Hermann Alexander Beyeler

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Hermann Alexander Beyeler (* 14. November 1952 in Luzern, heimatberechtigt in Schwarzenburg BE) ist ein Schweizer Unternehmer, Kulturmäzen, Schriftsteller und Honorarkonsul Weißrusslands.[1][2][3]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beyeler wuchs in Luzern auf, wo er auch zur Schule ging. Nach der Berufslehre als Autolackierer gründete er 1974 eine eigene Karosserie-Werkstatt in Luzern, die er 1984 aus gesundheitlichen Gründen verkaufte. Nach Ausbildungen in einer Handelsschule und der Wirtschafts- und Informatikschule Luzern wurde er 1990 Abteilungsleiter in der Finanzverwaltung des Kanton Luzerns.[4]

Ab 1992 investierte er, zuerst mit der Rhyn Consulting in Hergiswil NW, in Immobilien und realisierte ab 1994 diverse Neubauten in den Kantonen Luzern, Tessin und in der Nordwestschweiz. 2001 übernahm er in Pratteln ein grosses Industriegelände, das er mit Gewerbe- und mit Wohnliegenschaften bebaute und teilweise weiterverkaufte – 135 Wohnungen an zwei Stiftungen und den 82 Meter hohen Ceres-Tower an die Credit Suisse.[4]

2015 übernahm Beyeler in Pratteln das angrenzende ehemalige Wasa-Areal, das mit einer gemischten Nutzung von (Alters-)Wohnungen, einem Hotel, Gewerbe und Geschäften entwickelt werden soll.[5]

Kulturelles Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beyeler ist außerdem als Kunstsammler, Galerist und Mäzen engagiert. Im Jahr 2007 gründete er die Stiftung Kunst- und Kulturzentrum Littau, die er 2015 nach Pratteln verlagerte, und die dann in Stiftung Kunst und Kultur Region Basel umbenannt wurde.[6] In Pratteln hatte er 2012 auf einer Fläche von 1100 m2 eine Galerie für bildende Kunst kombiniert mit Musikveranstaltungen eröffnet.[5] Nebst Kauf und Verkauf von Kunstwerken unterhält Beyeler die eigene Bildersammlung «Beyeler-Collection».

Enge kulturelle Verbindungen unterhält Beyeler mit dem Vatikan, für den er verschiedene kulturelle Projekte finanziell unterstützt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ko-Autor mit Gerd J. Schneeweiss veröffentlichte Beyeler 2014 unter dem Titel «Bozzetto» den ersten Teil einer als Trilogie geplanten kunsthistorischen Thriller-Reihe, 2018 folgte der zweite Band «G.A.R.S». Dazwischen, im Jahr 2016, erschien «Little Ben, ein unglaubliches Polizeiauto», ein Kinderbuch.

Ehrungen/Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Reporter» Der Zar aus Reussbühl - Ein Märchen aus anderen Welten - TV. Abgerufen am 28. September 2019.
  2. Rico Bandle: Am Salatbuffet mit dem Papst. Weltwoche.ch., 6. Juni 2018, abgerufen am 28. September 2019.
  3. Pratteln: Neuer Stadtteil für 2.500 Bewohner. In: IMMOBILIEN Business. 6. Juni 2019, abgerufen am 28. September 2019 (deutsch).
  4. a b Kath.ch: Berufsausstellung Schweizer Garde, Porträt Hermann Alexander Beyeler. Abgerufen am 28. September 2019 (deutsch).
  5. a b Basler Zeitung, Tamedia Espace AG: Hermann Alexander Beyelers Vision für Pratteln. ISSN 1420-3006 (bazonline.ch [abgerufen am 28. September 2019]).
  6. Kunstmäzen Beyeler zügelt Stiftung nach Basel. 11. Februar 2016, abgerufen am 29. September 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  7. Members | European Academy of Sciences and Arts. Abgerufen am 29. September 2019.