiter Ehe mit Sonja Egger verheiratet.

Helmuth Gräff leidet aufgrund eines Sportunfalls und Bruches von drei Brustwirbeln aus dem Jahr 1995 anhaltend im Rückenbereich, was ihn bei seiner künstlerischen Tätigkeit zunehmend beeinträchtigt. Laut einem Bericht auf seiner Webseite unternahm er 2018 aufgrund der Zurücknahme eines mehrere hundert Zeichnungen und Ölgemälde umfassenden "Richard-Wagner-Lebenszyklus" durch seinen Kunstsammler einen Suizid-Versuch mit einer 30-fachen Überdosis Insulin, das zu einer Apoplexie, und dadurch verübergehend zu einem Sprachverlust führte.[4]

Berufliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmuth Gräff studierte ab 1977 an der Wiener Kunstschule, unter anderen bei Fritz Martinz, ehe er 1979 an der Akademie der bildenden Künste Wien, Meisterklasse für Malerei, bei Gustav Hessing (Assistent Peter Dressler) und Friedensreich Hundertwasser das Studium der Malerei begann.[5] 1983 schloss er ein Studium mit dem Diplom zum Akademischen Maler und Magister Artium ab,[6] weiters erhielt er den 1. Preis der Freunde der Akademie.

Seit 1989 ist Helmuth Gräff selbständig als Maler, Graphiker und Dichter tätig. Seine Werke befinden sich in vielen Privatsammlungen im In- und Ausland, unter anderem mit über 20 Gemälden in der Sammlung Rudolf Leopold[7] und mit einigen Werken in der Sammlung Angerlehner.

Gräffs Werke umfassen Ölbilder, Zeichnungen, Graphiken und Gedichte. Die Themenschwerpunkte liegen in oftmals großformatigen Kompositionen zum „Tibetanisches Totenbuch“ (Bardo Thödröl), sowie Städte- und Landschaftsbilder, Akte, Portraits oder Stillleben. Seine Malreisen führten ihn, in Begleitung seiner Frau Sonja Gräff, durch Österreich, nach Italien (Toskana, Umbrien), Südfrankreich und Florida.

Der Maler Karl Stark meinte über Helmuth Gräffs Kunst, dass er auf dem besten Wege dahin ist die bewusst gehandhabten Seelen- und Geisteskräfte, die in der Farben- und Formenwelt wirksam sind, wieder mit der Naturerscheinung in Verbindung zu bringen. Weiters habe er die Ansätze, den Aufbruch in die Moderne, vor allem die Revolution von Vincent van Gogh richtig verstanden.[8]

Eröffnung der "Lebensbilder" (1996), Wandbild in Fliesentechnik, Willi Dungl Biotrainings-Zentrum, Gars am Kamp. Helmuth Gräff (links) mit Günter Stummvoll und Willi Dungl
Vernissage in der Sparkasse Horn AG; Helmuth Gräff mit Vizekanzler Wolfgang Brandstetter flankiert von den beiden Vorstandsdirektoren (2015)

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen:

Ausstellungsbeteiligungen:

  • 2015: "Matthias Laurenz Gräff und Helmuth Gräff. Zwischen den Welten – Zwischen den Generationen", Galerie Daliko, Krems an der Donau
  • 2011 "The exitement continues – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II", Leopold Museum, Wien[10]
  • 2011 "Gräff trifft Seitz", Gemeinschaftsausstellung mit Friedrich Martin Seitz, Ausstellungsbrücke, St. Pölten

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmuth Gräff, Zwischen den Welten. Dionysisch – Apollinisch – Erde – Wasser – Feuer – Luft. Verlag Bibliothek der Provinz, 2008, 222 Seiten. ISBN 978-3-85252-908-0
  • Helmuth Gräff, Akt – Landschaft – Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, 102 Seiten. ISBN 3-85252-645-0
  • Helmuth Gräff. Edition Thurnhof, Heft No 5, anlässlich der Personalausstellung in der Horner Galerie Thurnhof, 1990, 20 Seiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmuth Gräff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmuth Gräff, Akt - Landschaft - Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, S. 23
  2. THE EXCITEMENT CONTINUES Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II
  3. Matthias Laurenz Gräff
  4. Persönliches und ausführliches Statement von Helmuth Gräff, 2019 (unter "Aktuelles")
  5. Eintrag über Helmuth Gräff in der "Basis Wien"
  6. Kurzbiografie auf der Österreichischen Galerie Belvedere
  7. Kleine Zeitung.Helmuth Gräff, "Metamorphosen" - Ölgemälde und Zeichnungen (Oktober 2010)
  8. Helmuth Gräff, Akt - Landschaft - Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, S. 23
  9. NÖN, Presseartikel "Geheimnis ist gelüftet"
  10. Pressetext aus dem Leopold Museum. "THE EXCITEMENT CONTINUES. Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II"